Moin Schultze,
Liegt keine Anerkennung durch den Vater vor kann die Mutter auch zu nichts zustimmen.
Entschuldigung. Aber das ist unzutreffend.
Ich selbst habe beispielsweise eine Anerkennung erst nach der familiengerichtlich angeordneten genetischen Untersuchung beurkunden lassen und die beurkundete Zustimmung der Kindesmutter datiert noch vor dem Gerichtsverfahren.
Grundsätzlich kann eine Zustimmung zu etwas vor dessen Eintritt erklärt werden. Meinetwegen ruf Montag beim Jugendamt an und erkundige Dich, aber lass uns die Diskussion bitte an dieser Stelle beenden.
LG Thomas
Hallo,
Entschuldigung. Aber das ist unzutreffend.
Ich selbst habe beispielsweise eine Anerkennung erst nach der familiengerichtlich angeordneten genetischen Untersuchung beurkunden lassen und die beurkundete Zustimmung der Kindesmutter datiert noch vor dem Gerichtsverfahren.
Dann hast du wahrscheinlich recht und man kann zu etwas zustimmen, dass es (noch) gar nicht gibt, nämlich der Anerkennung durch den Vater. Juristenlogik eben.
Ist für den TS aber nicht relevant. Die Anerkennung der Vaterschaft kann ohne die Unterschrift des TS nicht wirksam werden, da kann die KM unterschreiben was sie will.
Beste Grüße,
schultze
Moin Schultze,
Danke.
Mein Hintergedanke für die Frage war, dass, wenn die Mutter bereits zugestimmt hat, die Vaterschaft dann ohne weiteres (zB Gentest) durch die Anerkennung rechtswirksam würde. Das wäre natürlich für HeinrichB finanziell ein Nachteil in mehrerer Hinsicht. Im Gegensatz dazu ist seine gegenwärtige Situation sebstredend komfortabler.
Aber (!) behaftet mit den väterlichen Rechten, wenn es ihm nicht auf den finanziellen Nachteil ankommen sollte, wäre durch die Anerkennung ihm sofort die Möglichkeit gegeben, sowohl einen tunlichen GenTest sowie eine Beteiligung an der Sorge und den Umgang zu verlangen, wenn es ihm den darauf überhaupt ankommen würde.
Insoweit könnte er umgehend , d.h. von Heut auf Morgen, in die väterliche Handlung gehen und die Mutter, als auch Jugendamt und Familiengeicht ganz gewaltig in Zugzwang setzen. Wenn er jedoch nicht der biologische Vater ist, verbrennt er eine Menge Geld. Daran ist nichts zu beschönigen.
LG Thomas
Hallo,
wäre durch die Anerkennung ihm sofort die Möglichkeit gegeben, sowohl einen tunlichen GenTest sowie eine Beteiligung an der Sorge und den Umgang zu verlangen, wenn es ihm den darauf überhaupt ankommen würde.
Ach du meine Güte Nein.
Er sollte die Vaterschaft auf keinen Fall ohne Gentest anerkennen. Nicht zuerst anerkennen und dann einen Test verlangen. Umgekehrt muss die Reihenfolge sein. Sonst müsste er dann wieder anfechten, was ein teures und aufwändiges Verfahren ist.
Stimmt die KM keinem außergerichtlichem Test zu, sollte der TS sich verklagen lassen und nicht ohne Test anerkennen. Es gab schon Entscheidungen, wo das Gericht der KM die Kosten auferlegt hat, weil sie ohne Grund einem außergerichtlichen Test nicht zugestimmt hat und der Vater belegen konnte, dass er bereit gewesen wäre das Ergebnis eines außergerichtlichen Tests anzuerkennen.
Beste Grüße,
schultze
Moin
Ich möchte nur mal kurz daran erinnern, daß dies der Thread von HeinrichB ist. Von daher bitte keine Zwiegespräche Dritter.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Verehrte Gemeinde,
vielen Dank für die vielen Mitteilungen.
Inzwischen habe ich mehr Information als vor Tagen.
Ich habe inzwischen einen zwischen unseren Rechtsanwälten ausgehandelten familienrechtlichen Vertrag geschlossen, der kurzgefasst im wesentlichen folgende Vereinbarungen enthält:
Für den Fall eines positiven Ergebnis der Abstammungsuntersuchung, zu deren Vornahme wir uns verpflichten, erkenne ich die Vaterschaft an und leiste unter Beurkundung den auf mich anfallenden Unterhaltsanteil.
Sodann finden beginnend bei mir gegenseitige Besuche zum Kennenlernen unter Einbeziehung der Familien statt mit dem mittelfristigen Ziel von regelmäßigen Umgangskontakten. Die Besuche werden bis auf weiteres im wechselseitigen Rythmus wöchentlich am Sonntag durchgeführt.
Hintergrund ist, dass sich die Kindesmutter bei mir telefonisch gemeldet hat und wir daraufhin mehrere Stunden auch unter Einbeziehung unser beider Lebenspartner miteinander gesprochen haben bis hin zu ausgedehnten Rundgängen durch unsere Haushalte per Facetime.
Die Kindesmutter hat mir glaubhaft versichert, dass nur noch ich als Vater in Betracht komme, nachdem ein anderer Mann mittels Untersuchung ausgeschlossen ist. Hierbei handelt es sich um ihren heutigen Ehemann, mit dem sie einen weiteren Sohn (3 Jahre) hat.
Das weltallerbeste war allerdings das Kennenlernen mit meinem Sohn, der sich vor Neugier nur so überschlagen hatte und mich mit allerlei Fragen geradezu durchlöcherte. Ich glaube wirklich, niemals soviel Liebe, meine weltallerbeste Freundin möge mir verzeihen, empfunden zu haben.
Ach, einfach nur herrlich.
Herzliche Grüßungen
HeinrichB
Post Scriptum:
Viele Danksagungen für dieses sehr gute informative Forum.
hallo,
ihr habt das Kind eingeweiht, obwohl überhaupt nicht bewiesen ist, dass du der Vater bist?
Habt ihr euch mal Gedanken um.denn Jungen gemacht, was der wohl empfindet wird, sollte der Test negativ sein?
Das macht.mich echt gerade ziemlich fassungslos, was manche “Erwachsenen“ so veranstalten.
Kindeswohl geht anders.
mmm
Moin Heinrich,
von mir gibt es ein :thumbup: für den vernünftigen Lösungsansatz.
Auch für die Mutter !
... welche Gründe auch immer für das lange Verheimlichen sprechen mögen, entscheidend ist der Weg nach vorn.
Gruß
United
@united
sagst du das auch noch, wenn der TO gar nicht der Vater ist?
Test abwarten wäre der Weg gewesen.
mmm
Moin,
sagst du das auch noch, wenn der TO gar nicht der Vater ist?
Ja.
Das gilt insbesondere für die Regelung der Zeit danach.
Es wäre für die Mutter über die Entfernung ein Leichtes gewesen, hier auf die Feststellung der Vaterschaft zu bestehen, gleichzeitig aber eine Umgangsanbahnung im Nachgang deutlich zu erschweren.
Über die Facetime-Geschichte kann man gerne streiten, da das nun mal gelaufen ist, ist eine Diskussion darüber müßig.
Gruß
United
... welche Gründe auch immer für das lange Verheimlichen sprechen mögen, entscheidend ist der Weg nach vorn.
Naja ich glaube, einfach mal in die damalige Situation hinein geblickt, wird sich die Mutter wohl anfänglich schon über die "Vaterfrage" Gedanken gemacht haben. Da sich die Beziehung mit dem heutigen Ehemann allerdings weiter verfestigte, ist dann wohl ein "er wird es schon sein" über geblieben bis hin zu "er ist es". Jetzt wo das zweite Kind da ist und wohlmöglich so ganz anders ist und kaum aussieht wie das ältere wurde die Sache vielleicht nochmals hinterfragt.
Aber das ist Theorie und spielt im Gegensatz zu der Zukunft, für die nun beide Eltern gute Lösungsansätze gefunden haben wohl eher eine untergeordnete Rolle. Ich frage mich nur, wer genau die treibende Kraft war nun den richtigen Vater ausfindig zu machen da es das leichteste gewesen wäre, die Sache so zu belassen wie sie ist und nun frage ich mich wo der Ansatz liegt, die Vaterschaft abzuändern.
Unterhalt? Gutmenschentum? Ehrlichkeit?
Vielleicht kann der TO uns das noch erklären. Ich bin gespannt. Am Ende hört sich alles wie in einem TV-Film an.
hallo,
ihr habt das Kind eingeweiht, obwohl überhaupt nicht bewiesen ist, dass du der Vater bist?
Habt ihr euch mal Gedanken um.denn Jungen gemacht, was der wohl empfindet wird, sollte der Test negativ sein?
Nunja, da du ja selber eine Frau bist wirst du wohl auch die Männer mit denen du verkehrt hast, auf einen gewissen Zeitraum begrenzen können und da es dazu schon ein Ausschlussverfahren gegeben hat, ein Vater fällt weg, die Mutter anscheinend sehr motiviert ist die Sache aufzuklären, ist es wohl so, dass noch genau ein Streichholz übrig ist, welches zu ziehen ist und nur noch der TO übrig ist.
Gruß
Sputnik.
Moin HeinrichB,
schone Story mit Happy-End. Filmreif.
Alles Gute für die Zukunft.
LG Thomas
@mmm
Kindeswohl geht anders.
glaubhaft versichert
Gedanken machen geht so!
(Sputnik war schneller)
???
Ihr erzählt hier immer eindringlich, die Vaterschaft soll bittedanke erst anerkannt werden wenn die Test gemacht ist aber nem 9-jährigen kann man trotzdem schonmal ne nichtbewiesene Vaterschaft vor die Nase halten????
Denkt hier mal IRGENDJEMAND an das KInd?
Und ja, ich wußte IMMER, wer der Vater meines jeweiligen Kindes ist, ich habe aber auch nie mit mehreren Männern unverhütet SEx gehabt.
Wer sagt denn, dass bei der KM nicht noch ein Dritter in frage kommt? Wieso plötzlich so leichtgläubig?
Hätte man nicht einfach noch ein paar Wochen (bis nach dem Test) abwarten können, um es dem Kind zu erzählen???
mmm
@mimimause
Über die Facetime-Geschichte kann man gerne streiten, da das nun mal gelaufen ist, ist eine Diskussion darüber müßig.
Weiterhin ist eine Vereinbarung geschlossen, einen Abstammungstest zu machen. Man kann daraus schließen, dass der TO der
Vater ist. Gewissheit wird allerdings erst der Test bringen. Aber es liegt doch im wesentlichen im Verantwortungsbereich der
Mutter, dem Sohn einen (neuen) Vater zu präsentieren. Es würde sich in der Tat um eine extrem verantwortungslose Mutter handeln,
wenn nun der Test ergeben würde, dass der TO nicht der Vater nicht ist.
LG,
Mux
Moin Mux,
ist auch meine Meinung.
Man kann daraus schließen, ...
... die Tugenden Aufrichtigkeit und Verbindlichkeit unter Ehrenleuten.
LG Thomas
@mmm
noch ein Dritter
Wirklich Dein Ernst? Bitte was für ein hinterhältiges Motiv sollte die Frau haben, ihrem Sohn seinen biologischen Vater ohne eigene Gewissheit über die Richtigkeit ihrer "gaubhaften Versicherung" zu präsentieren?
Hallo,
sorry, wenn ich den allgemeinen Optimismus hier nicht teile. Irgendetwas hakt an dieser Geschichte:
Jeden Abend nach meiner Tagesverrichtung leere ich meinen Postbriefkasten. Nun habe ich darin vor zwei Wochen eine förmliche gelbe Zustellung aus einem anderen Bundesland vorgefunden. In dem Schriftstück werde ich von einem Fachdienst unterrichtet, dass ich einen neunjährigen Sohn habe. Die Mutter des Kindes habe mich als dessen Vater angegeben und ich werde aufgefordert, diese Vaterschaft anzuerkennen.
Die Postbriefsendung kommt vom Fachdienst Jugend und Familie für Beistandschaften.
Das Jugendamt kann niemanden zur Anerkennung einer Vaterschaft auffordern, wenn das betroffene Kind bereits einen rechtlichen Vater hat. Also hat in den vergangenen 9 Jahren niemand die Vaterschaft für das potentielle Kind des TS anerkannt.
Die Kindesmutter hat mir glaubhaft versichert, dass nur noch ich als Vater in Betracht komme, nachdem ein anderer Mann mittels Untersuchung ausgeschlossen ist. Hierbei handelt es sich um ihren heutigen Ehemann, mit dem sie einen weiteren Sohn (3 Jahre) hat.
Ganz ehrlich, welcher Mann erkennt ein Kind 9 Jahre lang nicht als Vater an, wenn er mit seiner Mutter verheiratet ist und davon ausgeht der biologische Vater zu sein? Meine Vermutung ist: die KM und ihr Ehemann wissen schon ganz lange, dass der Ehemann nicht der leibliche Vater des 9 jährigen Kindes ist.
Ich frage mich nur, wer genau die treibende Kraft war nun den richtigen Vater ausfindig zu machen da es das leichteste gewesen wäre, die Sache so zu belassen wie sie ist und nun frage ich mich wo der Ansatz liegt, die Vaterschaft abzuändern.
Unterhalt? Gutmenschentum? Ehrlichkeit?
Die Motivation den TS jetzt als leiblichen Vater dieses Kindes plötzlich "aus dem Hut" zu ziehen bleibt sehr dubios. Ehrlichkeit kann ich mir kaum vorstellen, denn aus den o.g. Gründen bin ich ganz sicher, dass KM und ihr Ehemann seid Jahren zweifelsfrei wissen, dass der Ehemann nicht der leibliche Vater des Kindes ist. Dem TS haben sie aber offenbar den Eindruck vermittelt das erst jetzt geklärt zu haben. Warum?
Ach, einfach nur herrlich.
Meiner Meinung nach sollte der TS angesichts dieser unverhofften "Väterfreuden" eine gesunde Portion Realismus bewahren und sich jetzt nicht zu enthusiastisch freuen.
Am Ende hört sich alles wie in einem TV-Film an.
Ja und zwar nicht unbedingt wie in einem mit einem Happy End.
Beste Grüße,
schultze, der dem TS empfiehlt auf der Hut zu sein. Irgendetwas ist faul im Staate Dänemark.
Moin Heinrich
na Bravo. Da hat die KM noch schön Gefühlsduselsei (klappt auch sehr oft, wenn man Väter als billige Babysitter benutzen möchte) ausgepackt und Du fällst noch schön drauf rein. Und dann wird noch mit der Laptop-Cam das Haus incl. betroffenem Kind auf den Schirm geholt. Die lieben Lebensgefährten mischen auch noch munter mit. Eine perfekte Familienzusammenführung also.
Wer sag Dir, dass die KM nicht noch mit anderen damals in der Kiste war? Du bist vielleicht wirtschaftlich der attraktivste Part, deshalb fällt jetzt die Wahl auf Dich.
Wie man ohne Test auf sowas nur in Ansätzen eingehen kann, ist mir schleierhaft. Geht in eine Apotheke, macht einen Test und werft dann zusammen den Test in den Briefkasten. Mit dem Analyseergebnis habt ihr Sicherheit. Vorher nicht. Gruß Ingo
Moin,
[...] und Du fällst noch schön drauf rein. [...] Geht in eine Apotheke, macht einen Test und werft dann zusammen den Test in den Briefkasten.
@Ingo: Wird er doch machen. Wo ist das "Reinfallen" ?
schultze, der dem TS empfiehlt auf der Hut zu sein. Irgendetwas ist faul im Staate Dänemark.
@Schultze: Deinen Hinweis finde ich durchaus berechtigt. Aber gerade deshalb gefällt mir die vertragliche Regelung.
Hätte man nicht einfach noch ein paar Wochen (bis nach dem Test) abwarten können, um es dem Kind zu erzählen???
@mmm: Nochmal. Ja, das hätte man. ... und ja, das hätte ich auch besser gefunden.
In erster Linie sehe aber auch ich - analog Mux - die Verantwortung bei Mutter und Ehemann.
Aufgrund von "Hätte-hätte-Fahrradkette" VS-Usern pauschal zu unterstellten, sie "denken nicht ans Kind", macht mich beinahe sprachlos ...
Das Auftauchen eines neuen Menschen im Leben eines 9jährigen, der als sein "echter" Vater vorgestellt wird, ist gewiß eine Durcheinanderbringung.
Da ich Mütter nicht pauschal für schlechte Menschen halte, gehe auch ich davon aus, dass sie weiß, was sie tut und was sie dem Kind zumutet.
Insgesamt empfinde ich Heinrich´s Vorgehensweise jedenfalls nicht als Blinden Optimismus, sondern eher als realistische Herangehensweise, die mit einer positiven Grundeinstellung einhergeht.
Gruß
United
Moin Ingo,
... schön Gefühlsduselsei (klappt auch sehr oft, wenn man Väter als billige Babysitter benutzen möchte) ...
ne klar, Babysitter für einen 9jährigen.
Wer sag Dir, dass die KM nicht noch mit anderen damals in der Kiste war? Du bist vielleicht wirtschaftlich der attraktivste Part, deshalb fällt jetzt die Wahl auf Dich.
ne klar, sucht sich einfach den höchst dotiertesten Kandidaten aus der Kiste raus. Merkt doch keiner.
Irgendetwas ist faul im Staate Dänemark.
LG Thomas
Irgendetwas ist faul im Staate Dänemark.
:thumbup: seh ich auch so
gruss horst
im glashaus ohne steine
