Hallo, ich habe mal eine Frage zu den Wochenendbesuchen meines Exmannes. Wir sind seit 4 Jahren getrennt, er lebt in einer neuen Beziehung, unsere Kinder sind 7 und 11 Jahre. Seit dem wir getrennt sind, holt er sie einigermaßen regelmäßig alle 2 Wochen ab und verbringt einen nachmittag mit ihnen. Samstag oder sonntag. Er richtet sich das immer so ein das es ihm paßt und meldet sich bei mir immer sehr kurzfristig, so wie an diesem WE, heute ist freitag und ich weiß noch nicth ob er am we kommt und wenn dann wann. Die kinder schlafen auch nie bei ihm oder verbringen mal einen Urlaub zusammen, Ferien scheint er nicht zu kennen. Ich merke auch an den kindern, sie freuen sich zwar, aber da ist kein vertrauen zwischen ihnen.
Ich habe ihm schon so oft gesagt er solle sich zeitiger melden, ist ja für die kinder auch besser, wenn sie genau wissen, dann und dann kommt er, er hat aber immer termine und deshalb wird immer geschaut ob die kinder da noch mit zwischen passen.
Was würdet ihr mir raten, damit das irgendwie glatter läuft, ich will nicht jede 2 woche hinterher telefonieren, für ihn müßten doch die termine wichtig sein oder ?
Ich stelle mich noch einmal in Ruhe vor, bis dahin liebe grüße
Guten Morgen und willkommen hier.....
tja....bei deinem Bericht entstehen hier erst einmal zwiespältige Gedanken; eine Vielzahl der Väter hier kämpft eher um mehr Umgang oder geregelten Umgang.
Natürlich sollte es im Interesse des Vaters sein, die Kinder regelmäßig und auch über Nacht zu sehen - nur kann man das wahrscheinlich nicht erzwingen. Habt IHR denn das schon mal erörtert und hast du ihn mal gefragt, warum er die Kids z.B. nicht über ein ganzes WE mal nimmt, mit ihnen mal die Ferien verbringt o.ä.?
Im Sinne eurer Kinder ist es sicherlich nicht, den eh schon knappen Umgang noch zu "boykottieren", um damit vielleicht eine höhere Verlässlichkeit und gesteigerte Frequenz zu erzwingen - da hilft nur das offene Gespräch. Wichtig ist dabei sicherlich, ihm zu vermitteln, dass es nicht darum geht, dir ein paar freie Tage zu ermöglichen - sondern dass es die Kinder sind, die nach wie vor zwei Elternteile haben.....und in dem Alter von 7 + 11 haben Kinder sehr wohl eine eigene Meinung und können diese auch zum Ausdruck bringen - über kurz oder lang werden dann nämlich die Papa-Besuche wahrscheinlich vollkommen uninteressant für sie. Das muss er sich einfach mal überlegen.....
Bin mal auf andere Reaktionen gespannt!
Gruß von der weser
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Danke für deine Antwort, Gespräche führen wir nicht wirklich.
Er fragt nie nach den Schulheften oder Zeugnissen oder Hausaufgaben und und und. Mit den jahren hat sich das schon regelrecht eingespielt, er bietet den Kinder Aktion, Spaßbäder, Spielplätze, Kino und ähnliches. Wenn er mal zu Hause (selbst das stimmt nicht, weil die Kinder nicht wirklich wissen wo er wohnt oder was er arbeitet , er geht dann zu Freunden) an dem Nachmittag wo er die Kinder hat, dann s ind sie schon enttäuscht und der nachmittag war doof. Wenn wir mal Englischvokablen nicht geschafft haben zu lernen und ich sage zu meinen Kindern, nehmt das doch mit, Papa fragt euch noch mal ab, das wollen sie nicht, ich glaube ihnen ist es peinlich es falsch auszusprechen oder nicht zu wissen. Er selbst scheint nichts zu vermissen, er findet sich als den tollsten Vater der Welt und rühmt sich überall.
Hallo Kalender,
wenn ich dich richtig verstehe, dann nimmt dein Ex die Kinder nie mit nach hause. kennt denn seine neue Partnerin die Kinder bzw. umgekehrt?
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Das hört sich für mich nach einem Vater-Kind-Verhältnis an, das diesen Namen eigentlich gar nicht verdient..... er ist der Samstag-Nachmittags-Belustigungs-Vater, der Alle-14-Tage-ist-Party-Macher....und die Kinder haben genau das offenbar verinnerlicht. Es geht ihnen ganz deutlich nicht darum, einen Teil Familienleben mit allen Facetten mit und bei Papa zu leben - er ist offenbar auch für sie längst der reine Belustigungspapa. Alltag, Sorgen, Nöte, Probleme, Kummer, Freuden, Schule, Freunde, Erlebnisse - all das wird offenbar ferngehalten.
Was mich viel mehr erschreckt ist aber deine Aussage, dass er offenbar seine Kinder von seinem eigenen aktuellen Leben vollkommen fernhält! Eure Kinder kommen nicht in seine Wohnung? Haben keinen Kontakt zu seinem neuen Leben? Ich denke, ihr beide müsst wirklich dringend reden!
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Ja ich weiß das ist irgendwie ganz verworren. Ich fragte letztens meine Tochter mal nach dem sie bei ihrem papa waren, wie es denn war, ob sie einen schönen nachmittag hatten und ob sie von der Schule erzählt hat. Da sagte sie mir so in der Art, das ist doch unser leben hier, das geht sie ( ihren Papa und seine Familie) nichts an. Sie sagte auch schon so etwas wie, eigentlich hat sie ihren papa nie richtig kennen gelernt.
Seine neue freundin kennen sie, ab und an kommt sie mit wenn er die kinder holt und etwas mit ihnen unternimmt. Sie hat selbst keine Kinder. Seine Wohnung kennen sie glaube nicht wirklich. Ich weiß selbst nciht wo er wohnt und ich merke in gesprächen der kinder untereinander, das sie nicht genau wissen ob die wohnung oder die andere. Durch seine Freundin denke ich wissen sie es nicht ganz genau. Das selbe ist mit seinem Beruf, es ärgert mich das er ihnen nicht erzählt was er arbeitet, man kann die kinder doch nciht so in der luft hängen lassen.
Moin Kalender und erstmal willkommen hier!
Wie Weserfrosch schon schrieb haben wir hier eigentlich eher mit den umgekehrten Problemen zu tun und unterstützen Väter, die endlich ordentlichen Umgang haben wollen. Dir kann man ähnlichen Rat geben ... nur umgekehrt.
Diese unklare Situation ist nichts für die Kids und auch nichts für Dich. Du musst mit ihm darüber reden und Ihr braucht eine für alle Beteiligten verbindliche Umgangsregelung in Schriftform. Vielleicht formulierst Du mal eine und vielleicht könnt Ihr Euch in einem vernünftigen Gespräch sogar zur gemeinsamen Unterschrift einigen.
Sollte das nicht funzen, dann kannst Du um Hilfe in Form einer Elternberatung bitten für Euch beide. Aber das würde ich erstmal nicht erwähnen ihm gegenüber. Das schüchtert schnell ein.
Greetz,
Milan
Vielleicht noch mal zu besseren Klärung ein paar Infos.....
Ihr habt zwei gemeinsame Kinder - wie sieht es denn mit dem Sorgerecht (SR) und dem Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR) aus? Habt ihr das gemeinsam oder hast du das allein?
Habe ich das richtig verstanden, selbst DU weisst nicht, wo dein - ich vermute mal - geschiedener Mann seine Wohnung hat? Keine Adresse? Telefon vielleicht nur über Handy und Arbeit?
Meine Einschätzung scheint ja nicht so ganz daneben zu liegen, wenn eure Kinder schon selbst sagen, dass die Zeiten mit ihrem Papa nicht "unser Leben" sind......
Du solltest vielleicht deinem Geschiedenen mal auf Vatersein.de aufmerksam machen......der scheint ja nicht einmal ansatzweise zu ahnen, was VATERSEIN eigentlich heißt, heißen kann, heißen muss......
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Vielleicht noch mal zu besseren Klärung ein paar Infos.....
Ihr habt zwei gemeinsame Kinder - wie sieht es denn mit dem Sorgerecht (SR) und dem Aufenthaltsbestimmungsrecht (ABR) aus? Habt ihr das gemeinsam oder hast du das allein?
Habe ich das richtig verstanden, selbst DU weisst nicht, wo dein - ich vermute mal - geschiedener Mann seine Wohnung hat? Keine Adresse? Telefon vielleicht nur über Handy und Arbeit?
Meine Einschätzung scheint ja nicht so ganz daneben zu liegen, wenn eure Kinder schon selbst sagen, dass die Zeiten mit ihrem Papa nicht "unser Leben" sind......
Du solltest vielleicht deinem Geschiedenen mal auf Vatersein.de aufmerksam machen......der scheint ja nicht einmal ansatzweise zu ahnen, was VATERSEIN eigentlich heißt, heißen kann, heißen muss......
Das ist wirklich so, er hat hier eine Wohnung, dort wohnt er aber nicht, das ist nur eine Adresse, ich denke mal wegen Reisekosten oder ähnlichem, ich brauchte für die Schule mal seine Adresse, da gab er grinsend mir auch diese Anschrift. Die Kinder haben mir aber erzählt er sei umgezogen, aber ganau wissen sie es nicht, weil ich mitbekommen habe wie die zwei sich unterhalten haben ob es nur diese wohnun sei oder die andere.
Das Sorgerecht haben wir beide, Telefon habe ich seine Handynummer und ein paar Angaben aus dem Internet. Es ist wirklich so, ich kann mir denken was er beruflich macht, ich finde es für die kInder aber schade und auch in der Shcule blöd, wenn sie mal fragen was die Eltern denn beruflich machen, dann können sie nichts sagen oder nur das was ich ihnen erzählte. Die Beziehung zu ihrem Vater ist so oberflächlich, das ich mir vorstellen könnte,d ie kinder fragen nicht mal danach. Meine Tochter hat es auch schon fertig gebracht, zu ihren Freundinen zu sagen sie hätte gar keinen papa. Oder sie nennt ihn beim Vornamen, weil er ja kein papa ist, sagt sie, andersrum freuen sie sich auf die Besuche.
Es ist irgendwie verzwickt wenn sie mal nicht mitwollen,(wenn Familiengeburtstage sind z.b.) dann trauen sie sich das nciht zu sagen, ich soll das dann machen. Das ist auch immer eine blöde Situation.
Ich vergleiche das gern mit Kartoffelsuppe. Ihm schmeckt sie so wie sie ist, ich kann ihm immer wieder sagen, schau diese Suppe hier ist viel besser. Er ist davon überzeugt das seine Suppe die Beste ist. So ähnlich ist das bei ihm mit dem Vatersein. Warum sollte ich etwas ändern, wenn ich nicht mal erkenne das etwas zu ändern ist. Die kinder umarmen ihn wenn er kommt, alles ist doch toll, was will man denn mehr.
Versteht ihr was ich meine, gespräche zu führen, gemeinsame geheimnisse haben, über freunde zu plaudern, was in der schule los ist, wo klappt es nicht so richtig, kleine sorgen, kleine freuden, es gibt so viel zu teilen. Ich kann eben nicht verstehen das ihm das nicht fehlt.
Irgendwie habt ihr da wirklich eine ziemlich weit fortgeschrittene und verfahrene Situation geschaffen....wie war denn das nach der Trennung? Ihr habt doch vorher zusammengelebt, oder? Und da waren eure Kinder ja auch schon da - zumindestens der/die elfjährige hat das doch damals schon bewusst erlebt. Und da ging dieser Übergang zu der mehr als oberflächlichen Beziehung zum Papa so einfach vonstatten?
Was eure Tochter da sagt bzw. denkt spiegelt doch genau die reelle Situation wieder: Papa ist der Spaßonkel, der einfach für die regelmäßige Belustigung zuständig ist. Für nichts mehr und für nichts weniger. Und den Mut, eigene Wünsche zu äußern, haben sie nicht - vielleicht weil sie glauben (glauben müssen!), das es ja vor allem Papa´s Vergnügen ist, das sie ihm nicht kaputt machen wollen. Traurig....
Aber ehrlich gesagt, ich verstehe auch nicht so wirklich, wie du es all die Jahre hinnehmen konntest, den Kontakt in dieser Art und Weise zu reduzieren. Wie ist denn das so mit Geburtstagen, Weihnachten, Familienfeiern? Haben die Kinder nicht einmal den Papa zu Weihnachten oder zu ihrem eigenen Geburtstag vermisst?
Und - bitte ganz ehrlich - warum wünscht du gerade jetzt, dass sich was ändert? Vier Jahre lang hast du es immerhin so begleitet, oder?
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Ich fange mal am Anfang an. Mein Exmann hatte nie so ein gutes Verhältnis zu seinen Kindern, beide waren bei der Trennung ja schon da, er hat uns nie die familiäre Wärme gegeben, ganz im Gegenteil, ihn hat das genervt.
Er hat sich vielleicht darum bemühnt, ich habe es zu spät erkannt, er brach dann aus der Familie aus und daher dann die Trennung meinerseits. Ich dachte damals auch lieber wir 3 in ruhe als so wie es dann damals war.
Das lief damals dann auch relativ unspektakulär, er war ja eh nie groß da, also hat sich auch ncith so viel verändert, nach der Trennung.
Wenn er sich dann mal 6 Wochen gar nciht meldete war es auch ok, jedenfalls haben die Kinder mir gegenüber keine äußerungen gemacht. Ich habe aber gemerkt wie sensibel meine Kinder sind, sie habe auch mitbekommen wie ich unter der Trennung gelitten habe und wir haben uns 3 dann regelrecht zusammen geschmissen.
Ich muß auch für mich zugeben, es lief all die Jahre so, weil ich auch nciht die Kraft hatte, mich mit ihm auseinander zu setzten, das ist letztlich heute noch so. Wir haben auch noch gemeinsamme Schulden die zu klären sind und er ist ein mann mit dem man einfach nicht reden kann. Er wird unsachlich, das es mir die Sprache verschlägt, will mit seinem alten leben nichts mehr zu tun haben, ich ärgere mich dann tagelang darüber, aber eine Lösung ist nicht gefunden.
Hallo Kalender,
mich würden ebenfalls mal ein paar mehr Hintergrundinfos interessieren.
Vielleicht magst du mal erzählen, was dein Ex für ein Typ Mensch ist, wie euer Verhältnis generell ist, wie seine Vaterrolle während eurer Beziehung war...
Anscheinend hat sich dieses Reglement über die vier Jahre eingeschlichen und stillschweigend manifestiert.
Wie ist denn Eure Kommunikation, könnt ihr grundsätzlich miteinander reden?
Versuche, einen Gesprächstermin mit ihm zu vereinbaren, und lote mal aus, wie der sich mit der derzeitigen Regelung fühlt, vielleicht hätte er ja auch gerne etwas mehr Umgang, und hat aus welchen Gründen auch immer das nur noch nie angesprochen. Solche Männer gibts, auch wenn viele hier sich das nicht vorstellen können.
Lote auch mal bei den Kindern aus, wie sie sich ein komplettes WE mit dem Vater wünschen würden.
Momentan sind sie gewöhnt an euren derzeigen Umgang, aber das heißt ja nicht, dass sie keine Wünsche und Vorstellungen haben, vielleicht hatten sie nur nie die Gelegenheit, diese mal klar zu formulieren.
Ein richtig sinnvolles Gespräch wäre natürlich mit dem KV UND den Kindern und alle sollen mal sagen, wie der Umgang sinnvoll und regelmäßig gestaltet werden kann.
Dir gibt das die Freiheit, gut planen zu können. Den Kindern gibt es die Möglichkeit, den Vater nicht nur bei Ausflügen und Spaß-Aktivität zu erleben, sondern auch mal zu Hause im Alltag. Vielleicht denkt dein Ex allen Ernstes, dass er sich nicht "einmischen" sollte in den Alltagskram wie Schule ect., vielleicht interessiert es ihn wirklich nicht, aber das kann man hier nicht beurteilen, wenn so wenig Infos da sind.
Dem KV würde es die Gelegenheit geben, sich in ein wirkliches Vatersein-Gefühl einzufühlen.
Ich weiß, dass ganz viele Männer hier sich überhaupt nicht vorstellen können, dass es Männer gibt, die "Vatersein" erst lernen müssen.
Aber solche Männer gibt es.
Mein Ex war während unserer ganzen Beziehung kein Vater, wie man sich das gemeinhin vorstellt. Er hat sich um wenig gekümmert, hat wenig mit den Kindern unternommen, jetzt, nach der Trennung sind ihm ganz viele Dinge wichtig geworden, über die er früher nicht nachgedacht hat.
Wir haben inzwischen einen regelmäßigen, aber trotzdem individuellen Umgang, der in einem Umfang stattfindet, der für ihn machbar ist.
Wenn er die Kinder hat, dann macht er auch etwas mit ihnen , nicht nur Schwimmen gehen, Mc Doof und Kino, sondern auch mal lernen, Hausaufgaben, spazieren gehen. Sie leben den Alltag dort normal mit, sprich man tut auch mal nichts, oder renoviert ein Zimmer. Man kauft ein, isst zusammen, sie leben dort in der Zeit, wo sie da sind, mit ihm, seiner Lebenspartnerin und deren Kind. Alltag dort halt.
Also: Wenn ihr keinen Streit habt, grundsätzlich reden könnt, dann setzt euch zusammen und sprecht offen und ausführlich über eure Wünsche/Vorstellungen und trefft eine Vereinbarung, mit der alle zufrieden sein können.
Zu spät ist es dafür nie.
Aber höchste Zeit dafür ist es schon.
Getretener Quark wird breit, nicht stark
Hallo nochmal Kalender,
also wie du deinen Ex beschreibst, das kommt mir weiß Gott nicht unbekannt vor.
Auch die Überwindung, die es kostet, mit einem Menschen zu reden, mit dem man schlecht reden kann, kann ich mehr als gut nachvollziehen, denn mein Ex und ich haben auch nicht besonders viel Talent MITEINANDER zu reden.
Er kann reden, ich auch, aber miteinander schaffen wir es ständig, mehr Mißverständnisse als Klärung zu produzieren.
Aber wegen der Kinder lohnt es sich trotzdem, man muss sich überwinden, und zu großer Sachlichkeit zwingen.
Auf das Kernthema reduzieren, dann funktioniert es irgendwann.
Aber er muss das wahrscheinlich schlicht ausprobieren, sich mit den Kindern beschäftigen und auseinandersetzen, mit allen Themen, die die Kinder betreffen, bevor es "klick" macht.
Versuch es. Für die Kinder ist es wirklich wichtig.
Deine Schilderungen zeigen ja, dass sie ihen Vater überhaupt nicht klar einordnen können und geben ihm wild die Rolle, die ihnen grade passend scheint, bis hin zu "nicht existent".
Versuchs!
Liebe Grüße, Lesemaus (sorry, beim letzten Mal zu früh gedrückt, weg war´s, ohne Gruß)
Getretener Quark wird breit, nicht stark
Ja sachlich reden klingt ganz gut, ich will nicht schon wieder mit ABER kommen, ich habe es schon oft probiert, bis dahin, das er feste Termine über Überkompliziert hielt.
Dann heißt es wieder er muß arbeiten, hat keine Zeit, das nehmen ihm die Kinder schon nicht mehr ab, wenn er sagt er müsse arbeiten, er zahlt den Unterhalt unregelmäßig und wie gesagt die gemeinsammen Schulden, die er nicht zahlt will, sondern ich allein zahlen soll und bisher ja auch gemacht habe. Das sind so viele Probleme, die es schwer machen sich auf den Kern zu konzentrieren.
Dazu kommt eben das er ein Selbstdarsteller ist, ein typischer Verkäufer (sorry) aber es ist wirklich so, Schauspieler bis zu geht nicht mehr, ich weiß gar nciht ob er selbst weiß wie er wirklich ist.
okay,
Selbstdarsteller und Schauspieler sind schwierig. Weil sie es so wunderbar schaffen, ihre Gefühle zu verstecken.
Deine Kinder sind mit sieben und erst recht mit elf Jahren aber eigentlich sehr gut in der Lage, ihre Gefühle zu formulieren.
Ermutige sie, dem Vater gegenüber ihre Wünsche zu formulieren.
Ruhig auch mal kritische Worte zu gebrauchen, solange es sachlich und berechtigt ist.
Also wenn sie das wollen, zu sagen: "Papa, wir wollen ein Wochenende lang bei dir bleiben!"
Ausprobieren kann er es doch mal.
Es braucht keinen starren Umgangskalender, aber es gibt ganz sicher Möglichkeiten, trotzdem einen sinnvollen und regelmäßigen Umgang zu organisieren. Termine kann man legen, ein Umgangswochenende auch mal verlegen, aber diese Häppchen bringen doch keinem was.
Er pickt sich irgendwelche Rosinen raus. Und das auf deine und auf der Kinder Kosten.
Sag ihm mal, dass er die Zeit nicht zurückdrehen kann. Dass er etwas sehr wichtiges und schönes verpasst, indem er nicht teilnimmt am Leben seiner Kinder.
Kinder sind kein Prestige-Objekt, man kann nicht seine Kinder nur holen, um dann bei Freunden ums Eck zu ziehen und überall zu demonstrieren: "schaut, das sind meine Kinder. Ich kümmer mich!"
Wenn du nicht reden kannst mit ihm, dann schreibe ihm doch mal einen Brief.
Gruß, Lesemaus
PS: Trenne aber in evt. Gesprächen oder auch Briefen die Themen "Kinder und Umgang" von "Unterhalt" und "Schulden", es sind getrennte Paar Schuhe. Geh ein Thema nach dem anderen an, und setze die Prioritäten entsprechend.
Getretener Quark wird breit, nicht stark
....aber angesichts dieser Probleme und dieser Situation erscheint es mir zumindest wichtiger denn je, mit ihm in einen sachlichen, vor allem aber abschlussorientierten (er ist doch Verkäufer... :wink:) Dialog zu treten.
Gemeinsame Kinder bedeuten auch gemeinsame Verantwortung, finanziell, emotional etc. Was wäre denn z.B., wenn dir mal was passiert und du vielleicht ein paar Wochen ausfällst? "Müssten" dann die Kinder zu ihm? Oder noch schlimmer, dir passiert was ganz Schlimmes.....aber ich will ja gar nicht schwarzmalen - nur die normalen Unsicherheiten des Lebens muss man gerade für Kinder irgendwie vorher ein bisschen regeln.
Vielleicht hilft bei eurer Sprachlosigkeit aber die Zuziehung von Vertrauenspersonen.....vielleicht seine Eltern, deine Eltern, ein Bruder, ne Schwester oder wer auch immer dir geeignet erscheint, weil er/sie vielleicht Zugang zu ihm hat. Wenn ihr nicht allein miteinander reden könnt, sucht euch nen neutralen Vermittler....aber ich finde es schon bedenklich, wenn auch nach vier Jahren Trennung solche Dinge (übrigens auch die Frage nach gemeinsamen Eheschulden....) nicht geklärt sind.
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Ja solange ich die Schulden zahle (aus Angst vor den Folgen wenn ich es nicht tue) richten sich die Gläubiger nicht an ihn. Das habe ich alles schon probiert. Rein rechtlich habe ich keine handhabe, weil er MIR ja kein Geld schuldet, sondern dem Gläubiger und der unternimmt erst etwas wenn ich nicht mehr zahle. Schwieriges Thema, ich habe dort auch einen RA, aber selbst er kann nicht viel machen, mein Exmann muß es verstehen wollen und auch rein menschlich mich dort nicht im Regen stehen lassen. Aber wie schon so oft erwähnt, fehlt ihm da wohl ein Stücken, Verantwortungsgefühl oder wie immer man das nennen kann.
Ich werde mir alles noch mal durchdenken, einen Brief schreiben ist vielleicht auch eine gute Idee, das erinnert mich aber an die Zeit kurz vor unserer Trennung, ich konnte nicht mehr reden, weil eigentlich alles schon 1000 mal gesagt wurde, da habe ich auch geschrieben, er konnte selbst so etwas ignorieren.
Ich war vor kurzem bei einer Beratungsstelle, meine Tochter machte Probleme und ich wollte mir Rat holen. Mein Exmann hat dann auch eine Einladung bekommen, 1. ist er nicht erschienen und 2. Fragte er mich nicht einmal wo das Problem sei, also warum ich mich dort hin gewant habe. Eine neutrale Person in der Familie oder im Freundeskreis zu finden scheidet auch aus, seine Eltern reden nicth mehr mit mir, haben nur Kontakt über meine Exmann zu ihren Enkeln und vom Freundeskreis hat er sich abgewannt, ist weggezogen und somit sind dort keine Berührungspunkte mehr.
Ironie - on: Der Kontakt der Großeltern (väterlicherseits) nur über den eigenen Sohn zu den Enkelkindern kann ja eigentlich nur gen 0 tendieren, wenn der Vater seine Kinder schon so gut wie nie hat und die Zeit meist auf dem "Rummel" verbringt.... Ironie off
Offensichtlich hast du dich bei und nach der Trennung sehr in die Verantwortungsecke drücken lassen - das kann nur begrenzt gut gehen. Und gemeinsame Schulden zu zahlen, um Gläubiger nicht auf dumme Gedanken zu bringen, ist das eine - diese Zahlungen sich aber zumindestens teilweise vom Mit-Schuldner zurückzuholen ist das Andere! Da musst du wohl noch dran arbeiten....
Schreiben ist sicherlich ein guter Gedanke - aber so wie du deinen Mann schilderst, könnte es gut sein, dass er nicht drauf reagiert und sich gar nicht drum kümmert. Und was dann mit deinem King of ignorance?
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Das der Kontakt zu seinen Eltern so gekommen ist und auch weiter so besteht, ist für mich immer wieder ein Zeichen dafür, das er es anscheinend auch von zu Hause nicht gelernt hat, was Liebe ist. Meine Eltern würden kaputt gehen, die würden kämpfen und auch über ihren eigenen Schatten springen um die Kinder zu sehen. Aber irgendwie scheint es aussichtslos, nach vielen Kämpfen auf den verschiedensten Schauplätzen bin ich vielleicht auch manchmal müde und möchte einfach nur in Ruhe leben.
