Hallo Leute,
Kurze Vorgeschichte.
Habe mich Mitte April 2011 von meiner Freundin getrennt.
Ich bin beim Geburt der anerkannte Vater meiner 3-jährigen Tochter, und habe auch Sorgerecht.
in den letzten Wochen (also nach der Trennung) hat die KM alles versucht, damit ich wieder zu ihr zurückkehre, ich habe aber immer abgelehnt und gesagt es geht nicht.
Nun habe ich das Gefühl, kommt der "Rachezug"....Termine zum Treffen des Kindes gibt es mit Ach und Krach, und beim letzten Treffen vor einer Woche, gab es ein Riesen Theater, obwohl ich mich immer zurückhalte.....Sie hat mich beschimpft, mit Schuhen beschmissen und sogar mehrmals geschlagen auf Brust und Rücken....An Sich ist dies mir egal...Bin ein großer Junge.....aber sie hat es vor dem Kind gemacht...und die arme Tochter hat ein Bisschen schockiert und hilflos geschaut, und wusste nicht was da los war.
Nun habe ich ein Treffen heute....und ich möchte wissen, wie ich vorgehen kann, damit sie sich gut benimmt, und dies niemals wiederholt....Also....
Recht?Jugendamt?Anwalt?....wie soll ich mich am besten Verhalten, ohne was falsches zu machen, und trotzdem das recht behalten meine Tochter zu sehen???
Danke euch für das tolle Forum, wirklich hilfreich für Single-Väter....
Mir fällt eine "Bonus-Frage" noch ein....falls die KM weitere besuche verweigert, kann ich das Kind auch mal selber und spontant von Kita abholen? oder ist sowas erstmal Taboo?
Hallo confidence,
Deine Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor und m.E. solltest Du der lieben KM deutlich verklickern, dass sie die Paarebene verlassen und sich schleunigst auf die Elternebene begeben sollte.
Ich habe mit einer sog. Mediation gute Erfahrungen gemacht und haben wir bei einer Familienberatung mit Hilfe eines neutralen Dritten in mehreren Gesprächssitzungen eine ganz gute Basis gefunden (Umgang und sonstiges). Du kannst ihr das wegen der letzten Vorkommnisse ja heute gleich vorschlagen und Dich gleich um einen Termin kümmern. Evtl. schreibst Du ihr auch gleich einen freundlichen Brief mit Terminsvorschlägen, um im Sinne Eurer gemeinsamen Tochter eine Lösung zu finden und teilst ihr vielleicht auch mit, dass Du Dir sonst vorbehalten musst, das JA einzuschalten.
Evtl. nimmst Du zum Abholen heute auch eine(n) Bekannte(n) bzw. Freund(in) mit, als Zeuge(in).
Und den Umgang kann man beim Bringen und Holen ggfs. auch über die Kita/Kiga regeln, das hat den Vorteil, dass man sich nicht über den Weg läuft. Auch ist es für die meisten Kinder wichtig, dass sich dort auch einmal der Papa präsentiert. Aber von "spotanen" Aktionen würde ich Dir abraten. Den Umgang musst Du allein mit dem anderen Elternteil abstimmen.
Im Sinne des gemeinsamen Kindes sind Streitereien in jedem Fall zu vermeiden und musst Du das der KM deutlich machen.
Viel Erfolg
Servus confidence,
so mal ganz grundsätzlich:
Wenn Du ebenfalls das Sorgerecht für Euer Kind hast, dann darfst Du es natürlich jederzeit aus der Kita abholen.
Du darfst alles tun, was die Mutter des Kindes auch tut.
Die Frage ist natürlich dabei immer nur, was es für Folgen auslöst.
Was passiert, wenn Deine Ex dann an der Tür der Kita steht und hört, dass Du Euer Kind bereits geholt hast?
Der Weg sollte sein, die Situation nachhaltig zu klären.
Wenn Deine Ex derzeit auf Krawall gebürstet ist, dann kann das natürlich dauern.
Aber darunter dürfen die Umgänge mit Eurem Kind unter keinen Umständen leiden.
Gibt es hier nochmal Schwierigkeiten, dann würde ich an Deiner Stelle sofort zum Jugendamt gehen, und um Vermittlunbg bitten.
In der Regel werdet ihr dann zu einem klärenden Gespräch geladen.
Und eins noch!
Lass Dich ja niemals dazu hinreissen, auf die körperlichen Attacken Deiner Ex zu reagieren.
Wie schnell das negative Folgen für Dich als Kerl haben kann, kannst du hier an vielen Stellen im Forum nachlesen.
Gruß, Michael
sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Hallo Confidence,
das Thema Gewalt ist eine Gratwanderung. Wehrst du dich nicht gegen ihre Angriffe bist du in ihren Augen irgendwann
ein verachtenswerter Schwächling mit dem man alles machen kann. Wehrst du dich und schlägst zurück hat sie zwar Respekt vor dir, es besteht aber die Gefahr das Ex dich anzeigt. Und ihrer Version wird man sicher mehr Glauben schenken als deiner.
Den Tipp einen Bekannten zu den Übergaben mitzunehmen finde ich gut. Oder nutze die Aufnahmefunktion deines Handys. Steck es in die Tasche. Dann hast du auf Band das die Aggression von ihr ausgeht und nicht von Dir.
Vielleicht kriegt sich die KM wieder ein wenn der
Trennungsschmerz überwunden ist.
Gruß Bart
Hi Confidence,
die Tatsache, dass du dich erst vor kurzem getrennt hast und das Verhalten der KM zeigen eindeutig,
dass sie mit der Situation bis jetzt nur sehr schwer zurecht kommt.
Es ist nun wichtig, den weiteren Umgang miteinander zu klären, da scheint ein gemeinsames Gespräch beim Jugendamt
der richtige Schritt zu sein, ansonsten wird es noch lange so weiter gehen.
Die Tatsache, dass du hier den ersten Schritt machst, wird dir schon einmal positiv ausgelegt werden.
Vielleicht kann einiges schon kurzfristig in einem gemeinsamen Gespräch beim JA geklärt werden, vor allem aber der Umgang
in der nächsten Zeit.
Langfristig könnte man zum Wohl des Kindes weiterführende Gespräche bei einer Beratungsstelle vereinbaren.
Beste Grüße
David
Wir hatten letzte Woche ein Gespräch beim Jugendamt.
Leider blieb sie hartnäckig und unflexibel....und die Frau vom Jugendamt hatte mehr Verständnis für mich.
Was kann ich jetzt machen? Ist diese "Mediation" erzwingbar? was sind die Konsequenzen wenn sie weiter hartnäckig bleibt? und das Kind als "Verhandlungsmittel" weiter benutzt.
Wir hatten letzte Woche ein Gespräch beim Jugendamt.
Leider blieb sie hartnäckig und unflexibel....
Was genau bedeutet das ?
Ist diese "Mediation" erzwingbar?
Nein!
Wie genau habt ihr die Umgänge denn überhaupt vereinbart und wie wird das in der Praxis umgesetzt ?
Moin Confidence,
Gewalt ist nicht akzeptabel und darf nicht vorkommen. Niemals mit Gegengewalt antworten, niemals, eher lächeln und schweigen. danach irgendwo die Agressionen abreagieren, z.B. beim Einzelsport... Laufen, im Wald Äste verbiegen o.ä.
Da das Gespräch beim JA augenscheinlich eher zu Deinen "Gunsten" verlief, nehme nochmals Kontakt zu der JA-Person auf und bitte um ein Einzelgespräch. Das kann man durchaus machen. Dort kannst Du Deine Sicht bzgl. der Auswirkungen für euer gemeinsames Kind schildern und die Mithilfe des JA anstreben. Dann schreibst Du parralell der Km ein normales, persönliches Schreiben, dass Du dem JA in Kopie zukommen lässt. Vielleicht kannst zum alleingen JA-Gespräch Deinen Text schon mitnehmen... 😉 . Dann sehen die dort, dass Du doch wirklich nur vater bleiben willst...hat bei mir auch geklappt. Eine Mediation kann nicht erzwungen werden und auch nur bedingt von Richtern angeordnet werden. Es soll allerdings durchaus mal vorkommen, dass die das doch machen. Dafür kann die JA-Person im Gerichtstermin hilfreich sein.
Ich selber habe mich bei der Caritas beraten lassen und habe über den weg die Km auch eingeladen. Natürlich kam sie nicht, aber ich hatte den Eindruck, dass dieser Umstand dem JA auch mitgetilt wurde. Das hat ebenfalls geholfen. Da auch Du immer nur das Wohl des Kindes im Sinn hast, bist Du dadurch in einer sehr guten Situation und bleibst vor allem mit Dir selbst im reinen, da Du alles versuchen wirst, Vater zu bleiben.
Solltes es noch keine vereinbarung geben, achte bei einer 3-jährigen auf wöchentlichen Umgang, ggf. tageweise. So mit ca. 5 jahren sollten ZUSÄTZLICH dann Übernachtungen an den WE's erfolgen...akzeptiere keinen 14-tägigen Übernachtungs-Umgänge, dass ist in dem Alter zu lange Zeit dazwischen, ganz wichtig!!
Beim JA kann man eine Vereinbarung formulieren und das wird ebnefalls in der Zukunft hilfreich sein, sofern die KM sich nicht wieder fämgt und die Elternebene nicht findet!!
Besten Gruß
SteMa
