Am Rande der Existe...
 
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Am Rande der Existenz

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 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

Obwohl ich mittlerweile kaum noch Hoffnung habe, dass sich rechtlich irgendetwas zu meinen Gunsten an meiner Situation ändert, möchte ich mich gerne austauschen.
Ich habe aus einer Ehe, die vor ein paar Jahre geschieden wurde, zwei Kinder und zahle den vollen Unterhalt (105%) in Höhe von bisher 559 €. Ich habe schon vor einer Weile versucht, den KU neu berechnen zu lassen, weil ich zwischenzeitlich geheiratet habe und meine Frau leider keine feste Arbeit findet. Meine Bemühungen waren vergeblich, zudem habe ich seitdem einen Titel an der Backe und Unterhaltsnachforderungen, weil sich durch meine Eheschließung meine Steuerklasse verbessert hat. Hinzu kamen Anwalts- und Gerichtskosten. Nachdem ich mich damit abgefunden  hatte, schneite mit der neuen Düsseldorfer Tabelle die Forderung nach mehr Unterhalt ins Haus. Nun soll ich 722 € zahlen plus weiterhin Rückforderungsraten. Das sieht nun so aus, das mir und meiner Frau zusammen knapp 1000 € zum Leben bleiben. Meine Frau ist wohl rechtlich meinen Kindern im 'Rang nachgestellt, das habe ich auch geschluckt. Real haben wir höhere Mietkosten trotz kleiner Wohnung als im Selbstbehalt berücksichtigt wird. So bleiben uns nach allen Fixkosten/Auto etc. ca 300 € für alle weiteren Bedürfnisse des Lebens. Weiterhin kann ich mir den Kontakt zu meinen Kindern nicht leisten, weil wir knapp 500 km (einfach) auseinander leben und ich für ein Wochenende ein Zimmer mieten müsste, Verpflegung, Unternehmungen, Spritkosten bzw. Bahnfahrt bezahlen müsste. Die Kindsmutter hat auch keinerlei Interesse, dass der Unterhalt zugunsten regelmäßiger Besuche reduziert wird. Zwei Anwälte haben es bisher nicht geschafft, meine reale Lebenssituation günstig  für mich einschätzen zu lassen (wg. bestehendem Titel). Ich kann mir keine weiteren Anwalts- und Gerichtskosten mehr leisten. HartzIV wollen wir nicht haben, weil ich mit dem Gedanken nicht leben kann, dass von meiner Arbeit meine Kinder zwar Gott sei Dank sehr gut leben (können), aber meine Frau von Steuergeldern leben müsste, da sind wir usn aber auch beide einig. Im übrigen zahle ich durch den Unterhalt an meine Kinder indirekt die Hartz IV-Bezüge meiner Ex mit.
Ist unser Rechtssystem tatsächlich so ungerecht, indem es zwar die Kinder zu Recht schützt, es aber eine neue Familie bis zum Rand des Existenzminimums drängt?!  Wie sähe die Situation aus, wenn meine Frau und ich ein Kind bekommen, wir wünschen uns zwar mind. ein gemeinsames Kind, haben aber Angst davor, dass unser gemeinsames Kind schwer unter unserer finanziellen Notlage leiden würde.


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 10.02.2010 15:54
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus Alf!
Erst mal willkommen im Forum, hier wirst Du geholfen.
Tu Dir und uns bitte einen Gefallen und füge zukünftig ein paar Leerzeilen/Absätze in Deinen Beiträgen ein, es erleichtert das Lesen  😉

Weiterhin kann ich mir den Kontakt zu meinen Kindern nicht leisten, weil wir knapp 500 km (einfach) auseinander leben und ich für ein Wochenende ein Zimmer mieten müsste,

Wer hat den die Entfernung geschaffen? Falls KM dies getan hast, könntest Du versuchen, sie an den Hol- und Bringkosten zu beteiligen. Aufrechnung mit KU geht nicht.

Ich habe schon vor einer Weile versucht, den KU neu berechnen zu lassen, weil ich zwischenzeitlich geheiratet habe

Das hat KU-technisch überhaupt keine Auswirkungen.

Zwei Anwälte haben es bisher nicht geschafft, meine reale Lebenssituation günstig  für mich einschätzen zu lassen (wg. bestehendem Titel).

Was genau meinst Du damit?

Ich kann mir keine weiteren Anwalts- und Gerichtskosten mehr leisten

Naja, dafür gibts die Verfahrenskostenhilfe (VKH), früher Prozesskostenhilfe (PKH) genannt.

Soviel erst mal von mir.

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 10.02.2010 16:28
 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

Danke für deine Antworten!

zu 1) Ich habe notgedrungen die Entfernung während der Ehe geschaffen, weil ich am gemeinsamen Wohnort sonst in Arbeitslosigkeit abgerutscht wäre (in dem Kaff gibt es keine Arbeit), KM wollte mir mit den Kindern nicht folgen, daraus ist u.a. die Trennung entstanden.

zu 2) Ich weiß mittlerweile, dass meinen Kindern durch meine Ehe die günstigere Steuerklasse zugute kommt, für mich und meine Frau aber nur der Nachrang bleibt.

zu 3) Ich habe mich wg. mangelnden Erfolgsaussichten auf das Urteil einlassen müssen den vollen KU zu zahlen, so habe ich auch aus Kostengründen keine Abänderungsklage eingereicht, um meine Kinder wenigstens alle paar Wochen sehen zu können und ich dafür weniger KU zahlen müsste. Und die Anwälte haben mir auch keine großen Hoffnungen gemacht, dass sich das ändert. Scheinbar interessiert es niemanden, ob VAter und Kinder unter der Situation emotional leiden, dass sie sich gar nicht sehen können.

zu 4) wegen mangelnder Erfolgsaussichten gab es auch keine Prozesskostenhilfe.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 10.02.2010 16:39
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Alf,

eine Unterhaltsänderung ist wirklich nur über eine Abänderungsklage möglich. Wenn Du diese - aus welchen Gründen auch immer - nicht auf den Weg bringen willst, bleibt es eben beim ausgeurteilten Unterhalt.

Deine Frau kommt in dieser Berechnung nicht vor; hier geht der Gesetzgeber (zu Recht) davon aus, dass ein erwachsener Mensch wirtschaftlich für sich selbst verantwortlich ist und nicht in einer Form auf Kosten eines anderen leben kann, die dessen Verpflichtungen (zum Beispiel für Kindesunterhalt) schmälern. Vor allem dann, wenn dieser Mensch nicht durch Kinder, Krankheit etc. an eigener Erwerbstätigkeit gehindert ist.

Insofern ist das hier

Wie sähe die Situation aus, wenn meine Frau und ich ein Kind bekommen, wir wünschen uns zwar mind. ein gemeinsames Kind, haben aber Angst davor, dass unser gemeinsames Kind schwer unter unserer finanziellen Notlage leiden würde.

eine ganz schlechte Idee: Du/Ihr könnt Euch ein gemeinsames Kind schlicht nicht leisten, zumindest derzeit nicht. Zwar würde der für Unterhalt zur Verfügung stehende Betrag dann auf drei statt auf zwei Kinder verteilt. Aber ein Kind kostet erheblich mehr als Dir an Unterhaltsersparnis mehr in der Tasche bleiben würde; Du würdest Eure finanzielle Situation also nicht verbessern, sondern verschärfen. Es hört sich hart an, aber auch Kinder muss man sich leisten können. Es ist finanziell dasselbe wie die Anschaffung eines Autos oder eines Hundes: Auch dafür kann man nur das Geld ausgeben, das auch da ist.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.02.2010 17:26
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Alf,

eine Unterhaltsänderung ist wirklich nur über eine Abänderungsklage möglich. Wenn Du diese - aus welchen Gründen auch immer - nicht auf den Weg bringen willst, bleibt es eben beim ausgeurteilten Unterhalt.

Genau so ist es. Allerdings, wenn du magst, kannst du die wesentlichen Daten ja mal hier einstellen (d.h. deine Einkommenssituation, Alter der Kinder, zuständiges Oberlandesgericht am Wohnort der Kinder); dann können wir mal drüberschauen, was bei einer Abänderungsklage herauskommen könnte. Hilft dir vielleicht bei der Entscheidung, ob du das nun angehen solltest oder nicht.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 10.02.2010 17:57
 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

So, jetzt lohnt sich endgültig keine Klage und kein Kopfzerbrechen wie ich die Beziehung zu meinen Kindern verbessern kann.
Nach einem Besuch des JA bei meinen Kindern hat sich wohl herausgestellt, dass diese keinen Kontakt mehr zu mir haben wollten, ich soll auch nicht mehr anrufen.
Laut JA hätte ich keine andere Wahl als mich diesem harten Wunsch zu beugen, denn die Kinder könne man nicht zum Kontakt zwingen, die seien "alt genug" sich das auszusuchen. Inwieweit die KM dahinter steckt sei dahingestellt.
Nun steht mir nur noch die Funktion des Versorgers zu.

Obwohl wir uns zwar kein Kind leisten könnten, haben wir aktuell noch einmal darüber gesprochen. Meine Frau leidet sowieso unter der Situation, dass ihr "Muttersein" letztlich von der Versorgung meiner Kinder abhängt.
Wir wollen gerne ein gemeinsames Kind, obwohl ich für mich selbst dachte, ich habe zwei Kinder, zu denen sich eines Tages auch eine bessere Beziehung entwickeln könnte, die vielleicht auch auf meine Frau ausstrahlt, so dass meine Frau irgendwann auch gut mit meinen Kindern auskommen könnte.
Aber vermutlich war das wieder typisch männlich gedacht, denn meine Frau möchte auch ein eigenes Kind. Und nach dem, was mir nun das JA mitgeteilt hat, bedeutet das für mich auch, dass ich meine Kinder als Vater quasi aufgeben kann, ich kann sie nicht zwingen, Teil meines Lebens zu sein.
Und so verstärkt sich natürlich der Wunsch mit meiner Frau eine eigene kleine Familie zu haben, mit Kind.
Meine Frau meinte schon aus Verzweiflung, sie werde zur Not irgend einen Job machen, damit sie sich ein eigenes Kind leisten kann, sie werde nicht hinnehmen, dass sie sich kein Kind leisten darf, weil ich unterhaltspflichtig bin.
Ich versuche mir das auszumalen, wenn wir tatsächlich Nachwuchs hätten: Ich wäre drei Kindern gegenüber unterhaltspflichtig, unsere finanzielle Lage wäre schlimmer, aber praktisch könnte meine Frau die erste Zeit gar nicht arbeiten, weil sie das Kind betreuen müsste.  :puzz:


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2010 14:30
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Alf,

ich habe noch niergendwo gelesen, wie alt Deine Kinder eigentlich sind?

Sehr deutlich abraten möchte ich Dir von dem Gedanken, noch ein Kind zu bekommen. Für mich lesen sich Deine Zeilen etwas befremdlich. So wie "Kein Problem, sind meine Kinder weg, dann mache ich mir halt ein Neues..."

Ich finde das etwas zu kurz gedacht. Ein Kind kannst Du Dir, so wie es aussieht, im Moment gar nicht leisten. Außerdem solltest Du Deine Kinder nicht einfach so abschreiben. Auch wenn derzeit kein Kontakt zu ihnen möglich und  gewünscht ist. Heißt das noch lange nicht, dass es immer so bleiben muss.
An Deiner Stellle würde ich mehr Energie da rein hängen....

Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 14:39
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

Meine Frau meinte schon aus Verzweiflung, sie werde zur Not irgend einen Job machen, damit sie sich ein eigenes Kind leisten kann, sie werde nicht hinnehmen, dass sie sich kein Kind leisten darf, weil ich unterhaltspflichtig bin.

angesichts dieser Formulierung klingeln bei mir Alarmglocken. Ersetze den Begriff "eigenes Kind" gedanklich mal durch "eigenes Haus" oder "eigenen Porsche" und lies den Satz nochmal: Woraus bitte resultiert der Anspruch, dass für die Erfüllung eigener Wünsche gefälligst andere aufzukommen haben? Gäbe es dieses Anspruchsdenken nicht, wäre auch dieses Forum vermutlich überflüssig.

Ich versuche mir das auszumalen, wenn wir tatsächlich Nachwuchs hätten: Ich wäre drei Kindern gegenüber unterhaltspflichtig, unsere finanzielle Lage wäre schlimmer, aber praktisch könnte meine Frau die erste Zeit gar nicht arbeiten, weil sie das Kind betreuen müsste.   :puzz:

Damit hast Du Deine wirtschaftliche Zukunft recht zutreffend beschrieben; eine Steigerung Deiner persönlichen Lebensqualität kann ich jedenfalls nicht erkennen. Nicht nur, aber auch für den Fall, dass auch Deine heutige Frau sich irgendwann überlegt, dass sie und ihr (!) Kind auch ohne Deine tägliche Anwesenheit hervorragend zurechtkommen. Nur eben nicht ohne Deine Kohle...

Grüssles
Martin
(der seine Kinder ganz sicher nicht aufgegeben hätte, nur weil irgendein JA-Mitarbeiter mal was in dieser Richtung gehüstelt hat. Die Antwort heisst Umgangsklage und nicht "vorauseilende Resignation"..)


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 14:43
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Alf,

Nach einem Besuch des JA bei meinen Kindern hat sich wohl herausgestellt, dass diese keinen Kontakt mehr zu mir haben wollten, ich soll auch nicht mehr anrufen.
Laut JA hätte ich keine andere Wahl als mich diesem harten Wunsch zu beugen, denn die Kinder könne man nicht zum Kontakt zwingen, die seien "alt genug" sich das auszusuchen.

Habe ich das richtig verstanden - das JA war daheim bei der KM und den Kindern zu Besuch und hat die Kinder dort (!) befragt, womöglich sogar noch in Hörweite der KM?!? Dann haben diese JA-Vollpfosten entweder komplett jeglichen Rest von Verstand verloren, oder es soll mal wieder um jeden Preis die übliche femifaschistische Ideologie durchgepeitscht werden. Dieses "keine andere Wahl" ist schlicht und ergreifend inakzeptabel, für genau solche Fälle gibt's schließlich die Umgangsklage.

Aber sag' uns bitte trotzdem dringend: Wie alt sind die Kinder?

Inwieweit die KM dahinter steckt sei dahingestellt.

Hrmpf. Für wie wahrscheinlich hältst du es, dass sie nicht dahintersteckt? Falls nicht ohnehin schon geschehen, mach' dich mal schlau über Kindesentfremdung (auch PAS genannt). Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass du da einige Verhaltensweisen deiner Ex wiedererkennst ;-(

Nun steht mir nur noch die Funktion des Versorgers zu.

Das wäre für die faule und parteiische Bande im Jugendamt natürlich die bequemste aller Lösungen.

Meine Frau leidet sowieso unter der Situation, dass ihr "Muttersein" letztlich von der Versorgung meiner Kinder abhängt.

Das kann ich zwar zu einem gewissen Grad verstehen, aber: Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du ihr praktisch von Anfang an gesagt hast, dass du bereits Kinder hast. Daher, wenn sie mit deinen "Altlasten" nicht leben kann, dann bist du nicht der Richtige für sie; und, was noch viel wichtiger ist: Sie ist nicht die Richtige für dich. Das klingt hart, und ist auch hart. Denk' trotzdem mal darüber nach.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 15:08
(@vatereinersuessentochter)
Rege dabei Registriert

Hallo Alf,

auch für mich liest sich das sehr befremdlich.
Wenn Deine jetzige Frau ein Kind haben möchte, soll Sie doch erstmal von dem herkömmlichen Gedanken runter: Mann Geld ranschaffen - Frau Haushalt und Kind.

Wie meine Vorredner schon geschrieben haben:
Ein Kind muß MANN sich leisten können. ABER das gilt genauso auch für FRAU!!!!

Gruß Vaterein...


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 15:56




 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

Meine Kinder sind 11 und 15
Nein, das ist nicht so gemeint, dass ich jetzt ein "neues" Kind haben will, weil meine keinen Kontakt zu mir wünschen, aber es geht hier doch auch um meine Frau, um unsere Ehe, die ich um nichts auf der Welt aufs Spiel setzen möchte, und ich möchte mit meiner Frau auch eine Familie haben, ist das denn verdammt noch mal so schwer zu verstehen (Sorry, aber viele ignorieren diesen Aspekt völlig!)?!

Ich habe meine Kinder nicht abgeschrieben, und werde versuchen mit ihnen zu reden (obwohl das JA auch von den angeblich ungewünschten Telefonaten abrät) um rauszufinden, warum sie mich ablehnen.

Umgangsklage: Ich muss bei jedem Gedanken an irgendwelche Klagen immer auf mein Konto schauen und auf etwaige Kosten, die auf mich zukommen, ich zahle immer noch (und das auch noch die nächsten Jahre) für die Folgen eines solchen Versuchs

Ich würde ein eigenes Kind niemals mit eigenem Haus oder eigenen Porsche vergleichen, auch wenn aus finanzieller Sicht sicherlich ein Vgl. zulässig wäre

Meine Frau würde halt für ein eigenes Kind SELBST alles tun, sie würde mich niemals im Stich lassen, sie sagte mal, dass sie ein Kind ab einem Jahr auch zu einer Tagesmutter geben würde, um mitzuverdienen und nicht auf ein Kind zu verzichten. Im übrigen hat meine Frau auch schon in unserer Ehe ab und zu gearbeitet und ganz selbstverständlich mit dem wenigen Gehalt, das sie hatte voll zum Lebensunterhalt beigetragen, sie hat sogar von ihrem Ersparten mal einen Urlaub für uns finanziert und mal meinen Eltern finanziell ausgeholfen als es sehr knapp bei mir war (soviel zu denen, die denken meine Frau könnte auf ihren eigenen Vorteil aussein), wenn ich ihr schon finanziell nix bieten kann, dann will ich diese Frau nicht deshalb verlieren, weil ich kein Kind mit ihr haben will, denn ich will ja ein Kind mit ihr

Ja, das JA hat einen Besuch abgestattet, nachdem ich mehrere Male meinen Sohn nicht sprechen konnte, weil er aus fadenscheinigen Gründen nie da war, so habe ich das JA eingeschaltet und gebeten da nachzuforschen. Bei diesem Besuch haben die Kinder wohl den Wunsch geäußert mich nicht mehr sehen und sprechen zu wollen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die KM einen großen Einfluss auf die Kinder hat, denn sie hat ja schon versucht, mir das Sorgerecht zu entziehen, was ihr nicht gelungen ist


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2010 15:59
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

so wie ich es verstehe, habt ihr keine Kinder, aber

Im übrigen hat meine Frau auch schon in unserer Ehe ab und zu gearbeitet und ganz selbstverständlich mit dem wenigen Gehalt, das sie hatte voll zum Lebensunterhalt beigetragen.

selbst jetzt ohne Kind arbeitet sie nicht regelmäßig? Warum? Glaubst Du ernsthaft, wenn ein Kind, ein absolutes "unbedingt-haben-will" Kind da ist, dass sie plötzlich das Arbeiten für sich entdeckt?

Und selbstverständlich trägt man auch mit "dem wenigen Gehalt" zum Lebensunterhalt bei. Das nennt sich FAMILIE. Und das heißt nicht, einer arbeitet für alle, sondern alle tragen zum Gelingen bei.

Ich finde, Du setzt Deine Frau jetzt schon auf ein Polster und das halte ich nicht für sinnvoll. Ich meine, sofern sie unter 65 ist und gesund, gibt es keinen Grund, nicht zu arbeiten. Besonders dann, wenn Du nicht mal in der Lage bist, eine Umgangsklage zu finanzieren. Da würde ich mich als Partnerin in Grund und Boden schämen, wenn Du stattdessen meinen Lebensunterhalt mitträgst.

Ich finde diese ganze Konstellation höchst ungüngstig für weitere Kinder.

LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 16:06
 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

Faulheit ist das letzte, was ich ihr vorwerfen könnte, und fehlendes Engagement ebensowenig, sie findet in ihrem Bereich einfach nichts dauerhaftes, nur zeitlich befristete Tätigkeiten oder Projekte, meist auf selbstständiger Basis
Im Moment macht sie Fortbildungen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben und wir sind beide zuversichtlich, dass es sich gut entwickelt


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2010 16:13
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Alf,

Laut JA hätte ich keine andere Wahl als mich diesem harten Wunsch zu beugen, denn die Kinder könne man nicht zum Kontakt zwingen, die seien "alt genug" sich das auszusuchen.

Meine Kinder sind 11 und 15

Bei einem fünfzehnjährigen Kind könnte man die Aussage des JAs zumindest noch halbwegs verstehen. Bei dem elfjährigen Kind kann ich da nur sagen, nach meinem Verständnis hat die zuständige JA-Gretel gewaltig einen an der Klatsche. Ist dasselbe Kind dann eigentlich auch "alt genug" um sich auszusuchen, ob es in die Schule geht oder nicht?!?

Anderes Thema - vermutlich weißt du es schon, aber trotzdem Achtung: Nicht mal mehr ein Jahr bis zur nächsten Forderung nach mehr Unterhalt. Das jüngere Kind wird demnächst 12 und erreicht damit die nächste Altersstufe ...

Umgangsklage: Ich muss bei jedem Gedanken an irgendwelche Klagen immer auf mein Konto schauen und auf etwaige Kosten, die auf mich zukommen, ich zahle immer noch (und das auch noch die nächsten Jahre) für die Folgen eines solchen Versuchs

Zwei Fragen dazu. Erstens, ging es in dem damaligen Gerichtsverfahren um Unterhalt, oder auch schon um Umgang? Zweitens, warum kommst du nicht für Prozesskostenhilfe/Verfahrenskostenhilfe in Frage?

Faulheit ist das letzte, was ich ihr vorwerfen könnte, und fehlendes Engagement ebensowenig, sie findet in ihrem Bereich einfach nichts dauerhaftes, nur zeitlich befristete Tätigkeiten oder Projekte, meist auf selbstständiger Basis

Nun, ihr Engagement in Ehren, aber das setzt den Möglichkeiten, bald nach Geburt des Kindes selbst Geld zu verdienen, recht enge Grenzen. Es wird sicher nicht einfacher sein als jetzt, eher noch schwieriger.

Im Moment macht sie Fortbildungen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben und wir sind beide zuversichtlich, dass es sich gut entwickelt

Dann vielleicht einfach noch ein Weilchen abwarten, ob sich diese Zuversicht bewahrheitet, bevor ihr ein gemeinsames Kind in die Welt setzt?

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 16:24
 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

In dem Verfahren ging es um Unterhalt, später auch um Umgang, weil sie mir das Sorgerecht entziehen wollte, damals haben die Kinder aber gesagt, sie wünschen sich langsam mehr Kontakt zu mir.

Vielen Dank für eure ermutigenden Kommentare  :puzz:


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2010 16:28
 wedi
(@wedi)

Moin Alf

zu 4) wegen mangelnder Erfolgsaussichten gab es auch keine Prozesskostenhilfe.

Das war in dem Unterhaltsprozess, in dem Umgangsverfahren könntest du erneut VKH beantragen

Gruss Wedi

War leider wieder zu spät, hatte nicht gesehen, das schon wieder geschrieben wurde


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 16:29
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Alf,

Ich würde ein eigenes Kind niemals mit eigenem Haus oder eigenen Porsche vergleichen, auch wenn aus finanzieller Sicht sicherlich ein Vgl. zulässig wäre

dieser Vergleich ist absolut zulässig, zumal wir hier ja nicht von Zeugungs- oder Empfängnisfähigkeit reden, sondern von den wirtschaftlichen Folgen einer weiteren Familiengründung. Und da gibt es kein "Lebensrecht" nach dem Motto "wir pflanzen uns jetzt erst einmal fort, und für die Finanzierung des Ganzen soll notfalls eben die Allgemeinheit sorgen". Im Moment befindet Ihr Euch wirtschaftlich in einer Situation, die man umschreiben könnte mit "wir haben kaum Geld für die Miete - also lass uns ein Haus kaufen!" Sind das die Rahmenbedingungen, in die verantwortungsvolle Eltern Kinder setzen?

Im übrigen hat meine Frau auch schon in unserer Ehe ab und zu gearbeitet und ganz selbstverständlich mit dem wenigen Gehalt, das sie hatte voll zum Lebensunterhalt beigetragen, sie hat sogar von ihrem Ersparten mal einen Urlaub für uns finanziert

das halte ich nicht für ein besonders erwähnenswertes Entgegenkommen ihrerseits, sondern innerhalb einer (solidarischen) Familie für eine Selbstverständlichkeit. Es gibt kein wie auch immer geartetes Recht, zuhause zu sitzen und vom anderen durchgefüttert zu werden. Wer hier zwischen "meinem" und "deinem" Geld unterscheidet, wird diese Personalpronomen vorhersehbar auch auf Kinder anwenden.

Im Moment macht sie Fortbildungen, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben und wir sind beide zuversichtlich, dass es sich gut entwickelt

Und was spricht dagegen, erst einmal dieses Projekt zu Ende zu bringen, sich eine Arbeitsstelle oder eine selbständige Tätigkeit zu suchen, Erfahrung zu sammeln, ein bisschen Geld auf die Seite zu legen und DANN auf der Basis relativer finanzieller Sicherheit eine Familiengründung in Angriff zu nehmen?

Es ist eine Krankheit unserer Zeit, dass Menschen "alles" und "sofort" haben wollen. Manche verschulden sich deshalb über beide Ohren für Fernseher, Möbel, Urlaube und Autos; andere gründen Familien, die sie nicht ernähren können. Frühere Generationen wussten noch, dass man erst sparen muss, bevor man sich etwas leisten kann...

Just my 2 cents
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 16:34
 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

Davon, dass wir sofort loslegen wollen mit einem Kind, war überhaupt nicht die Rede, das Thema ist halt wieder spruchreif, weil ich aktuell erfahren habe, dass meine Kinder keinen Kontakt zu mir wünschen und wir grundsätzlich über unser Leben und die Zukunft diskutieren.
Theoretisch würden wir auch abwarten, bis mein älterer Sohn zumindest die Schule fertig hat, aber viel länger würden wir nicht warten können, weil die biologische Uhr anfinge zu ticken.
Ich hatte mir ursprünglich immer gewünscht, dass meine Kinder Abitur machen und studieren, aber bei der Erziehung durch die KM, auf die ich seit unserer Trennung kaum Einfluss habe, hat sich das erledigt und ich kann froh sein, wenn beide mittlere Reife haben.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2010 16:44
(@Wolkenhimmel)

Hallo Alf,

ergänzend zu meinen Vorschreibern möchte ich noch erwähnen, dass

sie sagte mal, dass sie ein Kind ab einem Jahr auch zu einer Tagesmutter geben würde, um mitzuverdienen und nicht auf ein Kind zu verzichten.

in manchen Ecken Deutschlands völlig selbstverständlich ist. Zum großen Teil auch nicht erst bei Kindern von einem Jahr, sondern deutlich früher, und auch bei Frauen, die auf das Geld nicht angewiesen sind.
Und man höre und staune, die tragen in den seltensten Fällen einen Schaden davon, sondern sind - ganz im Gegenteil - sehr früh sehr ordentlich sozialisiert...

Nix für Ungut, aber bei dem Thema kann ich die Klappe nicht halten.

VG WH


AntwortZitat
Geschrieben : 12.02.2010 16:47
 Alf
(@alf)
Schon was gesagt Registriert

hi Wolkenhimmel
meine Frau kennt sich auf dem Gebiet sehr gut aus und sie hat mir das ähnlich geschildert und zum Glück gibt es in unserem Wohnort und Umgebung auch einige Möglichkeiten


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 12.02.2010 16:50




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