Das habe ich heute beim Surfen entdeckt und hat mich glatt aus den Socken gehauen. Das ist sowas von blödsinnig und nicht weiter gedacht.
:crash:
A life lived in fear is a life half lived
Bedrohlich aussehende osteuropäische Herren lungern vor der Haustüre von boykottierenden Müttern rum, agieren mit "gebotenem Nachdruck" (was auch immer das heißen mag) und sorgen so dafür, daß die Mütter vor Angst den Umgang wieder zulassen?
Ich finde das in jede zu denkende Richtung fragwürdig.
Liebe Grüße
Frieda
P.S. ich würde eher so Herren wie Robert Redford losschicken, die die Damen mit ihrem Charme zu überzeugen versuchen. 🙂
Glaub nicht alles was Du denkst.
Ich finde das in jede zu denkende Richtung fragwürdig.
Das ist ja genau, das was ich meinte.
A life lived in fear is a life half lived
Irgendwie scheint das Ganze eine billige Kopie von >>>Moskau-Inkasso<<< zu sein.
Umgangsrechte auf diese Weise durchsetzen zu wollen, füttert jedes beliebige Vorurteil gegen Väter in Sachen Rechthaberei, Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Bedrohung und Gewalttätigkeit. Ein gefundenes Fressen für Boykotteusen-Anwälte, mit dem sich ratzfatz ein Näherungsverbot und eine Anzeige wegen Stalkings durchsetzen lässt. Und die betroffenen Kinder finden es bestimmt auch ganz toll, von "modernen, unrasierten Erscheinungen, möglicherweise tätowiert oder gar gepierct" zum Umgang abgeholt zu werden.
Das ist nichts anderes als spätpubertäre Kraftmeierei. Wer solche Methoden braucht, hat ganz gewaltig einen an der Waffel.
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Irgendwie scheint das Ganze eine billige Kopie von >>>Moskau-Inkasso<<< zu sein.
Das war das erste, was mein Partner auch sagte. Und der nächste Punkt, wenn überzeugt man mit solchen Methoden denn?
Ich finde solche Veröffentlichungen :gunman: und würde da jeden fragen, ob der einen gewaltigen Schatten weghat.
A life lived in fear is a life half lived
Hallo zusammen,
ach, was soll die Aufregung über diese unbekannte und unbedeutende Website? Da hat der olle Malachit für euch aber ein ganz anderes Kaliber von veröffentlichtem Frauenhass auf Lager!
Wusstet ihr, dass in Deutschland ein Buch frei verkäuflich ist, das vor Frauenhass nur so trieft, das die Verantwortung für jedes nur erdenkliche Übel dieser Welt den Frauen, und nur den Frauen anlastet; das dazu auffordert, weltweit so ziemlich alle Frauen umzubringen und wenn überhaupt, dann nur jene Frauen überleben zu lassen, die bereit sind, den Massenmord an ihren eigenen Geschlechtsgenossinnen mit eigenen Händen zu vollziehen, um sich anschließend: vollständig und endgültig dem besseren, d.h. dem männlichen Geschlecht zu unterwerfen?
Geschrieben hat dieses Machwerk ein extremistischer Radikalmaskulist aus den Vereinigten Staaten; das Buch hat, seit es im Jahre 1967 verfasst wurde, mindestens zehn Neuauflagen erlebt und ist in dreizehn Sprachen übersetzt worden, darunter auch ins Deutsche. Wie widerwärtig der Text ist, sieht man gleich im zweiten Absatz der Einleitung - pardon, ich kann hier nur das englischsprachige Original zitieren, denn ich mochte diese Hetzschrift seinerzeit nicht auch noch dadurch unterstützen, dass ich mir die deutsche Übersetzung gekauft hätte:
It is now technically possible to reproduce without the aid of females (or, for that matter, males) and to produce only males. We must begin immediately to do so. Retaining the female has not even the dubious purpose of reproduction (..). In other words, the female is an incomplete male, a walking abortion, aborted at the gene stage. To be female is to be deficient, emotionally limited; femaleness is a deficiency disease and females are emotional cripples.
Ich bemühe mich mal um eine halbwegs werktreue Übersetzung, auch wenn ein derart frauenfeindlicher Text mir beim Übersetzen beinahe Schüttelfrost verursacht: "Die Fortpflanzung ist heutzutage technisch möglich ohne die Zuhilfenahme von Frauen (übrigens auch ohne die Zuhilfenahme von Männern), und es ist dabei möglich, nur Männer hervorzubringen. Wir müssen sofort damit beginnen, genau dies zu tun. Die Frauen beizubehalten hat nicht einmal den zweifelhaften Nutzen der Fortpflanzung (...). Anders gesagt, die Frau ist ein unvollständiger Mann, eine wandelnde Fehlgeburt mit kaputten Genen. Weiblich sein heißt unzulänglich sein, heißt emotional beschränkt sein; Weiblichkeit ist eine Behinderung und eine Seuche, und Frauen sind emotionale Krüppel."
Im weiteren Verlauf des Textes finden sich dann Bemerkungen wie "Die Frau ein Tier zu nennen, heißt, ihr zu schmeicheln" und "Genau so wie die Menschheit aufgrund ihrer höheren Evolutionsstufe und ihres überlegenen Bewusstseins ein vorrangiges Lebensrecht gegenüber den Hunden hat, genau so haben die Männer ein größeres Lebensrecht gegenüber den Frauen. Die Vernichtung aller Frauen ist daher eine rechtschaffene und gute Tat; ist ein Segen für die Männer und ein Gnadenakt für die Frauen."
Starker Tobak, und glaubt ja nicht, dass der Kerl sich hier nur ein Spässken erlaubt hat: In seiner ideologischen Verblendung hat er versucht, eine Frau zu ermorden, genauer gesagt eine bekannte Künstlerin; diese und noch eine weitere Frau wurden bei dem Attentat schwer verletzt und einer dritten Frau wäre wohl mindestens das gleiche geschehen, hätte nicht seine Schusswaffe in diesem Moment versagt. Erstaunlich ist allerdings, wie gelassen die deutsche Wikipedia diesen versuchten Mord hinnimmt, ja der Sache beinahe sogar einen Nutzen abzugewinnen versucht: "Nach dem Attentat durch diesen Männerrechtler 1968 ließ es die Künstlerin ruhiger angehen: Die 'Factory' wandelte sich zum Bürohaus, sie selbst sah sich zunehmend als Filmproduzentin." Und in ihrer Milde übersieht oder verschweigt die Wikipedia, welche anderen Folgen das Attentat hatte: Die Künstlerin musste seitdem z.B. dauerhaft ein Spezialkorsett tragen, außerdem war sie schwer traumatisiert und fürchtete bis an ihr Lebensende einen weiteren Mordanschlag dieses Verrückten.
Das wirklich Schlimme an dieser Geschichte aber ist, dass einige republikweit bekannte Maskulisten, darunter ein zweifacher Bundesverdienstkreuzträger, sich mehrfach lobend über dieses Buch geäußert haben und/oder es als angebliche Satire verharmlosen wollten.
Ach so, den Titel des Buches bin ich euch selbstverständlich noch schuldig: Es ist das Manifest der "Gesellschaft zur Vernichtung der Frauen". Im Original: Manifesto of the "Society for Cutting Up Women", abgekürzt SCUM, also "Abschaum" - und fragt mich bitte nicht, warum das "W" für "Women" zu einem "M" verdreht wurde ...
Das Buch ist, wie gesagt, problemlos im Handel erhältlich, z.B. bei Amazon; der Verfasser ist ein gewisser Herr Solanas.
Viele liebe Grüße,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Ich bin wirklich geschockt, dass es Menschen gibt, die so denken können. Rasissmus ist die eine Sache, aber das ist ja schon krankhaft. Mir tut die Künstlerin leid und ich hoffe das es nicht mehr Menschen von dieser extremen Sorte gibt. Dass dieses Buch überhaupt erhältlich ist in Deutschland, wundert mich schon sehr. Vieles wird verboten, aber dieses Buch ist, obwohl es offensichtlich zu radikalen und gesetzeswidrigen Taten anstiftet, in Deutschland noch erhältlich? Das ist wirklich ein hartes Stück.
Moin,
also ich halte es schlicht für Satire.
Ich kann mich aber Erinnern, es gab mal den Mann mit Zylinder, der vor der Haustür von Schuldnern stand. Für die Öffentlichkeit wurde deutlich: hier wohnt ein Schuldner. Den Mann konnte man Stundenweise mieten.
Hier soll es wohl das Pendant zu umgangsboykottierenden ET sein.
VG Cappi
Hallo Matze,
Mir tut die Künstlerin leid und ich hoffe das es nicht mehr Menschen von dieser extremen Sorte gibt. Dass dieses Buch überhaupt erhältlich ist in Deutschland, wundert mich schon sehr. Vieles wird verboten, aber dieses Buch ist, obwohl es offensichtlich zu radikalen und gesetzeswidrigen Taten anstiftet, in Deutschland noch erhältlich? Das ist wirklich ein hartes Stück.
Dir ist schon klar, dass mein Text nicht die Wirklichkeit war, sondern "nur" ein genaues Spiegelbild der Wirklichkeit? Dass die niedergeschossene "Künstlerin" also ein Künstler war (nämlich Andy Warhol), und die restlichen Links auch ganz woanders hinzeigen als ich es im Text vorgetäuscht habe?
Was die Hoffnung betrifft, dass es nicht noch mehr Menschen von dieser extremen Sorte gibt, da muss ich dich enttäuschen. Wir hätten da selbstverständlich die oben bereits verlinkte Alice Schwarzer ("Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken.")
Wir hätten da Judith Butler, die die Familien um jeden Preis zerstören will, und Inzest für ein geeignetes Mittel zu diesem Zweck hält. Wir hätten da Andrea Dworkin, für die jeder Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau bereits eine Vergewaltigung der Frau ist. Wir hätten Sally Miller Gearhart, die (genau so wie auch von Valery Solanas im SCUM-Manifesto gefordert) eine Reduktion der Männer auf 10 % der Menschheit befürwortet (heißt im Klartext, sie müsste dafür ca. drei Milliarden Männer umbringen). Und wir haben da Mary Daly, die eben diesen Vorschlag in einem Interview kommentierte mit: "Ich denke, das ist durchaus keine schlechte Idee. Wenn Leben soviel heißt wie Überleben auf diesem Planeten, dann muss es eine Dekontaminierung geben. Ich denke, das wird begleitet sein von einem evolutionären Prozess, der in einer drastischen Reduktion der Männer bestehen wird."
Um von den ganzen Berufsfeministinnen, K(r)ampflesben, Schriftstellerinnen, Theologinnen und sonstigen Spinnerinnen rüberzuschwenken in die genau so verrückte Realpolitik: Wir hätten da außerdem noch Gabriele Heinisch-Hosek, immerhin österreichische Ministerin für Frauen und öffentlichen Dienst. Von ihr ist im Zusammenhang mit der Frauenquote der Spruch überliefert: "Ich will nicht warten, bis die Männer endlich tot sind oder freiwillig ihren Platz räumen." Man ersetze mal in Gedanken das Wort "Männer" durch "Juden", dann hätte dieser Spruch auch von einem viel berühmteren Österreicher stammen können.
Und um, last but not least, rüberzuschwenken von den Worten zu den Taten: Wir hätten da die ehemalige indische Premierministerin Indira Gandhi, deren Bevölkerungspolitik Mitte der 1970er Jahre während des "nationalen Ausnahmezustands" im Wesentlichen darin bestand, vorwiegend Männer zwangssterilisieren zu lassen (es dürften insgesamt einige Millionen Männer gewesen sein, sowie eine nennenswerte, wenn auch deutliche geringere Anzahl von Frauen). Wobei, besonders originell war das nicht von ihr: Auf die Idee mit der staatlich angeordneten Zwangssterilisation für gewisse Teile der Bevölkerung war der Adolf schließlich schon lange vor ihr gekommen ...
Nix für ungut,
Malachit.
Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Der Typ ist in meinen Augen echt gestört.
Damit kann man doch auf lange Sicht nicht erreichen.
Trennung ist nicht schön aber so muss sie ja nun auch nicht enden
