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Gibt es Gerechtigkeit ?

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DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

In einigen Beiträgen der letzten Tage kommen unterschiedliche Sichtweise zum Thema Gerechtigkeit durch. Ob ich die Überschrift glücklich gewählt habe, weiß ich nicht. Hätte auch "Urteile vs. gesundem Menschenverstand" nehmen können. Ist auch nicht wichtig jetzt.

Ich möchte dieses Thema hier zu diskutieren und hoffe auf rege Beteiligung. Lasst uns alle bitte bedenken, dass Menschen unterschiedlichster Erfahrungen hier zusammen kommen. Nur weil einer was ganz queres oder schräges schreibt, ist er noch lange nicht blöd oder was auch immer. Jeder hat seine ganz eigene Sichtweise, Bildung, Erfahrung und Betroffenheit und das ist auch gut so.

Da mir das Thema sehr am Herzen liegt, werde ich ein ganz besonders aufmerksames Auge auf diesen Beitrag haben und die Einhaltung der Board-Regeln durchsetzen.

Eine Bitte noch: Lasst uns beim Thema Familienrecht bleiben.


Gerechtigkeit ist für mich eine zunächst durch den Gesetzgeber vorgedachte Lösung für Konflikte und Sachverhalte (z.B. Straftaten und Steuerrecht). Führend ist das Grundgesetz, gefolgt vom Bürgerlichen Gesetzbuch und tausenden anderer Gesetze, Durchführungsverordnungen, Leitlinien usw. usf. Erst wenn die Auslegung der Gesetze zweifelhaft erscheint, sind Gerichte gefragt.


Ist das, was der Gesetzgeber vorhatte auch tatsächlich in die Realität umgesetzt worden?

Ist das, was an gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfbar ist, auch in der Realität erreichbar?

Ist das, was ein Familiengericht sagt, auch die Sichtweise des Gesetzgebers und damit zwangsläufig die aller Familiengerichte?

Ist Gerechtigkeit ein subjektives oder objektives Empfinden?

Gerade im Familienrecht spielt die Psychologie eine große Rolle und die nach Meiner Kenntnis von (Familien-)Richtern einmal im jahr zu besuchende 14-tägige psychologische Fortbildung wird fast durchgängig wegen Überlastung eben doch nicht besucht.

Ich nehme einfach mal als Beispiel meine EU-Verhandlung vor einem OLG. Ich hatte eine Tantieme bekommen, die als Aufstockunsdifferenz verwendet werden sollte. Das Geld war jedoch zwecks Schudentilgung am Auszahlungstag gleich weg gewesen. Der berichterstattende Richter sagte "Eien Tantieme? In der Höhe? So viel bekomme ich ja nicht mal monatlich brutto!" und gipfelte in der Aussage "Mit hat man das Weihnachtsgeld gekürzt. Und wenn man mir nimmt, dann nehme ich anderen!"

Rechtliche Möglichkeit wäre gewesen, den Richter wegen Befangenheit abzulehnen. Hatte ich mit meinem RA auch getuschelt. Brings aber nix. Der Richter entscheidet über den Ablehnungsantrag selbst und wird diesen negativ entscheiden. Also Klappe halten, Augen zu und durch.

Ist das gerecht?

Nehmen wir Uli, der an seine unter Betreuung gestellte Ex EU zahlen muss. Eine studierte und intelligente Frau. Aber offensichtlich nicht erwerbsfähig. Unter Betreuung gestellt und nicht auffindbar, entzieht sich der Begutachtung. Zudem ist diese Storty noch mit anderen Sachverhalten garniert, die Uli dann aber selbst "ausplaudern" soll.

Ist das gerecht?

Nehmen wir den Fall "Gögülü". Dort wurde durch den EMGR klar gesagt, was abgeht und das BVerfG sagt nun, das was die sagen ist für Deutschland nicht bindend. Im gleichen Fall haut das BVerfG dem OLG Naumburg den Fall so derart laut und heftig um die Ohren, dass die eigentlich nur noch zucken müssten. Doch was passiert? Nüscht! Ganz im Gegenteil: Jetzt wird versucht auf anderem Wege dem Vater den Garaus zu machen.

Ist das gerecht?

Ist es gerecht, dass ein Betreuungselternteil über die Kinder die Macht über den Umgangselternteil hat auf Gedeih und Verderb? Ist es gerecht, dass der Wegzug nicht sanktionierbar ist? Ist es gerecht, dass ein Elternteil in einer Nacht- und Nebelaktion einfach mit den Kindern verschwindet?

Okay okay, das Gesetz sieht Regelungen für diese Fälle vor. Doch wie ist die Durchsetzung in der Realität?

Ich weiß, es gibt regionale Besonderheiten. Cochem wäre so eine, oder auch das OLG Frankfurt mausert sich ganz ordentlich hörte ich. Bremen soll derzeit keine Verfahrenspfleger mehr haben/brauchen/einsetzen. Dort wird alles über die gerichtsnahe Mediation abgehandelt. Widerstand ist zwecklos, da gerichtlich angeordnet. Dann gibt es aber wieder OLG Koblenz oder OLG Köln, denen der Ruf nacheilt, sie wären gelinde gesagt sch.... weil einseitig in der Favorisierung der Geschlechter.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 11.02.2005 16:53
(@andreadd)
Registriert

Die Frage der Gerechtigkeit ist immer subjektiv, das ist wohl das Problem.

Im menschlichen Umgang miteinander gibt es keine konkreten Bedienungsanleitungen. Man sieht es ja auch leicht daran, dass auch Leute, die viel wissen, immer noch zu schocken sind.

Und der Faktor Zeit spielt eine große Rolle.
Wer hat Zeit oder nimmt sich die Zeit, sich so intensiv zu befassen?
- Die Mutter mit ihren Kindern
- Der Vater mit seinen Kindern
- Der Richter mit dem Fall
- Die Anwälte
- Die Jugendämter... usw. usw.

Bei genauer Betrachtung sind die Gesetze schon da. Aber wer nimmt sich schon die Zeit, ... ?

Andrea


Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama

AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 17:05
(@PhoeniX)

Hallo

Meiner Meinung nach hapert es nicht zu sehr an den Gesetzen sondern an der gesellschaftlichen Durchsetzung. Wir leben in einer Veränderungsgesellschaft und es wird von Ordnungshütern das durchgesetzt was vor der Allgemeinheit vertreten werden kann und nicht was das Gesetz vorsieht.
Ein Beispiel wenn ich als Vater mir mein Kind schnappe abwohl GSR und GABR besteht und das Kind nicht mehr an die KM "rausrücke" kommt die KM mit Polizeiverstärkung und holt das Kind ab. Andererseits wenn ich zum Umgangswochenende fahre und die KM die Kinder nicht rausrückt sagen die grünen Beamten: "Da können wir nichts machen. Wenden sie sich ans Gericht."
Oder der Fall Sandgren. So was sollte man sich mal als Vater erlauben.
Die Gesellschaft ist noch nicht so weit um alleinerziehnede Väter zu akzeptieren, folglich setzen die Gerichte es nicht oder nur selten um.
Ich vergleiche die Väterszene oft mit der Schwulenbewegung oder auch den "Führerscheinen der Frau". Vor 20 Jahren wäre es noch undenkbar für ein Schwulenpärchen gewesen sich Arm in Arm auf der Straße blicken zu lassen; oder eine Frau am Steuer vor ein paar Jahren wer hätte sich das träumen lassen?? Der Zeit und einigen Ativisten ist es zu verdanken das es heute normal ist sich als schwul zu outen und das Frauen Auto fahren. Vieleicht ist die Gesellschaft in ein paar Jahren auch so weit das alleinerziehende Väter auf dem Spielplatz nicht schief angeguckt werden und sogar zu Tupperpartys eingeladen werden. Dann denke ich werden die Gesetze, die jetzt schon da sind, auch männerfreundlich angewant.

Gerechtigkeit. Man sollte dieses Wort mal klären. Gibt es nicht verschiedende Gerechtigkeiten??
Die Gerechtigkeit die ein "Opfer" sieht.
Die Gerechtigkeit des "Täters".
Die Gerechtigkeit der "Gesellschaft".

MFG

PhoeniX ;o(


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 18:07
 mel
(@mel)

nach meiner einschätzung und erfahrung gibt es speziell im Fam.Recht fast keine gerechtigkeit.
wenn ich mir meinen fall so betrachte und wie lange die verfahren schon laufen, dann gibt es eigentlich nur verdiener: die anwälte haben sich dumm und dämlich verdient.
die gutachterin liegt ja weit über dem verdienst der RA´s

darunter zu leiden haben nur die kinder.


nach meiner einschätzung müssten speziell die rechtsanwälte ( familienrecht ) eine psychologische zusatzausbildung nachweisen können sonst keine zulassung bei den gerichten.

wie wir alle erfahren haben, spielt die wahrheit keine rolle, es wird gelogen dass sich die balken biegen

ich habe dann auch noch leider die erfahrung machen müssen, das der richter mir keine chance gab.

ich muss dazu sagen, das ich den richter seit meiner kindheit kenne. er wohnte ca 150 mtr luftlinie weg.
er hat sich damals mehrfach an meinem bruder vergriffen ( prügel ) ich habe ihn dafür mehrmalig auf die muschel gehauen.

kein anwalt traute sich allerdings den richter abzulehnen. da zeigt sich für mich auch das abhängigkeitsverhältnis der anwälte zum gericht.

gehts du gegen mich vor dann zeige ich dir wer den längeren arm hat.

ich bin nach wie vor dafür dass man sich erst bei gericht trifft ( KM und KV ) der/ die richter/in hört sich die belange an und dann geht es zu einem mediator.

erst danach treffen sich die eltern wieder beim gericht. gibt es keine schlichtung wird durchgegriffen.

dazu cochemer modell.

mel


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 19:50
(@RAMSCH)

---------------
Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<

[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 19:53
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Vielen Dank, RAMSCH, für die Ideallinie.

Wenn die KM in einer Nacht- und Nebelaktion davon rauscht nebst Kindern ist das also das Ausnutzen der Dummheit des Staates. Dummheit, weil der Gesetzgeber sich nicht vorstellen kann trotz tausender und abertausender Daten, wohin die Gesellschaft zieht.

Mehr noch: Der Staat ist nicht in der Lage, seinen Bürgern Werte zu vermitteln. Ich drifte damit haarscharf an einer politischen Disksion vorbei. Möchte ich aber nicht. Hier soll der Fokus auf "Gerechtgkeit" gelegt werden.

Ich habe vor drei Jahren den Satz geprägt:

Die Mutter verschanzt sich schützend hinter den Kindern und brüllt den Vater an: "Wehr dich doch!" Die deutsche Rechtsprechung steht daneben und applaudiert verzückt.

Egal was der Vater tut - er trifft die Kinder. So sieht es doch aus!

Wer Fakten schafft (Kinder, Geld, Hausrat, ...) ist im Vorteil, wird nicht sanktioniert. Und es gibt keine zügige Gerichtsbarkeit, um hier Einhalt zu gebieten. Es ist auch gesellschaftlich ok, wenn eine KM das so macht. Sie hat ja auch wahrlich grauselige Geschichten zu erzählen. Dieser schlimme Mann. Und überall stehts ja, der Mann ist ein primitiver und gewalttätiger Homosapiens.

Ich meine, die gesetzgebende Kraft hat Sensibilität verloren und visionäre Kraft ist nicht gefragt.

Warum funktioniert das in Frankreich? Zieht dort ein getrennter Elternteil mehr als 50 Km weg, muss er den anderen im Schlepptau haben, damit die Kinder den Kontakt nicht verlieren. Wird Umgang boykottiert, gibt es Knast. Florida ist genau so gut drauf.

Und Deutschland? Knast für die Mama? Und wer passt dann auf die Kinder auf? Auf die Idee, dies könne der Vater sein, kommen sie nicht, weil die Kinder im fortgesetzten Umgangsboykott bedingt sich erst mal an ihn gewöhnen müssen. Herrgottnochmal, er ist der Vater!

Gerechtigkeit ist subjektiv und unterliegt einem steten Wandel. Stimmt. Das lasse ich als Erklärung gelten, nicht jedoch als Entschuldigung.

Kindeswohl... pah

Ein Begriff, der individuell ausgelegt und interpretiert wird. Mir hat diesen Begriff ein intimer Kenner des Familienrechts so erklärt:
1. Da ist das Klo zum ka.....
2. Da ist der Kühlschrank zu fr.....
3. Da ist das Bett zum pe....
Ok - Kindeswohl positiv festgestellt.

Deine Erklärungen, RAMSCH, trage ich mit. Es ist wie gesagt die Ideallinie. Wenn ich mir die Beiträge nicht nur hier auf vatersein.,de angucke, stelle ich fest, dass in bedenklicher Anzahl nicht so gehandelt wird. Und die Leidtragenden sind die Kinder. Diese jungen Seelen, die unser Land fortführen sollen.

Und hier zeigt sich nicht nur die anfangs zitierte Dummheit des Staates, sondern vor allem seine Verantwortungslosigkeit.

Die Mutter ist eine eigene Rechtsperson. Stimmt. Sie ist als eigenständige Rechtsperson im Kontext mit dem Kind/den Kindern zu sehen. Sie hat deren Rechte nur zur Hälfte vertreten. Und da steht irgendwo der Vater, der die andere Hälfte hat plus sein Ganzes. Klassisches Patt. Aber dann gibts den Mütterbonus und damit das Zünglein an der Waage.

Warum dürfen Einwohnermeldeämter die Anmeldung/Abmeldung eines Kindes nur mit der Zustimmung eines Sorgeberechtigten vornehmen (vor allem, wenn es die Mutter ist)? Da gehören beide Unterschriften drauf und schon kommt das Thema gar nichterst auf, dass sie abhaut.

Der Gesetzgeber kann und darf sich in einer so hochstrittigen Frage nicht aus der Verantwortung ziehen und plötzlich der Meinung sein, es seien doch alles mündige Bürger.

Wie soll gegen motherminded JAs vorgegangen werden?

Wie sollen kriegsbegeisterte RAs ausgehebelt werden?

Wie sollen parteiische Gutachter unschädlich gemacht werden?

Wie sollen eingebildete Richter neutralisiert werden?

Das kann nicht nur alles dadurch entstanden sein, dass die Gesellschaft sich geändert hat. Es liegt daran, dass der Gesetzgeber in meinen Augen schlicht zu feige ist und diese Schlichen, Tücken und Macken (bewusst) akzeptiert.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 11.02.2005 20:40
(@catilotti)
Rege dabei Registriert

... ist das alles nicht zum Heulen komisch ?!

Wir leben doch eigentlich in einer klar von Männern dominierten Ellebogengesellschaft. Nur in dieser EINEN Angelegenheit - nämlich der angeblich angeborenen Eignung zur Kinderbetreuung und Erziehung - DA dreht sich das Blatt komplett und völlig!!! Das ist doch krank!!!

Da Deep diese herrlichen Beispiele von Frankrich und Florida erwähnte (waren mir neu ...) fällt mir doch beruhigt auf: ES GEHT TATSÄCHLICH ANDERS. Aber warum verdammt noch einmal nicht bei uns ????? :mad2:

Was bitteschön haben die ganzen Justizminister eigentlich für eine Quali??? Sind die alle nur nach oben weggelobt worden? Haben die jemals schon mal mehr mit dem Rechtsstaat zut tun gehabt, als Knöllchen zu überweisen? Verdammt Hacke .... wieso guckt denn in Deutschland niemand mal über den eigenen Tellerrand (gilt im Ürigen nicht nur für die Rechtsprechnung ...)?Man könnte meinen, die haben nicht einmal einen Schnellkurs gemacht ... sonst müßte doch mal einer "tabula rasa" machen.

Und dann verdienen sich alle noch dumm und doof ..........

*grmpf*
Catilotti


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 21:04
(@catilotti)
Rege dabei Registriert

PS ...

Zitat Deep: "Egal was der Vater tut - er trifft die Kinder. So sieht es doch aus!"

Dies geht aber nur dann, wenn die Gegenseite - nämlich KM - kindeswohltechnisch schmerzfrei und völlig uninteressiert ist! Wenn die KM auch nur einen Hauch von Ahnung vom Kindeswohl hätte, würde dies eben nicht passieren können.

Aber was schreibe ich da ... DAS WISSEN WIR DOCH ALLE :knockout:


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 21:10
(@sandgren)

hy zusammen,
gerechtigkeit?
in deutschland??
bei familiengerichten???
😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀

meine ex hat die kinder und mich damals im erziehungsurlaub in einer nacht und nebelaktion verlassen,
nach 2 monaten kommt sie angeschlichen und holt die kinder um sie wiederzusehen und um mich einzuwickeln.
dann eröffnet sie mir das ich die kinder nie wiedersehe und eröffnet den krieg!
JA,familiengericht und gutachterin steigen absolut auf ihre schiene ein.
meine kinder werden mit duldung des JA fremdbetreut und ich soll das ganze bezahlen!!
ich bin zuhause und will meine kinder weiterbetreuen,aber das ist ja meiner ex nicht zuzumuten!!
dazu noch spielchen meiner ex vor gericht usw, hier nur ein bsp. zur gerechtigkeit! 😡

zitat meiner ex zum richter:
"ich kümmere mich um die kinder ab 13.00 ohne frembdbetreuung,kann die kinder aber erst um ca 16.00 abholen da ich ja arbeiten muss!"

selbe verhandlung,selber richter:

" ich habe kein geld darum stellt mir mein chef (ihr lover) einen geschäftswagen"
als der richter fragte warum sie in ihrem PKH antrag den geldwerten vorteil nicht erwähnte kam:
"das auto habe ich bezahlt,es gehört mir!" :puzz:

als ich mir erlaubte die wiedersprüche aufzuzeigen sagte mir der richter:
"herr xy sie sind kleinlich,sehen sie nicht wie schlecht es ihrer frau geht?"
stand auf und reichte ihr ein taschentuch damit sie ihre tränen trocknen konnte!! 😡

ich könnte noch viele dinge aufzählen.
meine erfahrung war das alles darauf ausgerichtet ist einer frau den hintern zu schützen egal was sie mit den kindern anstellt!! 😡 😡

würde ein mann das mit den kindern veranstallten was sich so manche ex erlauben darf hätte man ihm die kinder schon längst von amts wegen entzogen!!

nur an die heilige kuh mutter trauen sich unsere ach so modernen richter nicht ran!!! 😡 😡

ansonsten kann ich jeden nur auf das zitat am ende eines jeden meiner posts hinweisen. 😉

gruss sandgren 😎

[Editiert am 11/2/2005 von sandgren]


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 21:18
(@RAMSCH)

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Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<

[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 22:23




 Uli
(@Uli)

Hallo zusammen,

schön, dass wir jetzt mal die Wurzel all unseres Übels als alleiniges Thema haben. Sonst floß das ja immer nur in die Teilprobleme ein und verwässerte bisweilen die Sache an sich.

Ich persönlich habe - bis auf den Vorwurf des sexuellen Mißbrauchs - so glaube ich fast alles erlebt, was denkbar ist.
Ich möchte nur zwei Punkte aus meiner Sache beispielgebend aufgreifen:

1. die Unterhaltssache, die ich in meinem Thread " als Männlein oder als Weiblein vor Gericht" schon angerissen habe. Meine Exe hat alle Tatbestände der Verwirkung von Unterhaltsansprüchen mehr als erfüllt. Trotzdem werde ich als alleinerziehender Vater hier weiterhin erfolgreich gejagt und die Gesundheit der ganzen Familie aufs Spiel gesetzt. Hier zeigt sich, das Kindeswohl in Wirklichkeit nicht die Bohne zählt.

2. Das Eigentumsverfahren, dass die damals 18-jährige Tochter meiner Ex aus erster Ehe gegen ihre Mutter führte. Sie bekam aus purer Boshaftigkeit - und dies war für alle Beteiligten erkennbar - ihr Eigentum nicht ausgehändigt (Zeugnisse, Möbel, etc.). Das Kind hat ein Jahr Ausbildungszeit verloren und musste sich mit Jobs über Wasser halten. das Kind musste erleben, wie ihre "Mutter" alle an der Nase herumführte und schließlich obsiegte. Welche Botschaft wollte das Gericht dem Kind mit auf den Lebensweg geben? Vermutlich wird man sich darüber aber wohl kaum Gedanken gemacht haben.

Ich philosophiere seit Jahren über den tieferen Sinn von Ungerechtigkeit und Geschlechterjustiz, habe bislang aber noch keinen erkennen können.

Gruß Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 22:45
 Anny
(@Anny)

Hallo Deep,
habe mal zum Thema "Gerechtigkeit" gestöbert und fand viele Bibelstellen von versch. Glaubensrichtungen die ich hier nicht einsetze oder erwähne.
In einem Lexikon fand ich dieses:

Gerechtigkeit ist das abgeleitete Substantiv von gerecht dessen ursprüngliche Bedeutung "angemessen, richtig" ist.

Ganz schön umfangreich so ein Thema zumal es gerade in der Rechtsprechnung grausig zugeht was angemessen zu sein scheint.

Ich finde es sehr interessant auch das du erwähnt hast, dass viele versch. Menschen hier sind mit versch. Sichtweisen u. ä.

So manches mal vergisst man es für einen Moment und dann wird man einem Mensch ungerecht gegenüber in seiner Ausdruckweise.

Oder unangemessen.

Mehr kann dazu nicht schreiben da es mir nicht gelingt nur beim Familienrecht zu bleiben.
Alles Gute euch allen und lasst euch nicht zermürben :heartpump:


AntwortZitat
Geschrieben : 11.02.2005 22:57
(@antonanton888)
Schon was gesagt Registriert

Hi an alle,

gerecht ist, wenn beide oder mehrere Parteien zufrieden sind. (Dein Erfolg ist geprägt durch den anderen)

Andreas


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 00:28
(@kleinegon)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo ihr alle,
ich bin neu hier und fand eure Ausarbeitungen höchst interessant und lehrreich.
Ich kann nur noch ergänzen.

Gerechtigkeit wird von Werten bestimmt. Beispiel: es gab Anfang des letzten Jahrhunderts noch einen Eskimostamm, bei denen die Kinder ihre Eltern im Alter von 45 Jahren umzubringen hatten, damit sie im Jenseits mit der Gesundheit, miot der sie die Erde verlassen, ewig leben konnten. Ist das "gerecht" ?
In nordischen Ländern (m.e. war es Schweden) wird ein Vater schief angeschaut, wenn er nicht ein Babyjahr frei nimmt und sich um seine Kinder kümmert.
In England ist die privat engagierte und bezahlte Nanny üblich, in Frankreich werden Kleinkinder in staatlichen Einrichtungen ganztags betreut -- in beiden Fällen kann die Mutter Karriere machen, ohne von der Öffentlichkeit kritisiert zu werden.
Und bei uns?
Das alte Mutterbild (Mama zuhause, kümmert sich um alles, Vater geht arbeiten) ist noch verbreitet. Viele Mütter, die weiterhin im Beruf bleiben, werden darauf angesprochen/kritisiert, ob das überhaupt geht, Kinder und Beruf. Und so sind viele Mütter selbst erzogen worden und finden es als eine Selbstverständlichkeit, dass sie sich um die Kinder kümmern müssen. Jedes Gerichtsurteil bestätigt diese Selbstverständlichkeit -- und wird den Müttern gerecht.

Erst in den letzten zehn Jahren kümmern sich immer mehr Väter intensiver um ihre Kinder (mein Vater hatte kaum Zeit), wobei ich als Lehrer auch festetellen muß, dass Kinder mit PC und Spielen/Geschenken aus intakten Familien eine Eigenbeschäftigung erhalten, damit die Eltern den Freizeitpark Deutschland genießen können. Denkt an die Gewerkschaftsforderung Anfang der 60iger Jahre: "Samstag gehört Papa mir".

Wir Väter haben uns also schneller als die Gesellschaft verändert, da wir einen eigenen Anspruch auf die Kindeserziehung gestellt haben. Werden wir damit den Kindern gerecht? Ich finde ja, da eine GEsellschaft nicht statisch ist sondern ein Prozess. Wir müssen weiter daran arbeiten, dass die Verantwortung für unsere Kindern beiden Eltern auch bei einer Trennung obliegt -- und hierfür müssen die Gesetze geändert werden.

Gerechtigkeit bei unserer Justiz?
Nein! schon Tucholsky sagte, dass der deutschen Hobby die Gerichtspflege ist. Wir suchen Gerechtigkeit statt pragmatische Lösungen. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen? Nein! Wir deutschen müssen lernen: z.B. eine neue Streitkultur (ExBundespräs. Herzog). Wir müssen lernen, mit Verletzungen umzugehen. Wir müssen lernen, schnell auf Regelverletzungen (z.B. Kindesentzug) angemessen zu reagieren. Aber da traut sich niemand ran. Und deshalb ist es für Mütter einfach, den gehassten Mann, der ja nur schlecht zu ihren Kindern sein kann, da er zu ihr schlecht war, also den gehassten Mann loszuwerden und eins auszuwischen. Unsere Rechtssprechung wurde über Jahrzehnte von uns Deutschen in allen Bereichen mißbraucht, um die eigene Unfähigkeit des angemessenen Umgangs mit anders Denkenden und Handelnden zu übertünchen. Wir erwarten von der Rechtssprechung etwas, das sie nicht leisten kann und evtl. nie leisten wird. Oder, da Wahrnehumg eine gegenseitige Sache ist: hat uns die Rechtsprechung, also diese Macht, über Jahrzehnte derart geprägt, dass wir glauben, nur dadurch unsere Konflikte lösen zu können ?

Oh, jetzt geht mein Gehirn mit mir durch.

Übrigens: Kommt in Frankreich die Polizei, um das Kind von der Umgangsboykottierenden Mutter zum Vater zu bringen, dann macht die das aus Eigeninteresse nicht sehr oft: denn wie steht sie dann bei den Nachbarn da ? Ich kenne keinen deutschen Politker, der Staatsgewalt für den Umgang des Kindes mit dem Vater einsetzen will. Warum eigentlich nicht ? Ist das gerecht ?

Gruß,
vielleicht melde ich mich mal wieder
Kleinegon


Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 00:38
 Uli
(@Uli)

vielleicht sollte man das "Familienrecht" - ich glaube in Dänemark ist es schon so - ganz von den Gerichten lösen und die Regelungen Notaren überlassen. Streit gibt es ja nur dort, wo man auch streiten kann. Vor einem Notar müsste man sich einigen, sonst gäbe es keinen Vertrag.

LG Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 00:54
(@RAMSCH)

---------------
Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<

[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 01:18
 AJA
(@aja)
Registriert

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole. Ich denke das von Deep

Gerade im Familienrecht spielt die Psychologie eine große Rolle und die nach Meiner Kenntnis von (Familien-)Richtern einmal im jahr zu besuchende 14-tägige psychologische Fortbildung wird fast durchgängig wegen Überlastung eben doch nicht besucht.

und das von mel

nach meiner einschätzung müssten speziell die rechtsanwälte ( familienrecht ) eine psychologische zusatzausbildung nachweisen können sonst keine zulassung bei den gerichten.

ergänzt von Uli

Streit gibt es ja nur dort, wo man auch streiten kann. Vor einem Notar müsste man sich einigen, sonst gäbe es keinen Vertrag.

sagt doch eindeutig, woran es liegt.

Es ist ein grosser Verein von Menschen mit Scheuklappen, die meist nur eins im Sinn haben: ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen. Sie verdienen ihr Geld damit, den Gegner in die Pfanne zu hauen. Im Extremfall, der wohl leider gar nicht so selten ist, werden den Mandanten Flöhe ins Ohr gesetzt, die sie vorher nicht mal im Traum hatten. So werden Keile zwischen die ohnehin schon zerstrittenen Elternteile getrieben, immer schön auf Kosten der Kinder.
Und ein Richter, der sich (keine Ahnung wie lange, aber mit Sicherheit nicht lange genug) mit so einem Fall auseinandersetzt, soll dann auch noch "gerecht" entscheiden können?

Ich möchte kein Richter sein :exclam:

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 01:22
 Uli
(@Uli)

Ich denke, es gibt viele Berufsstände, die es ermöglichen damit Geld zu verdienen andere in die Pfanne zu hauen. Das ermöglicht unsere (freie) Marktwirtschaft. Wir sollten nicht so sehr auf die Anwälte abheben. Sie nur das Sprachrohr der Mandanten.

Die Gerichte und die verhandelnden Richter sind hier gefragt! Wenn ich an das Verfahren das meine Ex auf Umgangsrecht angestrebt hat denke, so war das völlig ok. Der gegenerische Anwalt (das rosafarbene Tier mit Steckdosen-förmiger Nase) faselte wieder seitenlang. Das hat den Richter nicht interessiert. Der hat in ganz kurzer Zeit Entscheidungen getroffen. Mein Unterhaltsverfahren, das an einem anderen Amtsgericht läuft, dauert jetzt 2 1/2 Jahre. Jeder Schriftsatz des Gegners gibt neue Verzögerung, jeder Pups wird bewertet. Hier wäre Entschlossenheit zu fordern!


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 01:36
 AJA
(@aja)
Registriert

Sie nur das Sprachrohr der Mandanten.

Genau das widerspricht meiner Erfahrung, die allerdings nicht sehr reichhaltig ist. Lediglich gestützt auf meinen eigenen Fall und den einer (ehemaligen) Freundin, sowie der Ex meines LG. Hier wurde nur gehetzt, und nichts davon entsprang den Gedanken der jeweiligen Mandanten.

Ich will um Gottes Willen auch nicht den ganzen Berufsstand schlecht machen - ich habe jetzt eine sehr faire Anwältin - gäbe es nur mehr davon 😉

Ich denke, es gibt viele Berufsstände, die es ermöglichen damit Geld zu verdienen andere in die Pfanne zu hauen. Das ermöglicht unsere (freie) Marktwirtschaft.

Die gibt es, aber um die geht es hier nicht. Hier geht es um Menschen, die über andere Menschen entscheiden, bzw. Entscheidungen beeinflussen. Die in der Hauptsache über Menschen entscheiden, die erst noch "Menschen" werden sollen!

Und die Menschen, von denen es gefordert wird gerechte Entscheidungen zu treffen, nämlich die Richter, sitzen zwischen allen Stühlen. Zerrieben zwischen Anwälten, die sich gegenseitig die Haare ausreissen und (mag ja sein) als Sprachrohr ihres Mandanten fungieren. Wer kann denn wirklich beurteilen, wer RECHT hat?

In dem einen Fall bemängelst du schnelle Entschlossenheit, im anderen forderst du sie. Ich lasse deine Geschichte jetzt mal aussen vor, auch wenn ich sie regelmässig verfolge.

Aber wenn ich mich in die Lage eines solchen Richters versetze - ich könnte wahrscheinlich nie zu einer Entscheidung kommen, die mich wirklich befriedigt, wenn ich nicht alle Seiten bis ins Detail beleuchtet hätte. Obwohl - bei Licht betrachtet würde ich deine Ex wahrscheinlich zwangseinweisen, damit endlich mal eine vernünftige Begutachtung stattfinden kann. 😎

Aber nicht alle Fälle sind auch nur annähernd so kompliziert wie deiner und werden von den Anwälten dennoch hochgepuscht, so dass ein Richter mit Sicherheit nicht immer gleich und schon gar nicht gerecht entscheiden kann.

Gruß AJA


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2005 02:03
 Uli
(@Uli)

@AJA

In dem einen Fall bemängelst du schnelle Entschlossenheit, im anderen forderst du sie.

Ich habe die schnelle Entschlossenheit im Umgangsverfahren nicht bemängelt! Sie war mir zugegebenermaßen unheimlich, weil ich zunächst wieder eine Bevorteilung meiner Exe darin sah. Im nachhinein betrachtet hat sich er Richter absolut fair und korrekt verhalten. Er hat sich von keiner der Parteien einseifen lassen. Er hat sich alle relevanten Akten kommen lassen und sich ein eigenes Bild gemacht. So wünschte ich es mir auch für mein Unterhaltsverfahren.

Obwohl - bei Licht betrachtet würde ich deine Ex wahrscheinlich zwangseinweisen, damit endlich mal eine vernünftige Begutachtung stattfinden kann.

Das ist nach dem PsychKG nicht möglich, das sie weder selbst- noch fremdgefährdend ist (bei letzterem bin ich mir nicht sicher 😎 ).

... so dass ein Richter mit Sicherheit nicht immer gleich und schon gar nicht gerecht entscheiden kann.

und darum entscheidet er lieber garnicht und läßt mich weiterhin bluten. Er hatte damals wörtlich gesagt, die Akte zu schließen, wenn sie sich nicht kooperativ zeigen würde. Das war im August 2004. Seit dem ist sie nicht kooperativ und die Akte bleibt offen. :mad2:

LG Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 13.02.2005 17:17




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