Hallöchen,
ich weiss jetzt im Moment nicht wie ich anfangen soll. Ich tippe einfach drauf los:
Bisher haben Micha und ich überwiegend von den Problemen mit seiner Ex und dem unterbrochenen Kontakt zu seinen Kids geschrieben.
Ich habe mal erwähnt, daß ich seit Jan.02 von meinem Ex getrennt lebe. Im Mai02 ist er ausgezogen. Er wohnt seitdem auf der gleichen Straße. Der Trennungsgrund war hauptsächlich sein Drogenproblem. Ich habe viel zu spät entdeckt, daß er dieses Problem überhaupt hat. Kurz gesagt: bei der Trennung war der Kredit für unsere Verhältnisse viel zu hoch, Sparbücher abgeräumt, und unser heute 8-jähriger Sohn bekam immer mehr Streit mit. Eine Therapie, bzw. Methadonprogramm ist damals abgelehnt worden, weil er in festen Verhältnissen lebte, mit Arbeitsplatz. Heute will er keine mehr und würde sie bekommen, da er inzwischen arbeitslos ist und körperlich ziemlich mies dran ist.
Wir haben, was den Umgang zum Kind angeht, eine gute Lösung gefunden. Er wohnt auf der selben Straße, so daß unser Sohn auch spontan einfach klingeln gehen kann. Keine festen Termine. Hatte unser Sohn Lust bei seinem Dad zu schlafen wurde das organisiert und Dad konnte bzw. kann wann immer er wollte zu uns kommen.
Dieses Jahr dann veränderte sich alles. Unser Sohn ist am Boden zerstört, da er seinen Vater kaum noch sieht. Er weiss nichts von seinem Drogenproblem! Vor ca. 2 Monaten nach langer Weinerei hat Micha sich ins Auto gesetzt und ist zu meinem Ex gefahren. Sie haben lange gesprochen und Micha hat ihm erstmal klar machen müssen, daß er alles mit Füßen tritt, wofür er selbst wie blöde kämpfen muss. Wir hatten schon gedacht, das hätte gefruchtet. Am nächsten Tag kam Daddy, Sohnemann war happy, die beiden haben einen schönen Abend verbracht. Dann sind wir in Urlaub gefahren. Nun hat unser Sohn seinen Dad seit ca. 8 Wochen nicht gesehen. Seit 1 1/2 Wochen kann er nicht einschlafen, ist nervös und traurig. Letztes Wochenende ist er nachts weinend aufgestanden und hat endlich gesagt, was er denkt. Er glaubt sein Dad will ihn überhaupt nicht mehr sehen. Ich habe dann versucht ihm vorsichtig zu erklären, daß ich glaube, daß es seinem Dad nicht gut ginge. Auf die Frage warum denn nicht, habe ich gesagt, daß ich glaube, daß Papa ein Problem mit Drogen hat ( er weiss im Großen und Ganzen was Drogen sind). Ob meine Aussage richtig war, weiss ich heute nicht, uns sind eben einfach alle Ausreden ausgegangen und inzwischen bekomme ich auch Wut auf meinen Ex. Er hat dann geweint und gesagt, Papa würde keine Drogen nehmen und war ersteinmal wütend, daß ich es gesagt habe.
Sonntag abend wollte er wieder nicht ins Bett. Hat geweint, er wolle zum Papa. Als er eingeschlafen war, ist Micha wieder los zu ihm. Er ist mit hierher gekommen. Micha hat ihm frei nach Schnauze gesagt, was er von ihm hält und dass er unbedingt was ändern muss. Wie jeden Abend, kam unser Kind dann um 23.30 weinend ins Wohnzimmer. Bevor er sagen konnte, er könne nicht schlafen, viel er seinem Dad um den Hals und fing an zu weinen. Die beiden haben sich nach einer Zeit ins Kinderzimmer verzogen und haben sich für gestern verabredet. Sie waren zusammen hier, haben TV geguckt, Quiz gespielt und sind hier auf dem Freizeitpark Billard spielen gegangen.
Das nächste Mal wollen sie sich morgen treffen. Micha und ich hoffen, daß er ihn nicht wieder draufsetzt. Eben hatte ich ein langes Gespräch im Hort . Die Erzieherinnen wissen um unsere Situation bescheid. Sie sind , wie Micha und ich, auch der Meinung, daß ich meinen Ex mehr unter Druck setzen soll. Dass er sich regelmäßig blicken lassen soll und sein Problem mit einer Therapie angehen soll. Ihm muss klar werden, daß unser Sohn daran zerbricht. So wie es jetzt läuft, fällt er immer wieder in ein Loch, was mache ich, wenn Daddy noch schlimmer abrutscht??
Ich weiss nicht was der richtige Weg ist. Ich weiss die beiden lieben sich abgöttisch. Ich möchte unserem Sohn ersparen, daß ich ihm verbieten muss, seinen Dad zu sehen. Ich weiss auch nicht, ob eine Drohung hinsichtlich Umgangsboykott oder Therapie richtig ist.
Ich muss dazu noch sagen, daß nichts von diesem Problem offiziell ist. Wir sind zu einem Anwalt gegangen. Er hat den Kredit übernommen, ich habe auf meinen Unterhaltsanteil verzichtet. Wir wollten keine schmutzige Wäsche waschen, die das Kind dann ausbügeln muss. Auch das JA weiss nichts von Drogen. Bisher haben wir versucht, das allein in den Griff zu bekommen. Es scheint aber so, daß mein Ex das nicht ganz packt. Wie oft sollen wir ihm noch Hilfe anbieten und wann hat der Kleine das Recht darauf, zu wissen, was wirklich los ist?
Eine lange Geschichte und eine Menge Fragen. Ich würde mich freuen, wenn wir mal Eure Meinung lesen könnten.
Ich weiss, daß manche sicher sagen werden, wie kannst du das Kind zu einem Drogenabhängigen geben!?!?!
Das habe ich mir von meiner Familie auch anhören müssen, aber wenn die beiden zusammen waren, lief immer alles gut .
Ich schreibe diese Geschichte jetzt erst, weil ich erst die Hemmschwelle überwinden musste. Ich habe vor einiger Zeit online Bekanntschaft mit Michas Ex gemacht.....vom "Allerfeinsten". Ich habe immer im Hinterkopf gehabt, daß sie irgendwann mal die Geschichte liest und das wäre eine Katastrophe. Nun ist mir das egal. Es geht jetzt einzig und allein darum, wie es dem Kind besser geht und wie wir meinen Ex endlich wachrütteln können.
Ich Grüße euch alle
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
hallo tina,
toll was ihr beide macht!!!!!!!!!!!!!!:)
der richtige rat kommt bestimmt nicht denn nur ihr sitzt am ruder.
steht dein ex zu seinem drogen problem? wenn ja, solltet ihr als eltern gemeinsam mit dem jungen darüber reden.
es kann sein, dass der kleine es dir sehr krumm nehmen wird wenn nur du alleine es ihm erzählst.
würde mich allerdings bei einem psychologen vorher erkundigen wie man es am besten macht.
nehme dem jungen nicht den vater und zwinge ihn erst wenn es garnicht anders geht ( umgangsverbot,etc )
ich drücke dir / euch die daumen
mel
Hi Mel,
mein Ex steht mal zu seinem Problem und dann auch wieder nicht. Einmal hat er Telefonnr. von Kiniken in der Tasche und dann sagt er wieder ihm gehts gut. Ich denke du hast recht. Ich werde ihm noch einmal alles in Ruhe und ohne Kind ans Herz legen. Wenn er für sich nichts tun will bzw. kann, macht er es vielleicht für seinen Sohn.
Umgangsverbot liegt mir auch überhaupt nicht. Wenn ich nur daran denke, bekomme ich Magenschmerzen. Wie du schon schreibst........als allerletzte Notlösung vielleicht.
Die beiden sind heute verabredet. Ich habe eben zur Vorsicht mal beim Ex gekingelt, damit er es nicht wieder vergisst. Er war nicht da. Nun hoffe ich, er meldet sich im Laufe des Nachmittags. Ich darf gar nicht daran denken, was los ist, lässt er den Kleinen wieder hängen. Er ist heute morgen mit den Worten zur Schule gegangen: " Ich freue mich auf den Papa."
Die Idee als Eltern dem Kind das Problem zusammen zu schildern finde ich ganz gut. Ich werde das mal antesten, ob mein Ex da mitspielt.
Lieben Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hi Tina,
ich denke, Du/Ihr machst das genau richtig. Dein Soh muss wissen, warum sein Vater auf einmal weg ist. Ich meine, er ist auch altt genug umd damit umgehen zu können.
Der KV sollte/muss im eigenen Interesse etwas gegen sein Drogenproblem tun, nur - dafür bist nicht Du, nur er verantwortlich! Du kannst ihm bestenfalls mal öfter gehörig in den Hintern treten und ihm ins Gewisen reden.
Ich finde es toll, dass Micha sich auch da engagiert und für Deinen Sohn ne Lanze bricht, dem Ex ins Gewissen redet. Micha hat bekanntlich genug Probs und von daher finde ich es super, dass er Dir zur Seite steht.
Ihr macht das, nur, ob sich Dein Ex wirklich dazu entschliessen kann ne Therapie zu machen?? Ich hoffe es, damit Dein Sohn weiter regelmäßig Kontakt zum KV haben kann. Das halte ich für wichtig und ich denke, ihr seht das auch so!
Torsten
Hallo, Tina
aus Erfahrung kann ich Dir sagen, Torsten hat recht. Bei uns war es der Alkohol. Solange Dein Ex- Mann seine Sucht über die Bedürfnisse seines Sohnes stellt, kannst Du gar nichts machen, ausser evtl. den Prozess der Entfremdung etwas aufhalten.
Du möchtest den Umgang nicht verbieten, aber es bleibt jedes Mal ein ungutes Gefühl: Hoffentlich geht alles gut. Dazu kommt, dass der Umgang bald nur noch von Deiner Seite bzw. Deinem Sohn gewollt sein wird – es hat so was von „aufzwingen – denn ihr Gewissen spüren die meisten Süchtigen wohl nicht mehr.
Ich habe damals aufgegeben - um uns endlich Ruhe gönnen – ewig die gleichen Streitereien wie in der Ehe, aber auch, um den Kindern jedes Mal die Enttäuschung zu ersparen. Heute haben sie keinen Kontakt mehr – und ich habe manchmal Zweifel, damals richtig bzw. gar nicht mehr reagiert zu haben.
Solange Du es für Dich verantworten kannst, würde ich versuchen, den Umgang zu ermöglichen, zumal Du von Deinem Mann Unterstützung hast und das wird hoffentlich auch Deinem Sohn etwas helfen.
Aber ohne Einsicht (bei Süchtigen fast unmöglich) auf seiten Deines Ex-Mannes stehen die Chancen für Deinen Sohn nicht gut – ich hoffe, dass er den Kampf gewinnt –und nicht die Sucht.
Alles Gute
Hanne
Hi Tina,
Ich kann Dir nur raten, deinem Sohn irgendwie schonend beizubringen, dass sein Vater "Krank" ist und deshalb Verabredungen nicht immer einhalten kann.
Wenn dein Sohn öfter durch nicht eingehaltene Verbaredungen entäuscht wird und den Grund nicht vorab kennt, wird er sich früher oder später einreden, dass es an ihm liegt und nicht am Vater.
[Editiert am 5/10/2003 von waterman]
peter
Hallöchen,
was Hanne sagt stimmt schon; auf der einen Seite möchte man den Umgang des Kindes wegens, auf der anderen Seite bekommt man keine Ruhe. Nachdem mein Ex den Kleinen am Freitag komplett draufgesetzt hat, habe ich ihn am Samstag abgeholt. er habe sich um einen Tag vertan. Ich denke auch, daß wir bald etwas offener werden müssen. Es ist ja jetzt schon so, daß unser Sohn teilweise denkt, sein Dad wolle ihn überhaupt nicht mehr sehen. Nachdem er von gestern bis heute bei ihm war, war er ziemlich happy. Abends beim einschlafen hat er etwas geweint. Ich für mich habe das Gefühl, daß die trennung, was den Kleinen angeht, erst vor ein paar Tagen war. Es ist, als realisiere er jetzt erst was alles passiert ist. Er sagt, er würde es schön finden, wenn alles so wie früher wäre.
Hm... kann ich, was seine Gefühle angeht auch nachvollziehen. Vielleicht hat er alles bis vor 3 Wochen verdrängt und jetzt kommt alles richtig hoch.
Es ist verdammt anstrengend, obwohl ich schon fast ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich das schreibe.
Mal sehen, wie es weiter geht. Es tut auf jeden Fall gut, das alles mal hier geschrieben zu haben und ein paar Meinungen, oder wie bei Hanne, ähnliche Erfahrungen zu lesen.
Lieben Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hallo zusammen,
es hat sich inzwischen etwas getan und ich hoffe, daß mein Ex auf dem richtigen Weg ist.
Nachdem er unseren Sohn wieder einmal draufgesetzt hat, habe ich mich hingesetzt und ihm einen sehr langen Brief geschrieben.
Ich habe in dem Brief keine großen Vorwürfe gemacht sondern ihm einfach geschildert, wie * sich fühlt. Ich habe dann geschrieben, daß ich es nicht zulassen werde, daß er seinen Vater im Knast besuchen muss oder weiterhin zusehen muss, wie er körperlich immer mehr zerfällt. Ich habe ihm geschrieben, daß uns hier zu Hause keine Ausreden mehr einfallen, wenn er wieder draufgesetzt wird und er ja auch ein Recht darauf hat aufgeklärt zu werden. Naja, ich habe dann an seinen Verstand appeliert und gefragt, ob es wirklich das ist, was er unter "Vatersein" versteht.
Ich habe ihm ein Limit von einer Woche gegeben um sich Gedanken zu machen und hier zu einem Gespräch zu erscheinen. Er soll sich überlegen wie er das demnächst auf die Reihe bekommen will. Er soll zusehen, daß er wieder auf die Beine kommt, und damit meine ich, daß er drogenfrei werden müsste.
Ich habe verlangt, daß er entweder einen regelmäßigen Umgang hat, oder zumindest seine Verabredungen einhält oder er es ganz lassen muss.
So:
eine Woche haben wir nichts gehört. Gestern vormittag klingelt es plötzlich. Er stand wie ein Häufchen Elend vor der Tür.Mein erster Eindruck war, daß er Geld brauchte.
Er hat sich dann mit mir in die Küche gesetzt, fing an zu heulen und sprach den Brief an. Er hat letzte Woche einen Arzt ausfindig gemacht, der Allgemeinmediziner ist, Suchtbehandlungen macht und Psychotherapeut ist. Zu diesem muss er jetzt täglich hin, auch am Wochenende. Er hat ihn als Patient aufgenommen. Er sagte er bräuchte noch 20,-, da er einmalig 30,- bezahlen müsste. Es handelt sich um eine Methadonversorgung. Micha und ich haben kurz überlegt und ihm die 20,- gegeben.
Wir waren nicht sicher, ob wir ihm glauben konnten, da er uns nur die Visitenkarte von dem Arzt vorlegen konnte. Er musste dann los, um pünktlich in der Praxis zu sein. Wir haben dann alle zusammen * erklärt, daß er ja gemerkt hat, daß es Papa nicht so gut geht und daß er jetzt erstmal ein wenig mehr Zeit für Arztbesuche braucht.
Nun gut. Er ist dann gestern abend noch einmal vorbeigekommen. War total euphorisch. Wir hätten ihm geholfen mit dem Brief und mit den 20,- sei er gestern noch in das aktive Programm aufgenommen worden.
Er ist fest entschlossen seine Sucht zu bekämpfen.
Wir sind nicht so euphorisch wie er, haben es uns aber nicht so anmerken lassen.
Wir hoffen nun echt, daß er auf dem richtgen Weg ist.
Ich bin froh, daß ich die Geschichte hier los geworden bin, ich habe einige Dinge von euren Antworten in Gespräche und in den Brief mit einbauen können.
Es ist ein kleiner Anfang und ich hoffe, daß er nun durchhält. Er sagt selbst, daß er so wie es jetzt ist, sich nicht um **** kümmern kann. Ich hoffe, daß es in seinem Kopf nun "klick" gemacht hat.
Zumindest haben wir jetzt wieder ein bischen mehr Hoffnung.
Lieben "Dankeschöngruß" an euch alle
Tina
[Editiert am 26/11/2004 von DieMystiks]
[Editiert am 26/11/2004 von DieMystiks]
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hallo Tina und Michi,
das hört sich sehr gut an. Es scheint wirklich gefruchtet zu haben und so weit wie jetzt, ist ja dein Ex wohl noch nie gegangen.
Ich freue mich für *****, dich und Michi. Jetzt ist auch in diesem Punkt Land in Sicht. Für Deinen Ex freue ich mich auch, denn es wäre ansonsten ein verschwendetes Leben. Und das hat er wohl kapiert.
Liebe Grüße
Jörg
[Editiert am 26/11/2004 von DieMystiks]
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Also ich drücke echt echt die Daumen.
Drogenabhängige brauchen auch immer wieder menschen die an sie glauben
Ist aber auch sehr gut das ihr nicht so euphorisch seit .
Ich habe auch Erfahrungen mit einem Drogenabhängigen in der Familie und immer dann wenn er am euphorischsten war,war er auch wiederum zu wie ne Handbremse.Es waren auch keine Lügenmärchen denn er teilte uns das mit was er wirklich vor hatte solange er noch ein wenig stoned war.
Er war in allen Programmen die es gab,von etlichen Entgiftungen über codein bishin zum Methadon.
Diese Programme machte er allerdings nur weil das Geld zu knapp war um seine Sucht zu finanzieren.Also Methadon als Suchtverlagerung.In einem Metadonprogramm ist die einnahme von Hasch erlaubt sowie die einnahme von etlichen Tablettenformen.Es wurden sich also Tabletten reingepfiffen und alle 2 std joints geraucht.Die Urinkontrollen werden mit heruntersetzten des metadons leider auch immer weniger so das mit dem herabsetzen auch wieder andere Drogen (und zwar die die auch mit Methadon knallen) genommen wurden.
Ich bin wiklich einer der dafür Kämpft das Kinder Kontakt zum Vater haben.Lasst ihn aber bitte nicht alleine mit ihm.
Gebt ihm kein Geld geht lieber mit und bezahlt für ihn denn dann wisst ihr auch wos ankommt.
Es ist wirklich ein sehr harter Stand den ihr und der kleine da habt und ich wünsche euch alles erdenklich gute
Es ist vergebliche Liebesmüh, beim Küssen die Augen zu schliessen.Früher oder später gehen sie einem doch auf.
Vielen Dank für eure Antworten,
da ich das Spielchen ja von meiner Ehe noch kenne, hält sich die Euphorie bei uns wirklich niedrig.
Die Geschichte mit dem Geld haben wir uns auch überlegt. Wir gehen lieber mal mit ihm einkaufen und bewältigen mit ihm seine Post, als ihm Geld zu geben.
Am Samstag war es halt so, daß ihm die 20,- fehlten , um bei dem Arzt einsteigen zu können.
Wir wussten auch hier nicht, ob die geschichte stimmt, zum Glück hat sie sich als richtig erwiesen.
Ich weiss, daß es schwer ist, von Methadon runter zu kommen. Wie die weiteren Kontrollen (urin/Blut) ablaufen wird sich dann zeigen.
Unserem Sohn haben wir jetzt erklärt, daß sein Dad jetzt erstmal wieder "gesund" werden muss und daß es besser ist, sie sehen sich hier und verbringen die Zeit miteinander. Sie können auch hier ungestört Zeit miteinander verbringen.
Jetzt liegt es erstmal in der hand meines Ex, den Schritt weiterzugehen. So wie ich jetzt erfahren habe, muss der Arzt ziemlich strenge Regeln aufstellen. Er akzeptiert 1-2 Rückfälle, da er berücksichtigt, daß auch der Kopf erst richtig mitspielen muss. Dann wird es eng und man gefährdet seinen Platz.
Lukas geht es im Moment etwas besser, zumindest ist er etwas lockerer geworden und schläft durch. Es lag wohl wirklich daran, daß er gemerkt hat, irgendetwas stimmt nicht. Gut, daß die Kinder uns zeigen, daß der richtige Weg der Weg ist, geradeaus zu gehen. Oft ist es für die Kinder einfacher ehrlich und offen zu sein, als für uns Erwachsene.
Mal sehen was wird :-)
Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hallöchen,
ich muss mal wieder loswerden wie der momentane Stand bei uns ist.
Weihnachten war ansich ganz schön. Mit Michas Kids hat alles gut geklappt. Wir konnten eine schöne Bescherung machen und anschließend zu den Großeltern der Mädels fahren, die sich natürlich nach mehr als einem Jahr riesig gefreut haben.
Am 2. Weihnachtsfeeirtag sollte dann der Dad von meinem Sohn kommen. Er kam und kam nicht. Das Essen war fertig und Sohnemann wartete auf seinen Dad. Abends kam dann sein Anruf. Er lag auf der Intensivstation und ist notoperiert worden. Fragt nicht, was passiert ist, denn ich weiss nicht genau was ich glauben soll.
Ich habe ihn zunächst allein besucht. er hatte eine Arterienverletzung die erst in der Uni nicht erkannt worden ist. Deswegen die Not-op. Nunja, ich vermute, daß die ganze Geschichte mit seinem Drogenproblem zu tun hatte. Sohnemann, war zuerst erleichtert, daß er nicht vergessen wurde, machte sich gleichzeitig natürlich riesige Sorgen um seinen Dad. Heute durften wir für eine Stunde zusammen auf die Intensivstation. Als wir dem Kleinen alles erklären konnten(Geräte,Schläuche usw.) war er nicht mehr ganz so ängstlich. Mein Ex hat nun nochmals die Gelegenheit, sein Leben zu überdenken. Er bekommt in der Klinik Methadon und möchte sich auch dort reduzieren lassen. Er selbst sagt, er kommt dort soweit gut zurecht. Es müsste halt nur vom Kopf her stimmen. Dem Kleinen habe ich auf dem nach hauseweg erklärt, daß Papa nun lernen muss, wieder gesünder zu leben. papa selbst hat gesagt, daß er möchte, daß wieder alles anders wird.
Nun hat er das Problem, daß er nicht weiss was er tun soll. Er sagt, er will einfach nur weg.
er weiss eben, daß die Umgebung hier ihm nicht hilft. Er kennt außer uns fast nur Leute aus der Szene.
Er könnte zu seinem Bruder und seiner Mutter nach Badenwürtemberg gehen. Er spricht im Moment viel davon, sagt aber gleich, daß er danns einen Sohn ja nicht so oft sehen kann.
ich habe mit seinem Bruder schon gesprochen und email-Kontakt. Er sagt er kann kommen, aber nur unter Bedingung, daß er sich auch helfen lässt.
Ist es nicht besser, er lässt sich dort helfen, kommt hier aus dem Sumpf heraus? Ich habe ihm gesagt, daß wir das mit dem Kleinen dann schon regeln. Irgendeine Lösung wird sich schon finden. Ich denke, es sieht alles anders aus, wenn er erstmal sein Leben auf die Rolle bekommt. Er sagt selbst, daß er ja weiss, daß Micha und ich schon alles regeln, was den Kleinen angeht. Ich glaube Micha und ich können dem Kleinen dann auch ganz gut erklären, warum er zu seiner Familie geht und sie sich dann erstmal nicht so oft sehen können.
Der Umgang wäre dann erstmal unterbrochen, aber doch begrenzt.
Jetzt in seinem Zustand kann er sich eh nicht um ihn kümmern, er bekommt so ja noch nicht einmal einen Nachmittag mit seinem Sohn auf die Reihe.
Ich hoffe, daß seine Familie jetzt mal etwas einlenkt. Micha und ich helfen zwar gerne aber wir brauchen auch unseren Abstand um mit allem klar zu kommen.
Das ist der Stand der Dinge momentan. Wir hoffen, daß er noch einmal von vorne anfangen kann, denn wenn er so weiter macht, wie bisher, sieht es echt übel für ihn aus und dann können wir ihm auch nicht mehr helfen.
Lieben Gruß
tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Hallo Tina,
schön mal wieder was von Euch zu hören. Ist zwar nicht so toll, wass Du da schreibst, aber ein kleines Fünkchen Hoffnung scheint doch aufzukommen oder irre ich mich? Ich denke auch, dass der KV in der gewohnten Umgebung (Kontakt zus Szene etc.) niemals von dem Zeugs loskommen wird; somit ist die Option umzuziehen doch ne echte Chance für ihn - hoffentlich erkennt er sie.
Natürlich kann dann der Umgang nicht mehr so häufig stattfinden, aber für eine gewisse Zeit sollte er das aushalten können und zunächst einmal von dem Gift loskommen. Sonst hat sein Sohn ja auch nichts von ihm. Darüber hinaus ist der Junge bei Dir und Micha in den besten Händen, ich denke, das ist auch ihm klar.
Ich wünsche Euch einen schönen Jahreswechsel!
Torsten
