Liebe Freunde,
bis jetzt hat der Umgang ja ganz gut geklappt. Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre und 2 Monate alt, und obwohl es in diesem Alter eigentlich alles andere als optimal ist, habe ich ein 14-tägiges Besuchsrecht am WE mit Übernachtung. Habe mir ja dafür extra eine kleine Wohnung am Umgangsort angemietet (und wohne dafür an meinem Arbeitsort in einer kleinen Dachkammer). Öfter Umgang ist auf Grund der Entfernung und meinen Wochenenddiensten nicht drin. Soweit so gut. Es besteht ja noch GSR und gABR.
Mir ist zwar immer mal wieder aufgefallen, dass Zwerg ungefähr einen halben Tag gebraucht hat, um mit mir wieder warm zu werden, dann war‘s aber kein Problem. Er kommt und holt sich seine Streicheleinheiten ab, kommt kuscheln, will Bücher mit mir anschauen, mit seinen Tieren spielen, geht mit mir schwimmen etc. Er nennt mich auch Papa und freut sich (so interpretiere ich das) auch, ich zu sehen.
Offenbar zeigt er aber bei meiner Ex irgendwelche Verhaltensausfälligkeiten, denn sie hat mir heute eröffnet, sie sei beim Kinderarzt gewesen, er habe gemeint, der Umgang, insbesondere 4 Tage am Stück, sei zu viel für den Zwerg, er würde darunter gestresst werden (Anm. Ich hatte ihn über Sylvester 4 Tage am Stück und sollte ihn Ostern auch 4 Tage am Stück bekommen). Meine ex fragte mich nun, ob ich bereit sei, auf diese 4 Tage „zum Wohle unseres Kindes“ zu verzichten.
Zudem verkündete sie mir, dass ich mich darauf einstellen müsse, ihn zukünftig nicht mehr alle 14 Tage sehen zu können, sondern vlt. auch mal erst alle 3 Wochen, da sie wieder arbeiten gehen möchte (muss in ihrem Beruf auch Wochenends arbeiten).
Interessant war, dass mein Zwerg vor einigen Wochen (da war er knapp 2 Jahre alt) mich freudig bin den Worten begrüßte: „Papa doof, Papa doof, Papa doof“.
Ich habe in 2 Tagen einen Termin mit einem neuen Anwalt, ein bekannter und im Forum oft empfohlener Anwalt aus München. Aber meine Frage an die Erfahrenen? Wie soll ich mit sowas umgehen, was kann ich tun, um a priori (ich bin sicher, meine Frau wird weiter Streß machen und den Umgang versuchen, professionell einzuschränken). Was ratet ihr mir? Bislang habe ich ihn ja immer gehabt, wenn Umgang war. Aber die Anzeichen verdichten sich, das die Zeit des unbeschwerten Umgangs vorbei sind.
(in diesem Zusammenhang mal eine vlt. etwas naive Frage: was hat es eigentlich für Folgen, wenn mir meine Ex den Zwerg an Ostern nur 2 Tage gibt, ich ihn aber erst nach 4 Tagen zurückbringe?)
Gruß, PP
Moin PP,
sehen wir es logisch: Wenn
4 Tage am Stück, sei zu viel für den Zwerg, er würde darunter gestresst werden
ein Argument wären, müsste man Sohnemann seiner Mutter wegnehmen; da ist er ja noch viel länger "am Stück". Nach Deiner Schilderung wäre es allerdings besser, den Umgang auszuweiten: Dann würde die bisherige Ausnahmesituation "Umgang" zu einer Selbstverständlichkeit - und die stresst niemanden. In toto: Die Äusserungen Deiner Ex sind Quatsch - was natürlich nicht bedeutet, dass sie nicht willfährige Zuhörer dafür findet. Manche Menschen sind Weltmeister darin, in jeden kindlichen Pups alles Mögliche hineinzuinterpretieren.
Zudem verkündete sie mir, dass ich mich darauf einstellen müsse, ihn zukünftig nicht mehr alle 14 Tage sehen zu können, sondern vlt. auch mal erst alle 3 Wochen, da sie wieder arbeiten gehen möchte (muss in ihrem Beruf auch Wochenends arbeiten).
was kann Eurem Zwerg Besseres passieren als an Muttis Arbeitswochenenden von seinem Vater betreut zu werden?
was hat es eigentlich für Folgen, wenn mir meine Ex den Zwerg an Ostern nur 2 Tage gibt, ich ihn aber erst nach 4 Tagen zurückbringe?)
juristisch überhaupt keine; Ihr habt das GSR. Also kommt auch keine Polizei oder dergleichen. Aber natürlich kann Deine Ex hinterher einen Riesen-Aufriss machen wegen Deiner "Unzuverlässigkeit" und Eigenmächtigkeit. Und sie kann versuchen, das ABR für ihn zu bekommen. Ob sie damit Erfolg hat, kann niemand vorhersagen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hi PP,
Offenbar zeigt er aber bei meiner Ex irgendwelche Verhaltensausfälligkeiten, denn sie hat mir heute eröffnet, sie sei beim Kinderarzt gewesen, er habe gemeint, der Umgang, insbesondere 4 Tage am Stück, sei zu viel für den Zwerg, er würde darunter gestresst werden (Anm. Ich hatte ihn über Sylvester 4 Tage am Stück und sollte ihn Ostern auch 4 Tage am Stück bekommen). Meine ex fragte mich nun, ob ich bereit sei, auf diese 4 Tage „zum Wohle unseres Kindes“ zu verzichten.
Das ist ja der größte Schwachsinn den ich seit langem hier gehört habe. Frag doch mal beim Arzt nach, ob Du diese Diagnose auch schriftlich haben könntest. Ansonsten halte ich es persönlich einfach für eine Lügenkonstruktion der Exe, um ihre Ziele durchzusetzen. Hat die Gute denn einen LG? Wahrscheinlich kommt daher der Wind, da Du ja auch die Sache mit "er sprich mich mit Papa an" betonst.
Meine ex fragte mich nun, ob ich bereit sei, auf diese 4 Tage „zum Wohle unseres Kindes“ zu verzichten.
"Nein, liebe Ex. dass werde ich selbstverständlich nicht. Du stehst sicherlich auch auf Dem Standpunkt, das regelmäßiger Umgang richtig und wichtig ist für unser Kind ist. Wenn Du meinst, mit Deinem Lover heile Familie spielen zu müssen, darfst Du das tun. Der Umgang findet jedoch statt wie geplant."
Pass auf, als nächste Aussage kommt "Er möchte aber gar nicht zum Papa ... und zwingen werde ich ihn nicht" - Dann prüf mal den Terminkalender durch, was die Exe da vor hat. Klassiker : Geburtstag feiern mit Next, Einladung vom Next zu langem Wochenende etc.
Zudem verkündete sie mir, dass ich mich darauf einstellen müsse, ihn zukünftig nicht mehr alle 14 Tage sehen zu können, sondern vlt. auch mal erst alle 3 Wochen, da sie wieder arbeiten gehen möchte (muss in ihrem Beruf auch Wochenends arbeiten).
Ist doch super, kann Dein Sohn doch bei Dir die Zeit verbringen. Das kostet auch kein Geld für zusätzliche Betreuung, Deine Exe hat Vorteiel dadurch und Du hast Spaß mit Deinem Sohn. Sollte sie darauf bestehen, deutest Du schon mal den Termin beim zuständigen Jugendamt zwecks Vermittlungstermin an. Gruß Ingo
Hallo,
Offenbar zeigt er aber bei meiner Ex irgendwelche Verhaltensausfälligkeiten, denn sie hat mir heute eröffnet, sie sei beim Kinderarzt gewesen, er habe gemeint, der Umgang, insbesondere 4 Tage am Stück, sei zu viel für den Zwerg, er würde darunter gestresst werden.
Sogenannte "Verhaltensauffälligkeiten" sind oft ganz normales Verhalten, die je nach Belieben (und zufällig im Interesse dieser) von der KM als "Auffälligkeiten" interpretiert werden.
Bist Du nicht selbst Mediziner und weißt mit solchen (vorgeblichen) Aussagen eines Kinderarztes fachlich umzugehen ?
1. ist der Kinderarzt vermutlich nicht zugleich Kinderpsychologe
2. ist eine solch absurde Aussage gewiss nicht fachlich belegbar - im Gegenteil würde mehr Umgang auch mehr Normalität und Kontinuität für das Kind schaffen und so stressvermindernd wirken
Aufgrund des gSR würde ich mich persönlich nach dem Wahrheitsgehalt der von der KM behaupteten Auffassung des Kinderarztes erkundigen.
Sollte die KM gelogen haben, ist das sicher nicht zu ihrem Vorteil.
(in diesem Zusammenhang mal eine vlt. etwas naive Frage: was hat es eigentlich für Folgen, wenn mir meine Ex den Zwerg an Ostern nur 2 Tage gibt, ich ihn aber erst nach 4 Tagen zurückbringe?)
Wie brille schon schrieb - juristisch problemlos, was allerdings der RA Deiner Ex daraus machen könnte, sei dahingestellt.
Hi. In Ergänzung zu den hier schon angesprochenen Themen, zwei weitere Punkte:
Zudem verkündete sie mir, dass ich mich darauf einstellen müsse, ihn zukünftig nicht mehr alle 14 Tage sehen zu können, sondern vlt. auch mal erst alle 3 Wochen, da sie wieder arbeiten gehen möchte (muss in ihrem Beruf auch Wochenends arbeiten).
Ich lese hieraus mal die Absicht, dass KM davon ausgeht, dass ein WE, an dem sie eigentl für die Betreuung Eures Kindes zuständig ist, aber ArbeitsWE für sie ist, quasi nicht zählt und sich der Umgangsrythmus verschiebt. So geht das natürlich nicht! Da sehe ich eigentl nur 2 Loesungen: Entweder ist unterstützt euch gegenseitig je nachdem wer arbeiten muss. Das scheint aber wohl auch mangels der dazu notwendigen Flexibilität Deinerseits und Kooperation Ihrerseits vermutlich nicht möglich. Bleibt eigentlich nur ein sehr lfr im Voraus festgelegter starrer Umgangsrythmus, um den herum ihr beide Eure Wochenenddienste planen müsst.
Interessant war, dass mein Zwerg vor einigen Wochen (da war er knapp 2 Jahre alt) mich freudig bin den Worten begrüßte: „Papa doof, Papa doof, Papa doof“.
Ich denke, Du weißt, das solche Worte von Kindern in diesem Alter nicht auf die Goldwaage zu legen sind. also beiläufig beobachten, aber bloß kein Fass aufmachen. Meine Kleine ( jetzt gut 4) versucht derzeit ihren Willen damit durchzudrücken, indem sie droht "nie nie wieder" zu Papa zu kommen. Aber ich bin mir sicher, dass meine Ex da nicht dahinter steckt. Zudem weiß ich aus zuverlässiger Quelle, dass bei ihr ähnliche "Drohungen" unserer Tochter gemacht werden.
Gruß, Toto
