Hi,
ich habe eine Frage an euch.
Ich bin Vater von zwei Töchtern. Eine ist 22 und die andere 18. Die 18 jährige hat gerade ihr Abitur bestanden und wird im Oktober anfangen zu studieren, die 22 jährige hat ihren Bachelor in der Tasche. Nun will sie den Master machen und natürlich soll ich dafür bezahlen.
Der Kontakt zu meinen Kindern ist gering. Als ich die Familie verließ waren die Mädels 18 und 14 Jahre alt und soldidarisierten sich mit der "armen, betrogenen und gedemütigten Mutter". Seit dem bin ich Zahlvater.
Es ist ein ständiger Kampf und man wird nur belogen. Dass meine älteste in einem Supermarkt jobbt um sich Geld dazuzuverdienen habe ich erst nach einem halben Jahr erfahren. Als ich dann eine Gehaltsabrechnung forderte um den Unterhalt um den Betrag zu kürzen wurde der Kontakt ganz abgebrochen. Die Damen haben einen Anwalt eingeschaltet.
Meine verflossene meint, das was sie und ich als Unterhalt zahlen würde für Miete, Essen, Bücher... draufgehen. Unsere Tochter würde sich etwas dazuverdienen um mal ins Kino zu gehen....
Ständig dieses Ansprüche. Meine Tochter konnte keinen Laptop für 300 Euro haben es musste einer für 600 Euro sein. Dafür sollte ich die Hälfte bezahlenn.
Als sie im Sommer ihren Abschluss in der Tasche hatte, dachte ich ich wäre dieses Unterhaltsproblem los, aber jetzt will sie Geld fürs Masterstudium.
Muss ich das bezahlen? Ich dachte ich müsse nur die Erstausbildung/Erststudium bezahlen. Alles andere sei ihr Privatvergrnügen?
Kennt sich hier jemand damit aus?
Hi,
wenn der Master die "Folge" vom Bachelor ist, das heißt beides aufeinander aufbaut, dann ja, bist Du unterhaltspflichtig. In vielen Studiengängen ist der Bacherlor "nix Halbes und nix Ganzes".
LG LBM (mit Stiefsohn kurz vor Master, aber das ist auch gut so.)
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Nicht, dass hier der Eindruck entsteht ich wäre nicht froh darüber dass meine Mädels studieren aber ich hatte absolut kein Mitspracherecht und wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und sollte einfach nur zahlen.
Die Mutter hat nach unserer Scheidung vor ihrer Mutter ein Haus geerbt. Dort haben die Mädels ihre eigenen großen Zimmer. Warum musste es da ein Studium in einer anderen Stadt sein wo sie ein WG Zimmer benötigen.
Unsere Stadt hat zwar keine Uni sondern nur eine FH, aber hätte das nicht auch ausgereicht? Musste es wirklich ein Universitätsstudium sein? Hätte sie nichts studieren können wo sie schon während des Studiums Geld verdient? Ein BA Studium? Ein FH Studium zum gehobenen Dienst bei der Stadt oder dem Finanzamt?
Warum muss man soetwas einfach hinnehmen und hat als derjenige der die Zeche zahlt kein Mitspracherecht?
Wobei ich es ein Unding finde, dass Eltern, die ihr Familieneinkommen unter Umständen mit ihrer Hände Arbeit hart verdienen und ausufernde Hochschul-Studiengänge ihres Nachwuchses finanzieren müssen.
Hierdurch wird massiv in das geburtsbedingte Schicksal des Nachwuchses zu Lasten der elterlichen Lebensphäre eingegriffen. Nicht umsonst heißt es: Kinder sind ein Armutsrisiko. Dagegen sollte man sich wirklich mal wehren.
Moin Schnitzel,
ich hatte absolut kein Mitspracherecht und wurde vor vollendete Tatsachen gestellt und sollte einfach nur zahlen.
das gibt es öfter. Wobei Volljährigkeit bzw. Studienfinanzierung durchaus gute Anknüpfungspunkte sind, um Gewesenes aus der Vergangenheit abzuhaken und auf der Erwachsenenebene neu anzufangen.
Die Mutter hat nach unserer Scheidung vor ihrer Mutter ein Haus geerbt. Dort haben die Mädels ihre eigenen großen Zimmer. Warum musste es da ein Studium in einer anderen Stadt sein wo sie ein WG Zimmer benötigen.
Unsere Stadt hat zwar keine Uni sondern nur eine FH, aber hätte das nicht auch ausgereicht? Musste es wirklich ein Universitätsstudium sein? Hätte sie nichts studieren können wo sie schon während des Studiums Geld verdient? Ein BA Studium? Ein FH Studium zum gehobenen Dienst bei der Stadt oder dem Finanzamt?Warum muss man soetwas einfach hinnehmen und hat als derjenige der die Zeche zahlt kein Mitspracherecht?
das sind überaus theoretische Fragen. Als Unterhaltszahler hast Du ein "Recht" darauf, dass Deine Kinder ihr Studium zügig absolvieren, aber nicht darauf, dass sie es so wohnortnah tun, dass sie zuhause wohnen können. So wenig, wie Du sagen kannst "ich bezahle nur Unterhalt für eine Friseurlehre; die ist nach drei Jahren fertig und das Kind verdient schon Geld vom ersten Tag an."
Bei der Wahl des Studienfachs eines volljährigen Kindes hast Du ebenfalls kein Mitspracherecht; schon gar nicht im Sinne von "soll möglichst schnell gehen und möglichst billig sein". Wenn solche Ansichten schon in der Vergangenheit ein Thema waren, verwundert es nicht wirklich, dass Deine Mädels eher Abstand als Nähe suchen.
Vielleicht wäre es ein guter Ansatz, Dich bei Deinen Mädels mal freundlich (!) nach ihren Studienfortschritten zu erkundigen und nicht nur den Eindruck zu erwecken, Geld sparen zu wollen...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Sorry Schnitzel, ich sehe das schon so, dass Kinder die Ausbildung machen sollten, zu denen sie befähigt sind und die zu dem Beruf führen, den sie auch gerne 40 Jahre und mehr ausüben. Und auch zu einem FH-Studium Finanzen muss man eine Neigung haben, sonst funktioniert es nicht.
Der Sinn der Ausbildung ist nicht, die Eltern zu entlasten und wenn Du so ähnlich auf Deinen Nachwuchs zugehst, wie Du hier schreibst, naja, verstehe ich auch, dass die nicht sonderlich motiviert sind, sich mit Dir auszusprechen.
Deine Kinder hätten die Verpflichtung, Bafög zu beantragen. Ob sie es bekommen hängt unter Anderem davon ab, wie solvent die Eltern sind. Dass Deine Tochter zu Dir keinen Kontakt will ist nicht toll. Ob und inwieweit das durch Dein Verhalten bedingt ist, kann ich nicht beurteilen. Es ändert aber nichts an Deiner Unterhaltspflicht und solange sie zielstrebig studiert unterliegt sie auch keiner Verpflichtung, Dich finanziell zu entlasten.
Wobei ich es ein Unding finde, dass Eltern, die ihr Familieneinkommen unter Umständen mit ihrer Hände Arbeit hart verdienen und ausufernde Hochschul-Studiengänge ihres Nachwuchses finanzieren müssen.
Hierdurch wird massiv in das geburtsbedingte Schicksal des Nachwuchses zu Lasten der elterlichen Lebensphäre eingegriffen. Nicht umsonst heißt es: Kinder sind ein Armutsrisiko. Dagegen sollte man sich wirklich mal wehren.
:heu: ausufernde Hochschulstudiengänge sind vielleicht das 28. Semester Sozialpädagogik ohne Ende in Sicht. Wer mit 22 auf dem Weg zum Master ist, betreibt ganz sicher keine "ausufernde Ausbildung". Sich informieren kann helfen.
Der letzte Schwall ist wie so oft bei Dir bloßes Blabla. Versuchs einfach mit Verhütung, am besten endgültiger. Dann hast Du kein Risiko mit drohender Armut und musst Dich auch nicht wehren.
Gruß, LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@Slycite
Kinder sind ein Armutsrisiko.
Really? So ein unmoegliches Statement hab ich schon lange nicht mehr gelesen. Ich hoffe, deine Kids lesen das nicht. Ich wuerde dir jedenfalls den Puls fuehlen.
riviera
Thread zur Überprüfung durch das Team gesperrt
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Ich erwarte einen Kontakt des TO @schnitzel zu mir über PN.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
