Hallo Ihr Lieben,
ich habe mal wieder ein Problem und weiß nicht, wie ich zu einer Lösung kommen soll...
Mein Ex und ich haben die klassische Vereinbarung, dass er die Kinder alle 2 Wochen fürs Wochenende hat.
Da er Freitags Sport macht, nimmt er sie nur von Samstag Mittag bis Sonntag Abend.
Das ist zwar wenig, lässt sich von seiner Seite aber nicht anders regeln.
In den Ferien will er die Kinder meist eine Woche, in den Sommerferien auch mal zwei Wochen.
Soweit die Theorie :exclam:
In der Praxis sieht es so aus, dass er die vereinbarten Wochenenden ständig verschiebt oder ausfallen lässt.
Das ist für mich sehr ärgerlich, weil ich eigentlich nie im Voraus planen kann und die Kinder ständig verunsichert sind, wo
sie denn nun das Wochenende verbringen.
Für die Osterferien war ausgemacht, dass er die Kinder die gesamte erste Woche nimmt.
Nun hat er heute aus "medizinischen Gründen" komplett abgesagt, würde sie jetzt aber in der zweiten Ferienwoche nehmen.
Ich habe mir allerdings für die zweite Woche Urlaub genommen und möchte mit den Kindern wegfahren, worauf sich die
Kinder auch schon freuen.
Das habe ich ihm mitgeteilt, nun will er die Kinder vielleicht ein oder zweimal in der ersten Woche tagsüber abholen und sie abends wieder bringen.
Er kann sich also mal schnell für 160 Kilometer ins Auto setzen, aber die Kinder ganz zu nehmen, ist ihm zu viel.
Die Kinder sind total enttäuscht, weil sie sich schon auf die Besuchswoche bei ihrem Vater gefreut haben und ich kann
nun sämtliche Termine, die ich auf diese Woche gelegt habe, wieder absagen.
Ich mache dieses ewige hin und her nun seit 2 Jahren mit und versuche, ihm die Kinder immer zu geben, wenn er sie möchte. Langsam bin ich es echt leid!
Ich kann ihm die Kinder ja auch nicht geben, wenn es mir mal nicht gut geht oder ich mal was alleine unternehmen möchte.
Was es mit diesem gesundheitlichen Problem auf sich hat, hat er mir nicht mitgeteilt, aber mein Sohn erzählte mir,
dass gar nicht er sondern seine LG krank ist.
Um das ganz klarzustellen:
Ich fördere den Kontakt zwischen KV und den Kindern nach Kräften und habe schon unzählige Male deswegen meine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt. Aber ich bin auch der Ansicht, dass es wichtig ist, regelmäßig die vereinbarten Termine einzuhalten.
Notfälle können natürlich immer mal auftreten und für solche Fälle habe ich durchaus Verständnis!
Gibt es denn eine Möglichkeit, den KV irgendwie zum regelmäßigen Umgang zu "zwingen"?
(die Betonung liegt auf dem Wort regelmäßig)
Es ist nicht so, dass er die Kinder nicht sehen will....er stellt nur seine eigenen Bedürfnisse ganz weit vorn an.
Wenn er wegfahren will, kann er die Kinder nicht brauchen und lässt den Umgang ausfallen.
Die Kinder verzeihen ihrem Vater wirklich alles...aber ich merke auch, dass es ihnen weh tut, wenn er sie
immer wieder so enttäuscht.
LG
Smilla
Hi Smilla,
ich kenne dieses Problem gut, kämpfe das auch seit gut zwei Jahren durch und kann Dir nur sagen: Vergiss es. Du kannst nichts tun.
Na klar, Du kannst mit ihm reden, Du kannst zum JA gehen und um Hilfe bitten, Du kannst Vereinbarungen aufstellen und gut ist es. Er muss sich nicht daran halten und einklagen wirst Du es nicht können.
Das einzige: Du kannst konsequent sein. Sind die ungeraden WE seine, dann kriegt er sie nicht als Ersatz an geraden WE. Will er die erste Ferienwoche, kriegt er sie nicht als Ersatz in der zweiten Woche. Nur was Deine eigenen Termine angeht gibt es dann keine Lösung, es sei denn Du stellst ihm die Kinder vor die Tür.
Die Kinder sind allerdings meiner Meinung nach in einem Alter, in dem sie dem Vater auch selbst sagen können, dass sie zu wenig Zeit mit ihm haben und auch wollen, dass er einmal ausgemachte Termine auch einhält. Bei meinem Ex kommen Dinge, die der Zwerg ihm persönlich sagt (und der ist da manchmal nicht fein :rofl2:) auch tiefer an, als wenn ich das mache. Die Halbwertszeit ist zwar nicht riesig, aber naja..
LG LBM (keine große Hilfe)
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi,
bin auch keine große Hilfe in der Hinsicht, aber solche Menschen (Papa´s) sind meiner Meinung nach der Grund für das Schubladen Denken.
Ich wäre "FROH" wenn ich mein Kind -mal- haben könnte.
Vielleicht sollte KV hier mal a bissel lesen, wie es Papas geht die wie Blö...e um Umgang kämpfen.
MfG Dibaa
Hallo
Arme Arme Kinder kann ich da nur sagen.
Weiss Dein Ex denn nicht was ihm entgeht? 😡
Meine Herren ich könnte heulen.
Er darf und will nicht und ich will und darf nicht. ;(
Wie Verrückt ist die Welt. :knockout:
Er hat die Möglichkeit seinen Kindern eine Woche lang das zu geben was er sonst nicht kann. Und was tut er?Stellt seinen Sport seine Krankheit vor den Bedürfnissen seiner Kinder. Ich habe 3 Bandscheiben OP's hinter mir, traue mich im Moment nicht mich Behandeln zu lassen weil ich Angst habe dass meine Ex mir dass Negativ auslegt,schmeiße mir Pillen und Tropfen um für die Kids wenn ich sie denn mal bekomme da zu sein.
Na ja solche Art von Vätern, sind wohl der Grund weshalb viele Mütter anders ticken als Normal.
Ich wünsche Deinen Kindern dass sie ihm mal die passenden Tackte sagen, du wirst leider nichts dagegen tun können außer die Kinder zu trösten. Viel Glück dabei! :thumbup:
Gruß Calimero
Ein Mann ist dann erfolgreich wenn er mehr Verdient als eine Frau ausgeben kann. Eine Frau ist dann Erfolgreich wenn sie so einen Mann gefunden hat!!!!*M. Adorf*
Danke für Eure Antworten!
Unsere Kinder würden ihn vermutlich nie verbal angreifen....sie sehen ihn einfach viel zu wenig und vermeiden deswegen vermutlich Auseinandersetzungen mit ihrem Vater!
Meine Tochter sucht sich "Ersatzpapas"....(klingt schlimm, ich weiß)
Als sie z.B. meinen LG kennenlernte, hat sie sich sofort bei ihm angekuschelt.
Wenn wir spazierengegangen sind, hat sie immer seine Hand genommen.
Mein Ex hat das mal mitbekommen (gottseidank nur in abgeschwächter Version) und ist fast die Decke
raufgegangen. Ich glaube, da ist ihm zum ersten Mal bewusst geworden, was er da leichtsinnig "weggeworfen" hat!
Seither kümmert er sich mehr um die Kinder, aber seine persönliche Freiheit steht an erster Stelle.
Seine Freundin ist genauso, die hat ihre Kinder zu ihrem Ex abgeschoben.
Jetzt haben sie für 4 Tage (und nur 2 Nächte) im Monat alle vier Kinder (also unsere und ihre) auf einmal und glauben, dass das den Kindern reicht.
Schlimm ist es für meinen Sohn, der seinen Vater schmerzlich vermisst. Er sucht sich auch keine
andere "Vaterfigur". Da ist ein riesengroßes Loch...
Ja, ich hab schon befürchtet, dass ich da nicht viel tun kann...
Aber LBM, Du hast natürlich völlig Recht mit dem Hinweis, dass ich konsequent sein muss.
Das war ich bislang nie, weil mir die Kinder einfach so leid getan haben.
Aber wenn ich es ihm so leicht mache, dann wird er es nie lernen!
Das ist auf alle Fälle einen Versuch wert! :thumbup:
Danke
LG
Smilla
Meine Tochter sucht sich "Ersatzpapas"....(klingt schlimm, ich weiß)
Als sie z.B. meinen LG kennenlernte, hat sie sich sofort bei ihm angekuschelt.
Wenn wir spazierengegangen sind, hat sie immer seine Hand genommen.
Kann ich dieses Verhalten(ist vielleicht ne doofe Frage)mit dem meines Sohnes vergleichen ??
Er ist bei den Besuchswochenenden kaum in der Wohnung springt er zu meiner LG und knuddelt sie erst einmal heftig kuschelt mit ihr und Bombardiert sie mit Fragen. Wir haben ihn mal darauf angesprochen, seine Antwort war nicht ganz eindeutig zu verstehen.
Ich würde nun Vermuten, dass er bei seiner Mutter irgendwo zu kurz kommt??
Bin da jetzt im Moment durch den Wind
kannst du mir da helfen? Oder jemand anderes?
Zum Thema Konsequentes Handeln kann ich LBM(entschuldige das Kürzel) Nur zustimmen. Es ist Hart aber ich denke immer nachzugeben Hilft niemanden vor allem nicht den Kindern. Und um die geht es ja in erster Linie
Ein Mann ist dann erfolgreich wenn er mehr Verdient als eine Frau ausgeben kann. Eine Frau ist dann Erfolgreich wenn sie so einen Mann gefunden hat!!!!*M. Adorf*
Hi Smilla,
ich habe das auch zwei Jahre lang versucht einfach "flexibel" zu handhaben, weil ich meinem Ex auch signalisieren wollte, dass er vom Prinzip immer willkommen ist. Durch permanente Absagen musste ich dann irgendwann immer Plan B in der Tasche haben. Ich bin jetzt dazu übergegangen, meine Kinderwochenenden selbst zu verplanen und nicht mehr "Könnte ja Papa kommen..." im Hinterkopf zu haben, genauso auch die Wochenenden, an denen Lausebacke mal bei meinen Eltern ist, weil ich auch mal zwei Tage für mich haben möchte.
Wenn er denn mal kommen möchte (so für morgen angesagt, man darf gespannt sein!), dann halte ich die Zeit zwar frei, mit einem Plan B im Hinterkopf. Aber ich plane meine und Lausebackes Termine nicht mehr um vermutete Papawochenenden drumrum.
Das alles ist insbesondere für den Zwerg echt frustrierend, besonders wenn er sich auf Papa freut und der kurz vor knapp morgens absagt oder schlicht nicht erscheint. Aber auch da bleibt mir nur, Lausebacke zu sagen, dass er das Papa selbst sagen soll, dass er sauer und traurig ist ,aber dass wir beide das nicht ändern können, wenn der Papa nicht hält, was er verspricht.
Und ganz wichtig: Ich trainiere gerade, mir das abzugewöhnen, mich darüber aufzuregen. Zumindest ihm gegenüber bin ich da schon ein Stück weiter 8)
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@ Calimero: Das mit dem Kürzel geht in Ordnung, lach, das machen hier alle so! 🙂
Und was die Nähe zu Deiner LG angeht:
Ging mir mit meiner Stieftochter damals ähnlich. Ich denke, die war damals einfach unsicher, musste ihren Platz finden und wollte unbewusst sicher stellen, dass ihr von mir nichts Böses droht. Und ein Kind, was mit Offenheit und Zuneigung auf einen Erwachsenen zugeht erfährt ja i. d. R. keine Zurückweisung.
Und zur Konsequenz: Ich habe meinem Ex gesagt, dass meine "Zügel lockerer" werden, wenn ich merke, dass er wieder zuverlässiger wird. Geschieht das Gegenteil, werden sie noch enger. Ist vom Prinzip nix anderes als Kindererziehung, so herablassend sich das auch anhört. Ist aber einfach Fakt. Es geht ja nicht darum, den anderen Elternteil an Marionettenfäden tanzen zu lassen, sondern darum, dass sie sich "zum Wohle des Kindes" verantwortungsvoll und erwachsen verhalten.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
