Alptraum, bitte helft!
Vorgeschichte:
- langjährige Beziehung
- Wunschkind
- Zusammenzug in gemeinsame Wohnung
- Geburt in meiner Anwesenheit Dez 2010
- Vaterschaft anerkannt, kein gemeinsames SR
- habe sofort Heimarbeit vereinbart und mich rund um die Uhr mit gekümmert
- dann Beziehungsstress, dadurch Kümmern nach Plan (immer 15.00 bis 15.00 Uhr)
- Familien und Erziehungsberatungen scheitern, weil ich Paartherapie möchte und sie Trennungsberatung
- Trennung, sie zieht mit Kind in WG
- ich bleibe in der gemeinsamen Wohnung und versuche bis heute diese alleine zu halten
- Kind ist in wunderbarer Kita und wir bekommen mit der Zeit einen wirklich für alle gut funktionierenden Umgang hin
- Umgang läuft prima, (ich Do ab Kita bis Di zur Kita 14 täglich) der Sohn kommt sehr gut zu Recht, er hat zwei zu Hause und freut sich auf Mama und Papa
- auch die Kommunikation verbessert sich, einzige Ausnahme "gemeinsames Sorgerecht" - da sofortige Androhung Wegzug mit Sohn und Kommunikationsabbruch
- das Jugendamt agiert sehr mutterfixert, mein nachgewiesenes Engagement findet dort kaum Interesse, ihre "problemarische Kommunikation" stösst auf offene Ohren
- um die Kommunikation nicht zu gefährden, stelle ich den Antrag und das Thema GSR nicht ("wichtig ist das Leben, nicht das Papier" ist mein Gedanke)
- letzte Woche Mittwoch wird mir eröffnet, dass sie in 3 Wochen in ihre Heimat (200 km)zurückzieht, sie hätte da unverhofft einen Job
- das trifft mich wie aus heiterem Himmel
- Versuche, ihr den Vorrang der Anwesenheit beider Eltern vor Karriereinteressen eines Elternteil zu ungunsten des anderen zu vermitteln, treffen auch unter Zuhilfenahme von Freunden und Bekannten auf taube Ohren (kann sich dem ja auch nicht öffnen, dann funktioniert der Plan ja nicht mehr)
- nach und nach stellt sich heraus, dass der Job in Vollzeit und nur auf ein Jahr befristet ist, mit WEarbeit und Überstunden/ Abendveranstaltungen
- die Betreuung (nach meinem Wegfall) soll über die neue Kita, ortsansässige Großeltern (beide berufstätig!) und "Freunde" erfolgen
- die Spedition ist schon bestellt, aber es gibt noch keine feste Adresse - erstmal bei nem guten Freund der eine schöne Wohnung hat
- gefragt, welche Rolle mir zugedacht wäre, sagt sie: "Du bleibst der Vater und kannst ihn auch sehen." Vorschlag: einmal im Monat 8 Tage am Stück
- gefragt, wie das denn gehen solle: Such dir nen Teilzeitjob, oder gib ihn bei dir zu einer Tagesmutter
- auf meinen Hinweis, dass das wohl nicht zielführend sein kann ein Kind in zwei Städten in Kitas zu haben, kommt nur: "Mach dir nen Kopp!" Und "Bitte leiere irgendeinen Freund zu oder such dir einen Therapheuten und lass mich jetzt in Ruhe!"
- heute erfahre ich dass sie ihn bei der Kita hier abgemeldet hat, es ist also kein Bluff
- mir ist als würde mir das Herz rausgerissen!!!!!!
- ich habe mich von einer Rechtsanwältin beraten lassen, diese stellt gerade einen Eilantrag auf ABR und GSR - ich bin sehr skeptisch, aber nicht in der Lage die unerträgliche Situation einfach tatenlos zu akzeptieren
- ich war noch nie im Leben so ratlos und traurig - mein Sohn und ich haben ein super Verhältnis, ich bin auch froh, dass er seine Mutter liebt ... was soll das alles?
Mein Problem ist jetzt: Mit der Kitaabmeldung geht meine letzte Hoffnung den Bach runter, dass das alles nur Bluff ist.
Was das Gericht bringt, werden wir sehen, grosse Hoffnungen mache ich mir nicht (die RA sagt es bestünden schon Chancen).
Das ist mir auch egal irgendwie. Vielleicht geht es auch nur noch darum sich nicht die nächsten 20 Jahre anzuhören: "Es war dir doch total egal und hat dich nicht interesssiert!"
Falls sie in zwei Wochen geht ist mein Sohn in der jetztigen Form raus aus meinem Leben.
Ich kann mir durch die intensive und innige Beziehung keine sinnvolle und befriedigende Umgangsituation über 200km hinweg vorstellen.
Ich möchte weder, dass er in zwei Kitas geht (das empfinde ich als schizoprene Situation der ich ihn nicht aussetzen will) noch aller zwei Wochen 800 km fahren um ihn dann für ein paar Stunden völlig verbimmelt bei mir zu haben, noch ihn durchgängig bei der Mutter zu besuchen - ich kann mir ja nicht aller zwei Wochen ein Hotel nehmen.
Ich kann und werde aber auch nicht hinterherziehen. Das wäre zwar die einzige Variante um wieder Vater und Mutter in einer Stadt zu haben, aber dann zieh ich wahrscheinlich den Rest meines Lebens der Mutter hinterher.
Im Moment denke ich, vor allem für die Sache mit den zwei Kitas, dass es dann für ihn ein besseres und ruhigeres Leben wäre, wenn wir uns nicht mehr sehen würden.
Das macht mich alles gerade ganz krank.
Bitte helft! Wie handhabt ihr 200km Entfernung? Ich seh gerade nur schwarz!
Ich möchte am liebsten weiterhin mit meinem Sohn leben. Diese ganzen kranken Konstruktionen um sich sehen zu können, das geht irgendwie gar nicht. Sich nicht mehr zu sehen geht aber auch gar nicht.
give respect
get respect
Moin herbart,
so richtig bewegt hast Du Dich in den vergangenen 15 Monaten nicht. Schon damals habe ich Dir geschrieben:
ganz ehrlich: Könnte es sein, dass diese Einstellung "entweder es läuft, wie ICH will, oder ich spiele nicht mehr mit!" zumindest mit der Grund dafür war, dass Deine Partnerin keinen Bock mehr auf eine Fortsetzung Eurer Partnerschaft hat?
Jetzt will Deine Ex, die offensichtlich Deinetwegen an Deinen Wohnort gezogen ist, wieder in ihre alte Heimat zurück. Was nicht unverständlich ist: Die sozialen Kontakte am jetzigen Wohnort dürften sich in Grenzen halten; in der alten Heimat hat sie ihre Familie, vermutlich alte Freunde und bekommt einen Job.
Ersteres halte ich für ein ziemlich starkes Indiz, dass sie nicht leichtfertig gleich wieder woanders hinzieht. Insofern ist Dein trotziges
ich kann mir ja nicht aller zwei Wochen ein Hotel nehmen.
Ich kann und werde aber auch nicht hinterherziehen. Das wäre zwar die einzige Variante um wieder Vater und Mutter in einer Stadt zu haben, aber dann zieh ich wahrscheinlich den Rest meines Lebens der Mutter hinterher.
kein Beitrag zur Lösung des Problems. Oder erwartest Du ernsthaft, dass sie jetzt für die nächsten 15 bis 20 Jahre in einem ihr fremden Ort zu bleiben hat, damit Deine Bequemlichkeit gewährleistet ist?
Mach ihr Vorschläge und Angebote; eine Boykotteuse scheint sie nicht zu sein. Aber eben solche, die mit "was hältst Du davon, wenn ich..." anfangen - und keine, in denen Sätze wie "ich verlange, dass Du jetzt XYZ tust" vorkommen.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Verstehe ich das richtig, dass du derzeit kein GSR hast, nun aber das ABR beantragen willst?
Kann dazu bitte einer was sagen.
Den 8 Tage/Monat Vorschlag finde ich jetzt so schlecht nicht.
Vielleicht kannst du deine Arbeitszeit in der einen Woche etwas verkürzen und das mit Hilfe von Freunden/Bekannten oder eben auch einer Tagesmutter hinbekommen?
Moin,
Verstehe ich das richtig, dass du derzeit kein GSR hast, nun aber das ABR beantragen willst?
Kann dazu bitte einer was sagen.
Ich verstehe es so, dass es ein kombinierter Antrag auf GSR/ABR ist. Die Chancen dafür schätzt der TO aber vermutlich ziemlich realistisch ein.
Gruß
Brainstormer
Jetzt will Deine Ex, die offensichtlich Deinetwegen an Deinen Wohnort gezogen ist, wieder in ihre alte Heimat zurück. Was nicht unverständlich ist: Die sozialen Kontakte am jetzigen Wohnort dürften sich in Grenzen halten;
Ganz so ist es nicht! Sie hat sich damals aus freien Stücken und nicht wegen mir dazu entschieden.
Sie kennt hier mehr Leute als ich inzwischen ... Aber ja, sie will zurück. Und scheint das jetzt durchzuziehen.
Ich find es halt ziemlich heftig, dass sie meine fast hälftige Betreuung und damit mein echt super Verhältnis zum Sohn einfach komplett ignoriert.
Das erschien mir immer viel wichtiger und "sicherer" als ein Blatt Papier.
Was nun mein Problem ist - das ich kein Bild sehe, wie das Leben sich über 200km hinweg gestalten soll.
Ist es nicht ein bisschen utopisch, dass ein Zweijähriger 14 Tage in die und dann 8 Tage in eine anderer Kita geht?
Brauchen die nicht eine gewisse Kontinuität und S t a b i l i t ä t ? Für mich fühlt sich das alles nicht so prickelnd an.
Eigentlich sehe ich zu "Vater und Mutter in einer Stadt" keine wirkliche Alternative.
Gibts jemand, der über 200km eine zufriedenstellende Variante für sich und den Nachwuchs gefunden hat?
give respect
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richtig bewegt hast Du Dich in den vergangenen 15 Monaten nicht.
Ja, damals ging es ums Wechselmodell. Das habe auch ich angestrebt und wir (und vor allem der Kleine) waren auf einem echt guten Weg.
Jeder hat viel Energie und Liebe investiert, damit das möglich wurde. Und es hat geklappt.
Und jetzt macht sie plötzlich auf Alleinerziehend.
Ich weiss nicht - kann sich nicht jedes Trennungskind glücklich schätzen, trotzdem Papa und Mama im Alltag zu haben. Ist es nicht das, was wirklich zählt?
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Moin.
kann sich nicht jedes Trennungskind glücklich schätzen, trotzdem Papa und Mama im Alltag zu haben.
Also,wenn Du damit meinst, dass auch Trennungskinder beide ETs gleichzeitig erleben, dann ist das wohl eher die graue Theorie. Auch bei einem gut funktionierenden, respekt- und vertrauensvollem WM nimmt die Tendenz was zu Dritt zu unternehmen ab. Aber mir scheint, dass das auch gut so ist, denn ich habe das Gefühl, dass diese gemeinsamen Aktivitäten unser Kind mehr verwirren. Wichtig, dass das Kind beide gleichberechtigt Eltern erleben darf. Und für Vorschulkinder kommt es dabei nicht auf das exakte Tagezählen an.
So ganz erschließt sich mir Dein Hadern nicht. Klar, ist es ein Einschnitt zur jetzigen Situation, ich würde mich auch sehr ärgern, vorallem wenn man so vor vollendete Tatsachen gestellt wird. aber: das Angebot der KM mit den acht Tagen ist doch gar nicht so verkehrt. Wenn Du das vom Job und mit Kita organisiert kriegst, dann wird das Kind sich da anpassen können! Dir muss allerdings klarsein, dass es nur eine Lösung auf Zeit ist. Spätestens mit der Einschulung wird sich das nicht mehr realisieren lassen. Aber vielleicht relativieren sich dann auch die 200km?!?! da gibt es schlimmere Entfernungen. Und 2 Std Autofahrt machen einem Kind nichts aus. Und vielleicht gibt es für Dich ja auch die Möglichkeit, irgendwo dazwischen eine Whg. zu finden? Von dort kannst Du in angemessener Zeit zur Arbeit pendeln. Und der Weg zum Umgang ist auch geschrumpft.
Achja: ggf. solltest Du der Ex klarmachen, dass sie die Umgangskosten zu tragen hat (mindestens zum ordentlichen Teil), da sie die Entfernung geschaffen hat. Pass aber auf, dass sie dann aus 8 Tagen nicht jedes zweite WE macht. 😡
Gruss, Toto
Also,wenn Du damit meinst, dass auch Trennungskinder beide ETs gleichzeitig erleben, dann ist das wohl eher die graue Theorie.
Das meine ich nicht, da stimme ich dir zu.
Ich meine eine Konstellation, wo es möglich ist, dass das Kind bei Mama und Papa "wohnt" sozusagen. Vor allem auch dann in der Schulzeit.
Wir hatten gemeinsam vereinbart das anzustreben, und haben beide viel investiert und darum gerungen. Nun fingen die Bemühungen endlich an zu fruchten.
Ich hab ihr vertraut, weil ich weiß, dass sie weiß, dass ich ihn genauso liebe wie sie es tut! Sie hat mich einfach nur verarscht.
Ich weiss nicht, was für Jobs ihr alle habt - ich beobachte überall nur Leute, die sich ausquetschen lassen müssen wie Zitronen - wenn es ihnen nicht passt, können sie ja gehen! Da gibt es meist nicht viel auszuwählen. Da kann man froh sein, wenn die Überstunden irgendwann zur Hälfte abgebummelt sind.
Selbst wenn ich sowas finden würde - nach 4 Jahren wäre das ja dann sowieso wieder vorbei.
Ich kann eine Weile auf der Autobahn hin und her fahren, irgendwann wird wohl klar, dass das eine einzige Verzweiflung ist. 3h hin, 3h zurück - bleibt ein später nachmittag, abend, dann ins Bett, spätes Frühstück, losfahren ... wieder 3h hin, dann 3h zurück
Mein Sohn und ich sind im Moment so innig und vertraut - diesen Prozess der Entfremdung zum "Besuchspapa" - das halte ich nicht aus!
give respect
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Moin Herbart,
ich kann deine momentane Verzeiflung natürlich verstehen, aber nichtsdestotrotz gilt es jetzt der Realität ins Auge zu blicken und nach einer Lösung zu suchen und diese wird vermutlich nicht so aussehen, dass deine Ex und euer Kind im aktuellen Ort bleiben.
Ich kann eine Weile auf der Autobahn hin und her fahren, irgendwann wird wohl klar, dass das eine einzige Verzweiflung ist. 3h hin, 3h zurück - bleibt ein später nachmittag, abend, dann ins Bett, spätes Frühstück, losfahren ... wieder 3h hin, dann 3h zurück
Es gibt bei mir im Bekanntenkreis einige Pendler, die über die Woche auswärts arbeiten und nur an den Wochenenden zu Hause sind. Auch die müssen damit leben, dass sie ihre Kinder nur an den Wochenenden sehen. Auf Grund von mangelnden Alternativen, könntest du darüber nachdenken, ob du dir nicht eine kleine Wohnung im neuen Wohnort deiner Ex suchst (sofern dies finanziell darstellbar ist), an denen du dann die Wochenenden verbringst. Da deine Ex dir beim Thema Umgang offensichtlich keine großen Steine in den Weg legt, könnt ihr euch vielleicht darauf einigen, dass der Lütte die Wochenenden in der Mehrheit bei dir verbringt.
Gruß
Brainstormer
Moin herbart,
Wir hatten gemeinsam vereinbart das anzustreben, und haben beide viel investiert und darum gerungen. Nun fingen die Bemühungen endlich an zu fruchten.
Ich hab ihr vertraut, weil ich weiß, dass sie weiß, dass ich ihn genauso liebe wie sie es tut! Sie hat mich einfach nur verarscht.
mit einer Trennung sind in der Regel auch die Vereinbarungen hinfällig, die man - im Vertrauen auf den Fortbestand der Partnerschaft - einmal getroffen hat. Insofern ist es Unsinn, stur darauf zu beharren mit der Begründung "Du hast aber mal gesagt..."
Es wird Dich nicht weiterbringen, bockig auf einem "ich will jetzt aber...!" zu bestehen oder Dich ständig nur mit dem zu befassen, was (angeblich) nicht geht. Ihr müsst für den Ist-Zustand Lösungen finden; nicht für ein "was wäre gewesen, wenn...". Du hast nun einmal keine Möglichkeit, Deine Ex zu einem Verbleib am bisherigen Wohnort zu zwingen. Deine Optionen liegen darin, den eigenen Standpunkt zu wechseln und zu überlegen, wie Du was möglich machen könntest.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo zusammen,
Mein Sohn und ich sind im Moment so innig und vertraut - diesen Prozess der Entfremdung zum "Besuchspapa" - das halte ich nicht aus!
Doch!!! So schlimm und traurig das auch ist, man(n) muss das aushalten insbesondere mit Hinblick auf die Kinder.
und:
Ich kann eine Weile auf der Autobahn hin und her fahren, irgendwann wird wohl klar, dass das eine einzige Verzweiflung ist. 3h hin, 3h zurück - bleibt ein später nachmittag, abend, dann ins Bett, spätes Frühstück, losfahren ... wieder 3h hin, dann 3h zurück
auch dies geht. Ich mache dies nun mittlerweile seit über 1,5 Jahren so. Ich hatte mir mein Vatersein auch immer ganz anders vorgestellt aber es ist nicht zu ändern also muss ich da durch (bei mir ist die einfache Entfernung 300 km)
Brille hat es für mich sehr gut beschrieben, man muss die Realität annehmen und damit klar kommen, dauerndes Nachdenken über was wäre schöner oder einfacher ändert leider nix.
Von demjenigen der lange, sehr lange mit Seinem und dem Schicksal seiner Kinder gehadert hat und dem es besser ging als er sich mit den Fakten (von der Mutter geschaffen) abgefunden hat.
Alles Gute und Durchhaltevermögen
Peter
Es tut mir leid, aber bei der Wochenendpendelvariante kann ich nur die Befriedigung von Erwachsenenegos sehen.
Bei der 8 Tage Version auch. Ich muss mir meinen Sohn nur einmal kurz ansehen um zu wissen, dass dieses Hin- und Her nicht zu seinem Wohl sein wird.
Es gibt exakt drei sinnvolle Möglichkeiten:
1. sie bleibt, weil sie merkt, dass es für zwei von drei Beteiligten Mist ist (oder kehrt zeitnah zurück)
2. ich gehe mit (und muss damit rechnen in zwei Jahren wieder vor der selben Situation zu stehen)
3. ich bin raus (und tauche eventuell zum Schulanfang mal kurz auf)
Es geht meines Erachtens nur Raus (3.) oder Rein (1.,2.). Alles andere ist doch nur sinnlose Quälerei!
Ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen, aber ich denke im Moment über nichts anderes nach und komme aus den verschiedensten Richtungen immer wieder zu diesem Ergebnis.
give respect
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Moin herbart,
es gibt kein Argument Deinerseits, das so zwingend wäre, dass sich irgendwer diesem anschliessen müsste. Deshalb wird Dir auch niemand Deine Wunschlösung servieren.
Der logische Weg ist: Deine Ex entscheidet, wo sie samt Kind hinzieht - und Du entscheidest, was Du aus den dann gegebenen Verhältnissen machst.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin herbart,
4. Du läßt die Mutter mit Kind ziehen und bleibst, wo Du bist. Sodann nimmst Du das Kind min. die angebotenen 8 Tage am Stück zu Dir, in Deiner Urlaubszeit länger.
Zudem vereinbarst Du min einen festen Kontakt/W per Telefon oder besser per Skype mit Kamera.
Das Schulkind übernimmst Du dann ein WE/Monat und die hälftigen Schulferien.
Du wirst sehen, so schnell entfremdet sich da nix und Du bist auch nicht draußen.
Mein dringender Rat:
Akzeptiere die Realität und stelle Dich rasch auf sie ein.
Sonst drohen Depression, Wahn, Zerfall.
W.
Moin Herbart,
kann gut nachvollziehen, dass Du mit der Situation unzufrieden bist. Aus meiner Sicht machst Du jetzt aber genau dass, was viele Exen mit ihrem (sehr bewußten) Tun hervorrufen wollen: Angst und Panik schieben.
Versuch doch mal den Spieß etwas herumzudrehen. Aus der Forenerfahrung wissen wir, dass Exen normalerweise keinen "Bock" drauf haben, sich an irgendwelchen Umgangskosten zu beteiligen. Deshalb finde ich den Punkt von Toto auch sehr wertvoll, die Exe wenigstens schon mal darauf hinzuweisen.
Da Deine Exe ja "ernst" macht (Abmeldung Kita) solltest Du jetzt - genau so krass - mal ernst machen und Deinen Nachzug (auch wenn es für Dich jetzt noch unrealistisch klingt) mit einem Lächeln ankündigen. Auf die Reaktion wäre ich in der Tat gespannt. Denn es geht auch darum, dass Du aufzeigst, dass Du der KM eine Gegenreaktion entgegen setzt. Gruß Ingo
Hi Herbart,
Du schreibst im Eröffnungsbeitrag, dass sie in ihre Heimat zieht. Wieso gehst Du dann davon aus, dass sie in 2 Jahren wieder wegziehen sollte? Ich kenne einige Frauen, die der Liebe wegen vom Heimatort wegziehen und nach dem Scheitern der Beziehung dort keine Anbindung verspüren. Es mag aus Deiner Sicht egoistisch wirken, allerdings hat sie ja auch sehr "unegoistisch" ihren Wohnort zu Dir verlegt oder sehe ich das falsch?
So wie Du schreibst, magst Du ihren Heimatort nicht und wohnst eben gern in Deinem Ort.
Was ist falsch, wenn sie das für sich genauso in Anspruch nimmt?
Das fehlende ABR ist in Deiner Situation nicht wegzudiskutieren und vermutlich würde es Dir nicht mal viel nutzen, wenn Du es hättest. Du hast die Möglichkeit, Dir in ihrem Heimatort etwas neues Aufzubauen, wenn Du keine Umgangslösung findest, die für Dich akzeptabel ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihrem Heimatort erneut den Rücken kehrt, halte ich für gering, eben wegen der Familienanbindung, Freundeskreis und was man zu Hause eben so hat.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Es mag aus Deiner Sicht egoistisch wirken, allerdings hat sie ja auch sehr "unegoistisch" ihren Wohnort zu Dir verlegt oder sehe ich das falsch?
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihrem Heimatort erneut den Rücken kehrt, halte ich für gering, eben wegen der Familienanbindung, Freundeskreis und was man zu Hause eben so hat.
Leider siehst du das falsch. Sie ist unabhängig von mir und aus freien Stücken hierher gekommen. So wie sie es geplant hatte, als wir uns noch gar nicht kannten.
Sie hat hier ein grosses und gut funktionierendes Netzwerk an Freunden aufgebaut (und teilweise auch von mir übernommen).
Sie denkt, diese Stadt ist schuld an ihrer Unzufriedenheit. Nun ist zu Hause alles besser. Bevor sie herkam war hier alles besser. Für sie ist es immer dort besser, wo sie nicht ist. Es ist schlicht die Flucht vor sich selbst, die sie treibt.
Ich denke, spätestens in zwei Jahren ist sie wieder genervt - und wenn sich dann etwas "besseres" bietet - weg.
Ich kenn die Frau nu schon ein paar Jährchen.
Hier hat man alle Möglichkeiten. Sie ist freiwillig hierhergekommen und hat nun ein Kind - und zu dem Kind einen Vater, der sich kümmert, kümmert, kümmert.
Ich sehe die Trennung auf der Paarebene inzwischen fast positiv - hat das doch auch eine Menge entlastende Momente. Bei der Trennung auf der Elternebene hört bei mir, vor allem auch aus der Perspektive unseres Sohnes der Spass auf.
Ich finde es ein bisschen beängstigend, wie die kruden gesetzlichen Konstrukte (Vater der sich kümmert hat wegen fehlendem Zettel nichts zu melden - Vater, der sich nicht kümmert kann wegen vorhandenem Zettel mitentscheiden) die Wahrnehmung verzerren.
Ich merke das vor allem bei den Leuten, die mehr aus ihrem Umfeld kommen. Da wird stellenweise argumentiert, dass es allein weil sie es "darf" es auch "gut" für unseren Sohn ist.
Das ist absurd!
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Moin herbart,
angesichts von Schilderungen wie:
Für sie ist es immer dort besser, wo sie nicht ist. Es ist schlicht die Flucht vor sich selbst, die sie treibt.
Ich denke, spätestens in zwei Jahren ist sie wieder genervt - und wenn sich dann etwas "besseres" bietet - weg.
Ich kenn die Frau nu schon ein paar Jährchen.
und
- langjährige Beziehung
- Wunschkind
- Zusammenzug in gemeinsame Wohnung
- Geburt in meiner Anwesenheit Dez 2010
stelle ich mir regelmässig die Frage: Wenn Du schon so genau wusstest, was Deine Ex "für eine" ist - warum musstest Du denn unbedingt Nachwuchs mit ihr auf Kiel legen?
Hier hat man alle Möglichkeiten. Sie ist freiwillig hierhergekommen und hat nun ein Kind - und zu dem Kind einen Vater, der sich kümmert, kümmert, kümmert.
[...]
Ich finde es ein bisschen beängstigend, wie die kruden gesetzlichen Konstrukte (Vater der sich kümmert hat wegen fehlendem Zettel nichts zu melden - Vater, der sich nicht kümmert kann wegen vorhandenem Zettel mitentscheiden) die Wahrnehmung verzerren.
dieser "Zettel" würde einen Umzug höchstens ein bisschen schwieriger machen, weil Deine Ex noch einen ABR-Antrag stellen müsste; verhindern würde er ihn nicht. "Krude" ist an diesem Konstrukt überhaupt nichts; die Personenfreizügigkeit ist ein hohes Gut in unserer Demokratie. Oder würdest Du ein Gesetz begrüssen, dass Menschen zum Verbleib an einem bestimmten Wohnort zwingt?
Ich merke das vor allem bei den Leuten, die mehr aus ihrem Umfeld kommen. Da wird stellenweise argumentiert, dass es allein weil sie es "darf" es auch "gut" für unseren Sohn ist.
Das ist absurd!
wen interessiert, was irgendwelche Leute aus irgendeinem Umfeld sagen?
Du hast Dich leider immer noch keinen Schritt wegbewegt von Deinem bockigen "ich will aber, dass es so läuft wie ich will!" Vor allem Deine Unbeweglichkeit macht es Deiner Ex sehr einfach, die Dinge so einzurichten wie sie es möchte. Du bist nicht nur verantwortlich für das, was Du tust, sondern auch für das, was Du unterlässt.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Hallo herbart,
Es tut mir leid, aber bei der Wochenendpendelvariante kann ich nur die Befriedigung von Erwachsenenegos sehen.
hast Du überhaupt den Funken einer Ahnung davon, was das ganze für einen Aufwand bedeutet? Kannst Du Dir überhaupt vorstellen, was es für die Kinder bedeutet und wie wichtig es für die Kinder nach zwei Wochen in ihr "altes" Zuhause zu kommen, ihre Verwandschaft und Freunde wiederzusehen und die alten Kontake beizubehalten?
Meinst Du nicht auch es wäre einfacher für Umgangselternteile einfach ein Zimmer am neuen Wohnort der Kinder zu nehmen oder einfach den Kontakt abzubrechen?
Ganz sicher brauche ich für mein Erwachsenenego diese Juckelei alle zwei Wochen nicht, aber meine Kinder wollen dies nun einmal so und nehmen die Fahrerei auch gern in Kauf. Solange ich mir dies leisten kann werde ich Ihnen auch diesen Wunsch erfüllen.
Es nützt niemandem, wenn Du die Tatsachen nicht akzeptierst und bockig mit den Füßen aufstampfst:
Es gibt exakt drei sinnvolle Möglichkeiten:
1. sie bleibt, weil sie merkt, dass es für zwei von drei Beteiligten Mist ist (oder kehrt zeitnah zurück)
2. ich gehe mit (und muss damit rechnen in zwei Jahren wieder vor der selben Situation zu stehen)
3. ich bin raus (und tauche eventuell zum Schulanfang mal kurz auf)
Wichtig ist, egal wie, das Deinem Kind der Kontakt zu dir erhalten bleibt. Gute Ideen gab es bisher ja schon genug.
Alles Gute
Peter
Wenn Du schon so genau wusstest, was Deine Ex "für eine" ist - warum musstest Du denn unbedingt Nachwuchs mit ihr auf Kiel legen?
Das kann ich dir genau sagen.
Ich hatte die Hoffnung - nein, ich war überzeugt, dass durch die gemeinsame Verantwortung für ein Kind ein gewisser Reifungsprozess einsetzt.
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