Hallo lieber Uli!
Mich beschaeftigt doch sehr dein Satz, vielleicht ist es auch als Frage gemeint, wo du schreibst, dass die Ehefrau ihren Mann zurueck, dann doch aber bitte mit Haut und Haaren.
Ich schreibe das aber hier, weil ich den anderen Thread nicht mit meinen Gedanken hierzu zertreten moechte.
Wie gesagt, ich bin nicht sicher, ob ich das so richtig verstanden habe, von daher verzeihst du mir hoffentlich, falls ich voellig daneben liege.
Ich denke darueber nach, weil es sich fuer mich so nach bedingungslos anhoert und mir im gleichen Augenblick dann die Frage stellt> liebe ich meinen Mann bedingungslos?
Nein, tu ich nicht.
Es gibt Dinge, die ihn fuer mich besonders machen, es gibt Dinge, die ich nicht ausstehen kann, aber die fuer mich eine untergeordnete Stellung haben und die Dinge, die ihn so besonders machen, vertuschen ein wenig sein nicht-so-dollen-Dinge.
Vermutlich kennt das fast jeder, naemlich die Frage, wielange und warum oder wann reicht das Besondere nicht mehr aus und wird somit zur Bedingung fuer die weitere Partnerschaft.
Wann wird meine persoenliche (Gefuehls-)Grenze ueberschritten? Ist das nicht der Grund warum man sich trennt?
Hoffe, du klaerst mich auf, wie du das meintest.
*doofausderwaeschekuckende* riviera
Hi riviera,
ich bin zwar nicht Uli, aber ich schreib mal wie ich das sehe. Nein, ich liebe meinen Mann auch nicht bedingungslos, sicher gibt es Grenzen, wenn diese überschritten werden gäbe es kein zurück.
In einem Fall wo die Frau aber sagt: Ok, du bist fremdgegangen, du hast ein Kind gezeugt, aber ich bleibe bei dir (irgendwo hatte ich gelesen d,as sie sogar den KU überweist), dann muß sie ihn aus meiner Sicht eben auch mit diesem Kind zurücknehmen. Mit der Verantwortung die daraus nunmal entsteht.
Wenn ich mich aber durch den Kontakt zu einem Kind, das ja nunmal nix dafür kann, so gestört oder an den Seitensprung erinnert fühle, dann stimmt auch mit dem Zurücknehmen etwas nicht. Dann ist es kein echtes Verzeihen, sondern eher der Wunsch irgendwas aufrecht zu erhalten.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Mich beschaeftigt doch sehr dein Satz, vielleicht ist es auch als Frage gemeint, wo du schreibst, dass die Ehefrau ihren Mann zurueck, dann doch aber bitte mit Haut und Haaren.
Liebe Riviera,
Du meinst diesen Abschnitt:
Liebe Andrea,
genau dieser Punkt geht mir schon die ganze Zeit durch den Kopf. Ich habe es bewußt nicht thematisiert, um nicht in den Verdacht zu geraten, den Vater "reinwaschen" zu wollen. Sein Seitensprung hin oder her, aber wenn die Frau ihn "zurücknimmt" dann bitte auch mit Haut und Haar oder besser Kind und Kegel!
Hierzu habe ich gemeint, dass die Ehefrau fast alle Optionen offen hatte zu reagieren. Eine jede gewählte Option hätte mein Verständnis und meinen Respekt gehabt.
Sie möchte aber einen Stus quo herstellen, den es jetzt nicht mehr gibt. Auch wenn sie bereit ist, den Seitensprung zu verzeihen oder zu verdrängen, so läßt sich das Produkt dieser "Aktion" nicht mehr leugnen. Hier hilft es m.E. auch nicht, den Mann unter Druck zu setzen; er bliebe nicht aus Liebe, sondern aus der Not der Situation. Not der Situation = Nötigung!
Ich habe auch bewußt geschrieben: mit Kind und Kegel. Dies ist eine Redewendung, die leider die wenigsten noch verstehen. Der Kegel ist das dem Manne untergeschobene Kind, ein Satz, der sich wie selbstverständlich durch die Generationen erhalten hat. Mama´s Baby - Papa´s may be
Wenn also Entscheidungen getroffen werden, dann sollten sie sich an den Gegebenheiten orientieren. Jede Partei sollte abwägen, welche Bürde sie bereit ist zu tragen. Dies dann bitte aber auch mit allen Konsequenzen. Man kann sich nicht die Hände waschen, ohne sich naß zu machen. Das war es, was ich meinte!
LG, Uli
Hallo Uli,
hier möchte ich mal etwas korrigieren, da ich doch selber einen "Kegel" habe, oder aber auch, wie mir schon nachgesagt wurde, ein "Makel":
Ich habe auch bewußt geschrieben: mit Kind und Kegel. Dies ist eine Redewendung, die leider die wenigsten noch verstehen. Der Kegel ist das dem Manne untergeschobene Kind, ein Satz, der sich wie selbstverständlich durch die Generationen erhalten hat. Mama´s Baby - Papa´s may be
Wikipedia sagt:
Der veraltete Begriff „Kegel“ stammt aus dem Mittelalter und steht für ein uneheliches Kind, bzw. das Kind einer Kebse, welches weniger Rechte als ein eheliches Kind hatte und deshalb anders bezeichnet wurde. Der Begriff „Kind“ bezeichnete damals keinen Lebensabschnitt, sondern einen Ehrenstatus, ähnlich dem „Herr“. Nach Ende des Mittelalters ging die soziale Bedeutung der Ehrenhaftigkeit im deutschen Kulturraum allgemein zurück, wobei sich auch der Begriff Kind generalisierte und der Begriff Kegel fast völlig aus der Sprache verschwand. Lediglich das Thüringische kennt den Begriff noch, er bezeichnet ein ungezogenes, flegelhaftes Kind.
Ich würde den Begriff "uneheliches Kind" erweitern und sagen, dass es ein "außereheliches Kind" ist. Gesetzlich wurden uneheliche und außereheliche Kinder vor einiger Zeit den ehelichen Kindern gleichgestellt. Sie sind heute kein Makel mehr. Und ab hier kann ich deine Ausführungen völlig nachvollziehen.
Wenn der werte Ehegatte eine Affäre hatte und daraus ein Kind hervorgeht, dann sollte die Affäre mit allen Konsequenzen verziehen werden oder gar nicht. Natürlich ist das schmerzvoll für die Ehefrau, keine Frage. Aber es ist auch eine Chance. Denn wenn die Ehefrau "nur" die Affäre verzeiht, aber nicht das daraus entstandene Kind, dann sind weitere Konflikte vorprogramiert.
Ich grüße hier auch einen User, sie weiß schon, wer gemeint ist 😉
eskima
Der veraltete Begriff „Kegel“ stammt aus dem Mittelalter und steht für ein uneheliches Kind, bzw. das Kind einer Kebse,
Da eine Kebse ja wohl so etwas wie eine Maitresse ist, passt dieser Spruch in diesem Zusammenhang ja wie die Faust aufs Auge! 🙂
Danke dir fuer deine Worte. Dann hab ich das nicht ganz falsch verstanden, ist ja auch schon was.
Das die Meinungen da auseinandergehen duerfte eh klar sein.
Liebe Gruss, riviera

