Umgangskosten auf K...
 
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Umgangskosten auf KU anrechenbar?

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(@phili)
Rege dabei Registriert

Hallo Lucky Luke,

auch ich würde Dir raten, einen begleiteten Flug zu wählen.
Du sagst, Du weißt nicht, ob Euer Kind dieses mitmachen würde. Das alles ist eine Sache der Verpackung. Schlussendlich ist es eben so.

Als kleine Anregung möchte ich Dir ein Beispiel von mir geben: Mein gerade 7jähriger Sohn ist Autist mit ADHS. Dadurch bedingt sind Veränderungen allgemein extrem schwer beizubringen. Er hat bis dato noch nie irgendwo anders geschlafen, außer ein einziges Mal eine Übernachtung in der KiTa, wo ich ihn dann auch noch mitten in der Nacht abholen musste.

Zurzeit ist er gerade mit einer Reisegruppe speziell für Kinder mit Handicap und 1zu1-Betreuung für 2 Wochen verreist. Den Betreuer hat er erst einen Tag vor Reisebeginn kennen gelernt (war zwar anders geplant, aber gut). Einziger "Vorteil" ist, dass er eher über Distanzlosigkeit verfügt als sich komplett in seine eigene Welt zurück zu ziehen.

Das ganze hat aber nur geklappt, da ich ihm vorher diese Reise schmackhaft gemacht habe. Ich habe sie ihm als Abenteuer verkauft, ihm erzählt, wie viel Spaß er haben wird, was er alles unternehmen wird, dass er viel mit anderen Kindern und Erwachsenen spielen wird und wie groß er schon sei, das alles zu schaffen..... (kann man beliebig ergänzen).

Und in Eurem Fall geht es um ein gesundes Kind, was zu seinem anderen Elternteil reist. Ich denke, das ist genau der Punkt, wo wir Eltern gefordert sind, auf das Kind positiv einzuwirken, um Kontakt zum anderen Elternteil aufrecht zu erhalten und zu fördern. Der Nebeneffekt ist, dass begleitete Flüge auch Eure beiden Portemonnaies schonen würde. So könntet Ihr beide das Finanzielle stemmen. Versuche bitte einmal darüber nachzudenken. Für die Entwicklung Eures Kindes ist der Kontakt zu beiden Elternteilen extrem wichtig. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg  😉

LG Phili


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 12:25
(@lucky-luke)
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Habe die entsprechenden Internetseiten überflogen. Hört sich verdammt interessant an. Werde den Vorschlag auch bei der Gerichtsverhandlung vorbringen. Danke an alle für den Vorschlag! Ist sehr gut zu wissen, dass sowas auch bei anderen Kindern klappt. Ich denke, ich werde meine Kleine schon enstprechend "impfen" können, dass es, ich hoffe schnell, klappen wird. Mal sehen was meine Frau dazu sagen wird. Mein Gott, ich muss meine Kleine alleine reisen lassen. Mit mir werde ich auch noch zu kämpfen haben ;(

Bevor ich etwas plane, warte ich den Gerichtstermin ab. Wie ich schon geschrieben habe, hat meine Frau den Kampf um die Kleine eröffnet, ungeachtet davon was es kostet und was es bringt, nur um im Falle, dass der Richter zu meinem Gunsten entscheidet, sich sagen zu können "Ich habe alles versucht", das hat sie mir bereits mehr als einmal zu verstehen gegeben.
Entgegen der eigennützigen Absichten meiner Frau, auch finanzieller Natur, will ich ja, dass die Kleine den Kontakt zur KM beibehält, den unsere Situation zulässt.

Ich wollte nur nach den Erfahrungen mit den gesetzlichen Bestimmungen der Anrechenbarkeit der Reisekosten auf den KU  (ich denke dieser steht mir zu) nachfragen, damit ich, rein theoretisch, weiß womit ich zu rechnen habe.  Daher habe ich die Einkommensangaben hinzugefügt.
Wie gesagt, die Fragen "was steht mir zu" und "was kann, auf das mir Zustehende, angerechnet werden" werden, nach hiesigen Erfahrungen im Forum, vor Gericht geklärt werden. Dass ich versucht habe genau diesen Aspekt gesondert herauszuarbeiten, ist mir leider nicht gelungen, sodass ich, wie ebenfalls schon geschrieben, mich auf das Wohlwollen des Richters verlassen muss. Und auch dadrauf, dass durch das Urteil die KM endlich aufhört die Kleine zum emotionalen Wrack zu machen, nur weil sie bei mir lebt und die KM damit nicht einverstanden ist.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.07.2012 13:05
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Moin,

der KU "steht nicht dir zu", sondern eurem Kind.

Sollte euer Kind unter der Trennung dolle leiden solltest du ggf. mal über eine therapeutische Stützungsmaßnahme nachdenken oder ggf. eine VKK beantragen.

Gruß Zahltag


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 13:10
 seb
(@seb)
Rege dabei Registriert

Soweit mir bekannt ist, sthet dir rechtl. kein Anspruch auf Erstattung von Umgangskosten zu. Denn die kosten fuer Umgang traegt normalerweise der Umgangselternteil und somit auch das Risiko der Terminklaerung.

Also vergiss bitte das Thema Erstattung von Umgangskosten bei Gericht, waehre taktisch unklug. Zahle sie lieber jetzt mit Zaehne knirschen und warte die Gerichtsverhandlung ab. Du kannst es dagegen immernoch als Wohl wollen deinerseit verbuchen wenn du den Umgang so foerderst und darum kaempfst.

Gruesse seb


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 13:23
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

@ seb:

Vielleicht liest du ein wenig genauer, bevor du antwortest. Das Kind lebt bei Luckyluke und derzeit trägt er die Umgangskosten, die durch dne Flug zur KM entstehen.


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 13:36
(@howi64)
Nicht wegzudenken Registriert

Fakt ist die Entfernung ist da und es muss eine Loesung her.

hi lucky luke,

die lösung heißt: den gürtel enger schnallen. bei km und bei dir. ein guter anfang wäre gewesen den unterhalt von beginn an konsequent zu fordern.
und sich von anfang an auf horrende umgangskosten einzustellen. erstmal zu tun als würde das geld auf bäumen wachsen ist einfach.später festzustellen dass dem nicht so ist, tut mehr weh als gleich realistisch zu planen.

oder die KM könnte (was sie nicht will) in die Nähe ziehen, was durchaus möglich ist. Der Grund warum sie es nicht tut ist, O-Ton "Ich mag den Dialekt und die Menschen nicht". Ist aber wahrscheinlich egal. Mütter dürfen das ja.

väter dürfen das auch. hast es ja selbst getan. das bürgerrecht auf freizügigkeit haben alle erwachsenen in unserem land.
meine ex würde sichauch eher hängen lassen als in die näher meiner eltern zu ziehen. war schon immer so auch in den flitterwochen.
geht mich zum glück auch nichts mehr an.

du und deine ehefrau ihr habt miteinander beschlossen in zwei weit entfernten bundesländern zu wohnen und euch scheiden zu lassen.
solche entscheidungen haben folgen die unbequem und kostspielig sind.

wem das nicht passt muss eben mit der km zusammenbleiben.
ich kann das nicht. jetzt muss ich mit den folgen meiner entscheidung einfach leben.
und sie auch unseren kindern zumuten. ist so. macht mir auch kein spaß.
aber mux hat einfach recht:

Für das Kind ist es schwer genug, versucht kreative Lösungen zu finden. Es gibt sie. Mann kann das alles schaffen.

ich würde auch lieber in der nähe meiner eltern als in der nähe meiner ex wohnen.
wäre ohne meine tochter längst passiert. freunde hobbies etc. findet alles in der alten heimat statt.

jobtechnisch wärs bei mir egal. ist bei dir anders. aber auch kein beinbruch. nur teuer.
je älter eure kurze wird und je mehr sie daran gewöhnt ist zwischen euch zu pendeln desto einfacher wird es - bis zur pubertät.

meine war drei als ich ausgezogen bin. das lief auch nicht alles im ersten vierteljahr rund. ist auch nicht einfach. bis heute nicht.

Ich denke, das ist genau der Punkt, wo wir Eltern gefordert sind, auf das Kind positiv einzuwirken, um Kontakt zum anderen Elternteil aufrecht zu erhalten und zu fördern. Der Nebeneffekt ist, dass begleitete Flüge auch Eure beiden Portemonnaies schonen würde. So könntet Ihr beide das Finanzielle stemmen. Versuche bitte einmal darüber nachzudenken. Für die Entwicklung Eures Kindes ist der Kontakt zu beiden Elternteilen extrem wichtig. Wo ein Wille, da ist auch ein Weg.

das sehe ich ganz genau wie phili. :applaus1:

dass durch das Urteil die KM endlich aufhört die Kleine zum emotionalen Wrack zu machen, nur weil sie bei mir lebt und die KM damit nicht einverstanden ist.

je eher du diese hoffnung begräbst desto leichter könnt ihr beide auch mit dieser unart deiner ex zurecht kommen. geh einfach davon aus das sie niemals damit einverstanden sein wird. muss sie auch nicht sein. ihr gemaule ändert nix wenn du jetzt vor gericht schlau bist.

gruss horst


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 13:48
(@marko99)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi Lucky,

ich hab mir die Mühe gemacht, den gesamten Thread zu lesen...

Mittlerweile bin ich 1 Jahr getrennt und habe mich bewusst gegen mehr Geld entschieden und bin im Ort geblieben, wo die Kids wohnen..

Ich trage alle Kosten für den Umgang selber. Ok, ich habe jetzt keine Flugkosten. Aber evtl. einen Lösungsansatz.

Wenn du mit deiner Ex halbwegs vernünftig kommunizieren kannst. (es muss nicht alles über Anwälte geschehen), dann könnte eine Regelung ja so aussehen.

Du testest das "Begleitete Fliegen" und fliegst mit deinem Kind einmal zu Mutter. Machst da evtl. ein verlängertes WE bei Freunden oder im Hotel.

Und deine Ex, macht es ebenso. So wird auch der Reisestress für das Kind minimiert.

Wobei, man Kindern schon eine Menge zumuten kann. Das sieht man ja auch am Freizeitverhalten deines Kindes... Und glaub mal ja nicht, dass deine Kleine nicht auch weiß, wie sie Papa um den Finger wickeln kann...
Fordere dein Kind ruhig...und heb es nicht auf eine Wolke...

Die Konsequenz von "ich zwinge mein Kind nicht"...bekommst du zeitversetzt...glaub es mir..


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 13:56
(@lucky-luke)
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@zahltag

Danke für den Hinweis!

@seb

Demnach müsste meine Frau alle Kosten, also ihre, alleine tragen.

@ Mark099 @HoWi64

Zur Zeit sehe ich mich zwei Problemen bezüglich meine Frau gegenüber stehen.
Zum einen versucht meine Frau mir mit allen Mitteln zu beweisen, dass die Kleine bei ihr leben sollte. Es geht soweit, dass bei der letzten Übergabe der Kleinen an mich, meine Frau tatenlos rumstand, ohne ein Wort der Beruhigung, während die Kleine nicht von ihr loslassen wollte. Auf meine Aufforderung hin, dass sie, vielleicht ebenfalls was zur Beruhigung sagen sollte, meinte sie nur, siehst Du etwa nicht, dass die Kleine nicht zu dir will. Ich habe in diesem Moment auf die Kleine eingeredet, dass sie sich ja bald wiedersehen und was man in so einer Situation sonst noch alles sagt. Im Schreiben meiner Frau an das Gericht stand übrigens "Ich hätte daneben gestanden und mich köstlich drüber amüsiert" O-Ton. Ich soll mich also köstlich drüber amüsiert haben, dass meine Tochter weint. Bin ich etwa ein Sadist? Im Übrigen, war die Kleine nach ner viertel Stunde ohne KM wieder die "alte", gelacht und gesungen. Singen machen wir immer im Auto.

Zum Anderen, wird die Kleine während der Besuche manipuliert, indem ihr die alte Umgebung vorgeführt wird, ein Hund versprochen wird, gesagt wird "Bald bist du wieder hier." usw. Seit dem Auszug hat sich noch kein einziger, wer auch immer, aus der "gewohnten Umgebung" gemeldet oder sonst was. Sogar die Großeltern haben nicht mal zum Geburtstag gratuliert, weil sie mich nicht mögen. Sobald sie aber bei KM ist, werden ihr Campingtouren mit den Großeltern in Aussicht gestellt usw.
Ihr könnt euch vorstellen mit welchem Gefühl ich die Kleine zu der KM lasse.

Über Allem steht jedesmal der Satz "Gib mir die Kleine zurück!"
Käme ich mit Begletendes-Fliegen, wird der Satz kommen, was das willst du der Kleinen zumuten, was bist du für ein Vater. Das schreibe ich mir auf und melde es an meine Anwältin. So wie schon viele Sachen, die ich vorgeschlagen habe, die dann komplett verdreht auf dem Papier gelandet sind. Irgendwann habe ich auch abgeschaltet und nur noch auf die Wahrnehmung der Termine kommuniziert. Alles andere ging und geht nur noch schriftlich.

Den Vorschlag mit Hotel in unserer Nähe habe ich ebenfalls schon gebracht. Einmal dürft ihr raten was dann kam! "Wenn du mir, der Familie der Kleinen (da sie sich ja sehen wenn die Kleine bei der KM ist) das Hotel bezahlst." Es kammen noch andere "tolle" Sachen. Ich sollte den Strand auch zu uns schaffen.. Da gehe ich jetzt mal nicht drauf ein. Übrigens lehnt sie den Besuch hier strikt ab. Sie sieht es nicht ein. Größtenteils aus o.g. Gründen.

Tja, die Theorie und Wunschdenken habe ich auch. Die Realität sieht ganz anders aus. Ich werde versuchen einiges auszuprobieren. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob mir das im nachinein nicht wieder like Bomerang in den Rücken fallen wird.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.07.2012 15:28
(@marko99)
Nicht wegzudenken Registriert

Lucky...die meissten hier und ich kennen das Problem...

Brille hat mir mal einen Tipp gegeben und ich habe mich auf meine alte Kampfkunstzeit (Aikido, Taichi, Iai-Do) besonnen und lasse mitlerweile die Angriffe meiner Ex ins Leere laufen lassen... Bzw. lenke ihre Angriffe wieder auf sie zurück...

Wie ich es sehe, ist es wie so oft... Dein EGO trifft auf EX EGO..beide denkt ihr nicht an euer gemeinsames Kind.

Du lässt kein gutes Haar an Ex..Ex lässt kein gutes Haar an dir. Wer steht dazwischen? Euer Kind!

Das habe ich mittlerweile begriffen und nehme viele Angriffe gar nicht mehr ernst, die kommen...

Meine Kleine sagt auch, dass sie manchmal nicht mit möchte..sitzt dann auch im Auto und fängt nach 5 Minuten an zu singen...
Mittlerweile (auch aufgrund von gemeinsamen Gesprächen beim JA und der Besinnung auf das Wohl der Kids) funktioniert das. Meine Ex spricht den Kids positiv zu.


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 17:50
(@lucky-luke)
Zeigt sich öfters Registriert

@Marko99

Leben die Kids bei Dir?

Ist also normal, dass Kinder beim Abschied, meine Situation vorausgesetzt, nicht von der KM weg wollen?
Falls ja, stimmt es, dass es daran liegt, dass die Kleine mich rund um die Uhr hat und die Mutter halt nur einmal im Monat für drei oder vier Tage oder bilde ich mir das nur ein und ich tue der Kleinen Unrecht, indem ich sie bei mir behalte und mein Leben drauf ausgerichtet habe?
Blöde Zweifeln aber sie sind da...


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 17.07.2012 18:28




(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin LL,

Ist also normal, dass Kinder beim Abschied, meine Situation vorausgesetzt, nicht von der KM weg wollen?
Falls ja, stimmt es, dass es daran liegt, dass die Kleine mich rund um die Uhr hat und die Mutter halt nur einmal im Monat für drei oder vier Tage oder bilde ich mir das nur ein und ich tue der Kleinen Unrecht, indem ich sie bei mir behalte und mein Leben drauf ausgerichtet habe?

die allermeisten Kinder wollen nur eines: Beide Eltern liebhaben (dürfen). Die persönlichen Ansichten ihrer Eltern über den jeweils anderen Ex-Partner und dessen Fehler wollen sie nicht hören (auch nicht andeutungsweise), und das ganze Erwachsenen-Geschwalle und die Rechtfertigungs-Tiraden in Sachen "Kindeswohl" interessiert Kinder ebenfalls nicht: "Kindeswohl" ist für sie nicht die Wahl der richtigen Schule, der ausgewogenen Ernährung oder der höheren Sozialkompetenz, sondern schlicht das, was sich für sie gut anfühlt und wo sie unbeschwert sie selbst sein dürfen.

Dich hat Eure Tochter fast die ganze Zeit; die Aufenthalte bei ihrer Mutter sind die Ausnahme. Die Zeit bis zum nächsten Wiedersehen ist für eine 5-Jährige noch vollkommen abstrakt. Warum erwartest Du, dass sie Dir freudestrahlend in die Arme springt, wenn sie wieder von ihrer Mutter weg muss? Deine Ansichten darüber, dass Du Dich für den besser geeigneten Elternteil hältst als ihre Mutter oder was Du alles für sie tust und opferst, sind einem Kind vollkommen egal.

Mal Dir ein Bild und stelle es Dir immer wieder vor: Auf der einen Seite Du, auf der anderen Deine Ex, dazwischen Euer Kind, an dessen dünnen, schwachen Ärmchen Ihr beide (!) zerrt. Ein schönes Bild?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 19:22
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

@SEB, Lucky Luke,
Gesetzlich sind die Umgangskosten überhaupt nicht geregelt.

Bei den Gerichten hat sich die schlechte Angewohnheit durchgesetzt, dass dafür primär der Umgangselternteil zuständig ist. Auch wenn der andere mit dem Kind ans andere Ende der Welt umgezogen ist, und damit die Umgangskosten exorbitant erhöht.

Moralisch ist das für mich ein absolutes Unding.
Umgangskosten, sofern sie überhaupt notwendig sind sind von beiden Eltern gemeinsam verantwortet und zu tragen, solange keiner weg zieht.

Wenn einer weg zieht hat er die Mehrkosten alleine zu tragen. Schließlich hat er sie alleine zu verantworten.

Meine Meinung. Und ich werde weiter dafü kämpfen, dass das auch regelmäßige Rechtsprechung wird.

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 19:59
(@biggi62)
Nicht wegzudenken Registriert

Ist also normal, dass Kinder beim Abschied, meine Situation vorausgesetzt, nicht von der KM weg wollen?

Ja. Es ist völlig normal, dass Kinder sich mit Abschieden (von wem auch immer) schwer tun.
Es ist auch häufig zu beobachten, dass Kinder mehr "klammern" wenn Mutti oder Omi sie zur KiTa bringen.
Und weniger, wenn Vati oder Opi sie bringen.

Was nichts - absolut ganz und gar nichts - darüber aussagt, ob das Kind sich in der KiTa wohlfühlt oder nicht. Bzw. ob es Mama oder Papa, Opa oder Oma lieber hat. Sondern nur damit, wie entspannt oder nervös der Erwachsene, von dem das Kind sich verabschieden soll, mit der Situation umgeht. der Grad der Entspannung hängt ganz wesentlich davon ab, wie sehr die Tränen des Kindes den Erwachsenen selbst aus dem inneren Gleichgewicht bringen.

Gehe nicht davon aus, dass sich dieses Verhalten deiner Ex irgendwann ändert. Ich bezweifle sogar, dass sie sich dessen bewusst ist. Die überwältigende Mehrheit der Mütter "klammender" Kinder kann ihren eigenen Anteil am Verlauf der Abschiede in der KiTa nicht sehen. Ebenso wenig wirst du deine Ex dazu bringen, ihr Kind innerlich mit den besten Wünschen und einem guten Gefühl auf die Reise zu dir zu schicken.

Frauen werden in unserer Gesellschaft buchstäblich von Kindesbeinen an darauf gedrillt, ja keine "Rabenmutter" zu werden. Was eine "Rabenmutter" (=schlechte, unzulängliche Mutter) tut, entschieden stets andere. Sodass eine Frau mit Kind (oder Enkel) pausenlos auf dem Prüfstand aller konkurrierenden Mit-Mütter steht.

Deine Ex benötigt schon ein sehr, sehr dickes Fell und ein außergewöhnlich gut ausgeprägtes Rückgrat, um sich diesem Druck ihrer Mit-Mütter zu widersetzen. Sie hat ihr Kind (im Einvermehmen mit dir und zum Wohle eures Kindes) mit dir wegziehen lassen. Das war damals eine sachlich richtige und sehr reife, liebevolle Entscheidung.

Allerdings hat sie sich damit auch hoch angreifbar durch andere Frauen gemacht. Was deine Ex von dir und eurer Tochter braucht ist Wertschätzung für das Opfer, das sie zum Wohl eures Kind gebracht hat (und bei jedem Abschied erneut bringt) und Ermutigung gegenüber dem konformistischen Druck anderer Mütter. Du sagtst es selbst: Sogar deine eigene Mutter versucht sie in diesem Sinne zu "drehen". Was aus meiner weiblichen Perspektive ein völlig normales und sinnvolles Verhalten "unter Müttern" ist.

Dass vor diesem Hintergrund die Abschiede im Rahmen des Umgangs jemals entspannt verlaufen, ist kaum zu erwarten. Außer (hier besteht eine minimale Chance) wenn du dich (und zunehmend auch deine Tochter sich) von dem Drama der KM zunehmend unbeeindruckt zeigst.

Drama gehört zum Inventar emotional manipulierender Menschen wie der Hammer zum Zimmermann.

Wenn du selbst unaufgeregt und gelassen auf die Tränen des Kindes reagierst. Wenn du deiner Tochter einerseits das Recht auf Ihr Gefühl (hier: ihren Abschiedsschmerz) zugestehst und dich andererseits davon nicht aus dem inneren und äußeren Gleichgewicht bringen lässt, hast du gute Chancen die kommenden Jahre auch mit dieser "Unart" (danke @ HoWi64) deiner Ex zu unbeschadet zu überstehen. Die Übergabe an eine neutrale Person (im Rahmen des begleiteten Fliegens) könnte hier tatsächlich mehr Ruhe hineinbringen.

Mein Ex und ich (sowie viele andere selbstkritische  und realistsische) Trennungseltern umschiffen die Abschiedsdramatik, indem wir die Übergaben über die KiTa bzw. den Sportverein bzw. die Schule laufen lassen.  Eine/r bringt das Kind hin. Der/die andere holt es wieder ab.  Das geht bei euch nicht wegen der Entfernung. Mit dem Flug-Begleitungs-Service könntet ihr aber eine ähnlich "neutrale" und entspannte Übergabe-Situation schaffen.

Lass dich auf keinen Fall selbst von deiner Ex manipulieren. Dass das Kind jedes Mal neuen Manipulationsversuchen ausgesetzt ist, ist unvermeidlich und muss leider von euch hingenommen werden. Wie du selbst (zulasten der KM und auf dem Rücken eures Kindes) die Umgänge erschwerst hast du hier ja schon in vielfältigen Versionen gelesen.

Die innere Ruhe eines Aikido-Praktizierenden ist ein sehr, sehr hilfreicher Weg beim Lernen neuer Umgangsformen nach einer Trennung.
Das Profitstreben eines "viel-hilft-viel" Anwalts (der im Zweifelsfall mehr Interesse an einem hohen Streitwert als am Wohl eurer Familie haben wird) hat viele von uns hier auf Wege geführt, die sich bei sich bei vielen der hier Mitschreibenden in der Vergangenheit als Sackgassen erwiesen haben - außer für deren Anwälte. 

Welche Strategie verfolgst du für das Verfahren am Monatsende?

Die besten Wünsche von 🙂 Biggi


Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)

AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 22:14
(@pinkus)
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Hallo LL,

@Pinkus

Die Möglichkeit der Begleitung werde ich in Erwägung ziehen. Irgendwie befürchte ich, dass das die "Übergabe" der Kleinen an die Begleitperson scheitern wird... Mal sehen. Ob Dein Sohn mit 5 Jahren das auch so locker mitgemacht hätte?! Wage ich seehr stark zu bezweifeln.

Warum äußerst Du Dich nicht zum Rest? Steht Dir etwa für die Reisen eine endlose Geldquelle zur Verfügung, dass es davon ausgegangen werden muss, ich betone MUSS, dass dafür immer genügend Mitteln zur Verfügung stehen müssen?!

Aber selbstverständlich hätte das mein Sohn auch mit 5 Jahren gemacht!
Ich hätte ihm erklärt, dass er jetzt genau weiß wie die Fliegerei funktioniert, er schon groß ist und das ganz alleine kann, wir Eltern deshalb sehr viel Geld sparen und er deshalb öfter seinen anderen Elternteil besuchen kann. Das mit dem entsprechenden Nachdruck, sorry, noch bin ich der "Chef". Ich hätte ihm für den Flug ein tolles Buch aus der Bücherei ausgeliehen, dann ist die Stunde Flug auch ganz kurzweilig. Und ganz ehrlich, die Stewardessen würden sich doch auch rührend um die Kleine kümmern!
Die Übergabe an die Begleitperson ist sehr wahrscheinlich sogar besser, da Euer Kind dann nicht zwischen Euch steht.

Mein Gott, ich muss meine Kleine alleine reisen lassen. Mit mir werde ich auch noch zu kämpfen haben ;(

Na, das spürt doch Eure Tochter, dann wird das auch nix!
Ganz ehrlich, die Kleine geht noch nicht in die Schule, Ihr solltet die Zeit nutzen und ihr jede Möglichkeit geben um ihre Mama zu sehen! Mein Sohn war in der KiGa-Zeit jedes zweite WE von Fr bis Di-morgens beim Papa und zusätzlich einen Nachmittag in der Woche, Entfernung knapp 60km, sonst wäre es noch öfter gewesen. Und das, obwohl ich absolut nicht einverstanden war, wie es beim Papa läuft. Das war aber unwichtig, wichtig war, dass Sohni den Papa so oft wie möglich sehen kann. Urlaube hatten die beiden auch mindestens 4/Jahr mit einer Dauer von 1- 2,5 Wochen!
Und das Deine Kleine weint, wenn sie zu Dir zurück kommt, ist doch auch ein Zeichen, dass sie ihre Mama wirklich vermisst und die Zeit viel zu knapp bemessen ist.

@seb
Endlich mal eine konstruktive Meldung !!!  :thumbup:

Das stimmt so nicht, Du hast schon sehr viele konstruktive Antworten bekommen, die passten nur nicht in Dein Schema?

Mein Vorschlag wäre (unter der Vorraussetzung, dass die KM Unterhalt bezahlt, das wird sie aber auch müssen):
DU trägst die Flugkosten inkl. Begleitung, die Entfernung hast DU geschaffen. Die KM hat ja noch die Fahrtkosten zum Flughafen. DU sorgst dafür, dass Eure Tochter ihre Mutter öfter sehen kann, solange es halbwegs entspannt ist, d.h. in der KiGa-Zeit und evtl. noch erstes Grundschuljahr. DU ermöglichst beiden eine angemessene gemeinsame Ferienzeit, was angemessen ist, hängt von den beruflichen Umständen ab.
Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Richter entsprechende Vorschläge auch entsprechend würdigt!

Pinkus


AntwortZitat
Geschrieben : 17.07.2012 23:53
(@lucky-luke)
Zeigt sich öfters Registriert

@ Biggi62, Beppo

Dann bin ich schon mal beruhigt, was die Abschiede angeht.

Meine Strategie? Hm. Zunächstmal möchte ich das ABR bekommen. Ich weiß nicht wie das mit den gestzlichen Fristen ist, aber die Kleine lebt nun ein Jahr hier und hat sich richtig gut eingelebt.

Das ASR werde ich wohl nicht bekommen, war mir auch vorher klar, nur hat meine Ex einige Sachen "gerissen", wie ich hole die Kleine ab, egal ob ich es will oder nicht, oder halt der Psychoterorr meiner Mutter gegenüber. Wenn dieser nur an mich gerichtet wäre, kein Problem, aber nicht an diejenige, die für die Kleine kocht, wäscht, aufräumt, mit ihr kuschelt und sich wirklich den A.. aufreißt, damit es der Kleinen an nichts fehlt.

Das finanzielle soll endlich auch geklärt werden. Ich weigere mich nicht meinen Beitrag zur Finanzierung der Reisen zu leisten, so sollte es nicht rüberkommen. Ich wollte hier nur nach den üblichen Regelungen diesbezüglich informieren. Wie ich festgestellt habe gibt es nur die ungeschriebenen Regelungen. Da werde ich mir noch was ausdenken müssen.

Das größte Problem wird der Umgang sein. Und da werden wir nicht weiter kommen. Ich will genau das, was meine EX nicht will. Ich will die Kleine hier haben, meine Ex will sie bei sich haben. Ich habe alle Voraussetzungen geschaffen, die es nur gibt, um mich vor Gericht behaupten zu können. Ich lebe im großen Haus meiner Eltern. Wir haben eine eigene Etage mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, WC, großes Kinderzimmer, riesiger Garten, Haustiere, die Kleine hat einen festen Freundeskreis auch außerhalb Kita, meine Mutter (Oma) ist gerade mal 53 Jahre jung und nicht berufstätig wie auch der Opa, die Kita ist 7 Min zu Fuß wie auch die Schule, dort fühlt sie sich wohl, mein Arbeitsweg ist 25 Min einfach, habe Gleitzeit und keine Kernzeiten usw. Bis jetzt habe ich alle Wünsche meiner Frau bezüglich Besuche erfüllt, soll auch so bleiben. Werde auch den Vorschlag mit dem Begleitfliegerei anbringen.

Übrigens, war sie Weihnachten nach einer Woche abgereist, weil sie erfahren hat, dass ich wieder rauche, wollte eigentlich 2 Wochen bleiben. Danach ging es mit den Reisen los.

Tja wenn man das als Strategie nennen kann, dann ist sie es. Es gäbe noch einige andere Sachen, die ich hervorkrammen könnte (einige psychische Unregelmäßigkeiten bei meiner Frau), aber das würde unter die Gürtellinie gehen. Ich hoffe das wird nicht nötig sein.

Was würdet ihr mir vorschlagen? Wie würdet ihr die Sache beim Gericht angehen?


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.07.2012 00:22
(@zahltag)
Nicht wegzudenken Registriert

Was würdet ihr mir vorschlagen? Wie würdet ihr die Sache beim Gericht angehen?
Moin

ich würde erstmal diesen ASR-Antrag zurück ziehen und meinem RA ne Ohrfeige geben, dass er sowas eingereicht hat ohne mich vorher richtig aufzuklären.
ich würde nicht mit psyche oder anderem krankheitszeug anfangen was du als nicht mediziener eh nicht belegen kannst
ich würde sicherlich nicht hervorheben, dass im grunde meine mutter die ganze arbeit macht während ich arbeiten bin, denn dann könnte das kind ja genauso gut bei seiner mutter leben
ich würde nicht auf kleinkram rumreiten und die KM nicht schlecht machen, zumindest nicht so offensichtlich wie du
ich würde bei nem ABR-Prozess nicht über KU oder dgl. reden
ich würde auch nicht das Thema Umgang und Sorge vermischen wollen bei einem ABR-Prozess wobei das das JA und oder der VP von ganz alleine machen

im endeffekt kommt es aber auf dichund deinen RA und dessen strategie an...

ich würde erstmal nen neuen fred bzgl ABR/ASR aufmachen und den Umgangsfred nicht weiter vermischen

Gruß Zahltag


AntwortZitat
Geschrieben : 18.07.2012 00:44
(@jack-no7)
Rege dabei Registriert

ergänzend zu Zahltag:

ich würde verdeutlichen, dass ich den Umgang zwischen Kind und KM immer AKTIV gefördert habe ohne dabei etwas mit dem Thema Unterhalt zu vermischen.
Ergänzend dazu würde ich verdeutlichen, dass Dir die enorme Wichtigkeit einer Bindung zwischen Kind und KM bekannst ist und du diese auch weiter aktiv fördern wirst.
ich würde mich als Kompromissbereit darstellen und anbieten gerne gemeinsamen an JA Gesprächen/Mediationen etc. teilzunehmen um eine vernünftige Gesprächsbasis auf Elternebene zu schaffen.

Kümmer Dich erstmal nur ums ABR. Für ASR gibts keinen Grund.
Wenn Du das ABR hast kannst Du das Thema Unterhalt angehen. In der ABR Verhandlung sollte auch nur über ABR geredet werden. Du läufst - auch wenn Du der bist der finanziell mehr leistet - sonst Gefahr, dass hier ggf. Dinge vermischt werden und Deine Ex es auch schafft Dich mit ein bisschen Kreativität ganz anders darzustellen.
Ich kenne die Strategie von Dir und Deinem Anwalt nicht. Ich kann nicht nachvollziehen wieso hier ABR und ASR beantragt wurde. Vielleicht sind aber hier auch einfach nicht alle Gründe bekannt.
Ggf. solltest Du auch darüber nachdenken, ob Dein Anwalt über ausreichend Fachwissen und Erfahrungen im Familienrecht verfügt.

Jack


AntwortZitat
Geschrieben : 18.07.2012 12:22
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Naja, soviel Fantasie benötigt die KM nicht.

Ursprünglich war erstmal ausgemacht, das das gemeinsame Kind für die Dauer der Ausbildung der KM beim KV lebt. Mit seinem Antrag aus ASR und ABR hat er aber bereits klargemacht, dass er gar nicht daran interessiert ist sich an diese Absprache zu halten. Wenn die KM das anführt, da sie ja nun ebenfalls das ABR beantragt hat, könnte das durchaus die Sichtweise des Richters beeinflussen.

Gruß Tina


Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 18.07.2012 12:30
(@lucky-luke)
Zeigt sich öfters Registriert

@zahltag, jack-no7

Die gestellten Anträge hatten den Hintergrund, dass meine Frau angedroht hatte vor der Tür aufzutauchen und die Herausgabe der Kleinen zu verlangen, mit Polizei, JA usw. Hatte sich aber sowieso erledigt, weil sich die Anträge überkreuzt haben, da die KM zur gleichen Zeit die volle Breitseite ebenfalls beantragt hat.

Nur mal eine Frage zwischendurch. Interessiert es niemanden, dass die KM sich nicht an die Abmachung hält und zwar aktiv und nachweisbar?! Die KM hat die Ausblidung noch nichtmal angefangen und schon alles über den Haufen geworfen. Ich habe die Kleine seit einem Jahr. Habe mich demenstrechend eingestellt und alles so vorausschauend organisiert, dass die Kleine zumindest bis zum Ende der Grundschule keine Komplikationen zu erwarten hat, sondern im Gegenteil aktiv und passiv von Allen in ihrer Umgebung gefördert wird.

Habe gerade noch auf dem Weg zur Arbeit mit der KM telefoniert. Sie war sehr erstaunt, dass im Kita Ferien sind und fragte schnaufend warum ich das ihr doch nicht mitgeteilt habe. Ich erwiederte, dass sie normalerweise jeden Tag mit JA telefoniert, mind. einmal die Woche im Kita anruft (übrigens wird auschliesslich nach negativen Eigenschaften gefragt) und dass ich schon mehrmals mitgeteilt habe, dass wir doch bitte den baldigen Gerichtstermin abwarten sollten.

Nur so zur Info, die psychischen Probleme sind Aktenkundig, da sie zuerst zum Amtsarzt gehen muss und erst dann zum privaten Arzt überwiesen wird, was auch geschah.

Auf ASR poche ich nicht. KM und ich sind die Eltern und haben für die Kleine zu sorgen. Nur die Art und Weise der Ausübung ist halt problematisch.

Mir ist wichtig, dass ich das ABR bekomme, damit meine Frau von der Option "Ich kriege die Kleine" wegkommt und es dann einfacher sein wird sich mit ihr zu verständigen, weil dann Fakten auf dem Tisch liegen werden, hoffe ich.

Eine Strategie bezüglich des Umgangs habe ich bereits. Wie es üblich ist, möchte ich, dass die Ferien geteilt werden. Meistens sinds ja ca. 2 Wochen Ferien, außer Sommerferien. Also eine Woche hier, eine Woche bei KM.

Bin mir aber bezüglich Wiehnachten noch unsicher. Ich möchte ganz gerne, dass die Kleine Weihnachten hier verbringt, da meiner Meinung nach, ihr zu Hause hier ist und das Erlebnis "Weihnachten" (ich spiele regelmäßig den Weihnachtsmann usw.) doch zu Hause erlebt werden soll. Einen Terminplan habe ich bereits vor Monaten gemacht (mit Vergleich Schulferien NRW, Schl-Holst, ihrer Ausbildungsstätte).

Für die Monate dazwischen, kann nur eine Wochenendlösung geben und zwar nur einmal im Monat. Anders ist es nicht wirklich machbar. Bisher lief es ja auch so.

So wie es geplant ist, soll vor Gericht das Thema Kind zuerst geregelt werden und in einem Schwung die Scheidung, da das Thema Kind das einzige Problem darstellt. Ehegattenunterhalt wird wegen der kurzen Ehezeit und annährend gleichen Verdienst während der Ehe zeit nicht geleistet. Alles Andere haben wir schon aufgeteilt. Kann sein, dass die KM den KU noch weiter drücken wird. Aber das soll der Richter entscheiden. Für mich wäre die Regelung DT minus Kindergeld völlig akzeptabel. Wenn die Umsetzung der Vorschläge bezüglich des Begleitfliegens auch klappen würden, wäre das super. Die Kosten für die Reisen würde jeder selbst tragen, wie bis jetzt auch.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.07.2012 12:55
(@jack-no7)
Rege dabei Registriert

Es gibt kein Gesetzt in dem steht "Wenn KM nachweislich Abmachungen nicht einhält, dann ABR zum KV" etc.
Es liegt immer im Ermessen des Richters bzw. wer es von euch beiden besser schafft sich im Verfahren zu positionieren. Wenn Du gute Nachweise - und damit meine ich nicht sowas wie "meine Freunde/Eltern können bestätigen, dass..." - für das Verhalten der KM hast, schaffst Du es vielleicht Dich im Verfahren ggü. der KM besser zu positionieren.
Wenn Du Dich als Kompromissbereiten KV darstellst und die KM nur mauert und sagt "ich will aber..." und "ist mir egal was der KV will..." schaffst Du es vielleicht auch, Dich besser zu positionieren.

Du merkst es kommen oft die Wörter "vielleicht" und "könnte" vor. Es kann Dir hier keiner Sagen ob Du Erfolg haben wirst oder nicht. Ebenso ob Deine Nachweise das Verfahren beeinflussen werden oder nicht.
Das liegt allein am Richter, Dir, Deinem Anwalt sowohl der Gegenseite, wie sie sich verhält.

Wieso willst Du überhaupt das Thema Umgang im ABR Verfahren anschneiden? Du bringst Dich da ggf. wieder in eine sau dumme Situation. Auf der einen Seite sagst Du z.B., dass du den Kontakt zur KM aktiv fördern willst, auf der anderen Seite blockst Du z.B. bei Weihnachten ab. Wirkt nach außen dann etwas seltsam oder? Konzentrier Dich aufs ABR und versuch alles andere aus dem Verfahren rauszuhalten. Wie ich schon schrieb empfehle ich Dir, dich als kompromissbereiten und kooperativen KV darzustellen der selbstverständlich auch dazu bereit ist den Umgang mit der KM über den "Umgangs-Standard" hinaus zu fördern. Wie genau das dann aussieht, kannst Du doch auch in einem gesonderten Umgangsverfahren klären.
Wenn die KM das Thema anschneidet sei Dir darüber im Klaren, was Du willst. Ich würde mir überlegen ob mir das ABR nicht mehr Wert ist als Weihnachten jedes Jahr bei mir zu feiern. Sowas kann man ja auch jährlich wechseln.

Jack


AntwortZitat
Geschrieben : 18.07.2012 13:58




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