@ all,
ich habe gerade eben per Zufall das Wort zum Sonntag gesehen. Ich bin evangelisch getauft, vor ca. 10 Jahren aus der Kirche ausgetreten und habe heute sicher meinen eigenen Blick auf den Glauben.
Ich muss sagen: Die heutige Sendung war suuuuper. Ein Lob an und über die Väter. Die Notwendigkeit gelebter Vaterschaft ganz klar herausgestellt. Hier der Link:
Die aktuelle Sendung ist noch nicht abrufbar, aber sicher in Kürze.
LG Uli
Hallo, hab es grad gelesen. Schade, daß ich die Sendung nicht gesehen habe.
Ein schönes Weihnachtsgeschenk, hat mich sehr berührt.
Mein Dank an Frau Werner
It's a womans world
Hallo Uli,
das Wort zum Sonntag traf den Nagel auf den Kopf. Gerade für mich passte es zur Zeit mal wieder haargenau.
Lg
Günter
Hallo zusammen,
das ist ja mal ein Wort zum Sonntag, welches gelungen ist.
Vielleicht hats ja bei so mancher Seele etwas zum Nachdenken angestoßen.
Schön, daß die Väter mal auf diese Weise genannt werden.
Lieben Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Für den Fall, dass der Text dort irgendwann verschwindet, hab' ich ihn mal hier rein kopiert.
Das Wort zum Sonntag vom 25. Dezember 2004,
gesprochen von Mechthild Werner
Himmlische Väter
Zu Weihnachten gehört Familie, zumindest die Kleinfamilie, wo es sie so noch gibt: Mama-Papa-Kind. Ja, Papa mittendrin. "Ich nehme jetzt den Kleinen mit", ruft er, "gehe einen Baum kaufen, hole dann die Gans ab und apropos ... die Oma hol ich auch gleich." Danach flieht er aus der Küche, flucht weil der Baum schief sitzt und spielt Heiligabend Stunden mit den Kindern Carrerabahn und Barbiepony. Und heute beim Weihnachtsmenü sitzt er tapfer in der "für Papi" gehäkelten Krawatte, nur mit leichten Fluchtgedanken. Ob so oder anders.
Vater sein ist schwer. Vater werden manchmal auch, weil es so leicht passieren kann. Wie bei dem Vater in der heiligen Familie. Die Freundin, gerade verlobt, schon ist sie schwanger. Von ihm nicht, da ist er sicher. Aber sie lächelt nur selig, macht ein Geheimnis drum. Der erste Gedanke: Flucht. An Vaterschaftstest ist ja nicht zu denken. Eher hat er das Gefühl, jemand -Gott- testet ihn. Und so hört er auf seine innere Stimme, steht zu seiner Frau und ihrem Kind.
Sie wissen, wie es weitergeht mit Josef und Maria. Die Geburtsstation nicht gerade ideal. Ob er seine Frau massiert hat, mit ihr gehechelt, wer weiß. Sicher ist: Josef ist dabei, als sein Sohn geboren wird. Auf den Krippenbildern steht er allerdings meist am Rand. Anders auf diesem Altarbild. "Ruhe auf der Flucht" heißt es. Da ist der Papa in der Mitte. Eben noch beinahe vorm Vaterwerden geflohen, schon sitzt er da mit dem Bündel im Arm, muss mit ihm nach Ägypten fliehen. Josef ahnt, dass die Mächtigen seinen Sohn verfolgen, warum auch immer... Aber er schützt ihn.
Große Zimmermannshände schmiegen sich um den Kleinen. Können mehr als nur arbeiten, die Familie versorgen. Er beugt sich über seinen Sohn. Und der spielt ihm am Bart, legt ihm eine kleine Hand an die Wange. Vater sein ist schwer aber auch schön. Voller Liebe. Kein Wunder, dass Jesus später Gott auch zärtlich "Abba" nennt, "mein Vater". Josef wiegt das Kind. Und Maria ruht sich aus, sagt nicht: "Pass auf, halte ihn richtig..." Sie vertraut Josef, lässt ihm seinen Platz.
Kinder brauchen Väter, sogar das Gotteskind. Und es gibt sie auch: Väter, die nicht vor der Familie fliehen - die weniger arbeiten, um mehr für die Kleinen dazusein, so schwer das leider noch ist. Mütter, die die Väter nicht in den Hintergrund drängen. Und es gibt Kinder, die einen Vater haben, ob leiblich oder nicht - Hauptsache ein Mann, der wie ein Vater für sie da ist. Denn so ein Papa hat was, was Mama nicht hat. Nicht nur zu Weihnachten. "Ich geh jetzt mit Papa in die Kirche" ruft unser Sohn "aber vorher raufen wir noch..."
Ihnen allen ein frohes Fest - und heute besonders den Vätern.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
