Geschichte Meines M...
 
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Geschichte Meines Mannes (bitte lesen evtl. hab ihr tipps)

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 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

Ich weiß das hier ist eigentlich eine Männerseite. Aber ich habe keine Lust mehr diese Fragen in Frauenforen zu stellen. Vielleicht habt ihr ja eine andere Sichtweise auf die Situation und könnt mir helfen.

Achtung lang!

Zur Story:

vor 5 Jahren sind mein Partner und ich kurz vor der Geburt seines Sohnes zusammen gekommen. Sein Sohn ist krass gesagt nicht gewollt gewesen und die beiden schon zu diesen Zeitpunkt nicht die besten Freunde gewesen. Es bestand keine Beziehung zwischen den beiden.

Als der kleine dann auf die Welt gekommen ist hat mein Partner alles daran gesetzt für ihn und sie da zu sein. Er hat ihr das Auto geliehen damit sie mit dem kleinen überall hin fahren konnte, hat sachen gekauft und wollte auch die Nächte bei ihr verbringen damit sie auch mal schlafen konnte. das letztere wollte sie allerdings nicht.

Von „du darfst kommen wann du willst“ wurde einmal die Woche eine Stunde. niemand seine Freunde durfte den kleinen sehen. ich hatte ihn einmal kurz im kh gesehen durch zufall. 6 Monate ging das so. inzwischen hatte sie auch einen neuen Freund. Sie postete munter Bilder von ihrer kleinen Familie während seine gesamte Familie (bis auf seine mutter die den kleinen ebenfalls eine stunde die Woche besuchen durfte) seinen Sohn noch nie gesehen hatte. Als er das Bild von den 3en gesehen hatte, weine er fürchterlich. ich habe ihn noch nie so weinen gesehen.

Mit ca 8 Monaten durfte er dann 1 1/2h mit ihm spazieren gehen und auch ich durfte ihn ab und zu mal sehen.
Mein Partner wusste nicht wirklich wie man mit Kindern umgeht. Er hat es früher nicht gelernt und auch nicht an seinem Sohn. es war einwenig holbrig und er musste sich oft ermahnungen von seiner Ex- Freundin anhören da ihr neuer Freund ist und war ein wahres Kindergenie.

An seinem ersten Geburtstag durften mein Partner und dessen Mutter morgens die Geschenke vorbei bringen. Mittags wurde mit der Familie und Freunden gefeiert und in der kleinen Wohnung war kein platz für Vater und oma. Mit knapp einem Jahr durfte die oma den kleinen mal mit dem Auto mitnehmen. Da hat er zum ersten mal die Wohnung seines Vaters gesehen. Es dauerte aber noch bis er knapp 2 war, bis er offiziell zum Papa nachhause durfte. Wir sind zu dem Zeitpunkt zusammen gezogen. Extra auch so, dass er nahe bei seinem Sohn wohnt. Damals meinte auch die Mutter das er nicht so weit weg wohnen dürften wenn was passiert. jetzt leben wir 5 Minuten von einander entfernt.

An seinen 2. Geburtstag durfte er Vormittags zu uns. Am Nachmittag haben sie zuhause gefeiert. Nachdem er 2 geworden ist kam er in den Kiga und durfte bei uns einen Tag am Wochenende bleiben und Mittagschlaf machen. Er kam jetzt meist einmal unter der Woche von 15-18 uhr und am Wochenende von 9-17 uhr. Das Jahr war auch das erste wo er an einem Weihnachtsfeiertag bei uns sein durfte.
Aber die Mutter hat immer Vorschriften erteilt. Mein Partner ist Freiberufler und muss oft auch spontan Arbeiten. Er macht das um Unterhalt zu zahlen und zu überleben. nicht um sie zu ärgern. Oft habe ich ihn dann mit seinem Sohn begleitet. Sie wollte das aber anders. Sie wollte das er so mit seinem Sohn umgeht wie ihr freunde, der den kleinen ab dem 5. monat jeden Tag gesehen hatte.

Also wurde oft gemotzt. Andererseits haben wir uns in dem Jahr als er 2 war angenähert. Ich wurde Schwanger und sie hatte sich für uns gefreut. Sie hat mich mal ins Krankenhaus gefahren und ich habe sie auch mal zuhause besucht. Sie hat mich auch im Umgang mit meinem Freund um hilfe gebeten. Ich habe auch oft ihre Sicht verstanden. Das sie es nicht gut findet wenn er so selten was mit seinem Sohn alleine macht oder ihn behandelt wie einer seiner Kumpel.
Die Sicht von ihm aber auch, dass 1 1/2 tage die Woche halt wenig sind um eine Bindung aufzubauen die noch nie da war und wir dann genießen in der kurzen Zeit alle zusammen was zu machen.

Kurz bevor er 3 wurde kam unsere Tochter zur Welt. Gleich wurde auch von ihr gepredigt wie wichtig ein gutes Verhältnis der beiden Kinder zueinander ist. Dennoch erfand sie immer wieder ausreden warum der kleine nicht bei uns schlafen durfte. Baby schreit, ich bin erschöpft usw. diese halben tage die er bei uns war war das was uns erschöpfte. er war kaum hier angekommen, musste er schon wieder weg. Er hat sich regelrecht an seine mama geklammert. in dieser Zeit trennte sich auch seine mama von seinem Ziehpapa. Die  Mama wurde zur einzigen Konstante die immer da ist. Dieses Gefühl unterstütze sie auch indem sie einen wirklich intimen Kontakt zwischen Vater und Sohn zwar immer befürwortet hat aber meiner Meinung nach nie umgesetzt hat. Zur Taufe unserer Tochter wurden beide eingeladen (Mutter und Sohn) Sie sagte eine Woche davor hab, sie habe was anderes zutun der kleine würde aber kommen. Am Tag der Taufe erklärte sie, ihr Ex freund habe den kleinen, da er sonst die Woche nie zeit habe und die beiden die Zeit miteinander brauchen. Nix zu machen. der kleine kam nicht. Die gesamte Familie war da. Er sollte die Taufkerze halten. Mein Partner war wieder am Boden zerstörrt.

Man musste sich immer darauf gefasst machen dass man sich etwas tollen vornimmt und sie kurz davor plötzlich sagt das der kleine leider nicht kommen kann.
Ich habe den kleinen sehr in mein Herz geschlossen aber die Tage die er da war wurden zur regelrechten Totur. Vom Kiga abholen, dann wurde nur nach mama geschriehen dann die „Alles ist meins Phase“ Er hat der kleinen Extra wehgetan ihr alles weggenommen usw. Eine Ganz normale Entwicklung eines 3 Jährigen in einer solchen Situation aber für meinen Partner nicht nachvollziehbar. Er wurde oft wütend.
Dennoch haben wir in dieser Zeit oft zusammen was unternommen. Ich fand die Zeit sehr schön. Auch ich habe ihr geholfen wenn sie Hilfe braucht.

Mein Partner hatte sie nachts zum Arzt gefahren als es ihr nicht gut ging, währen ich auf den kleinen aufgepasst habe. Sie hatte mich in KH gefahren als es meiner Tochter so schlecht ging. Und wir haben ihr beim Umzug und beim Renovieren geholfen.
Es war eine Komische Situation. Sie war eine nette Frau und wir haben einfach gedacht das irgendwann alles besser wird. Das sie es irgendwann zulassen wird das der kleine bei uns ein Wochenende verbringt oder mit uns in den Urlaub darf. Weil sie immer davon geredet hat wie wichtig die Beziehung zum Vater ist. Aber jede Übernachtung wurde kurzfristig abgesagt. Dann sind wir umgezogen in ein großes Haus. Da war unsere Tochter 1 und er wurde 4. und plötzlich wurde alles ganz schlimm.

andauernd wurden auch normale Besuchstermine abgesagt. Er war villt 2 mal im neuen haus in 4 Wochen. Dann habe ich den Autositz im Auto seiner Oma falsch eingebaut und sie hat mich zerhackt am Telefon. Wo ich vor einer Woche den kleinen noch nehmen sollte weil sie Termine hatte, wo  ich ihr vor 2 Monaten ihr noch selbst mit dem Einbau den Kindersitzes helfen sollte weil sie es nicht konnte fing sie an mich heftig zu kritisieren. in allem. Meine Kindererziehung usw. Mein Freund musste sich das alles anhören. Schließlich entschied sie das er alleine zum 4. Geburstag seines Sohnes gehen sollte. Meine Tochter und ich durften nicht mit. Ich weiß nur von ihm wie es dort war. viele Fragten wo wir den seien. ob wir nach kommen. Sein Sohn ignorierte ihn und stieß ihn weg als er helfen wollte luftballons auf zu blasen. Das sollte sein Ziehpapa machen. Er verließ wohl das Fest und kam auch erst gegen mitternacht nachhause.

Er entschied das nicht weiter zu machen. er liebte seinen Sohn nicht und sah in ihm nur die ganzen Momente die er verpasst hatte.
Er teilte die Tage darauf der mutter mit dass er keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn will. er ist immer für ihn da wenn was passiert und Er könnte immer zu ihm kommen wenn er will aber er will ihn nicht mehr zum besuch zwingen und will auch nicht mehr dieses hin und her haben.

Jetzt ist seit einem Jahr kein wirklicher Kontakt mehr. Ich a habe ihr geschrieben und gesagt das ich gerne noch hätte das sich die kinder sehen weil sie ja als Geschwister aufgewachsen sind. Sie hat nicht reagiert. Ich kaufe ihm schuhe, klamotten usw. kein Danke. nichts. Über die oma sehen sich die Geschwister einmal im Monat. Sie sind ein herz und eine Seele. letztens meinte er „ Ich liebe dich, denn du bist meine Schwester“

Aber auch die oma hat keine lust mehr auf ihr hin und her. mal sagte sie wie schrecklich es wäre das der Vater sich nicht mehr meldet. Dann hat er sich gemeldet und sie meinte wenn er Kontakt haben will dann nur übers JA. Mein Partner sagte, dies sei ein Zeichen dafür das sie sich nicht ändere. Von einmal die Woche die die oma den kleinen genommen hat. wurde jede 2 Wochen und jetzt jede 4 Wochen für 3 stunden. Ich konnte jetzt meinen Partner überreden den kleinen mal bei der oma zu besuchen. Wir haben alle zusammen einen Ausflug gemacht. Es war sehr schön. Aber mein Partner meinte Ab und zu bei der Oma das wäre ok aber er will nicht wieder sein herz öffnen und dann würde sie wieder die gleichen Sachen wie früher machen und wichtige Termine einfach absagen. Er sagte : der kleine ist er gewöhnt seinen Papa nur ab und zu zu sehen weil es nie anders war. Aber er muss sich an jede 3 stunden klammern die er mit den kleinen hat um zu erfahren was für ein Mensch sein Sohn ist und um ihn lieben zu können.

Die Mutter hat jetzt der Oma verboten weiter den Kontakt zwischen Sohn und Vater zuzulassen. Wenn dann richtig übers Jugendamt. Irgendwie kann ich sie auch verstehen.
Zum 5. Geburtstag wurden wir von ihm eingeladen. Schwester, ich, oma und papa. Kommen darf aber leider niemand. Meinte Tochter Fragt oft nach ihren Bruder. der kleine hat uns gesagt das er auch mal will dass seine schwester auch mal zu ihm will. Kontakt habe ich angeboten. Der kleine mag mich er hat mich letzens geküsst und gesagt das er mich liebt. Ich denke mir, wenn der Kontakt zum Vater nicht geht dann doch wenigstens zur Schwester. Das sieht sie leider anders.

Könnt ihr meinen Partner verstehen? mir fällt es manchmal schwer. ich weiß nicht was ich denken fühlen oder wie ich handeln soll. Ich kann nicht über sein handeln bestimmen. Aber über meins. Den beiden Kindern gegenüber habe ich ein sehr schlechtes gewissen.

LG


Anm. Mod.
Leerzeilen eingefügt.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 31.07.2016 13:57
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

untypisch ist die ganze Geschichte nicht.
Was mir auffällt ist, dass bisher sehr wenig Wert auf Regelmässigkeit gelegt wurde. Es geht nicht, dass Umgang auf Abruf erfolgt aus welchem Grund auch immer.
Da das Kind kein Baby mehr ist kann der Umgang regelmäßig erfolgen und es müssen sich alle daran halten.
Also macht eine Plan (Exel-Tabelle), einschliesslich Urlaub, wo das Kind eine länger Zeit bei euch sein kann, vielleicht erst einmal 3-4 Tage am Stück, sowie Feiertage. Das JA kann dabei vermittelnd mitwirken.
So eine Tabelle macht auch deutlich, dass dem KV am Kind  und am Umgang gelegen ist.

Übergaben müssen nicht zu Hause erfolgen sondern können auch im Kiga erfolgen.

Wenn es keinen sinnvollen regelmäßigen Umgang auf diese Weise gibt, dann bleibt nur den Umgang vom Gericht festlegen zu lassen und mit einem Ordnungsgeld bei Nichteinhaltung zu versehen, diese Regelung ist dann aber in Stein gemeiselt.

Eine gewisse Verbesserung könnte eintreten, wenn das Kind in die Schule kommt, weil niemand hat soviel Urlaub, dass die Ferien komplett abgedeckt werden.

Was Ex macht ist nicht Eurer Bier, auch wenn ihr natürlich auch davon betroffen seid. Auch hier wird viel zu sehr das Leben der Ex bewertet als nach Möglichkeiten gesucht die Dinge rational und möglichst unemotional zu gestalten. Wenn eure Tochter nicht zum Sohn darf, dann ist das so, Punkt. Wenn die Kinder größer werden, wird das so sowieso nicht durchzuhalten sein, wenn sie sich sehen wollen.

Versucht die Dinge zu regeln, die ihr regeln könnt, der Rest ist das Privatleben der KM. Außerdem sollte deutlich werden, was der KV will damit das Ganze nicht als "Gezänk" zwischen KM und Next erscheint. Also Papa an die Front! Es ist sein Kind und er hat an dieser Stelle zu kämpfen und deshalb sollte auch er schreiben.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 31.07.2016 14:50
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

Hey susi, danke für deine Antwort! 🙂
Anscheinend wurde das im Text nicht so deutlich. Mein Partner will keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn. Er hat 5 Jahre lang gekämpft und ist froh das es jetzt vorbei ist. Er findet es nicht schlimm seinen Sohn nicht zu sehen, da er ja nie wirklich einen Sohn hatte außer auf dem Papier.
Das JA war auch schon involviert sagt aber, das sie da nur vermittelt tätig sein können. Wenn die Mutter also einen Termin plötzlich absagt dann können sie da wenig gegen tun. und sie hat schon ganz klar gesagt, das sie sich nichts vorschreiben lässt. Es sei ihr Sohn.
Er sagt, das es sich ja evtl. irgendwann ändern wird. wenn er älter ist und von sich aus kommt. bisher sei aber noch nicht dieser moment gekommen den es braucht um für ihn den Sinn zu sehen den Kontakt wieder auf zu nehmen.

Ich will ihn verstehen können. das fällt mir schwer. Er ist kein schlechter Vater und wenn wir uns trennen würden und ich würde den Umgang zu seiner Tochter verbieten würde er alles dafür tun sie zu sehen. Er spielt mit ihr, geht auf Spielplätzen bringt sie jeden Abend ins Bett und verbringt viel Zeit mit ihr. Er erzählt auch von seinem Sohn und steht zu ihm. aber als wir letztens über die Zeit vor einem Jahr gesprochen haben musste er weinen und meinte er will sowas nie nie wieder durstehen. Er kann nicht glauben das es besser werden kann nur weil sie auf einem Papier irgendwelche Besuchszeiten unterschreiben.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 31.07.2016 15:19
(@nadda)
Registriert

Hi,

dein Mann ist verletzt und aus Angst vor neuer Verletzung hat er aufgegeben. Verständlich, aber auf lange Sicht sicherlich nicht der richtige Weg. Sein Sohn wird nicht zu ihm kommen und auf ihn zugehen wenn Papa jahrelang nicht da war!

Bitte ihn doch sich hier anzumelden und selbst  zu erzählen was in ihm vorgeht, du kannst ihm das nicht abnehmen!

LG
nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 31.07.2016 16:02
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

ok, das habe ich missverstanden  :redhead:
Ja, nadda hat recht, es ist schon verständlich, dass der KV keine Lust mehr auf das Theater hat. Richtig ist auch, dass sein Sohn nicht von alleine kommen wird, einfach deshalb weil er für ihn ein fremder Mensch ist, wenn es nicht mindestens von Zeit zu Zeit ein Treffen gibt.

Letzlich ist es seine Entscheidung ob sein Sohn für ein monatlicher Abzugsposten ist oder ob er um seinen Umgang kämpfen will. Verständlich ist alles, aber es hat auch Konsequenzen, die dann nicht mehr zu ändern sind.

Wie lange gibt es denn nun schon keinen Umgang?

Wenn er doch kämpfen will, dann geht das in 3 Schritten, zunächst ein freundliches Schreiben an die KM, wenn das nicht funktioniert, noch mal das JA bitten, kommt dabei nichts rum, dann zum Gericht. Aber er muss das wollen. Zum Jagen tragen kannst Du ihn nicht und wir erst recht nicht.

VG Susi

P.S.: Eine gerichtliche Umgangsregeln, die mit einem Ordnungsgeld belegt ist, kann durchaus durchgesetzt werden. Es gibt im Forum zumindest ein Beispiel, wo die KM eben 500 Euro löhnen darf, dass sie den Umgang hat nicht stattfinden lassen. Es kann auch eine Umgangspfleger eingesetzt werden, der/die Übergaben des Kindes regelt.
Wenn der KV, das aber nicht will, bleibt auch die Möglichkeit der KM eine Adoption des Kindes durch ihren Lebenspartner vorzuschlagen. Wenn es nicht sein Kind ist, dann soll es auch nicht sein Kind sein! Zumindest könnte die Drohung Bewegung in die Diskussion bringen.


AntwortZitat
Geschrieben : 31.07.2016 17:13
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Ida,

aus meiner Sicht sind viele Fehler schon zu Beginn gemacht worden. Auch von Euch beiden.

Das fängt damit an, dass man einer KM, die sich zur Kindsbesitzerin entwickelt, nicht mit so einer "netten Art" kommen kann. Diese Personen werden sich das nehmen was sie wollen (wie z.B. den PKW für Einkaufsfahrten). Alle anderen Zugeständnisse werden sie ablehnen.
Hier hätte bereits von Beginn an mit relativ "harter Hand" agiert werden müssen. Weder ist es vorteilhaft, dass Du dich groß mit der Frau abgibst oder ihr andere Hilfe habt angeboten. Soetwas funktioniert auch bei vernünftigen Elternbeziehungen nur auf Gegenseitigkeit. Davon ist aber bei dieser KM nichts zu sehen.

Aus meiner Sicht hat die KM schnell erkannt, wie sie Deinen Partner, Dich und insgesamt Euer Familienglück massiv stören kann. Und dies läuft über das Erpressungsmittel Kind.

Solchen Personen ist mit Nettigkeit nicht zu kommen. Der Umgang war von Anfang zu gering. Schon zu diesem Zeitpunkt hätte ein Vermittlungsgespräch beim JA stattfinden müssen. Hätte dies nichts geholfen hätte zumindest der Standartumgang über Gericht (incl. Ordnungsmittel) beantragt werden müssen.

Letztlich seh ich es wie Susi. Dein Mann muss entscheiden was er will. Er hat mich Euch eine kleine Familie und kann sich mit seiner Kraft Euch widmen (etwas, was sich ein Großteil der "Zweitfrauen" übrigens sehr wünscht). Er kann somit den Kampf um den Sohn einstellen und sich auf die Zahlung von Unterhalt beschränken. Das kann sinnvoll sein, denn so ein Kampf ist verdammt hart und wird Euch als Familie viel abverlagen. Im krassesten Fall kann es sogar Eure Beziehung zerstören.
Oder er macht einen neuen Anlauf. Dazu muss er aber die Rolle "ich bin der nette Papi und tu niemanden weh" ablegen und sich gerade machen. Ob er das kann oder will weiß ich nicht. Auch dann hat er keine Garantie. Eine wirkliche Kindsbesitzerin findet auch gegen gerichtliche Anordnungen Mittel und Wege. Sei es die plötzliche Mutter-Kind-Kur zur Umgangsvereitelung auf Krankenschein oder die Manipulation des Kindes ("Wenn Du zu Papa gehst, muss Mama immer weinen. Schau, du kriegst ne neue Playstation wenn Du am Wochenende bei uns bleibst...").

Ihr müsst Euch zusammensetzen und offen über diese Punkte sprechen. Wenn er möchte, soll er sich auch selbst hier anmelden und sich eine Strategie mit dem Forum zusammen aufbauen. Weil es ist letztlich seine Baustelle, die er bearbeiten muss. Und Euch als Familie muss er dabei mitnehmen. Gruß Ingo


AntwortZitat
Geschrieben : 31.07.2016 21:10
(@nadda)
Registriert

Hi,

hier steckt viel wahres drin:

Er kann somit den Kampf um den Sohn einstellen und sich auf die Zahlung von Unterhalt beschränken. Das kann sinnvoll sein, denn so ein Kampf ist verdammt hart und wird Euch als Familie viel abverlagen. Im krassesten Fall kann es sogar Eure Beziehung zerstören.

......Ihr müsst Euch zusammensetzen und offen über diese Punkte sprechen. Wenn er möchte, soll er sich auch selbst hier anmelden und sich eine Strategie mit dem Forum zusammen aufbauen. Weil es ist letztlich seine Baustelle, die er bearbeiten muss. Und Euch als Familie muss er dabei mitnehmen. Gruß Ingo

Es wird für eure Beziehung aber auch problematisch wenn er nichts tut, ich lese bei dir heraus das es dich stört das er so kampflos aufgibt. Und in der Tat kann ich das verstehen, ich möchte auch keinen Mann der sein Kind auf- und der Ex nachgibt.... Er sollte den Rücken gerade machen, allerdings ist das nach so langem nichts tun deutlich schwerer.

Ihr müsst das gemeinsam besprechen, du solltest ehrlich sein zu ihm, ihm deutlich sagen was dich bedrückt. Das ist eine Zerreisprobe für jede Beziehung!
Aus eigener Erfahrung kann ich euch nur raten euch Gesprächshilfe zu holen, Familienberatung, Paarberatung oder ähnliches tun da gut.

Ich vermute mal stark wenn er weiter nichts tut belastet das eure Paarbeziehung massiv, rede mit ihm drüber und bitte ihn sich selbst hier anzumelden. Du kannst seinen Kampf weder führen noch gewinnen. Du kannst ihn nur mittragen und das ist schon schwer genug!

LG
nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 31.07.2016 21:53
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

@Susi
Die beiden haben sich ca. 9 Monate nicht gesehen. Dann hat er ihn mal bei der Oma besucht mit unserer Tochter. Unteranderem wollte er ihn persönlich fragen ob er auf den Geburtstag unserer Tochter möchte und hat ihn eingeladen. Er hatte sich darüber sehr gefreut und wollte gerne kommen. Danach besprach er dies auch mit der KM. diese meinte aber das er nicht auf den Geburtstag einer 2 Jährigen brauche, er habe freunde. Und einen Vater den er seit fast einem Jahr nicht gesehen hat sehen braucht er auch nicht.Wenn er was möchte dann sollte er sich über JA melden ansonsten würde sie nur mit ihm über den unterhalt reden. Dan war das Thema erledigt.
2 Mal im Abstand von 1nem Monat haben wir dann noch was in der Zeit die die oma den kleinen hatte was gemeinsam unternommen. Es war irgendwie wie immer. Der kleine hat sich sehr gefreut und ich glaube mein Freund fand es auch nicht schlecht (er hat die ganze zeit Bilder gemacht von den beiden kids und auch von ihm und seinen Sohn) aber er will keine Gefühle zulassen.
Wir haben dem kleinen natürlich nicht verboten seiner Mutter davon zu erzählen. Beim letzten nachhause bringen kam er ganz stolz mit einem Spielzeug an und meine "guck mal, dass hat Papa mir geschenkt" Naja jetzt hat sie der Oma ganz klar gesagt das sie nicht möchte das der Vater über sie Kontakt hat.
Auch wenn es natürlich keine Dauerlösung war, habe ich mir gedacht lieber er sieht den Papa ab und zu mal (so wie er es ja auch von Anfang an gewöhnt ist) als garnicht. Aber ich weiß auch nicht was das beste für ein kind ist.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 31.07.2016 22:09
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

@Nadda

ja du hast recht. ich finde es schlimm. Es ist nicht mein Sohn ganz klar. aber ich habe ihn aufgenommen als er zu mir kam und mir sagte das es ihn nur im Doppelpack gibt. und bei uns in der Familie ist man immer füreinander da...ganz egal was passiert. das macht Familie aus.
Es ist schwer für mich zu verstehen wie man nicht mehr weiter kämpft, auch wenn für mich die Jahre auch kein Zuckerschlecken waren. Wir haben geredet, wir haben gestritten wir haben dieses Thema öfter durchgekaut als alles andere.
Ich habe ihm gesagt, das er härter durchgreifen muss aber er hat es nie getan (und ich habe auch nie wirklich geschafft) irgendwie wusste ich damals schon das es so kommen wird, weil er sich jedes gemotzt von ihr angehört hat und dann am Abend nochmal nachgefragt hat ob alles ok sei.
wir haben gestern (nach dem Besuch von dem kleinen mit der oma bei uns) nochmal darüber geredet und das erste mal hat er mir seine Gefühle mitgeteilt. Er hat mir angeboten mit dem JA zu sprechen damit sich die beiden Kinder wieder sehen. er selbst will aber dennoch keinen Umgang. Ich glaube nicht das das so funktionieren wird (auch wenn Geschwister untereinander ein umgangsrecht haben) aber so hätte er mal Kontakt zum JA und evtl werden die ihm gut zureden. Nur ich vermute er hat den glauben einfach verloren das es mit Hilfe von 3. besser gehen könnte.
Er hatte schonmal einen Anwalt eingeschaltet. Sie waren schon mal beim JA ... Ich kann ihn verstehen, würde aber dennoch anders handeln. Ach ich wünschte mir wäre das alles egal 🙂


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 31.07.2016 22:19
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

ich werde ihm mal das Angebot mit dem Forum unterbreiten wenn alles einwenig abgeklungen ist. ich glaube aber sowas macht er nicht. aber ein Versuch ist es wert 😀


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 31.07.2016 22:23




(@lofoten15)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Ida,

ich schreib dir mal kurz aus der etwas anderen Sicht eines Elternteiles.

Ich bin seit der Schwangerschaft alleinerziehende Mutter, Kontakt zum Kind (inzwischen 9 Monate alt) gab es seitens des Vaters lediglich 2mal, wobei die "Aufforderung" dazu jedes Mal von mir kam bzw. das Treffen realisiert wurde, weil ich fuer mein Kind den Kontakt zum Vater "haben" wollte.
Inzwischen sind Monate ohne ihn ins Land gegangen, von ihm kommt keinerlei Kontaktaufnahme mehr und ich selber lebe wieder in einer festen gluecklichen Partnerschaft mit Ziehpapa.
Seine Gruende weiss ich nicht, weil er nicht mehr kommuniziert, aber ich denke es ist viel verletzter Stolz dabei und die Wut auf Unterhaltsforderungen seitens meiner Beistandschaft.

Den Kampf um Kontakt, Kommunikation, Hilfsangebote etc. wie dein Mann ihn gefuehrt habe habe ich auch gefuehrt und es hat mich sehr zermuerbt. Dieser Kampf ist furchtbar und geht  in die neue Partnerschaft hinein, aber er ist sinnlos, wenn das Gegenueber so derart zugemacht hat.
"Meine" Loesung war/ist, dass ich im JA eine Kontaktperson fuer den Vater eingerichtet habe, die mit ihm Umgang, Infos, Kontaktaufnahme zu mir etc.regelt, an die er sich nur selber wenden muss. Macht er es nicht, so ist das eben so und meine Nerven werden geschont, weil ich ihm nicht hinterher rennen muss. Gleichzeitig werde ich so dem Recht des Kindes auf Kontakt zum Vater gerecht und habe ihm die Tuer nicht vor der Nase zugeschlagen.

Dein Mann sollte sich mit dir hinsetzen, wie und ob ueberhaupt Kontakt stattfinden soll.
Nur er ist es, der Rechte hat, die er durchsetzen kann und wenn er nicht moechte rennst du gegen Waende. Moechte er aber in Zukunft alles wieder aufleben lassen wuerde ich auch den offiziellen Weg ueber JA oder Gericht gehen, damit die Mutter den Rechten des Kindes nicht mehr einfach so ausweichen kann und unerreichbar fuer euch wird.

Und ja, es ist schmerzhaft, wenn ein neuer Partner bzw. Ziehpapa ins Leben eines Kindes eintritt, aber das ist kein Grund als leiblicher Vater voellig den Rueckzug antreten zu muessen.
MICH schmerzt es tagtaeglich, dass der leibliche Vater keinen Kontakt hat. Er verpasst so viel. Die ersten Zaehne, das Krabbeln, das Stehen, Laufenlernen, die ersten Worte, das herzliche Kinderlachen etc., aber er hat den Weg so gewaehlt.
Wenn dann jemand da ist, der das Kind mit Haut und Haaren voll annimmt, die Partnerschaft stabil ist, dann moechte ich als Mutter auch wieder ein eigenes Leben haben und einem erwachsenen Vater nicht staendig hinterher rennen muessen.


Wenn der Tag nicht dein Freund war, so war er dein Lehrer.

AntwortZitat
Geschrieben : 01.08.2016 00:29
(@graham)
Zeigt sich öfters Registriert

Liebe Ida,

Er entschied das nicht weiter zu machen. er liebte seinen Sohn nicht und sah in ihm nur die ganzen Momente die er verpasst hatte.

[...] aber er will nicht wieder sein herz öffnen [...] Er sagte : der kleine ist er gewöhnt seinen Papa nur ab und zu zu sehen weil es nie anders war. Aber er muss sich an jede 3 stunden klammern die er mit den kleinen hat um zu erfahren was für ein Mensch sein Sohn ist und um ihn lieben zu können.
[...]

[...] er selbst will aber dennoch keinen Umgang. [...] Nur ich vermute er hat den glauben einfach verloren das es mit Hilfe von 3. besser gehen könnte.

Wenn die Situation mit seinem Sohn und dessen Mutter für deinen Partner eine solch große emotionale Belastung ist, dass er ernsthaft darüber nachdenkt, die Beziehung zu seinem Sohn aufzugeben statt aufzubauen, dann ermunter deinen Partner, sich psychologisch unterstützen zu lassen.

Denn dein Partner ist erwachsen, er kann sich Hilfe suchen, um mit dieser schwierigen Situation umgehen zu lernen. Sein Sohn kann dies nicht. Er muss erfahren, dass sich sein Vater von ihm abwendet. Die Gründe dafür sind für ein Kind nicht nachvollziehbar. Und selbst wenn der Junge sie irgendwann erfassen kann, dann wird diese Trennungserfahrung dennoch eine einschneidende Wunde in seiner Kinderseele hinterlassen haben.

Alle Gründe, die sich dein Partner heute gedanklich zurechtlegen wird, um später auf die Fragen seines Sohnes vorbereitet zu sein, werden ihm vermutlich nicht helfen, seine eigenen Zweifel zu besiegen. Und vielleicht wünscht sich dein Partner, die Zeit zurückdrehen zu können, wenn in einigen Jahren sein Sohn ihn fragen wird: Papa, warum konntest du meine Halbschwester lieben und durchs Leben begleiten, aber nicht auch mich?

Ich wünsche euch Kraft und Zutrauen
Graham


AntwortZitat
Geschrieben : 01.08.2016 01:12
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

@Lofoten15 und alle anderen hier die so nett geschrieben haben

Danke das ihr mir geschrieben habt. Ich bin sehr froh, und mein partner eigentlich auch, dass der junge einen Ziehpapa hat der sich auch nach der Trennung um ihn kümmert. Man merkt wie sehr er daraus profitiert, was nicht heißen soll, dass er jetzt keinen Papa mehr braucht. Bei den letzten Treffen merkte man wie sehr der kleine an seinen Vater hängt auch wenn sich beide in körperliche Nähe schwer tun.
Um zu verstehen wie mein Partner tickt muss man seinen Charakter kennen, der leider wenig Sichtweisen zulassen. Er kann sich überhaupt nicht in die seinen Sohnes hineinversetzten. Das in der Kindersprache ein "ich will mit Papa fahren" nach 9 Monaten keinen Kontakt schon viel heißt merkt er nicht.
Er ist ein Mensch der keine Angst vor morgen hat oder dem Tod, dem es selten schlecht geht, schlecht mit Gefühlen umgehen kann und leider auch wenig ändern will wenn er nicht gezwungen wird oder den dringenden Drang verspürt. Er kann nicht verstehen warum er für seinen Sohn kämpfen soll wenn dieser nicht zu ihm geht und ihm das 1:1 sagt. Und zum Arzt will er schon garnicht.
Ihr habt recht das ich nicht seinen Kampf führen kann. Aber ich sehe alle Sichtweisen, die von ihm kann ich verstehen, in gewässerweise auch die von der Mutter, die von meiner Tochter und seinem Sohn ebenso. Das macht einen Krank - weil ich nichts ändern kann. ich kann ihn nicht zwingen und sie auch nicht. Wenn beide doch nur einen kleinen Schritt aufeinander zu machen könnten....Da kommt meine Tochter runter und fragt wo ihr Bruder ist ob er am Wochenende kommt. Dann kommt er der mir sagt das er bei uns spielen möchte. und manchmal passiert es dann das ich nurnoch wegbrennen möchte. Auch wenn es bei uns eigentlich ok läuft würde ich mich am liebsten trennen weil ich denke dass ich mit so einem Schlimmen menschen nicht zusammen sein kann, der einfach so sein kind im stich lässt und nicht mal auf den Putz hauen kann.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.08.2016 14:06
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Ida,

leider ist meine Erfahrung in diesem Forum, dass der gesunde Menschenverstand eine Krankheit ist, die man tunlichst meiden muss.

Die Reationen sind kaum zu verstehen und die treibende Kraft ist innere Verletzheit, Hass auf den Ex-Partner und die Angst das Kind zu verlieren.
Auf der anderen Seite ist es schwer dagegen rational vorzugehen, weil das JA und letzlich auch ein Gericht nur rational entscheiden können.

Es spricht absolut nicht dagegen, dass die Kinder zusammen spielen. Es spräche auch nichts gegen ein Wechselmodell. Es funktioniert aber nur, wenn beide es wollen.
Psychologische Unterstützung wäre sicher von Nöten, zum einen um den Kapf zu führen, zum anderen wäre es aber auch sinnvoll, wenn sich die Eltern drüber klar würden, dass sie Eltern sind!  Gibt es einen Hinweis wie der Partner der KM sich in all dem positioniert? Ich könnte mir vorstellen, dass er die KM nicht ünterstützt sich aber auch nicht einmischt. Wenn Du etwas bewegen willst, dann wäre eine Aussprache unter 4 Erwachsenen sicher keine schlechte Idee, allerdings müssen dann alle auch wollen und insbesondere auch Dein Partner.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 01.08.2016 14:52
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

@ Susi
zu deiner Frage: Es gibt verschiedene Männer. Zum einen Der Ziehvater der mit der Mutter bis zum 3. Lebensjahr des jungen zusammen war. dieser hat immer noch Kontakt zu dem kleinen. Ganz früher hat er klare position gegen meinen Freund bezogen. Als die beiden sich aber besser kennen gelernt haben wurden sie ganz gute "Freunde" und sind sogar mal zusammen ins kino gegangen. Nach der Trennung haben wir aber den Kontakt zu ihm verloren. ich denke, er ist im inneren ganz froh, das er sich die Zeiten jetzt mit niemanden teilen muss.
Der neue freund - da hab ich keine Ahnung. Der ist ganz frisch. ich glaube der ist einfach nur der freund der Mama. Ich glaube er hält sich aus all dem raus. Wenn ich mal bei der oma bin, wenn der kleine da ist, dann redet er viel von der oma von Mama und von seinem Ziehpapa aber wenig über den Freund.

Ich glaube sie hat ganz schrecklich große Angst den kleinen zu verlieren obwohl sie tief im inneren weiß was eigentlich richtig ist. Als wir noch Kontakt hatte, hat ihre Stimmung von Tag zu Tag gewechselt. Mal war sie super freundlich hat noch mit uns gefrühstückt, der kleine durfte länge bleiben obwohl ich mit ihm und seiner Schwester alleine war und der Papa Arbeiten. Mal hat sie einen Wutanfall bekommen wenn wir 5 Minuten zu spät gekommen sind weil er noch sein Kuscheliger gesucht hat. ARG es ist zum durchdrehen 😀

Der kleine war alle 2 Wochen für einen nachmittag bei der oma (mama vom Papa). dort hab ich ihn dann mit der Schwester besucht. Irgendwann meinte die KM das sie es eigentlich nicht gut findet. er würde ja dann uns immer sehen und seinen Vater vermissen (eine Woche später meinte sie, er würde seinen Vater nicht vermissen) Dann meinte die oma ok dann kann sie ihn nur alle 4 Wochen nehmen. 2 Woche meine Tochter 2 Wochen der kleine. Daraufhin hat die oma die für vor der Nase zugeschmissen bekommen.
keine 4 Wochen später meinte sie plötzlich das es doch ne gute Idee sei wenn sie jede 2 Wochen beide Kinder nehmen würde.
So ein hin und her...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 01.08.2016 15:53
(@ingo30)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Ida,

mit meiner Vermutung, dass es ggf. auch Eure Beziehung zerstört, lag ich ja nicht so falsch wie ich lesen konnte.

Aus meiner Sicht muss sich Dein Mann wirklich Hilfe holen, sonst zerstört er mit seinem Verhalten auch Eure kleine Familie. Und da denke ich müsst ihr schon einige Gespräche führen.

Auch wenn man Deine Gefühle oder  von Eurer Tochter verstehen kann, musst Du aufpassen das Du nicht die kindlichen Wünsche hier zu sehr in den Mittelpunkt stellst. Umgang wird von den Eltern gesteuert, nicht von den Kinderwünschen. Ansonsten kann es hier noch weitere unlösbare Konflikte geben, da Du nun auch denkst Eure Tochter zu benachteiligen, weil sie keinen Zugang zum Bruder bekommt. Auch hier musst Du wieder erklären, dass Papa da Handeln muss.
Und dann kommt man halt irgendwann an den Punkt wo man klären muss, ob man sowas ständig erklären will oder warum hier die Prioritäten so auseinandergehen.
Schlage Deinem Mann doch noch mal die Optionen Jugendamt bzw. Besuch beim guten Anwalt für FamRecht vor (falls er sich nicht selbst hier anmelden will). Dann könnt ihr Euch auch dort mal die Optionen aufzeigen lassen und Euch im Forum eine Strategie aufbauen. Gruß Ingo


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Geschrieben : 02.08.2016 00:03
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich habe den Eindruck, dein Mann will nur Umgang, wenn er nichts investieren muss. Die Ex hat das durchschaut. Und deshalb sitzt sie auch am längeren Hebel und kann heute hü und morgen hott sagen.

Du solltest den Kampf, den er nicht kämpft, nicht stellvertretend übernehmen. Das ist ein Schlachtfeld, auf dem du nur verlieren kannst.

LG LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 02.08.2016 00:32
(@bitumen)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo Ida,

Ich sehe nur, dass Dein Mann von allen Seiten unter Druck gesetzt wird und dass Du mit seinem Verhalten die größten Schwierigkeiten hast. Kannst Du seine Entscheidung mittragen oder passt dies nicht in Dein Lebensmodell?

Warum sich Dein Mann Hilfe holen soll erschließt sich mir nicht, es ist seine Entscheidung wie er damit umgeht. Wenn überhaupt, dann müsst ihr beide in eine Partnerschaftsberatung , da ich eher das Problem in Eurer Kommunikation sehe.

Es bedeutet auch großen Mut und zeugt von Verantwortungsbewusstsein Deines Mannes, wenn er den schwierigen Weg geht das Kind nicht weiter in grenzenlose Konflikte zu bringen.

Unterstütze Deinen Mann, wenn Du eine Zukunft für Euch siehst und erlaube ihm seine eigene Entscheidung zu treffen ohne den Druck von Deiner Seite. Es ist sein Kind, es ist seine Entscheidung und wenn Du damit nicht leben kannst, dann ist das Dein Problem, mache es nicht zu seinem Problem.


Beim Umgang mit PLS-Patienten gilt es immer zu berücksichtigen, dass Realität, Fakten und Logik in der Welt des Betroffenen keinerlei Bedeutung haben. Auch können die meisten PLS-Patienten nicht mit Kritik umgehen, das gilt für jede Form der Kritik, also gerade auch positive oder konstruktive Kritik

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Geschrieben : 02.08.2016 01:48
(@nadda)
Registriert

Hi Ida,

ja es ist seine Entscheidung - nur du musst damit auch leben. Und weil du damit auch leben musst finde ich es so wichtig das du mit ihm darüber sprichst. Klar, wenn er nicht will und das nicht schafft dann kannst du es nicht ändern.

Es kann euch keiner sagen was die Zukunft bringt, vielleicht entspannt es die KM sehr wenn er sich raushält und das Kind ist deshalb glücklicher - vielleicht. Vielleicht schadet es dem Kind aber auch total, weil der Vater eine feste Konstante im Leben sein sollte.

Persönlich würde ich sagen: er hat noch lange nicht alles versucht und vielleicht bekommt man diese KM auch zu vernünftigen Handlungen wenn man ihr mal die rechtliche Seite deutlich klar macht (JA und Gericht). Aber auch das wäre eine schmerzhafte und anstrengende Zeit.

Verstehen kann ich dich sehr gut, für mich war und ist es immer noch schwierig und schmerzhaft mich aus den Umgangsangelegenheiten meines Mannes rauszuhalten. Es gelingt mir auch nicht wirklich. Wir diskutieren immer wieder darüber. Es tut mir weh, wenn unsere beiden Töchter überhaupt nicht wissen wer der große Junge auf den Fotos ist, wenn sie ihn nicht als Bruder sehen können, wenn sie nicht einmal mit seinem Namen etwas verbinden. Es  tut mir weh, wenn unsere großen Jungs immer wieder nach ihm fragen und ich immer die gleiche Antwort geben muss: Ich kann hier nichts tun.

Seit 3 Jahren habe ich ihn nicht mehr gesehen, meine Jungs auch nicht. Die Mädels haben null Verbindung zu ihm. Nach langem Hin und Her gibt es in diesem Sommer einen Versuch uns alle gemeinsam zu Treffen, wir werden sehen wie das wird. Auch hier bin ich hin und her gerissen: Ich freue mich drauf und habe gleichzeitig Angst was die Zukunft uns bringt.

Was ich dir heute sagen kann ist: Es tut weh, egal was passiert. Du musst  lernen mit einer Situation umzugehen die du nicht akzeptieren kannst. Es ist schmerzhaft Umgang zu haben wenn die KM einen völligen Sockenschuss hat und du zusehen musst wie sie ihrem Kind und seinem Vater weh tut. Genauso ist es schmerzhaft keinen Umgang zu haben und zu erleben wie die anderen Kinder das Kind vermissen das nicht da ist.

Auch als Zweitfrau bin ich emotional da mit drin, ich mag dieses Kind, er ist Kind meines Mannes und Bruder meiner Kinder - und da soll ich mich komplett raushalten?

Sie hat gehasst wie wir hier leben: Großfamilie, viele Kinder, in ihren Augen asozial und besch..... Er hat es geliebt.
Es war immer ein einziger Spagat - für alle. In den Jahren ohne Kontakt zu uns hat sich hier die Lage entspannt, vergessen haben die Kinder ihn aber nicht. Vielleicht war es für meinen Stiefsohn so besser, er musste diesen Spagat immer ertragen, eine Mutter die alles gehasst hat was er hier liebt. Für mich eine Horrorvorstellung.

Leider kann ich dir nicht sagen was du tun musst damit "alles gut" wird, ich fürchte dieses "alles gut" wird es nicht geben, egal was dein Mann entscheidet oder tut. Es wird wohl immer eine schwierige Sache bleiben - mindestens solange bis das Kind volljährig ist.

Aber: der Hass einer KM auf ihren Ex kann irgendwann weniger werden, die Situation kann sich im Laufe der Jahre entspannen. Allerdings hilft einem das nur etwas wenn man niemals ganz aufgibt!

LG
Nadda

P.S. wir Menschen sind verschieden, und es gibt Zweitfrauen die das ganze nüchterner sehen können und damit auch besser klarkommen. Es gibt aber auch so emotionale Leute wie mich und da ist es schwieriger. Ich denke mal du bist auch ein eher emotionaler Mensch....


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Geschrieben : 02.08.2016 10:17
 Ida
(@ida)
Schon was gesagt Registriert

ja ihr habt recht. ich setzte ihn zu sehr unter druck. und ich weiß das es unsinnig ist denn ich kann ihn nicht zwingen so zu fühlen wie ich.
Selbst wenn der kleine her kommt würde würde mein Mann noch kein liebevoller Papa sein weil er in dem Jungen nur negatives sieht.
Die Kinder sehen sich alle 4 Wochen bei der oma und so verlieren sie sich nicht aus den Augen.
Vielleicht ist das jetzt einfach "Das beste". Und jedes mal wenn ich ihn sehe sage ich wie sehr ich ihn liebe und das er immer zu uns kann wenn er möchte. Ich hoffe das ich ihm dabei das einwenig das Gefühl nehmen kann abgeschoben zu werden.

Ja ich bin eher der emotionale Typ. Ich kenne den kleinen ja schon seitdem er ein Baby ist. Seitdem Tag seinerGeburt. Ich habe ihn in mein herz geschlossen.


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Themenstarter Geschrieben : 02.08.2016 11:52




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