Hi zusammen,
ganz kurz: die gemeinsame Tochter lebt nun seit Beginn des Jahres bei mir und meinem Mann. Vorher hat sie von ca Mitte 2000 (oder wars 2001? grübel) bis Anfang 2006 bei ihrem Vater gelebt. Davor hatten wir über 2 Jahre die 50/50 Regelung, die gut lief.
Nun ja, eigentlich haben wir ne entspannte Situation, nix mehr von das ist mein Kind, nee meins und all dieser S.chiß.
Die Kontakte sind zwischen uns ETs verhältnismäßig gut, wenn man bedenkt, dass unsere Tochter (fast 11) sich ganz offen über längere Zeit gegen ihren Vater entschieden hat. Gegen schreibe ich extra, da es nicht anders war. Ich fand das traurig, aber konnte das auch verstehen.
Nun hat es dem Vater natürlich den Boden weggezogen. Er lebt seit fast 8 Jahren mit einer neuen Frau zusammen (mit der versteh ich mich gut) und sie haben ein gemeinsames Kind (unsere Kinder sind ca 7 Jahre auseinander, alterstechnisch).
Ich bin schon immer offen gewesen, da ich selbst Scheidungskind bin. Das Kind ist nicht mein Eigentum, auch nicht seins. Wir sind Eltern und sollten beide dem Kind zur Seite stehen und mit ihm leben so gut es eben geht.
Seit der räumlichen Trennung hat er jedoch kaum Interesse, falsch, er zeigt kaum welches. Er liebt sie, soviel steht fest. Aber alle Möglichkeiten die für beide da sind nutzen sie nicht, wobei er als Vater da wohl angesichts des Alters auf dem Vormarsch sein müsste.
Sie geht reiten, jede Woche. Er kommt nie, obwohl wir beide schon gefragt haben, mehrfach. Er arbeitet um die Ecke und könnte mit ihr Eis essen gehen oder sonstwas...keine Ahnung. Nichts.
Ich schwanke nun zwischen ihn in Ruhe lassen und quasi weiternerven (hört sich schlimmer an, als ich meine).
Ich weiß, dass er wohl sehr gekränkt ist, nur ändern kann ich das ja nicht. Ich möchte nur, dass unser Kind ihren Vater nicht als 14 Tage-Dad hat. Telefonieren, emailen etc, alles möglich. Ich überwache nichts dergleichen.
Da ich nicht fühlen kann wie ein Mann, wie ein Vater, kann mir ein Dad hier sagen, wie das ist und ob ich was tun kann?
Antworte gerne auf direkte Fragen, wollte nur alles etwas kurz halten.
Gruß riviera
Hi Riviera!
Da ich nicht fühlen kann wie ein Mann, wie ein Vater, kann mir ein Dad hier sagen, wie das ist und ob ich was tun kann?
Ich fürchte in diesem Forum wirst Du nur Antworten bekommen, die ähnlich sind wie meine:
Ich vermisse meinen Sohn auf unerträgliche Weise und würde die Welt aus den Angeln heben, wenn ich ihn dafür auch nur 1x mehr sehen könnte.
In diesem Sinne: völliges Unverständnis von meiner Seite für Deinen Mann.
Es ist schwer möglich ihn zu "zwingen" mehr Zeit mit dem Kurzen zu verbringen, wenn er das nicht will. Liegt in der Natur der Sache.
Vielleicht schreibst Du hier mal, WARUM er so gekränkt ist...! Vielleicht findet sich da die Begründung...!?
Grüße,
Milan
Hi Milan,
ich denke, er ist arg gekränkt, da sich unsere Tochter nach langem Wohnen bei ihm dann entschieden hat dort nicht mehr leben zu wollen. Sie hat alles dafür getan, was man aus Kindersicht tun kann, um sich Gehör zu verschaffen.
So hab ich dann im vergangenen Jahr den Antrag auf AbR gestellt, als mir bekannt wurde durchs Kind und nicht durch ihn, dass die Familie in ein anderes Bundesland ziehen wird und sie aber nicht mit will.
Letztlich zog sie dann zu mir/uns und ich fand gleich, dass gewisse Dinge anders gehandhabt werden sollten.
So wollte ich nie, dass er an feste Zeiten gebunden ist (Fr 16 bis So 18 Uhr oder son Kram). Auch doppelte Wochenenden können stattfinden ohne was zu verrechnen.
Ich geb, wenn man das so formulieren kann, Hinweise, wenn ein Kinofilm läuft, den sie gerne sehen würde (ich mag Kino nicht), sag ihm, wann sie Reiten hat oder sonstwas. Er verspricht dann teils, hält es aber nicht ein. Warum weiß ich nicht.
Ich würde für sie und ihn einfach gerne das Getrenntsein vereinfachen wollen, wobei wollen so ne Sache ist.
Ich befürchte einfach, dass sie beide so viel Zeit verlieren und die Kinder werden ja nunmal schnell groß und was wenn sie ins Alter von Disco kommt...
Er ist sicher einfach traurig, denn sie wird ihm einfach sehr fehlen. Das Zubettbringen, Hausaufgaben machen, na eben all die alltäglichen Dinge sind ja nciht mehr da.
Leider empfindet das das Kind ganz anders. Sie ist traurig, wütend und weiß nicht was sie falsch macht. Sie denkt, sie macht was falsch, was ja nicht so ist.
Ich denke immer, als Elternteil sollte ich alles dafür tun, dass der andere Elternteil weitestgehend erhalten bleiben kann und merke wie sehr ich da auf ihn angewiesen bin. Jetzt fühle ich mich ziemlich klein.
Gruß riviera, der es leid tun, wenn nicht alle Eltern mehr Zeit mit dem Kind und umgekehrt leben können
Hallo Riviera.
erstmal -drück- hätte ich gehofft die ex meines Ex wäre auch so klasse kooperativ gewesen!
Ich bin sicher , das Deinem Ex das Gefühl abgelehnt worden zu sein stark an die Nieren geht und er einfach "zu" ist.
Hat er denn gar keinen Umgang mit ihr zur Zeit?
Lieben Gruß
Monja
Hi Riviera!
ich denke, er ist arg gekränkt, da sich unsere Tochter nach langem Wohnen bei ihm dann entschieden hat dort nicht mehr leben zu wollen.
Das verstehe ich. Ist ja auch sehr traurig aus seiner Sicht. Aber er sollte sie nicht so "ernst" nehmen, als wäre sie erwachsen. Ihre Entscheidung richtete sich ja nicht gegen ihn, sondern gegen das Umfeld, bevorstehender Umzug, etc. Sie ist nicht seine Ehefrau, die sich von ihm getrennt hat und ihm damit ganz persönlich die rote Karte gegeben hat. Sie ist seine Tochter, die sich unwohl fühlte und Abhilfe brauchte. Das heißt ja nicht, daß sie ihn weniger lieb hat.
Ich befürchte einfach, dass sie beide so viel Zeit verlieren und die Kinder werden ja nunmal schnell groß und was wenn sie ins Alter von Disco kommt...
Die Befürchtung ist ja nicht unbegründet.
Ich denke immer, als Elternteil sollte ich alles dafür tun, dass der andere Elternteil weitestgehend erhalten bleiben kann und merke wie sehr ich da auf ihn angewiesen bin. Jetzt fühle ich mich ziemlich klein.
Hast Du denn schon mal ein einfühlsames Gespräch mit ihm geführt?
Wenn es wirklich so ist, daß er zu traurig ist, dann braucht er ja Hilfe und Unterstützung. Vielleicht hat ihm das noch niemand so richtig erklärt?
Milan
Liebe monjawi
doch der Umgang läuft, leider nur alle 14 Tage. Es könnte aus meiner Sicht gerne mehr sein, er ist doch ihr Daddy.
Der gute Kontakt mit der LG war nicht immer so, aber hat sich wieder gut entwickelt. Ja, es ist hier und da hilfreich, nur ist er eben der Vater und wenn ich mich mit ihr "verbünde" aus seiner Sicht ist es auch nicht gut. Die Waage zu halten ist schwierig.
Hi Milan,
ja es tut ihm weh und ich kann ihm das nicht nehmen. Ja, sie liebt ihn und inwieweit sie ihre Entscheidung überblicken kann, nunja, leider ziemlich gut, nach all dem was zutage getreten ist.
Ich hab mit ihm gesprochen, ihm geschrieben, ohne "Anklage".
Mein Gefühl ist: sie ist weg und man geht zur Tagesordnung über.
Weil er auch mal sagte, wenn sie bei mir lebt, dann wäre ich für alles zuständig und er hält sich raus. Das hab ich zwar ernst genommen, aber ich hab gesagt, warum, es ist gut wenn du parat bist und auch Entscheidungen mitträgst, nicht um mich zu entlasten, was ja auch der Fall wäre, sondern da das Kind so zumindest teils ein gemeinschaftliches Elternpaar erleben kann.
Hilfe wird er nicht suchen, weil er sich dem eigenen Verhalten nicht bewußt ist, kann ich so sagen, da ich ihn in dieser Hinsicht gut kenne. Aufmerksam machen bringt nichts, denn er siehts trotzdem nicht.
Ich kann nicht viel tun, hab aber immer das Bedürfnis, denn ich sehe ja unsere Süße. Den beiden steht echt alles offen, auch loser Kontakt wie Telefon etc.
Bin einfach nur traurig, denn die verlorene Zeit lässt sich nicht mehr zurück holen. Zudem sehe ich, wie sie langsam auch dicht macht, denn sie hat die Nase voll von Versprechungen die nciht eingehalten werden und auch von der so erfahrenen Gleichgültigkeit. Die sehe ich nicht, aber sie sieht das so.
Selbst wenn ich etwas begründe, um ihn nicht zu sehr von ihr überrollen zu lassen, dann reagiert sie schon entsprechend.
Beide scheinen sich zu schützen vor Verletzungen und das könnte sich erübrigen.
Er ist ein toller Vater und deshalb wünsche ich mir für sie umso mehr Vater, erlebten Vater!
Gruß riviera
Hm, heute Nachmittag ne SMS gekriegt "Ich komme nicht zum Elternabend."
Das wars, mehr nicht.
Hmhm.
Vor 1,5 Wochen fragte ich wegen Reiten zukucken, zumal unsere Tochter wußte, dass die beiden die ganze Woche Urlaub haben. Er mailt, ja, aber er weiß nicht ob Montag oder Donnerstag, sag ihr mal nichts.
Er kam nicht und auch keine Meldung dazu. Muss sich ja nicht melden, aber mir hatte er das eigentlich zugesagt.
Und nun die kurze Mitteilung, er kommt auch nicht zum EA.
;( was ist da bloß los? Antwort kriege ich nicht.
Gruß riviera
