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Eine Lach?-und Sachgeschichte

 
(@alyssa1706)
Rege dabei Registriert

Hi @all......

habe heute morgen von einer ehemaligen Kollegin aus Hamburg von der Uni eine interessante Mail erhalten,die ich euch nicht vorenthalten will.

Hier können wir sehen,wie sinnvoll unsere Steuern im Rahmen der EU-und Staatssubventionen verwendet werden. Es gibt noch viel zu verändern.

Hier kommt die Maus:

Eine wahre Geschichte über Herrn M.

Das hier,das ist der Herr M.Der Herr M. kommt aus Aretsried,das liegt in Bayern,also ganz im Süden.Der Herr M. ist ein Unternehmer.Und das,was in den Fabriken von Herrn M. hergestellt wird,habt ihr sicher alle schon mal gesehen,wenn ihr im Supermarkt wart.Der Herr M. stellt nämlich lauter Sachen her,die aus Milch gemacht werden.Na ja,eigentlich stellen die Kühe die Milch her,aber der Herr M. verpackt sie schön und sorgt dafür,dass sie in den Supermarkt kommen,wo ihr sie dann kaufen könnt.Die Sachen,die Herr M. herstellt,sind so gut,dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr M.ein Unternehmer ist,hat er sich gedacht,er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.Und zwar baut er sie in Sachsen,das ist ganz im Osten. Eigentlich bräuchte niemand mehr eine neue Milchfabrik,weil es schon viel zuviele davon gibt und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren,aber der Herr M.hat sie trotzdem gebaut. Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben,unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld .Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr M.einen Antrag ausgefüllt,ihn zur Post gebracht und abgeschickt.Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.70 Millionen Euro,das ist eine Zahl mit sieben Nullen,also ganz viel Geld.Viel mehr,als in euer Sparschwein passt. Der Herr M.hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.
Hurra,Herr M. ! ! !
Nachdem die neue Fabrik von Herrn M. nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat,hat er gemerkt,dass er sie gar nicht verkaufen kann,denn es gibt ja schon viel zu viele Fabriken und Milchprodukte. Naja,eigentlich hat er das schon vorher gewusst,auch die Herren vom Land Sachsen und von der Europäischen Union haben das gewusst,es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.Ist ja nicht ihr Geld,sondern eures. Klingt komisch? Ist aber so. Also,was hat er gemacht,der Herr M.? In Niedersachsen,das ist ziemlich weit im NOrden,hat der Herr M.auch eine Fabrik.Die steht schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr M.sie also gekauft.Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte,hat der Herr M.die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht,er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren. Wenn ihr in der SChule gut aufgepasst habt,dann habt ihr sicher schon gemerkt,dass der Herr M.17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat,als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen. Wenn ihr jetzt die 70 Mio.Euro durch 17 teilt,dafür könnt ihr ruhig den Taschenrechner nehmen,dann wisst ihr,dass der Herr M.für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Mio.Euro bekommen hat.Da lacht er,der Herr M.-natürlich nur,wenn niemand hinsieht.Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem,wie schlecht es ihm geht.Aber der Herr M.sitzt nicht nur rum,sondern er sorgt auch dafür,dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam,der Herr M.... Sicher kennt ihr die Becher,in denen früher die Milch von Herrn M.verkauft wurde. Die schmeckt gut und es passten 500ml rein,das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft Herr M.seine Milch aber in lustigen Flaschen,nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch,weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus.Allerdings sind nur noch 400ml drin,die kosten aber dasselbe.Da spart er was,der Herr M. - und sparen ist eine Tugend,das wissen wir alle. Wenn ihr jetzt fragt,warum solche Leute wie der Herr M.nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden,dann muss ich euch sagen,dass man sowas einfach nicht tut. Wenn ihr aber das nächste Mal in einen Supermarkt geht,dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn M.im Regal stehen und kauft die Sachen,die daneben stehen.Die sind billiger und schmecken genauso gut und sie werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff "soziale Verantwortung" noch eine Bedeutung hat. Ach übrigens,da fällt mir ein, der Herr M.will auch Erbschaftssteuer sparen und hat daher beschlossen,seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.

Wenn Ihr der gleichen Meinung seid,schickt dieses Schreiben doch ein wenig durch die Republik,damit alle Leute sehen,wo ihre mühsam erarbeiteten Steuergroschen bleiben.

Prof.Dr.Rainer Praetorius
Helmut Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg
Institut für Verwaltungswissenschaft D 22030 Hamburg


Lebenskunst besteht zu 90 Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.

Samuel Goldwyn(1882-1974)

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 20.02.2006 20:12