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Frage zum Umgang

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(@luc-reif)
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Eine Frage zum Umgang. Folgende Situation:

- ich hatte ja einen Prozess wegen Umgang. Die KM hat u.a. behauptet, ich würde meinen Umgang größtenteils nicht persönlich wahrnehmen, sondern meinen Sohn ständig bei seinen Großeltern - meinen Eltern - "parken". Das entspricht natürlich überhaupt nicht der Wahrheit

- das gleiche Märchen hat sie wohl dem Umgangspfleger erzählt, der mich darauf hingewiesen hat, ich solle den Umgang doch persönlich wahrnehmen

- wenn ich mit meinem Sohn nun meine Eltern besuche, fragt er ständig, ob er dort übernachten darf. Bisher habe ich gesagt "nächstes Mal"

- in zwei Wochen feiert meine Mutter nun einen runden Geburtstag, und ich möchte gern, dass mein Sohn dort übernachtet. Er freut sich sehr. Meine Eltern wohnen ca. 5km Luftlinie und 15min Fahrt entfernt.

Frage:

- muss ich das bei der KM überhaupt ankündigen (kein GSR)? Muss ich sie deshalb um "Erlaubnis" fragen?

- wie gehe ich vor? Weise ich den Umgangspfleger schon jetzt darauf hin? Sage ich überhaupt etwas? Mache ich es einfach und kümmere mich dann um die "Probleme", wenn diese auftauchen?

Noch zum Hintergrund:

- die KM hat Allmachtsfantasien. U.A., weil sie eben das ASR hat. Klar könnte ich sagen "dann gebe ich ihr eben Bescheid, aus Nettigkeit". Allerdings kommt man bei ihr mit Nettigkeiten nicht weiter. Denn sage ich Bescheid, obwohl ich nicht muss, wird sie das lediglich als gewonnenes Machtspiel verstehen. Das will ich gern vermeiden.

- der Umgangspfleger scheint nur keine Arbeit haben zu wollen. Mehrmals hat er mich auf Dinge hingewiesen, die ich besser nicht tun sollte, da sich "die KM sonst ärgert". Auf meine Nachfrage, ob es nur um die KM ginge oder ob ich das tatsächlich de jure dürfte/nicht dürfte, musste er immer wieder zurückrudern und sagen "in Ihrer Umgangszeit dürfen sie natürlich machen, was sie wollen" (verkürzt gesprochen). Auch diesen Zahn will ich dem Umgangspfleger gern endgültig ziehen. Ich möchte ihm zu verstehen geben, dass ich meine und die Rechte meines Sohnes kenne und darauf verzichte, "Frieden"mit der KM zu haben. Es geht nicht um Streit, aber ich will mir nicht mehr in Dinge reinreden lassen, in die man mir schlichtweg nicht reinreden darf.

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 18.09.2022 10:45
(@lausebackesmama)
Gehört zum Inventar Moderator

Nein, du musst es nicht ankündigen, da du die Ausgestaltung des Umgangs selbst bestimmst. Du könntest natürlich etwas Diskussionsstoff rausnehmen, indem ihr beide da schlaft. Ginge das? Wie alt ist euer Kind?

LG LBM

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 18.09.2022 13:07
(@luc-reif)
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Er ist 4 1/2.

Er hat auch stets da geschlafen.

Die KM hat irgendwann mal kräftig "Scheiße gebaut". Da bin ich ihr draufgekommen, worauf sie mir angedroht hat, ich würde meinen Sohn nie mehr sehen. So kam die Lawine ins Rollen.

 

Eine Schmutzkampagne war die Folge: sie konnte, als noch "alles gut" war (als Besitzerin des Kindes hat sie sich immer gefühlt), unseren Sohn gar nicht oft genug zu meinen Eltern geben. Plötzlich war ich es, der ihn dorthin dauernd abgeschoben hat und meine Mutter sei ja eh viel zu krank, um ihn zu betreuen.

Egal - jedenfalls könnten wir schon alle da schlafen. Aber die Verhältnisse sind eher beengt und es wäre mit Aufwand verbunden.

Also - es geht mir durchaus ums "Prinzip".

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 18.09.2022 13:31
(@lausebackesmama)
Gehört zum Inventar Moderator

Dann würde ich da gar keine Faxen machen und ihn da schlafen lassen.

Im übrigen ist es deine Pflicht, anderen Familienmitgliedern im Rahmen deiner Umgangszeit Umgang zu ermöglichen, zu denen dein Kind eine schützenswerte Bindung hat. Alternativ soll sie überlegen, ob sie lieber ein weiteres Umgangsverfahren haben möchte mit Großeltern, die einen von dir unabhängigen Umgang einklagen, weil sie den in deiner Umgangszeit erschwert. Würde ich auch dem Umgangsfuzzi erklären. 

LG LBM

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 18.09.2022 15:10
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrechte Registriert

Wie schon gesagt kannst Du den Umgang planen und durchführen wie Du willst (also alles, was nicht dem Kindswohl widerspricht).

Der Umgangspfleger ist nur dafür zuständig, dass der Umgang stattfindet, der Umgang an sich ist alleine Deine Sache, es ist ja kein begleiteter Umgang.

Also mach es einfach. Natürlich wird die KM gegen Dich verwenden, aber es ist überhaupt kein Grund den Umgang in irgendeiner Weise einzuschränken.

VG Susi

AntwortZitat
Geschrieben : 18.09.2022 15:55
(@luc-reif)
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Okay, Frage: informiere ich zuvor den Umgangspfleger? Oder wirkt das wie "vorauseilender Gehorsam"? Sage ich ihm das mit dem Umgangsverfahren der Großeltern gleich, oder lasse ich es drauf ankommen, ob er fragt?

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 23.09.2022 17:49
(@speciald)
Rege dabei Registriert

Hallo,

deine Frage mal aus der Soll- oder Muss-Perspektive gesehen:

Muss: Nein, du musst den Umgangspfleger nicht informieren.

Soll: Transparenz schafft Vertrauen.

In Bezug auf Nutzen und Schaden folgende Denkansätze:

1) Erzählst du es dem UP, könnte es die Mutter erfahren. Schlimm? Nein!

2) Das Kind erwähnt es (zufällig) gegenüber der Mutter. Mutter wird sauer, weil du 1) versäumt hast, instruiert den UP (Stimmungsmache) und Kind leidet wegen mangelnder Transparenz (Geheimnistuerei) deinerseits. Schlimm? Ja, Kind bekommt es (wieder) ab, mit Auswirkungen zur Beziehung zu dir und den Großeltern, da Kind noch nicht differenzieren kann (und auch nicht muss), dass das das Problem der Mutter ist.

Mit diesen Denkanstoßen solltest du m.M.n. an die Sache herangehen.

LG D

"Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt." (2. Petrus 3,13)

AntwortZitat
Geschrieben : 23.09.2022 21:36
(@brave)
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In deiner Umgangszeit kannst du tun und lassen was du willst, außer du verreist in Krisebgebieten o.ä. Und gerade wegen dem Stichwort 'vorauseilender Gehorsam' würde ich das tunlichst lassen.

Du tust nichts falsches und mußt nicht 'jeden' über all deine Schritte informieren. Du würdest damit, meiner Meinung nach, falsche Signale senden.

AntwortZitat
Geschrieben : 26.09.2022 09:26
(@luc-reif)
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Ich habe irgendwie das Gefühl, es ist sowieso egal, was ich tue:

1.) sage ich dem Umgangspfleger Bescheid, ist es im Zweifelsfall vorauseilender Gehorsam, der mir eine geistige Leine anlegt. Das führt dazu, dass die beteiligten Personen in meinem Umfeld glauben, mit mir machen zu können, "was sie wollen". Dann muss ich mir anhören: "Sie ärgern die Mutter mit diesem Verhalten!"

2.) sage ich nicht Bescheid, wird mir mein Verhalten als gleichgültig, resistent und renitent ausgelegt. Das führt dazu, dass die beteiligten Personen in meinem Umfeld offensichtlich glauben, mich "bremsen" zu müssen und ich muss mir anhören: "Sie ärgern die Mutter mit diesem Verhalten!"

Also im Grunde genommen ist es gehüpft wie gesprungen.

Was ich jedoch nicht verstehe - und da geht es nicht nur um solche Situationen wie den Umgang bzw. das Übernachten bei den Großeltern:

Was ist der Zweck des Ganzen? Was soll das? Welche "Agenda" haben die Beteiligten?

Ein Beispiel aus den Elterngesprächen, die seit Kurzem stattfinden:

Beim ersten Gespräch hatte die Mutter sich über irgendeine Kleinigkeit beschwert, es ist nicht weiter erwähnenswert. Meine Antwort war: "Kommunikatives Missverständnis, nicht böse gemeint, nicht der Rede wert. Kommt nicht wieder vor, hat sich erledigt." Resultat war, dass der Gesprächsleiter mir sinngemäß antwortete, ich solle einmal darüber nachdenken, ob nicht doch andere Motive hinter meinem Handeln steckten, ob es quasi nicht "verharmlosend" wäre, dass ich das Alles hier als Missverständnis abtue.

Gelernt habe ich daraus, dass "Nachgeben" und "freundlich sein" nichts bringt. Die Elterngespräche sollen laut gerichtlichem Vergleich einen klaren Zweck haben, ein klares Ziel erfüllen: die Einrichtung des GSR. Es ging aber gar nicht um sorgerechtsrelevante Fragestellungen sondern eben um - irgendwas.

Für das nächste Gespräch hattee ich mir deshalb vorgenommen, eine Agenda zu setzen, so etwas nicht noch einmal zuzulassen. Freundlich habe ich das der Gesprächsleitung im Vorfeld mitgeteilt. Resultat war, dass mir im Gespräch ziemlich deutlich, aber dennoch sehr geschickt indirekt - Aufhänger war wiederum irgendeine Kleinigkeit - mitgeteilt wurde, dass hier ja die kommunikative Basis fehlen würde, um überhaupt etwas zu besprechen.

Ich weiß, dass dieses Beispiel jetzt den Boden der ursprünglichen Fragestellung verlässt, aber ich muss da einmal für mich Klarheit reinbringen.

Bin ich "weich und nachgiebig", kommt es mir so vor, als nutzten die offiziell beteiligten Stellen meine "Weichheit", um mich noch weiter in die Ecke zu drängen.

Bin ich bestimmt und lasse gewisse Dinge nicht zu, kommt es mir so vor, als nutzten die offiziell beteiligten Stellen meine "Härte", um mich noch weiter in die Ecke zu drängen.

Das Ganze fühlt sich an wie so eine Wand, vor der ich ratlos stehe: Mitmachen führt zu nichts. "Dagegen sein" führt zu nichts.

Ist das normal? Wird da irgendeine versteckte Agenda verfolgt, die ich nicht verstehe? Aber wenn ja: welche? Geht es nur darum, dass die Beteiligten möglichst wenig Arbeit haben und glauben, möglichst wenig Arbeit zu haben, wenn sie sich mit dem "schwachen" Elternteil - a.k.a. dem Vater - anlegen? Was möchte man damit erreichen, dass man der Mutter immer mit Allem Recht gibt bzw. sich immer für die Belange der Mutter einsetzt?

Oder kommt mir das alles nur so vor und ich sollte es weniger "Ernst" nehmen? Ich bin ja bereit, bei allem Möglichen mitzuspielen - aber momentan weiß ich gar nicht, wobei ich eigentlich mitspielen soll. Was soll das alles?

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.09.2022 08:00
(@brave)
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Ich denke Du solltest konkrete Ziele verfolgen und diese dann auch konsequent d.h. dein Fokus ist das Kind und was diesem gut tut. Wenn du dich an jeder Kleinigkeit aufhängst, dann verlierst auch du den Fokus.

Meine Erfahrung mit dem JA/Beratungsstellen ist, dass man sehr gerne und oft auf der 'die Kommunikation stimmt nicht' Welle reitet und das viel zu langwierig. Dadurch hat man den BlicK auf die wichtigen Baustellen verloren d.h. das Kind.

In meiner letzten Gerichtsverhandlung wurde auch eine Eltern-Beratung 'angeordnet'. Hat niemals stattgefunden und ich hatte auch nicht vor daran teilzunehmen, da seitens JA immer die gleiche Leier abgespielt wurde und niemals konkrete Sachverhalte aufgearbeitet wurden. Ob das nun an mangelnder Kompetenez oder Desinteresse in die Tiefe zu gehen lag, weiß ich leider nicht. Es gab auch niemals irgendeine Konsequenz o.ä. In deinem Fall aber willst du das GSR und da mußt du vermutlich etwas mitspielen.

 

 

AntwortZitat
Geschrieben : 27.09.2022 09:53
(@lena_neu)
Schon was gesagt Registriert

Steig doch aml aus diesem Drama Dreieck aus.

Was willst du ? Sieh nicht immer den Feind. Sei authentisch und empathisch.

Du bist ja wie ein Fähnchen im Wind oder ein Hase vor der Flinte.

AntwortZitat
Geschrieben : 27.09.2022 10:18
(@luc-reif)
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Geschrieben von: @brave

s gab auch niemals irgendeine Konsequenz o.ä. In deinem Fall aber willst du das GSR und da mußt du vermutlich etwas mitspielen.

Genau - aber wie spiele ich mit? Ich verstehe genau das nicht. Denn ich weiß gar nicht, welches Spiel gespielt wird... (siehe oben)

 

Geschrieben von: @lena_neu

Steig doch aml aus diesem Drama Dreieck aus.

Was willst du ? Sieh nicht immer den Feind. Sei authentisch und empathisch.

Du bist ja wie ein Fähnchen im Wind oder ein Hase vor der Flinte.

Was ich will?

1. )Ich möchte meinen Sohn (im Rahmen dessen, was man mir zugesteht) sehen und ihm eine gute Zeit machen. Darüber hinaus will ich meine Ruhe vor diesem ganzen Theater.

2.) Natürlich ist das GSR in "greifbarer" Nähe. Und es steht mir ja auch "zu". Ich bin ein guter Vater und kümmere mich um meinen Sohn - und das will ich ihm auch dadurch zeigen. Aber wenn nun dazugehört, dass ich mir ständig diesen Blödsinn anhören muss - siehe 1.) Mich überfordert, dass ich keine Ahnung habe, was "taktisch mitspielen" bedeutet. Wenn ich das zumindest wüsste, könnte ich immer noch entscheiden, ob ich es tue. Aber bisher ist es so: "spiele" ich lammfromm, habe ich das Gefühl, als Reaktion darauf werde ich "augebeutet". Spiele ich "wehrhaft", werde ich als Reaktion darauf "zurückgepfiffen". Also entweder ich spiele von Natur aus beschissen oder ich weiß eben gar nicht, welches Spiel gespielt wird.

Und zum Thema authentisch: was ist "die Wahrheit"?

Dass die KM ein Problem mit der Wahrheit hat, und zwar ein massives. Dass sie unseren Sohn als persönlichen Besitz betrachtet. Dass sie deshalb lügt, und zwar sehr geschickt, immer nahe an der Wahrheit aber so verdreht, dass sie das Opfer ist und ich der Täter, um das GSR zu verhindern.

Und dass sie gleichzeitig eine gute Mutter ist, der ich "darüber hinaus" (ich weiß, das klingt jetzt vielleicht albern) nichts vorwerfen kann. Sie liebt unseren Sohn, behandelt ihn gut, kümmert sich.

Nun - was macht das mit mir? Ich will ihr ihre Lügen nicht durchgehen lassen. Ich habe keine Lust, mich in Elterngesprächen oder mit dem Umgangspfleger über Dinge zu unterhalten, die gar nicht (oder nicht so wie behauptet) stattgefunden haben. Darüber hinaus ist mir die KM egal. Ich hasse sie nicht, ich habe keine Angst um unseren Sohn, wenn er bei ihr ist. Ich war nie mehr als Wochenendvater und habe auch nicht die Kapazitäten, mehr zu machen als das.

Also: wenn ich authentisch bin - drücke ich genau das aus. Mach was du willst, ich kooperiere auch gerne mit dir. Ich habe nichts gegen dich. Aber bei deinen hanebüchenen Lügengeschichten ist für mich Schluss.

Nur: dieses differenzierte Bild authentisch auszudrücken ist doch schon unmöglich?

Spreche ich die Lügengeschichten der Mutter (reaktiv) an, bezichtige ich sie eben der Lüge und es heißt "so lange sie das tun, gibt es keine kommunikative Basis". Keiner interessiert sich dann für den anderen Teil meiner "Sichtweise".

Sage ich, dass die Mutter eigentlich ganz okay ist, wird von mir verlangt, alles zu tun, was sie (von mir) will. Und da ist dann eben meine Grenze bald wieder erreicht weil ich sage: "viel gern, aber irgendwo ist Schluss."

Nur dann sind wir wieder bei den Lügengeschichten und dabei, dass man sowas ja nun wirklich nicht sagen darf...

 

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Themenstarter Geschrieben : 27.09.2022 10:46
(@susi64)
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Hallo,

es bringt Dir nichts die Lügen der KM anzusprechen, Familiengerichte wissen, dass da viel gesagt wird, was bei näherer Betrachtung nicht so ganz zutreffend ist. Wichtig ist, dass Du ansprichst, was Du willst. Du willst für Dein Kind ein guter Vater sein und Dich um Dein Kind kümmern. Dazu brauchst Du das GSR. Das GSR kann nur verweigert werden, wenn es dem Kindswohl widerspricht und da sehe ich keinerlei Gründe.

VG Susi

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Geschrieben : 27.09.2022 11:00
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(@luc-reif)
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Geschrieben von: @susi64

und da sehe ich keinerlei Gründe.

Naja - die Argumentation der KM ist doch "die Übliche": ich bin ja so schlimm, hasse sie so sehr, bin so unkooperativ, dass ich ihr das Leben erst zur Hölle machen werde, wenn ich das GSR mal habe.

So ähnlich hat der Verfahrensbeistand ja im ersten Prozess auch argumentiert: allein die Tatsache, dass wir hier vor Gericht sitzen, zeuge von einer Hochstrittigkeit. Und in so einer hochstrittigen Situation kann man ja nun wirklich kein Sorgerecht teilen.

Ich weiß schon, dass de jure ja nun nichts gegen das GSR spricht. De facto ist mir das GSR aber doch beim ersten Prozess bereits mit genau dieser Argumentation verwehrt worden.

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Themenstarter Geschrieben : 27.09.2022 11:10
(@lena_neu)
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Ich weiß es ist schwer und eine Pharse - aber du mußt die Paarebene verlassen.

Außerdem geht es nicht um deinen Anspruch "was dir ZUsteht" - sondern was deinem Kind zusteht.

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Geschrieben : 27.09.2022 11:15
(@luc-reif)
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@lena_neu 

Was ist denn das für eine "Paarebene", wenn die KM lügt und ich das weiß und es mich stutzig macht bezüglich dessen, was unser Kind betrifft.

Die KM sagt (tut sie nicht, ist nur ein Beispiel. Aber so ähnlich war die Situation): "Unser Sohn sagt vor dem Umgang immer, dass Papa blöd ist".

Es macht doch einen Unterschied, ob unser Sohn das nun wirklich sagt oder ob die KM sich das nur ausdenkt, um mir an den Karren zu fahren? Wo ist denn die Paarebene, wenn ich das anspreche? Das verstehe ich überhaupt nicht?

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.09.2022 11:26
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrechte Registriert

@luc-reif Unter "Paarebene" versteht man, dass sich bei Dir jede Argumentation um die KM dreht und Du von ihr nicht loskommst. Lass die KM einfach außen vor.

Das BGH hat im Beschluss Az. XII ZB 419/15 vom 15. Juni 2016 entschieden  (Leitsätze):

    • a)  Auch bei der „negativen“ Kindeswohlprüfung nach § 1626a Abs. 2 S. 1 BGB ist vorrangiger Maßstab für die Entscheidung das Kindeswohl. Notwendig ist die umfassende Abwägung aller für und gegen die gemeinsame Sorge sprechen- den Umstände. Dafür gelten die zur Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge nach § 1671 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 BGB entwickelten Grundsätze.
    • b)  Erst wenn sich nach erschöpfender Sachaufklärung nicht feststellen lässt, dass die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl widerspricht, ergibt sich aus der negativen Formulierung der Kindeswohlprüfung die (objektive) Feststellungslast dahin, dass im Zweifelsfall die Übertragung der elterlichen Sorge auf die Eltern gemeinsam auszusprechen ist.

    • c)  Gründe, die der gemeinsamen elterlichen Sorge i. S. v. § 1626a Abs. 2 S. 2 BGB entgegenstehen können, sind bereits dann gegeben, wenn sich aus den dem Gericht dargelegten oder sonst ersichtlichen konkreten tatsächlichen Anhalts- punkten die Möglichkeit ergibt, dass die gemeinsame elterliche Sorge nicht mit dem Kindeswohl vereinbar ist. Unbeachtlich sind dagegen Umstände, die keinen Bezug zum konkreten Fall oder dem Wohl des Kindes aufweisen.

    • d) Zur persönlichen Anhörung des Kindes im Sorgerechtsverfahren.

    Entscheidend ist b). Zu c) ist zu sagen, dass

    gewichtige Gründe gemäß § 1626a Abs. 2 S. 2 BGB sind

    • Erziehungseignung der Eltern,
    • Bindungen des Kindes,
    • Prinzipien der Förderung und der Kontinuität sowie
    • Beachtung des Kindeswillens.

    Deshalb lass Dich nicht verunsichern und bleibe dabei, was Du willst.

    VG Susi

AntwortZitat
Geschrieben : 27.09.2022 17:05
Lena_neu gefällt
(@luc-reif)
Zeigt sich öfters Registriert
Geschrieben von: @susi64

Unter "Paarebene" versteht man, dass sich bei Dir jede Argumentation um die KM dreht und Du von ihr nicht loskommst. Lass die KM einfach außen vor.

 

Aber jeder redet doch immer nur von der KM.

"Die KM will...", "Die KM sagt...", "Die KM fühlt sich...." - ich habe nicht den Eindruck, dass irgendjemand der KM mal sagt, dass es ums Kind geht.

Ich fühle mich, als sei ich gezwungen, immer nur über die KM nachzudenken. Nichts wäre mir lieber, als mich nicht mit ihr zu beschäftigen. Aber wie das angesichts der Tatsache laufen soll, dass jeder mir immer nur den Eindruck vermittelt, es würde um die KM und ihre Befindlichkeiten gehen, ist mir auch unklar...

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 27.09.2022 17:54
(@speciald)
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@luc-reif 

Dann positioniere dich doch einmal genau so!

Das Sorgerecht ist ein Freiheitsrecht gemäß Verfassung, welches du dir nicht einmal verdienen musst. Es gab schon den rechtlichen Hinweis dazu, 1626a BGB unterliegt der gleichen Prüfung wie 1671 BGB, nämlich der doppelten Negativprüfung. Warum machst du dir das Leben so schwer? Man muss nicht über jedes Stöckchen springen, was man hingehalten bekommt.

Nach zig Jahren in diesem Forum sehe ich nach wie vor dieselben Fehler. Man muss sich doch nur die anderen Threads reinziehen, dann weiß man was zu tun ist. Und nach all den Jahren sehe ich immer noch die gleichen Antworten von verbitterten Usern, die einen eine stringente Härte aufoktroyieren wollen, die so im System einfach nicht funktioniert. Das sehe ich tagtäglich.

Du willst für euer Kind da sein und Verantwortung tragen. Ende und Punkt.

Sobald es um die KM geht, lenkst du den Fokus auf das Kind. Diktier du doch mal die Regeln!

Und abschließend: was ist so schädlich dem UP zu sagen, dass Kind bei Großeltern geschlafen hat. Nach Übergabe: Übrigens, auch nur weil der Vorwurf im Raum steht, Kind hat nach eigenem Wunsch bei Oma und Opa geschlafen. Dann gehst du. Was hat das mit vorauseilendem Gehorsam zu tun? Tue für dein Kind was nötig ist, um es zu entlasten.

LG D

 

"Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt." (2. Petrus 3,13)

AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2022 00:12
Lena_neu gefällt
Kakadu59
(@kakadu59)
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Geschrieben von: @lena_neu

Außerdem geht es nicht um deinen Anspruch "was dir ZUsteht" - sondern was deinem Kind zusteht.

So (absolut), wie Du es ausformuliert hast, teile ich diese Deine Meinung nicht und werfe mal eine Veto in Form §1684 BGB ein....

Gruß Kakadu59
"Die Lüge fliegt, und die Wahrheit hinkt hinterher; so ist es dann, wenn die Menschen die Täuschung erkennen, schon zu spät - der Hieb hat gesessen und die Lüge ihre Wirkung getan." - Jonathan Swift (1667- 1745)

AntwortZitat
Geschrieben : 28.09.2022 17:09
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