glaube ihm das aber nicht!
Hallo alle miteinander!
Würde gerne Eure Meinung zu meinen Problem hören. Ich habe einen 5 Monate alten Sohn, lebe nicht mit den Vater zusammen aber wir versuchen freundschaftlich gemeinsam den Kleinen groß zu ziehen.
Der Vater des Kindes und ich waren 2 1/2 Jahre in einer Affäre und als er erfuhr, dass ich schwanger bin, gingen wir bis vor kurzen komplett getrennte Wege. Vor 2 Monaten meldete er sich und meinte, dass er gerne den Kleinen kennenlernen möchte. Freute mich darüber, dass so denkt und wir vereinbarten, dass es aber regelmäßig ablaufen sollte.
Nachdem er ihm sah, war er etwas verunsichert - verständlich. Er sagte, dass er wieder in 14 Tagen vorbei schauen möchte, da er berufliche Schwierigkeiten hat, die er vorher lösen muss - daher kann er nicht früher. War für mich in Ordnung! Aber dann meldete er sich 4 Wochen nicht, möchte dann sofort vorbei kommen und wenn es nicht geht, ist er schwer beleidigt und meldet sich dann wieder 3-4 Wochen nicht. Habe ihm erklärt, dass ich möchte, dass er regelmäßig seinen Sohn besucht oder gar nicht - denn irgendwann wird er älter und dann bekommt er es mit. Außerdem soll er sich ein paar Tage vorher ankündigen, da ich auch was vor habe. Er wieder beleidigt und meint, da ich zu Hause bin und er arbeitet, muss ich mich nach ihm richten. Es ist total schwer mit ihm eine vernüftige Einigung zu finden. Ich bin auch bereit ihm nicht nur alle 14 Tage seinen Sohn zu sehen, sondern wenn er will, auch öfters. Aber sein stures Verhalten, damit komm ich nicht klar.
Meine Frage an Euch - wie könnte ich es mit den Vater meines Kindes am besten regeln oder in den Griff bekommen? Wie hab ihr es gemacht? Möchte ja mit ihm gemeinsam den Kleinen großziehen aber nicht so....
Ich bitte euch um Euren Rat.
Danke
lg
tipp habe ich gerade keinen für dich........................außer gute einstellung von dir...................
😉
hmmmm..wenn du nicht arbeiten gehst kanns dir doch erstmal egal sein wann er es holt.Sachen sind schnell gepackt
vielleicht kriegst du ihn so das er merkt das es dir nichts ausmacht wann er kommt.
gruß
m
danke zuerst einmal für deine Antwort!
Stimmt das ich nicht arbeiten gehe aber ich studiere weiterhin (hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen), habe eine 15 jährige Tochter und führe nebenbei den Haushalt. Er hingegen ist selbstständig, hat auch wie die meisten, dass ganze WE frei und da denke ich, wenn er ernsthaft den Kleinen kennenlernen möchte, dann sollte er zumindest alle 2 Wochen 1 Tag sich dafür Zeit nehmen oder sehe ich das FALSCH?!
Momentan kommt er 1 x im Monat für 3 Stunden, trinkt Kaffee, haltet ab und zu den Kleinen und erzählt mir, wie besch....nicht sein Leben ist. Muss dazu sagen, er hat ein paar Klagen wegen offenen Schulden - lebte aber die letzten Jahre in Saus und Braus! Sogar seine Wohnung hat er verloren und wohnt jetzt bei einen Freund. Meiner Meinung bekommt er sein Leben nicht ganz in den Griff - trotzdem sehe ich in ihm, keinen schlechten Menschen - nur er sollte einmal zu dem stehen, was er sagt und will. Wie sollen sich die 2 (auch wenn noch Zeit ist, weil Junior noch klein) jemals richtig kennenlernen? Bin mir ja auch nicht sicher ob er nicht nur sein schlechtes Gewissen beruhigen mit den 1 x Besuch will. Weiß nur nicht, was ich davon halten soll.
Moin Florin34,
Du überschreibst Dein erstes Posting mit "Vater sagt er möchte sein Kind sehen..." und gibst die Antwort auf die offensichtlichen Probleme gleich in Deinem ersten Satz:
glaube ihm das aber nicht!
Was dachtest Du, auf welche Weise man Vater wird? Durch schieren Beschluss der Mutter, wie Umgänge zu laufen haben?
Nach Deiner Schilderung hat Dein Ex nicht einmal aktiv an der Schwangerschaft teilgenommen - Sohnemann war eines Tages einfach da. Wenn Du Dich einmal ein wenig mit Elternschaft befassen würdest, wüsstest Du, dass das für einen Mann sogar dann eine Mega-Schritt ist, wenn er täglich mit der angehenden Mutter seines Kindes zusammen ist. Während einer Schwangerschaft passiert bei ihm nämlich hormonell garnix; von seinem biologischen "Programm" her müsste er sich längst anderen Damen zugewandt und mit diesen für Nachwuchs gesorgt haben.
Vater wird man faktisch erst, wenn ein Kind da ist - und auch das braucht seine Zeit. Ich kenne viele Männer, die den Beginn ihrer "selbst gefühlten Vaterschaft" auf die Zeit datieren, als sie mit diesem Zwerg, den sie da auf dem Arm hatten und der bislang offensichtlich nichts anderes konnte als trinken, schlafen, schreien und in die Windeln kacken, in Kommunikation treten konnten, durch Lachen, Spielen, blödeln und reden. Du dagegen erwartest jetzt sofort den perfekten Dad, der sich Deinem Timing unterwirft, weil Du in irgendeiner schlauen Frauenzeitschrift irgendwas gelesen hast. Und garnierst Deine Vorstellungen von Vaterschaft auch gleich mit dem gängigen "Argument" vieler "Kinderbesitzerinnen": "Wenn's nicht nach meiner Nase geht, läuft eben garnix!"
Knick' das alles und fang noch einmal von vorne an. Für ein 5-monatiges Kind ist eine Woche nichts anderes als 4 Wochen; in dem Alter hat es schlicht keinen Zeitbegriff. Der kommt - frühestens - im mittleren Kindergartenalter. Tritt Deine komische 2-Wochen-Weisheit also in die Tonne; sie ist nichts wert!
Das beste für Euren Zwerg wäre, er könnte seinen Dad oft sehen; auf die Dauer in Stunden kommt es dabei gar nicht so sehr an. Zwei oder drei Mal die Woche füttern, wickeln und ins Bett bringen wäre ein ganz guter Anfang. Aber selbst wenn das nicht von Anfang funktioniert: Jeder Besuch von Paps ist besser als kein Besuch, und selbst ein - nach Deiner Definition - "lausiger" Vater ist besser als gar keiner.
Lass Deinen Ex sich erst einmal in seine Vaterrolle finden; er hat sie sich nicht ausgesucht und muss eine Menge lernen. Und vor allem: Krieg möglichst schnell aus dem Kopf, dass Du allein entscheidest, wann und wie oft Vater und Sohn sich sehen sollten - die beiden werden im Lauf der Jahre ihr eigenes Verhältnis zueinander entwickeln. Aber beziehe Deinen Ex aktiv mit ein - und zwar, OHNE ihm Vorschriften machen zu wollen. Ihr seid kein Paar mehr...
Das ist jetzt zwar vermutlich nicht das, was Du hören wolltest - aber das Statement eines "gelernten" Vaters. Mach was draus...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin Florin34,
eigentlich hat brille schon das Wesentliche geschrieben - stehen doch frische Väter etwas hilflos dem Kind gegenüber - kann Mann doch nicht so richtig `was damit anfangen.
Aber:
Vielleicht zum besseren Verständnis meine Sicht der Dinge. 34 Jahre alt steht in Deinem Profil - eine Affäre hattest Du - jetzt hast DU ein Kind (beidseitig gewollt?) Wenn es nur Dein Kinderwunsch war, kann ich Deine Haltung sogar verstehen, ist ja schliesslich Dein Kind - wenn es Dir dann mit Deiner Bereitschaft, den Vater aktiv beteiligen zu wollen, Ernst ist, solltest Du brille Ratschläge befolgen.
Bevor ich es vergesse:
Unterhaltszahlungen für Dich und das Kind - alles pünktlich?
LG Jochen
Die Wahrheit kann man 1000mal erzählen, Lügner brauchen soooon Gedächtnis
OK - Brille hat ja nicht ganz unrecht! Vielleicht ärgert mich sein sporadisches Verhalten! Ich habe auch viel um die Ohren und kann mich dadurch nicht immer nach ihm richten. Vor 2 Wochen fragte ich ihm, ob er Lust und Zeit hätte uns zu besuchen - seine Antwort - am WE - es kam aber wieder einmal keine Absage. Wenn ich ihm entgegen komme, lehnt er es meistens ab (Grund - Stress). Aber wenn ich mich eine zeitlang nicht melde und es hin nehme, dann will er jetzt und gleich.
Ich möchte ja nur, dass wir alle miteinander eine zufriedenstellende Lösung finden.
Werde aber deinen Rat befolgen - schau ma mal ob es fruchtet. Morgen ist er ja wieder im Lande!
Wie soll ich ihm nur meine Reaktion - war per SMS ziemlich aufbrausend - erklären.
Was ist, wenn ich ihm sagen würde, dass ich teilweise auch überfordert bin und ich mir wünschen würde, dass er mir mehr mit den Kleinen hilft. Ist das zuviel verlangt? Oder was sagt ihr dazu?!
Servus Florin,
den Satz mit der Selbserkenntnis, die der erste Weg zur Besserung ist, kennst Du offensichtlich 😉
Wie sich das Ganze entwickeln wird, kann niemand vorhersagen. Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, vermute ich jedoch einen bestimmten Mechanismus: Dass Ihr beide als Paar nicht mehr zusammen seid, wird seine Gründe haben. Vermutlich wird Dein Ex Deine "Forderungen" aber genau in die Schublade einsortieren, die zum Scheitern Eurer Partnerschaft geführt haben, sich von Dir bevormundet oder gemassregelt fühlen. Viele Menschen (nicht nur Männer) stellen da auf "stur" nach dem Motto "Der/die hat mir gar nichts zu sagen!"
Eure Partnerschaft ist aber vorbei - das muss sich auch in der Art und Qualität Eurer Kommunikation widerspiegeln. Ihr seid jetzt "nur noch" Eltern und als solche zumindest moralisch verpflichtet, das Beste für Euren gemeinsamen Sohn zu tun. Die Notwendigkeit, Euch hierüber auszutauschen - selbst wenn jeder von Euch zwischenzeitlich anderweitig heiraten oder nach Timbuktu auswandern sollte - wird Euch mindestens die nächsten 18 Jahre begleiten.
Ich mache Dir jetzt einen unorthodoxen Vorschlag: Wenn Dir wirklich (!) an einer guten Vater-Sohn-Beziehung gelegen ist, setz Dich mit Deinem Ex mal (Kind bei Oma!) an einem neutralen Ort zu einem guten Essen zusammen und besprich mit ihm, wie Ihr beide Euch Eure Elternschaft vorstellt. Ich an Deiner Stelle würde ihn sogar in die persönliche Verantwortung nehmen, indem ich ihm eine Erklärung des gemeinsamen Sorgerechts vorschlage. Ein weiterer Schritt könnte eine Mediation sein, in der Ihr beide lernt, die (gewesene) Paar-Ebene von der (zukünftigen) Elternebene zu trennen; das ist nämlich eklatant wichtig! Und natürlich muss zu seiner Verantwortung auch gehören, seine Finanzen soweit in Ordnung zu bringen, dass er zumindest für Euer gemeinsames Kind Unterhalt leisten kann. Das ist kein "Kann", sondern ein "Muss".
Seht bei dem Ganzen mal ein paar Jahre in die Zukunft; lasst Junior mal im Kindergarten oder in der Schule sein: Soll er sich dort schämen, weil die meisten anderen einen Papi haben, auf den sie stolz sind und der mit ihnen zum Angeln geht oder Mathe lernt - nur Euer Sohn nicht? Freu Dich auf die Zeit, wo die beiden vielleicht zu zweit allein zum Zelten fahren oder einfach ein knuffiges Vater-Sohn-Wochenende verbringen. Und vor allem: Werde keine der egoistischen "Kinderbesitzerinnen", von denen hier viele Forumsteilnehmer ein Lied singen können. 24/7-Kinderbetreuung ist kein Zuckerschlecken; viele dieser Frauen merken erst später, dass sie ihre Weiblichkeit und Attraktivität für andere Männer für diese selbstgewählte Aufgabe aufgegeben haben. Wäre es da nicht schön, mit einem netten Mann mal in Urlaub fahren zu können und zu wissen: Junior ist bei seinem Dad und dort bestens aufgehoben?
Wie gesagt: Denkt nach vorn und nicht nach hinten. Mutter wird man über den Bauch; Vater nur über den Kopf. Du hast deshalb 9 Monate Vorsprung; die muss er erst mal aufholen...
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo Florin34,
in vielen Dingen kann ich dein Denken nachvollziehen da es sicher nicht einfach ist am Gegenüber zu scheitern wenn um das wichtigste im Leben geht nämlich einem Kind.
Das Desinteresse (wenn es denn wirklich so ist) das man von der Gegenseite erlebt und das ständige hinterher tragen des Kindes zur anderen Seite ist schmerzvoll und zermürbend.
Letztendlich geht es aber auch darum dem Kind eine gewisse Zuverlässigkeit und Beständigkeit zu geben und hierbei ist dein Ex ganz klar gefragt.
Prüfe dich einmal selbst wieviele Spontanbesuche doch gegangen wäre und welche wirklich aufgrund eines schon bestehenden Termines nicht gingen.
Ärgert dich dann das Verhalten deines Ex weil er das halt schon in der Affärre so gehandelt hatte und dir das damals schon auf den Keks ging.
Wiedersprechen möchte ich allerdings in der Theorie das dein Ex ja jetzt plötzlich und spontan Vater geworden ist, er hatte sehr lange Zeit, nämlich die gesamte Schwangerschaft über sich mit dem Thema auseinander zusetzen warum hier nicht schon die Gespräche über die Zukunft vom Kleinen geregelt wurden kann ich aufgrund deiner Infos nicht nachvollziehen. Schliesslich ist das Kind ja nicht über Nacht zur Welt gekommen.
Auf der anderen Seite sagst du das er beruflich sehr angespannt ist und die Schulden ihn grade überrollen, dies ist natürlich auch ein möglicher Grund warum er mit dem Kopf halt ganz woanderst ist.
Entschuldigt ihn aber trotzdem nicht für angekündigte Besuche die er dann nicht mal absagt, hier müssen ganz klare Linien herbei damit er sich seiner Verantwortung gegenüber seines Sohnes bewusst wird.
Ich hoffe das ein gemeinsames Gespräch auf neutralem Boden etwas zur Klärung beitragen kann, vielleicht sind die jeweiligen Wünsche gar nicht soweit von einander entfernt.
Lieben Gruss
Kruemel1
Hallo nochmals an Brille und Krümel!
Danke für die ehrlichen Beiträge! Natürlich musste ich bei den Eintrag von Brille erstmals "schlucken" aber er hat nicht ganz unrecht! Krümel - ich denke genauso, dass es nur geregelt funktionieren kann.
Um Klarheit ins Bild zu bringen, kläre ich mal in Kurzfassung die Vergangenheit auf. -
Wir hatten eine Affäre, waren beide in einer Beziehung - die nach bekanntwerden der Schwangerschaft natürlich beendet war.
Unsere Affäre wurde gleich am Beginn der Schwangerschaft beendet - Dauerstreit war 9 Monate an der Tagesordnung - Grund: Baby, er wollte nur ein Kind, wenn es in einer Beziehung aufwächst, hat mich auch gefragt ob ich mir ein zusammenleben vorstellen kann, usw...Aber wenn man nicht verliebt ist, sehe ich es so, dann kann ich keine Beziehung führen. Warum ich das Kind ausgetragen habe, weil ich einfach dazu stehen wollte.
KV und ich haben letztes Mal wieder über das Thema gesprochen - er fühlt sich reingelegt (wusste das ich zu diesen Zeitpunkt nicht 100 % verhütet bin), möchte aber das alte ruhen lassen und einen neustart machen. Meinte auch, dass aus Freundschaft sich irgendwann einmal Liebe entwickeln könnte.
Kann sein aber momentan eben nicht.
OK - ich möchte nur das Beste für unseren Sohn und ich weiß, dass jedes Kind ein Recht auf seinen Vater hat. Nur wie ich es bei einen Gespräch richtig vermitteln kann, dass ist die Frage - bin ja eine "Frau"
Er versteht immer gleich alles falsch und ist dann beleidigt. Ich hätte gerne, dass er mich ein wenig mit der Betreuung unterstützt. Da sagt er dann, brauchst ja nur anrufen - tue ich das, dann hat er nie Zeit... Wie führt man so ein Gespräch, dass es auch dieser MAnn versteht? Auf was soll ich achten? Bitte nochmals um Rat!
Lg
