Umgang mit 4-jährig...
 
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Umgang mit 4-jährigem Sohn wird von Mutter verweigert

 
(@michael94)
Frischling Registriert

Hallo Gemeinde,

ich bräuchte mal einen Rat bzw. Meinung(en). Ich bin Ende 2018 nach einmaligen verkehren Vater geworden (ungewollt). Die Mutter, mit welcher ich bis dato ganz gut klarkam, wir aber weder in eine Beziehung waren noch uns lange kannten war zu dem Zeitpunkt 22. Sie kam eines Tages zu mir, sie sei schwanger und werde das Kind behalten. (Angeblich habe die Pille nicht gewirkt)

Gut sei es drum, seither versuche ich, dass Beste aus meinem Schicksal zu machen, unnötige Streitereien aus dem Weg zu gehen…und versuche für den Kleinen da zu sein.

Sie hatte sich mit der Sache übernommen, sodass neben der 2-Monatigen Frühgeburt (geraucht & getrunken in der Schwangerschaft) sich das Jugendamt gleich zu Beginn einschaltete, da sie weder Termine war genommen, noch sich um den Kleinen gekümmert hat. (Ich bin nachts um 11 (nach Arbeit und Abendstudium) in die Klinik um den Kleinen zu wickeln!)

Ich hatte weder Mitbestimmungsrecht über den Namen noch sonst etwas …geteiltes Sorgerecht, „Erziehungsurlaub“…hat sie alles abgelehnt. Sie kommt aus einem serbischen Matriarchat, wo Männer nichts zu sagen haben. Ich sehe es, wie ihre Mutter (arbeitslos, bzw. „Selbstständig“ bei der Ausländer-Integrationshilfe) ihren Vater behandelt (arbeitslos und Alkohol etc. Abhängig) …wie den letzten Dreck.

Die Verhältnisse sind generell überaus prekär, der Kleine wurde als Einjähriger mit Hackfleisch gefüttert, Müll kommt alles in einen großen Sack, Wohnung teils verdunkelt…vieles will ich eigentlich gar nicht wissen.

Ich hatte auch nicht die Zeit/Energie mich mit denen herumzustreiten (Staatsexamen, Ableben meiner eigenen Mutter…+ den üblichen Stress eines Vollzeitjobs) und da Treffen/Abmachungen zwar zermürbend verliefen, aber halbwegs funktionierten, beließ ich die Sache.

Seit ca. einem Jahr hat die Mutter des Kindes einen Mann/Freund (unverheiratet) aus ihrem Heimatland „mitgebracht“ und verweigert mir seitdem jeglichen Kontakt zu dem Kleinen bzw. zu sich selbst. 4. Mal hat sie ihre Nummer gewechselt, antwortet nicht, wimmelt mich ab bzw. schmeißt mich raus, wenn ich vor der Tür stehe, etc…meckert nur herum, dass sie zu wenig Unterhalt bekäme.

Absolut asoziales Verhalten. Sie hatte damals gerochen, das sie mit mir als angehenden Ingenieur, eine gute Vorsorge treffe. Anders kann ich das heute nicht mehr sehen, auch wenn ich mir vieles schönrede. Sie konnte mit 23 endlich von daheim ausziehen, ihr Lottaleben leben und vom Unterhalt, gab es erst einmal eine 10m großen Fernseher, mit dem der Kleine beruhigt, abgeschoben wird.

Das Jugendamt stellt sich bzgl. des Umgangsrechtes quer, bzw. haben diese angeblich keine weiteren Möglichkeiten, wenn die Mutter zu keinem gemeinsamen Gespräch bereit ist.

Wie sind eure Erfahrungen hierzu, was würdet ihr mir anraten?

  • Geteiltes Sorgerecht direkt beim Amtsgericht beantragen?
  • Auf jeden Fall einen Anwalt einschalten?
  • Ist das seitens des Jugendamtes überhaupt rechtens, mehrmaligen Bitten und Schreiben bzgl. des Umgangrechtes aus dem Weg zu gehen bzw. sind denen wirklich die „Hände gebunden“ – vor allem, wenn es schon Probleme mit der Mutter gab (das Jugendamt wurde damals von den Ärzten verständigt) ?

Vielen Dank für eure Hilfe ♥

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 16.03.2023 06:24
(@lausebackesmama)
Gehört zum Inventar Moderator

Hast du eigentlich eigentlich einen Vaterschaftstest gemacht? Wenn du jemals wieder die Gelegenheit hast, würde ich den definitiv machen (inoffiziell) um für dich Klarheit zu gewinnen. 

Deine Chancen sind natürlich echt schlecht in der Konstellation. Letztlich kannst du nur klagen, wenn das JA sich auch keine Mühe gibt. Dabei ein guter Anwalt, kindeswohlorientiert argumentieren. Umgang ist erst mal wichtiger als Sorgerecht. Darüber kannst du dann nachdenken, wenn euer Umgang richtig funktioniert. 

Alles in allem eine unglückliche Situation. Wenn du dich entschließt für dein Kind zu kämpfen, wird das ein jahrelanger, zermürbender Krieg werden. Die Sozialisation deines ONS (warum benutzt keiner freiwillig Kondome, verdammt??), lässt jedenfalls nicht vermuten, dass da irgendwann ein Einlenken kommt. Du kannst nur hoffe, dass Kita (?) oder Schule schnell handeln, wenn sie merken, wie das Kind aufwächst.

LG LBM 

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 16.03.2023 06:44
Michael94 gefällt
(@lortaro)
Schon was gesagt Registriert

Meine erste Frage wäre auch, hast Du die Vaterschaft anerkannt? Stehst Du also als Vater in der Geburtsurkunde? Und hast Du das mittels Vaterschaftstest geprüft oder der KM einfach geglaubt?

 

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Geschrieben : 16.03.2023 11:51
(@michael94)
Frischling Registriert

@lortaro Ja, ich stehe in der Geburtsurkunde als Vater und einen Test habe ich machen lassen. 

@Lausebackesmama Danke für deinen Beitrag. Mit dem Kondom war klar sehr dumm und naiv...ich hatte bisher nur sehr aufrichtige Beziehungen/Kontakte gepflegt, bzw. kannte ich sie ja schon vorher (wenn auch anscheinend nicht gut genug). Ich hätte es aber riechen müssen, da sie eines Tages (das erste und letzte mal) vor meiner Tür stand und ja, auf Sex aus war, sie anscheind ihren Zyklus gut kennt. 🤔 😏 

 

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Themenstarter Geschrieben : 17.03.2023 07:49
(@lausebackesmama)
Gehört zum Inventar Moderator

@michael94  Mensch, das geht doch nicht nur um Verhütung, sondern auch um Krankheiten, die so übertragen werden können. Seufz. Aber gut, sind ja alle Beteiligte groß und müssen wissen, was sie tun.

Ich finde es gut, dass du die Verantwortung für deinen Sohn übernehmen möchtest, aber ich denke, du stehst jetzt an einem Scheideweg: zahlen und dein Leben leben. Oder dir bewusst machen, dass du jahrelange Kämpfe für dein Kind durchfechten musst und das vermutlich viel Einfluss auf deine Kraft, deine Beziehungen, deinen Alltag haben wird. Den Kampf kannst du nur bewältigen, wenn du alles gibst und nicht nachlässt. Und ob du Erfolg haben wirst ist fraglich. Da brauchst du auch juristisch gute Unterstützung. Und das wird einiges an Geld kosten.

LG LBM 

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

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Geschrieben : 18.03.2023 09:44
(@ruffys)
Zeigt sich öfters Registriert

Darf man fragen wie viel du an Unterhalt zahlst?

Nur für das Kind oder auch noch für die KM?

Wenn du es dir leisten kannst und ernsthaft für dein Kind da sein willst, biete der KM evtl.10-20€ im Monat extra an. Selbst wenns mal 100 € zu Weinachten sind, kommst du so besser weg als wenns übers Gericht geht... Dort wirst du zwar umgang bekommen, auch Sorgerecht ist nicht ganz unrealistisch, das ganze zährt allerdings stark an deiner Gesundheit, kostet schnell mal fünfstellig und die KM kann den Umgang dann trotzdem noch verhindern.

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Geschrieben : 20.03.2023 15:57
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrechte Moderator

Servus Michael94,
wie weiter oben schon geschrieben kannst Du von diesem JA keine Hilfe mehr erwarten, zumal das JA in Umgangssachen bestenfalls beraten kann...mehr aber auch nicht. Wenn KM hier nicht mitmachen möchte, kann sie vom JA nicht dazu gezwungen werden.

Bevor Du aber zum RA gehst: kannst Du die erfolglosen Versuche zur einvernehmlichen Lösungsfindung belegen? Wenn Du eine Umgangsregelung beantragen solltest, möchte das zuständige Gericht meist sehen, dass alle Versuche der einvernehmlichen Einigung gescheitert sind.

Bevor Du das gSR beantragst solltest Du erst schauen, dass ein regelmäßiger Umgang zu Stande kommt (was nutzt Dir gSR, wenn Du nicht weißt, wie es dem Kind geht oder was es möchte?).

Ruffy´s Vorschlag ist bestimmt eine Überlegung wert, aber ich glaube bei dieser KM nicht erfolgversprechend (nimmt die Kohle und lässt Dich wieder am ausgestreckten Arm verhungern ...weil sie es kann und bereits erfolgreich praktiziert).

Grüßung
Marco

Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

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Geschrieben : 20.03.2023 16:30