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an alle hier versammelten Entscheidungstrtäger unserer dt. Wirtschaft

 
(@haddock)
Nicht wegzudenken Registriert

und die, welche sich mit Bewerbungen auskennen.

Ich hätte da mal eine Frage, an die Vorgenannten (ich denke da an Bengel, fujilago oder Uli, wobei der ist ja wohl mehr Wissenschaftler) und solche die sich auch angesprochen fühlen.
Zunächst folgendes Problem: Mein Arbeitgeber will nicht so, wie ich es will, nämlich meine Arbeitszeit reduzieren. Abgesehen davon, hat mein Mittelchef gerade eine Horde unqualifizierter Abteilungsleiter auf uns Wertschöpfer losgelassen. Kurzum - ich möchte mich verändern.

Nun ist es aber so, das ich in einer sehr speztiellen Niesche meiner Branche sehr gut bin, aber in dieser Niesche tummeln sich nicht gerade viele Alternativen und weiter über meine Spezialitäten hinaus bin ich nicht ausgebildet.
Ich möchte mich nun also blind bewerben: bei Konkurrenten, Auftraggebern und Auftraggebern der Konkurenten! Allerdings - man kennt sich!
Nun meine Frage:

Wie kommt es in einer solchen Bewerbung an, wenn ich im Schreiben explizit um Diskretion bitte.

-Hat es den gewünschten Effekt, das man meine Bewerbung diskret behandelt,
-oder macht es eher den falschen Eindruck, ich schämte mich, diese Firma anzuschreiben und würde nicht zu meiner Bewerbung stehen.

Wie würdet ihr eine solche Bewerbung beurteilen, welche Erfahrung gibt es mit dieser Bitte und wie könnte ich verklausuliert klarmachen, das meine Bewerbung vertraulich zu behandeln ist (gibt es eine allgemeine Formulierungsformel?).

Vielen Dank für euer Auge und eure Antworten.

gruß
haddock


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 10.04.2006 22:51
(@bengel)
Registriert

fixe antwort haddock,

such dir einen "headhunter" in deiner nähe oder in der deutschen (oder ausland?) stadt , in der du arbeiten möchtest. das ist bis zum letzten augenblick anonym und kein risiko für dich.

googeln hilft!!!!

viel glück.

bengel


AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2006 22:57
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi Haddock,
bei mir genau das selbe.
Helfen tut da reden. Auf ner Baustelle, ner Montage, auf ner Messe....

Ich würde keine Schreiben losschicken - zumal wenn man sich kennt.

Gruss,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2006 23:00
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hi haddock,

ich glaube, Du machst Dir hier zu viele Gedanken - Diskretion ist gerade im "Business" von Headhuntern oberstes Gebot. Weil gute Leute - und das setze ich jetzt bei Dir einfach mal voraus - nicht auf der Strasse herumsitzen und auf einen neuen Job warten, liegt es auf der Hand, dass entsprechende Kontaktanbahnungen immer diskret ablaufen müssen, weil die Aspiranten noch woanders in Lohn und Brot stehen. Arbeitgeber sehen es allerdings nicht gerne, wenn die Headhunter der Konkurrenz während Deiner Arbeitszeit auf dem Dienstelefon anrufen...;-)

Ich an Deiner Stelle würde mich also durchaus blind bewerben bei Firmen, die mit Deiner "Nische" etwas anfangen können. Und nachdem diese nicht allzu gross zu sein scheint, wird man dort über Deine Qualitäten zumindest teilweise schon im Bilde sein. Deine Bewerbung landet dort in der Personalabteilung und nicht am Schwarzen Brett - auch das ist ein Garant für Diskretion. Und wenn Du "sicherheitshalber" noch drunterschreibst, dass Du aus sicher verständlichen Gründen um selbige bittest, wird man Deinen Wunsch gerne erfüllen (*ironie on: es sei denn, man möchte Dich sofort abwerben; dann wäre es natürlich ein taktisches Mittel der Wahl, Deinen Noch-Arbeitgeber umgehend von Deiner Bewerbung in Kenntnis zu setzen und auf eine fristlose Kündigung zu hoffen *ironie off).

Zusammenfassend: Diskretion hat nichts mit schämen zu tun, sondern ist ein mehr als verständliches und alltägliches Anliegen.

Unabhängig davon kannst Du zusätzlich oder alternativ natürlich auch bengels Rat beherzigen. Der macht allerdings eher Sinn bei einer breit angelegten Qualifikation wie "Ingenieur" oder "Verkaufsleiter" - wenn die Nische schmal ist und sowieso nur wenige Unternehmen als neue Arbeitgeber in Frage kommen, ist der direkte Weg der bessere.

Hilfreich kann auch sein: Wenn Du - beispielsweise durch Messen, Kongresse etc. - Mitarbeiter bei den "angepeilten" Unternehmen kennst: Baue Netzwerke auf, lasse diese Mitarbeiter im Vertrauen wissen, dass Du Dir einen Wechsel vorstellen könntest und ob sie nicht einmal bei der Personalabteilung... Woaßt scho, gell? 😉

Hope that helps!
Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2006 23:13
 elwu
(@elwu)

Wie kommt es in einer solchen Bewerbung an, wenn ich im Schreiben explizit um Diskretion bitte.

Hi,

solche Sperrvermerke sind 'daily business' und völlig problemlos. Die werden beachtet und haben keinerlei negativen Auswirkungen auf die Bewerbung. Einfach einen Halbsatz am Ende des Anschreibens: Sperrvermerk: Nicht weiterleiten an
externe Stellen.

cya,

elwu

[Editiert am 10/4/2006 von elwu]


AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2006 23:21
(@schmusepapa)
Registriert

Hallo Haddock,

"Königsweg": Headhunter oder reden. Da hinterlässt du nämlich keine "verwertbaren" Spuren.

Wenn du jetzt nicht gerade Geheimdienstmitarbeiter bist und dich schriftlich bewerben willst, dann lasse den Passus "vertraulich" weg. Warum? Du machst deine Bewerbung damit nur unnötig interessant.

In meiner ehemaligen Firma war mir klar, wie ich ein Gerücht in die Welt streuen konnte: Ich erzähle es einer der größten "Tratschtanten" und flüstere ihr ins Ohr: "Aber bitte nicht weitererzählen", und klar war danach, das Gerücht macht die Runde (hab ich aus genau diesem Grunde nie getan). Wenn du so "geheimnisvoll" tust (finde ich ungewöhnlich, einen solchen Vermerk habe ich noch nie erlebt), kann es sein, dass du das Gegenteil von dem bewirkst, was du möchtest.

Eine "vernünftige" Personalleitung behandelt die Bewerbungen vertraulich, gerade wenn man sich kennt. Spricht sich eine solch unprofessionelle Vorgehensweise in der Branche herum, dann traut sich ja niemand, sich dort zu bewerben, man kennt sich ja schließlich.

Passieren kann es natürlich trotzdem, daher am besten vorgehen wie von bengel und Weisnich beschrieben.

Hilfreich ist im Vorfeld, telefonisch abzufragen, ob überhaupt Bedarf besteht. Das kannst du ja auch "anonym" tun ;). Dann schränkst du die Firmen ein, bei denen eine Bewerbung überhaupt Sinn macht.

Gruß

Martin


AntwortZitat
Geschrieben : 10.04.2006 23:22
(@haddock)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo,
hab nur noch mal kurz reingeschaut.

Ich bin baff- danke für die vielen hilfreichen Antworten

gruß
haddock


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.04.2006 23:27