Hallo zusammen,
ich finde es ganz erfrischend, hier mal von Männern zu lesen, die fast allesamt wirklich und ehrlich am Umgang mit ihren Kindern interessiert sind und dafür auch kämpfen.
Kaum mag es wohl vorkommen, daß ein Vater so überhaupt keinen Bock auf den Umgang mit seinem Kind hat oder? Bei meinem Ex ist es leider so. Der Kleine ist jetzt 2, 5 Jahre alt, wir haben seit ca. 1 Jahr ein Gerichtsurteil, nach dem vereinbart wurde, daß er den Kleinen alle zwei Wochen von Samstag auf Sonntag sieht (zu mehr war er nicht bereit). Er hat sich dann ganze 3 Monate daran gehalten und fing dann bereits an, die Regelung außer Kraft zu setzen. Die Krönung ist mittlerweile, daß er mir alle paar Wochen einen Plan schickt, nach dem ich mich zu richten habe. Inzwischen hat sich das zu (huch!) 3-4-Wochen-Abständen entwickelt, die mein Sohn und ich einfach schlucken sollen. Leidtragend ist letzlich nur mein Sohn, aber auch ich habe es satt, mir auf der Nase rumtanzen zu lassen.
Er kann doch nicht einfach über unsere Zeit verfügen?! Und vor allem kann er seinen Sohn nicht hervorholen oder wegpacken, wie´s ihm passt. Oder???
Mimi
Hallo Mimi,
doch es kommt auch häufiger vor, daß nicht nur KM´s den Umgang boykottieren, sondern auch KV´s.
Ich habe/hatte die gleichen Spielchen mit meinem Ex-Mann durchmachen müssen. Und er will seine Kinder nur einmal die Woche für 4 Stunden sehen! Zu mehr ist er auch nicht bereit. Die Kinder leiden darunter, weil auch sie mehr Umgang und mehr Zeit mit dem Papa gerne hätten. Ich suchte das Gespräch mit ihm - er blockte ab. Ich suchte das Gespräch über das Jugendamt - er blockte ab. Erst als ich ihn über meinen RA einen Brief zukommen lies, daß er sich an die vereinbarten Zeiten zu halten hat, und er mir rechtzeitig absagen muss, nicht erst eine Stunde vorher, wurde es besser. Traurig, aber wahr. Nach wie vor will er aber seine Kinder nicht öfters oder länger sehen.
Das er sie länger oder öfters nehmen soll, kannst Du nicht ändern. Aber ich würde auch ggf. erstmal das persönliche Gespräch suchen, dann Jugendamt und wenn alle Stricke reißen, würde ich zum Rechtsanwalt gehen. Und natürlich - auch er hat sich an die vereinbarten, regelmäßigen Zeiten zu halten!
Laß´ Dich nicht auf seine Spielchen ein...
liebs Grüssle
die_tweety
Akzeptiere was Du nicht ändern kannst, und ändere, was Du nicht akzeptieren kannst.
Hi Mimi!
Rechtlich hättest Du zwar einige Ansatzpunkte aber die Frage ist doch, ob man jemanden überhaupt dazu zwingen kann etwas zu "wollen".
Gruß,
Milan
Es ist mittlerweile so frustrierend für mich geworden, daß ich mir überlege, das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Er tut wirklich null komma nix für seinen Sohn, will aber immer mitreden, wenn´s um Organisatorisches geht. Ich sehe das nicht mehr ein, das ist reine Schikane.
Klar auch, daß ich ihn nicht zwingen kann und vor allem möchte ich nicht, daß mein Sohn gezwungenermaßen zu jemandem muss, der ihn gar nicht will. Aber ich will mich eben auch einfach dagegen wehren, daß er mit uns umspringt wie mit Spielpuppen. Mimi
Mimi, aus Deinen Postings erkennt man deutlich Deine Verzweiflung...aber es ändert ja nichts an der Tatsache, daß Du das alleinige Sorgerecht für Dich beantragen möchtest. WAS sollte das am Umgang ändern? Vielleicht sagt er dann, er will seine Kinder garnicht mehr sehen! Davon abgesehen, hättest Du unter den genannten Voraussetzungen überhaupt keine Chance, daß ein Richter Dir dies zuspricht. Selbst wenn er sich über Monate hinweg GARNICHT mehr um Euer gemeinsames Kind kümmert, würdest Du wahrscheinlich nicht das alleinige Sorgerecht bekommen. All diese Gedanken sind mir dieser Zeit auch durch den Kopf geschwirrt, - aber es ändert rein garnichts an der Tatsache, nur wahrscheinlich daß, daß es noch schlimmer wird 🙁
Sollte es nicht möglich sein, daß ein 4-Augen-Gespräch unter Euch stattfindet, dann bitte das Jugendamt darum daß Sie Euch einen Termin geben wg. der Einhaltung der vereinbarten Umgangsregelung, vielleicht kann ihm dort jemand klar machen, wie wichtig es ist, daß er Umgang regelmäßig stattfindet.
Sollte er zu diesem Gespräch nicht bereit sein, - dann wende Dich an Deinen Rechtsanwalt. Und ein guter Rechtsanwalt packt auch nicht gleich die Holzkeule aus, er sollte immer deeskalierend wirken.
Auch ich stehe letztendlich auf verlorenem Posten - nur mit dem Unterschied, daß ich mich auf seine Spielchen nicht mehr einlasse. Aber vorallem auch, ER muss später den Kindern Rede und Antwort stehen, warum er sich nur "dann und wann" um sie gekümmert hat. Sehe es so...und halte DEINE WESTE rein!
Ich hoffe Du verstehst, was ich Dir damit sagen will.
liebs Grüssle
die_tweety
Akzeptiere was Du nicht ändern kannst, und ändere, was Du nicht akzeptieren kannst.
