Moin,
also erst mal der ernste Teil:
"Coldcalls", also Werbeanrufe ohne vorher erwünschten Kontakt (z.B. Mitmachen bei einem Ausschreiben genau DIESER Firma, nicht irgeneiner) sind durch Urteil BGH vom 16.3.1999 (Az. XI ZR 76/98. Der Verbraucher (also Leitungsinhaber) muß der Kontaktaufnahme entweder zugestimmt haben (und zwar NICHT GEGENÜBER DRITTEN, worauf gerne rumgeritten wird) oder zumindest "konkludent", also durch entsprechend interpretierbares Verhalten (und zwar interpretierbar, indem er z.B. eine Visitenkarte an einen Staubsaugervertreter aushändigt, nicht durch seine bloße Existenz oder ähnlich konstruierten Schmarrn) entsprechend veranlaßt haben. Falls also jemand wirklich nicht lockerlassen will, Daten geben lassen und seinem Anwalt ein bißchen Geld verschaffen in Form einer strafbewehrten Unterlassungserklärung - das schlägt ein wie eine Bombe. Wer knickerig ist, kann die auch selber schreiben, nur bekommt man dafür leider dann kein Geld.
So, Lehrauftrag erledigt, jetzt zum Nichternst:
meine Lieblingsvertreter sind die Herren und Damen von den Zeugen Jehovas.
Ich denke, jeder sollte für seine Überzeugungen einstehen, und die stehen ganz gewaltig ein. Aber biiiittteee nicht auf meiner Klingel, und vor allem nicht Samstags vormittags. Da werde ich dann leicht grätztig, speziell nach einer Nachtschicht im Hafen von 22 - 6 Uhr. Nettes Zusatzeinkommen in Form von Nachtzulage, damals war sie sogar noch steuerfrei - nur jeder, der mich dann am Wochenende aus dem Bett klingelt, begibt sich in Kriegsgebiet.
Jedenfalls frohlockt mir das dann direkt an der Haustür entgegen, wobei denen nicht aufgefallen ist, daß mein mißmutiger Geschichtsausdruck gegen etwas tendierte, was die Bezeichnung "Null-Toleranz-Grenze" als Kreidestrich dastehen läßt. Daß ich mir den hingehaltenen Wachturm erstmal aus den Augenringen meißeln muß, hebt meine Laune auch nicht grade.
Jedenfalls steht da, leicht zu übersehen, ein älterer Gnom, unrasiert aber auf dem Weg zur Seligsprechung, neben einer nur noch als Wuchtbrumme zu bezeichnenden, überdimensionierten Person weiblichen Geschlechtes. Auch mein freundlich hingebelltes "Wat wullt ji?!?" kann deren Laune nicht verderben - entweder sind die taub oder abwesend. Oder beides.
Jedenfalls wurde dann von mir sehr direkt klargemacht, daß ich nicht über Jesus reden will, ich auch keinen Wachturm will, höchstens einen Leuchtturm auf Grönland, wo die nicht rumeiern, und außerdem grade von der Arbeit komme und schlechte Laune habe. Letzteres brauchte ich allerdings nicht erwähnen, das was offensichtlich. Losgeworden bin ich die erst, als ich gedroht habe, die nächstgelegene Kirche dieser Sekte anzuzünden - seitdem bevorzuge ich hohe Wohngebäude ohne Lift, bei denen man schon im Vorfeld sieht, was da die Treppe in den 4 Stock hochkeucht.
Mittermaiers Vorschlag mit der Erbsensuppe und den Teufelsanbetern fand ich denn auch sehr gut, er hat einige Erinnerungen geweckt. 🙂
Gruß, Xe
todtraurig schrieb:
erstellt am: 23/2/2006 um 16:13, Antwort 1
Sorry, der post sollte eigentlich hier mit rein:
mein fehler. ich hab ein gegenskird, um die telefonfritzen ordentlich durcheinander zu bringen, mit blöden und unsinnigen Fragen. Wer möchte kann es von mir per email erhalten. der macht auch spaß.
LG Todtraurig
Hallo ich hab den original- link wiedergefunden:
http://www.xs4all.nl/~egbg/duits.pdf
viel spaß
todtraurig
Ich äußere nur meine Meinung.
Hallo ich hab den original- link wiedergefunden:
http://www.xs4all.nl/~egbg/duits.pdf
viel spaß
todtraurig
super, danke. Ausgedruckt und neben das Telefon gelegt. Dabei fällt mir auf... gar keinen Anruf mehr gekriegt, ob das Telefon nun doch tot ist? Ich glaube, Robinson lebt :yltype:
eskima
Hallo,
alle Bekannten, Verwandten, Freunde und sonstige, die mir lieb sind, mich jederzeit anrufen zu können, wissen, das bei mir die "UNBEKANNTEN" Anrufer das folgendes Band vom Anrufbeantworter hören, (und das vordem ersten Klingeln):

click auf das Bild lässt ein mp3 abspielen
Es wird gekreuzt, wenn der Gegenwind zu stark ist, und das Spinnaker bei achterlichem Wind gesetzt. Es wird Containerschiffen ebenso wie einem Kanu Raum gegeben. Manchmal allein, manchmal mit Crew. Nur das Ziel darf nicht aus den Augen verloren gehen.

