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Was kann ich für meinen Freund tun?

 
(@sternchen)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Zusammen,

mein Freund darf seine Kleine (2 Jahre) nur alle zwei Wochen am Wochenende sehen, weil es die KM nicht anders möchte. Wenn es nach ihr ginge im Moment, dann solle mein Freund seine Tochter gar nicht sehen. Männer sprechen da nicht so oft über ihre Gefühle wie Frauen. Aber ich weiß trotzdem das mein Schatz sehr stark unter dieser Trennung leidet und seine Tochter sehr vermisst. Wenn er sie Sonntags zur KM bringt, dann frage ich ihn, ob alles klar ist und meist antwortet er mit einem leisen "Ja" und somit weiß ich, dass es nicht so ist.

Habt ihr Ideen oder Anregungen, wie ich meinen Freund am besten unterstützen kann? Es tut mir sehr weh, wenn ich ihn so leiden sehe und es ist für mich immer sehr rührend, wenn die Kleine bei uns ist, wie er an ihr hängt und umgekehrt auch. Das schlimme ist, man sieht, wie sehr die Kleine ihren Papa liebt.

Eigentlich weiß ich ja, dass es da keine richtige Hilfestellung von mir geben kann, aber ich möchte einfach mal eure Meinung hören....wie ihr als Zweitfrauen damit umgeht....

Freu mich auf eure Messages.

Gruss
Sternchen


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 21.01.2004 11:41
(@Unbekannt)

In der Tat können wir zweiten da nicht viel helfen.
Das er seine Kleine alle 2 Wochen sehen kann und darf finde ich schon sehr gut, vielen Vätern ist selbst das nicht möglich. Darüber kann er doch schon mal froh sein.

Ich zeige meinem Freund einfach das er auf alle Fälle auf mich zählen kann, dass ich einfach für ihn da bin wenn er mich braucht.

Als ich die Kinder nur vom erzählen her kannte habe ich damals für die beiden einen Bimboli Bär gekauft mit dem Namen der Jungs drauf. Das fand mein Freund sehr gut - es war ein Zeichen für ihn, dass ich mich wirklich mit den Jungs befasse und das alles doch sehr ernst nehme.

Nun ist es auch so, das sich alle Beteiligten an den Umgang und auch an das schwierige wieder nach Hause bringen an den Sonntagen gewöhnen müssen. Wir müssen uns echt daran gewöhnen, das es nun mal so ist. Und doch tut es immer wieder so weh, auch wenn es bereits das xte mal ist, wenn man die Kids wieder abgeben muss.

Er soll dennoch nie aufgeben für die Kleine der Papa zu sein.

Alles Liebe


AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2004 14:37
(@sternchen)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Unbekannte,

die Kleine habe ich sehr lieb und wenn ich was sehe, worüber sie sich freuen könnte, dann nehme ich es auch mit. Das tut einfach gut, die kleinen Kinderaugen blitzen zu sehen. :)

Da mein Freund bzw. allgemein Männer nicht ständig über ihre Gefühle in der Hinsicht sprechen ist es für mich manchmal echt schwierig einzuschätzen, wie es ihm geht. Er kann das auch ganz gut verdrängen. Aber das ist wohl der Selbstschutz damit er daran nicht zerbricht.

Ich habe diesen Beitrag wohl reingesetzt, weil ich manchmal einfach wünschte, dass ich mehr für ihn tun könnte, ihm ein wenig Sehnsucht abnehmen würde. Aber das ist leider wohl so nicht möglich. Ich muss es einfach so versuchen, indem ich ihm immer und immer wieder sage, dass ich für ihn da bin....

Gruss
Sternchen


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.01.2004 14:55
(@nena62)
Rege dabei Registriert

Genau das ist es, was du tun kannst Sternchen, mehr geht nicht. Ich denke hier gibt's viele Frauen, die das genau wie du und ich jeden 2. Sonntag mitmachen. Ich versuch dann, den Sonntag Abend immer bessonders kuschelig und nett zu gestalten. Mehr kann ich auch nicht machen, aber ich glaub, das ist schon 'ne Menge mehr als manche anderen Väter haben, die ihre Kinder nie sehn oder ohne Partnerin am Sonntag allein da sitzen. Also Kopf hoch und sei einfach weiter gerade am Sonntag besonders nett zu deinem Partner.

Nena :heartpump:


Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2004 16:36
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich habe mit meiner Zweitfrau die Vereinbarung der "stillen Anteilnahme" getroffen. Zu reden gibt's eh nix drüber, die Situation ist da und emotionale Belastung enorm. Dieses ständige Loslassen-müssen, letztlich schon am Abholtag mit Graus an das Zurückbringen zu denken, läßt die echte Freude über den Umgang anfänglich nicht aufkommen. Das ändert sich mit der Zeit.

Die Gestaltung des Sonntagabend hängt von der Individualität der Beteiligten ab. Da wirst du am Besten wissen, wie du unterstützen kannst.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2004 19:08
(@sternchen)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Nena,
hallo deepthought,

vielen Dank für eure Anteilnahme und eure Beiträge. Schön zu wissen, dass es Menschen gibt, denen es genauso geht :)

Gruss
Sternchen


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 21.01.2004 21:54
(@Giesser)

Hi Ihrs,

ich häng mich mal einfach an.

Mir gehts ähnlich. Ich weiss nun schon, dass ich ans "heimbringen" denke, wenn ich meine beiden Kleinen bei der KM abhole für das WE. Nicht so prickelnd; nur, es gibt ja eben auch ganz andere Fälle, wo der Vater leider keinen Umgang haben kann - warum auch immer. So seh ich es trotz allen Widrigkeiten als positiv an!

Torsten


AntwortZitat
Geschrieben : 21.01.2004 23:48
(@duldefrau)
Rege dabei Registriert

Sternchen, es fällt mir ein bisschen schwer, dir da halbwegs neutral zu antworten. In einem anderen Thread habe ich auf die Frage der Häufigkeit geantwortet, dass es für so ganz kleine Kinder besser ist, den Vater öfter zu sehen. Sie vergessen einfach schnell. Ich kann mich noch genau erinnern, wie mein Kleiner vor zwei Jahren reagierte, da war er drei. Er kannte nach einem Ferienurlaub mich nicht mehr richtig und nach zwei Wochen den Vater nicht mehr richtig.
Du fragst aber, wie du deinem Freund helfen kannst, über diese Trauer, diesen Verlust hinwegzukommen. Auch da bin ich dir sicher keine grosse Hilfe. Mein LG hat einen 16-jährigen Sohn. Diesen sieht er 3 bis 4 mal im Jahr. Bei der Trennung haben sie gemeinsam beschlossen, dass das ABR bei der Mutter liegt, das Sorgerecht aber gemeinsam bleibt. Wenn er nicht dahinter wäre, würde er seinen Sohn überhaupt nicht mehr sehen. Er kommt auch nur her, wenn er fliegen darf, denn mit der Bahn fahren ist langweilig. Mein LG leidet mächtig, zumal seine Ex alle halbe Jahre anruft, ob wir dieses missratene Kind nicht nehmen möchten, da sie damit nicht mehr fertig wird. Ich habe mir schon die Finger wund telefoniert mit Jugendamt, Schulpsychologen, was weiss ich, wir haben Hausausbaupläne geschmiedet, und drei Tage später ist alles nur noch heisse Luft. Dann ist wieder alles in Ordnung und Sohnemann bleibt bei Muttern. Da weiss ich auch nicht so recht, wie ich ihm helfen kann. Ich denke, er muss allein da durch. Er weiss, dass ich hinter ihm stehe, und wenn alle Stricke reissen, ich kein Problem damit habe ein viertes Kind einzuquartieren.


Was man nicht bespricht, das bedenkt man auch nicht recht.
Johann Wolfgang von Goethe

AntwortZitat
Geschrieben : 22.01.2004 00:19