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Therapeutische wohngruppe

 
(@funsurfer77)
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Mein Sohn ist mittlerweile in der Pubertät und 13 Jahre alt. Er lebt seit gut einem Jahr nach 11 Jahren echtem wechselmodell nur noch bei mir.

 

Aber er ist wirklich rotz frech und respektlos. Zudem ist er noch depressiv und aggressiv.

 

Ich hatte Kontakt mit dem Jugendamt und sie haben einen klinikaufenthalt wegen seinen massiven Depressionen angeregt. Hierfür habe ich ihn angemeldet. Zudem nimmt er seit drei Wochen ein Antidepressiva Fluoxetin.

 

Zudem hat das Jugendamt angeregt ihn nach dem klinikaufenthalt in einer therapeutischen jugendwohngruppe aufzunehmen.

 

Jetzt habe ich Sorge, dass er vielleicht in der jugendwohngruppe entscheidet, doch wieder zu seiner Mutter zu gehen, nur um nicht mehr in der wohngruppe zu sein.

 

Aber die Mutter ist denke die Wurzel allen Übels mit ihrem Verhalten und Grund für seine Depressionen.

 

Nach dem klinikaufenthalt wird er erstmal mit der Mutter eine dreiwöchige Kur zusammen machen.

 

Was meint ihr? Soll ich das Angebot mit der jugendwohngruppe annehmen? Nicht zumindest kostet er sehr viel lebensqualität. So sehe ich mich auch bemühe, es zeigt keine Erfolge.

 

Vielen Dank für eure Meinungen!

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.09.2023 19:47
(@tomatenfisch)
Schon was gesagt Registriert

Lieber funsurfer,

sicherlich besteht die "Gefahr", dass sich Dein Kind während des Aufenthalts in der Wohngruppe neu positioniert - und auch zur Mutter zurück will - das lässt sich aus der Ferne nur schwer prognostizieren. Viel wichtiger aber erscheint mir, dass dem Kind geholfen wird, seinen Weg in die Zukunft zu finden, auch wenn es für Dich einen emotional und finanziell schmerzhaften Eingriff bedeuten kann.

Frag Dich: Was wäre die Alternative? Ist eine Therapie außerhalb einer solchen Einrichtung erfolgversprechend? Hier wäre sicherlich der Rat eines qualifizierten Psychologen sinnstiftender als der einer x-beliebigen Jugendamtstante mit ihrem Halbwissen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.09.2023 20:08
(@funsurfer77)
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Ich werde das nochmal mit seiner Psychotherapeutin besprechen. Und der Psychiaterin. 

 

Ich wollte einfach nur mal wie Meinungen dazu hören.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.09.2023 20:26
(@tomatenfisch)
Schon was gesagt Registriert

P.s.: 

Was ist Dein Hauptanliegen?

  1. Die beste Therapieform für Dein Kind zu evaluieren?
  2. Einen möglichen Wechsel zu verhindern?

Ich mag Dir zwei Beispiele geben:

1. Der pubertierende Sohn einer Bekannten hat seit über einem Jahr den Schulbesuch verweigert. Die Frau hatte keine Handhabe gegen ihren Sohn und Angst, den Zustand mit dem Vater zu besprechen, auch aus finanziellen Gründen, das sie sich alleine ihre derzeitige Wohnung nicht leisten konnte - schließlich flog alles auf; der Vater hat das Kind zu sich genommen und der Sohn geht nun zumindest wieder zur Schule. Ob das Ganze nachhaltig ist - das werden wir erst in 2-3 Jahren sehen.

2. Mein Kind, das bei mir lebte, hat sich in der Spätpubertät entschlossen, doch zu seiner Mutter zu ziehen, weil es meinte, dass ich es bei meinem Fulltimejob nicht genug unterstützen/wertschätzen/wasauchimmer kann. Auch bei Muttern ist es dann zum erst möglichen Termin dann ausgezogen und studiert nun in einer anderen Stadt fröhlich vor sich hin. Natürlich war das ein emotionaler und auch finanzieller Schock - aber inzwischen bin ich stolz darauf, dass mein Kind seinen eigenen Weg erfolgreich geht.

Was ich damit sagen will: Wichtig ist doch in erster Linie, dass Dein Kind auf die richtige Spur kommt - auch wenn sich der Erfolg von Maßnahmen und potentiellen Betreuungswechseln schwer prognostizieren lässt. Und auch wenn Entscheidungen mit finanziellen Einschnitten verbunden sind - schön wäre es natürlich, wenn sich Eltern hier über einen fairen Ausgleich einigen könnten; meine Bekannte hatte es geschafft - ich leider nicht so sehr.

 

 

 

 

AntwortZitat
Geschrieben : 14.09.2023 20:35
(@annasophie)
Nicht wegzudenken Registriert

Hallo,

 

wenn Junior in die Klinik geht, wird es von dort aus eine Diagnose und eine Empfehlung der weiterbehandelnd geben. Und im Regelfall gibt es auch Gespräche mit den Eltern.

hier kannst du dann alles erfragen bzw. Es werden Vorschläge gemacht.

und ich glaube nicht, dass die Mutter an den Depressionen etc. Schuld ist. Evtl. Gibt sich das Kind die Schuld für eure Trennung oder es „steht sich grundsäselbst im Weg“.

eine meiner Töchter hatte auch, als sie beim Vater war, einen Klinikaufenthalt. Ich habe ihr gesagt, dass sie nun sagen möchte, was ihr wichtig ist und was sie will. Das hat wohl auch halbwegs funktioniert. 

Und wenn du das junior mitgibst für die Zeit des Aufenthaltes, dann sehen dies die Psychologen und könne. Damit arbeiten, was Junior wirklich will. Vielleicht ist es für Junior, zumindest für eine gewisse Zeit, eine gute Sache in einer Wohngruppe zu leben. Damit gibt es kein Gezerre zwischen den Eltern. Aber dort gibt es genau so Regeln wie zu Hause, wenn nicht sogar noch mehr.

 

sophie

AntwortZitat
Geschrieben : 15.09.2023 06:57