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Ex-Frau verplant Papa-Wochenende

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(@papa-mathias)
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier, daher ist dies mein erster Beitrag und ich hoffe hier eine Antwort auf meine Frage zu finden.

Ich bin seit 2 1/2 Jahren von meiner Ex-Frau getrennt, die Scheidung ist vor wenigen Wochen durchgegangen, wir haben uns einvernehmlich und mit wenig Zoff getrennt. Es gab kein Eigentum zu trennen, wir haben uns auch ohne Anwälte trennen können. Insgesamt kann ich sagen, dass wir ein recht gutes Verhältnis pflegen (verheiratet waren wir 5 Jahre, zuvor 3 Jahre Beziehung, dazwischen 1x getrennt). Unsere Tochter ist jetzt 4 1/2 Jahre alt.

Die derzeitige Regelung ist, dass ich meine Tochter jeden 2. Freitag vom KiGa abhole und sie bis Sonntag abend bei mir habe oder Montag früh in den KiGa bringe. Ca 1-2x pro Woche bringe ich sie zum KiGa und/oder hole sie auch mal ab um 2h mit ihr auf dem Spielplatz zu spielen oder etwas essen zu gehen. Ich bin leidenschaftlich gerne Papa, ich liebe meine Tochter über alles und sie verkraftet bisher die Trennung äußerlich zumindest sehr gut und liebt uns beide sehr, das Verhältnis ist sehr gut. Seit ca. 6-8 Monaten hat meine Ex einen neuen Partner, ich komme sehr gut mit ihm zurecht und auch meine Tochter mag ihn sehr. Alles also in Butter.

Meine Ex-Frau allerdings würde ich teilweise als eine Mutter beschreiben, die sehr daran bedacht ist, dass das Kind sich pädagogisch schon sehr früh in eine bestimmte Richtung entwickelt. Sie probiert vieles aus: Ballett, Malkurs, Fußball, Tanzen, usw. und versucht das Kind regelrecht "heranzuzüchten". Ich bin prinzipiell nicht anderer Meinung, finde aber dass das Kind auch  Kind sein soll und ein Englischkurs mit 3 oder 4 Jahren, ein Literaturkurs und auch diverse Sportkurse sind dann auch in diesem Alter noch zuviel.

Jetzt kam es so, dass neulich Elternabend im KiGa war. Ich war leider beruflich verhindert (ich reise beruflich recht viel). 2 Tage später, als wir über die Inhalte sprachen, sagte mir meine Ex-Frau dass unsere Tochter jetzt jedes Wochenende Samstags von 15-17 Uhr einen Russischkurs besucht (sie wächst zweisprachig auf, meine Ex ist Russin), wo sie die Aussprache und Rechtschreibung lernen soll (meine Tochter kann noch nicht mal schreiben...), und sonntags sei sie jetzt von 9:30-11:00 Uhr zum Fußball angemeldet. Würde bedeuten: auch an den Papa-Wochenenden. Ich war dagegen. Nicht gegen die Tatsache dass meine Tochter diese Dinge machen soll, darüber kann man diskutieren. Aber darüber dass ich nicht involviert wurde und mir unsere Wochenenden verplant wurden, ohne Mitsprache. Wir haben ein gemeinsames Sorgerecht, wir haben gerichtlich vereinbart über solche Dinge zu sprechen bevor eine Entscheidung gefällt wird. Meine Ex hat es allerdings damit begründet dass die Plätze rar waren und sie sich am gleichen Abend noch entscheiden musste, da war keine Zeit mich anzurufen und zu fragen.
Hinzu kommt, dass sie behauptete, ich würde mit unserer Tochter ohnehin nichts wichtiges unternehmen und es sei wichtig das Kind zu fördern (es wird Mo-Fr im KiGa meiner Meinung nach schon recht gut gefördert...). Somit hat sie die Zeit, die ich mit ihr verbringe, und die ohnehin schon knapp ist, abgewertet und meine väterlichen Entscheidungen negativ bewertet und mich etwas blöd dastehen lassen. Als wüsste sie es ja besser, was gut für das Kind sei.

Ich habe es die letzten Tage knurrend hingenommen und mich irgendwie darauf eingestellt die Wochenenden mit meiner Tochter eben so zu verbringen. Es würde ja schließlich auch mir Spaß machen ihr zuzusehen wie sie Fußball spielen würde und neue Freunde kennenlernen würde, um mal ein Beispiel zu nehmen. Trotzdem hat es mich gewurmt und das Prinzip, dass meine Ex einen großen Teil meines Wochenendes mit unserer Tochter einfach so ohne Absprache verplant hatte. Und wieder hatte ich nachgegeben. Heute morgen allerdings habe ich ihr mitgeteilt dass ich es nicht akzeptiere, sie hat es - zumindest vorerst mal - akzeptiert und verstanden.  Ich weiß allerdings dass das unsere Beziehung in den nächsten Wochen wieder nachhaltig belasten wird und sie mir das noch wochen-, ja monatelang vorwerfen wird, und sich auch ganz genau anschauen wird, was wir jetzt an den Wochenenden unternehmen - damit sie wieder ihre Wertung dazu abgeben kann. Unsere Tochter plaudert natürlich was wir tun, wenn sie gefragt wird!

Was denkt ihr? Habe ich das richtige getan? Oder sollte ich - zum Wohle meine Tochter vielleicht? - nachgeben und sie machen lassen?
Das Wochenende ist ohnehin kurz und bis wir wieder zusammenwachsen dauert es oft bis Samstag abend, wir genießen jede Minute miteinander, da möchte ich auch gerne mal kurzfristig entscheiden dass wir vielleicht spontan über das Wochenende gemeinsam wegfahren und nicht an diese Kurse gebunden sind. Denn es ist UNSERE Zeit und MEINE Zeit mit unserer Tochter!

Danke für Eure Einschätzung!
LG


Zitat
Themenstarter Geschrieben : 14.10.2016 11:29
(@tina10)
Rege dabei Registriert

Hallo Mathias,

die Problematik hier kann ich gut nachvollziehen, weil ich im Bekanntenkreis auch russische Familien habe.

Was Du da beschreibst, ist ein Aufeinanderprallen verschiedener Erziehungsstile, die kulturell bedingt sind.

Das, was Du als "heranzüchten" beschreibst, ist für russische Familien aus dem Bildungsbürgertum eine vollkommen normale Kindheit. Man versucht, jede Möglichkeit, dem Kind Bildung und Kultur zu vermitteln, zu nutzen. Disziplin und Ausdauer stehen da ganz oben auf der Wertskala. Dagegen steht das deutsche "ein Kind muss auch einmal Kind sein dürfen".

Es ist schwer zu entscheiden, welche Erziehungsfom nun die "bessere" ist. Mir persönlich liegt die russische Herangehensweise näher, insbesondere weil ich auch mitbekomme, dass die Kinder dabei sehr gut "gedeihen".

Grundsätzlich wichtig ist für Dich, zu verstehen, dass Deine Ex sicher nicht vorhatte, Deine Zeit mit dem Kind abzuwerten, sondern dass für sie jede Zeit, die nicht zum Erwerb von Fähigkeiten, Wissen, Weiterentwicklung genutzt wird, eine verlorene Zeit ist.

Ich an Deiner Stelle würde den Aktivitäten zustimmen. Euer Kind wird davon viel mehr proftieren als von Spaßbädern und Freizeitparks.


AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 12:09
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

im Prinzip würde ich Tina zustimmen und zu einem behutsamen Vorgehen raten. Auch würde ich weniger auf "Deinen Rechten" herumreiten als einfach mal die Frage zu stellen, ob das Gesamtprogramm die Tochter nicht überfordert.

Eine Sportart oder Ballet, wenn es der Tochter gefällt, reicht aus meiner Sicht. Gegen das richtige Erlernen der Sprache der Mutter ist weniger einzuwenden und ich würde mich dem nicht in den Weg stellen.
Ist Deine Tochter aber eine begeisterte Fußballspielerin, geh doch mit ihr einfach mal hin und sieh Dir an wie sich verhält, dann würde ich das Fußballspielen in die Umgangsplanung mit aufnehmen.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 12:31
(@papa-mathias)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Tina, hallo Susi,

danke für Eure Antworten. Ich versuche mal zu kommentieren, siehe unten:

Es ist schwer zu entscheiden, welche Erziehungsfom nun die "bessere" ist. Mir persönlich liegt die russische Herangehensweise näher, insbesondere weil ich auch mitbekomme, dass die Kinder dabei sehr gut "gedeihen".

Ich bin hier bei Dir, Tina - ich habe prinzipiell nichts gegen die Aktivitäten und die Erziehungsform an sich. Ich sehe es ja an meiner Tochter, sie ist für ihre 4 Jahre erstaunlich einfach zu handhaben, umgänglich, intelligent, und aufgeweckt. Sehr selten lotet sie ihre Grenzen aus, man bekommt sie dann aber relativ schnell wieder ruhig. Ich schreibe dieses Verhalten auch der Erziehung zu, die sie u.a. eben bei ihrer Mutter genießt.

Grundsätzlich wichtig ist für Dich, zu verstehen, dass Deine Ex sicher nicht vorhatte, Deine Zeit mit dem Kind abzuwerten, sondern dass für sie jede Zeit, die nicht zum Erwerb von Fähigkeiten, Wissen, Weiterentwicklung genutzt wird, eine verlorene Zeit ist.

Und genau dieser Gedanke stört mich. Dass sie die Zeit, die ich als wertvoll für die Beziehung zwischen mir und meiner Tochter erachte (da wir uns eben wirklich nur alle 2 Wochen sehen) als verlorene Zeit ansieht. Oder anders gesagt: sie weiß ja nicht was wir im Detail am Wochenende treiben, denn oftmals besuchen wir auch Ausstellungen, gehen mit Freunden fort und arrangieren Ausflüge, wo sie auch mit anderen Kindern zusammenkommt - eben "my way", aber sicher nicht pädagogisch wertlos. Warum fragt sie mich nicht, was wir im Detail treiben, damit sie sich eben eine Meinung bilden kann ob das in ihren Augen wertvoll oder wertlos ist. Warum wird auf Basis von Unwissen beurteilt? Und dass sie hier eben die Entscheidung für uns beide getroffen hat, ohne mich einzubinden und meine Meinung zu erfragen ob ich es unterstütze oder nicht, oder unter Umständen etwas anderes mit meiner Tochter für die Wochenenden geplant habe.

Auch würde ich weniger auf "Deinen Rechten" herumreiten als einfach mal die Frage zu stellen, ob das Gesamtprogramm die Tochter nicht überfordert.

Die Frage habe ich mehrfach gestellt. Als Antwort bekomme ich "sie braucht so ein Programm". Mehr bekomme ich nicht. Es lässt sich nicht diskutieren.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.10.2016 15:02
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus!

Dass sie die Zeit, die ich als wertvoll für die Beziehung zwischen mir und meiner Tochter erachte (da wir uns eben wirklich nur alle 2 Wochen sehen) als verlorene Zeit ansieht.

Die Umgangszeit mit Dir ist definitiv nicht verlorene, egal was ihr dabei macht; es geht um Aufbau und Erhalt einer soliden Vater-Kind-Beziehung in Eurer Situation.

Als Antwort bekomme ich "sie braucht so ein Programm". Mehr bekomme ich nicht. Es lässt sich nicht diskutieren.

Nun ja, meine Antwort darauf wäre: "das sehe ich anders, aus diesem Grund bei mir nicht. Ohne VORHERIGE Absprache schon zweimal nicht."

Davon ab: ich persönlich halte nichts von "Dauerberieselung" der Kinder, sie sollen auch einfach mal "Nichtstun" dürfen, auch um alles Erlebte und Gelernte zu verarbeiten und je nach Veranlagung abzuspeichern oder zu verwerten.
Das ist aber Ansichts- und Mentalitätssache...

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 15:12
(@tina10)
Rege dabei Registriert

Hallo Mathias,

in Bezug auf Deine Aktivitäten mit der Tochter verstehe ich nicht ganz, was Du eigentlich von der KM erwartest. Hier beklagst Du Dich darüber, dass sie sich nicht für Eure Aktivitäten interessiert:

Oder anders gesagt: sie weiß ja nicht was wir im Detail am Wochenende treiben, denn oftmals besuchen wir auch Ausstellungen, gehen mit Freunden fort und arrangieren Ausflüge, wo sie auch mit anderen Kindern zusammenkommt - eben "my way", aber sicher nicht pädagogisch wertlos. Warum fragt sie mich nicht, was wir im Detail treiben, damit sie sich eben eine Meinung bilden kann ob das in ihren Augen wertvoll oder wertlos ist. Warum wird auf Basis von Unwissen beurteilt?

und im ersten Beitrag beklagst Du Dich darüber, weil sie sich dafür interessiert, was Du und Töchterchen gemeinsam macht:

... und sich auch ganz genau anschauen wird, was wir jetzt an den Wochenenden unternehmen - damit sie wieder ihre Wertung dazu abgeben kann. Unsere Tochter plaudert natürlich was wir tun, wenn sie gefragt wird!

Irgendwie ist mir Deine Haltung da nicht ganz klar.

Aber letztendlich könntest Du ja einen Kompromiss vorschlagen: Die Russischstunden am Samstag werden wahrgenommen, aber der Sonntag bleibt für andere Aktivitäten mit der Tochter reserviert.


AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 15:34
(@papa-mathias)
Schon was gesagt Registriert

Servus!Die Umgangszeit mit Dir ist definitiv nicht verlorene, egal was ihr dabei macht; es geht um Aufbau und Erhalt einer soliden Vater-Kind-Beziehung in Eurer Situation.
Nun ja, meine Antwort darauf wäre: "das sehe ich anders, aus diesem Grund bei mir nicht. Ohne VORHERIGE Absprache schon zweimal nicht."

Davon ab: ich persönlich halte nichts von "Dauerberieselung" der Kinder, sie sollen auch einfach mal "Nichtstun" dürfen, auch um alles Erlebte und Gelernte zu verarbeiten und je nach Veranlagung abzuspeichern oder zu verwerten.
Das ist aber Ansichts- und Mentalitätssache...

Ich unterschreibe das auch so.

Zum 1. Punkt: ich glaube nicht dass sie die Zeit mit mir grundsätzlich als wertlos erachtet, da würde ich ihr vielleicht Unrecht tun.
Nur habe ich ein Problem damit, dass sie glaubt sie würde grundsätzlich die Zeit die sie mit unserer Tochter verbringt eben wertvoller verbringen als ich und unterstellt mir eben ganz pauschal, dass ich mich ohnehin nicht dafür interessieren würde die Zeit mit wertvollem zu füllen. Und was wertvoll oder nicht wertvoll ist, diesen Benchmark gibt eben die Mama vor, und daran wird alles gemessen! Genau damit habe ich ein Problem.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.10.2016 15:37
(@totohh)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Davon ab: ich persönlich halte nichts von "Dauerberieselung" der Kinder, sie sollen auch einfach mal "Nichtstun" dürfen, auch um alles Erlebte und Gelernte zu verarbeiten und je nach Veranlagung abzuspeichern oder zu verwerten.
Das ist aber Ansichts- und Mentalitätssache...

Das ist Teil des Problems, dass es eben von unterschiedlichen Menschen inhaltlich ganz unterschiedlich angesehen wird. Du erlebst es in der unterschiedlichen Sichtweise zw. Dir und der KM, hinzu kommt offensichtlich noch der kulturelle Unterschied und Du liest es ja auch schon an den ersten Antworten hier. Und das kannst Du beliebig fortsetzen: ist das einfache vor sich hinspielen mit der Freundin noch pädagogisch wertvoll oder verplemperte zeit od irgendwas dazwischen was zum Kindsein dazugehört? Ist Sport wichtiger als Musik? Schach oder Mannschaftssport? Aber Du  siehst: Inhaltlich werden wir das hier nicht lösen können!  Auch in einer intakten familie wird man sich auf eine gemeinsame Linie verständigen müssen. Unterschied dort ist, man unterstellt dem anderen Elternteil nicht per se böse Absicht.

Was aber glasklar ist: Über die Gestaltung der umgangszeit entscheidest ausschl. Du! Und Du brauchst Dich noch nicht mal zu rechtfertigen. egal ob KM fragt und sich dafür interessiert oder nicht! Insofern gilt es KM klarzumachen, dass Du natürlich  eine Förderung - wie bisher - unterstützt, sie dies aber bitte mit Dir absprechen möge.  das Russisch würde ich dabei klaglos akzeptieren, da es ja offensichtlich eine gemeinsame Entscheidung war, das Kind zweisprachig aufwachsen zu lassen. Und wenn es dann mal ausfällt, bricht auch keine Welt zusammen. Und über alle anderen Aktivtäten die in Deiner Zeit stattfinden, muss sie fragen, und Du entscheidest!

Eines wirst Du nicht verhindern können: wenn Du beispielsweise den Fußball an Deinen Sonntagen streichst, dass KM dem Kind erzählen wird, das der Papa ja nicht will das sie zu m Fussi gehen darf...  :knockout: Aber ganz ehrlich - entweder Fussi ist so wichtig fürs kind, dann wirst Du sicherlich drüber nachgedacht haben. oder es wird das Kind nicht wesentlich jucken... Und Du musst es nur aushalten ggü. der KM.

gruß, toto


AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 15:44
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus PM,
im Gegenzug könntest Du KM auch fragen, wie ihr gefallen würde, dass Du "förderungswürdige" Termine ohne vorherige Absprache in KM´s Betreuungszeit vereinbarst/platzierst? Ich denke, sie würde Dir ordentlich was husten ... daher ist eine ganz klare Einhaltung der Umgangsgestaltung durch Dich sehr wichtig und vlt. auch notwendig, hier klare, unübertretbare Grenzen zu ziehen.

Grüßung
Marco


Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 16:36
(@papa-mathias)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Tina,

ich beklage mich nicht darüber dass sie sich dafür nicht interessiert. Es passt mir nur nicht in den Kram, dass sie sich ein Urteil erlaubt obwohl sie eigentlich nicht weiß was wir tun - und nur mutmaßt.
Ich erwarte nicht dass sie mich fragt was wir tun. Wenn ich eines erwarte ist dass es ihr bitte egal sein soll was wir tun, solange sich unsere Tochter wohl dabei fühlt und das Feedback an mich gibt bzw. an sie, dass sie ein schönes WE mit mir hatte. Das ist alles was zählt.

Und einen Kompromiss eingehen? Warum? Das öffnet nur Türen für weitere solche Aktionen. Wo wir wieder bei russischen Frauen sind. Gibst du den kleinen Finger... du weißt schon.

Hallo Mathias,

in Bezug auf Deine Aktivitäten mit der Tochter verstehe ich nicht ganz, was Du eigentlich von der KM erwartest. Hier beklagst Du Dich darüber, dass sie sich nicht für Eure Aktivitäten interessiert:

und im ersten Beitrag beklagst Du Dich darüber, weil sie sich dafür interessiert, was Du und Töchterchen gemeinsam macht:

Irgendwie ist mir Deine Haltung da nicht ganz klar.

Aber letztendlich könntest Du ja einen Kompromiss vorschlagen: Die Russischstunden am Samstag werden wahrgenommen, aber der Sonntag bleibt für andere Aktivitäten mit der Tochter reserviert.


AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 14.10.2016 20:00




(@biggi62)
Nicht wegzudenken Registriert

Willkommen Matthias!

Wie würdest du auf die Russische Schule reagieren, wenn ihr noch ein Paar wärt?

Ich kenne es von bi-nationalen Familien nicht anders, als dass die Kinder am Samstag muttersprachlichen (oder vatersprachlichen) Unterricht haben. Der Sinn des muttersprachlichen Unterrichts in der Fremdsprache ist, die potentielle echte Zweisprachigkeit der Kinder aus bi-nationalen Familien nicht auf mündliche Alltags-Kommunikation mit dem nicht-deutschen Elternteil zu beschränken, sondern den Kindern zu ermöglichen, beide Sprachen in Wort und Schrift auf muttersprachlichem Niveau zu beherrschen.

Aus dem Grund besuchen Kinder italienisch-stämmiger Eltern ebenso wie Kinder russisch-stämmiger oder Kinder mit mindestens einem Eltern mit einer anderen Muttersprache regelmäßig samstags den muttersprachlichen Unterricht. Mit Rücksicht auf die Schulpflicht der älteren Kinder kann dieser Unterricht nur samstags stattfinden. 3-4 Jahre ist das ganz normale Alter für den Einstieg der Kinder in diese Sprachkurse. So können die Kinder sich ganz spielerisch - parallel zum Kindergarten - an den muttersprachlichen Unterricht gewöhnen, bevor die deutsche Schulpflicht anfängt.

Fast alle diese Schulen bieten neben den Kursen für Kinder auch Kurse für die deutsch-sprachigen Partner des fremdsprachigen Elternteils an. Mein Nachbar hat auf diese Art und Weise in den letzten Jahren zusammen mit seiner Ehefrau und den beiden gemeinsamen Kindern ganz ordentlich Mandarin gelernt. Einer meiner Onkel hat so Koreanisch, der andere Polnisch gelernt ... beide Onkel hatten Freude daran, zusammen mit meinen Cousins und Cousinen die Sprache der jeweiligen Ehefrau zu lernen.

Was hindert dich, die russische Schule gemeinsam mit deiner Tochter zu besuchen?
Die Trennung von der KM? Die sollte im Umgang mit deiner Tochter keine Rolle spielen, finde ich.

Mich persönlich würde es stören, wenn mein Kind eine Sprache spräche, die ich nicht einmal ansatzweise verstehe.
Gerade dann, wenn ich von dem fremdsprachigen Elternteil getrennt wäre.

Ob deiner Verflossenen gefällt, was du zusammen mit deiner Tochter an euren Umgangswochenenden unternimmst, kann dir nicht nur dabei, sondern grundsätzlich ziemlich schnuppe sein.

Du hast dich vor ca. 5 Jahren entschieden, zusammen mit einer Frau Nachwuchs zu bekommen, deren ersten Sprache nicht Deutsch war.
Der samstägliche fremdsprachliche Unterricht ist einfach eine logische Konsequenz dieser Entscheidung.
Das hat nichts mit der Trennung zu tun, nur mit der Herkunft deiner Tochter und deren Mutter.

Ich würde eurer Tochter wünschen, dass du Ihr die Chance gewährst, auch in 2 Haushalten zweisprachig aufzuwachsen.
Eure Kleine kann nichts dafür, dass ihre Eltern sich getrennt haben.

LG 🙂 Biggi


Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)

AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2016 22:11
(@oldie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin

Wie würdest du auf die Russische Schule reagieren, wenn ihr noch ein Paar wärt?

Das kannst Du getrost vergessen, wenn 2 Tage Umgang 12 Tage KM-Betreuung gegenüber stehen. Hier mit "früheren Zeiten" heranzugehen ist fast schon peinlich. Und wenn von diesen 2 Tagen 1 Tag durch Initiative der KM grundsätzlich eingeschränkt ist, wiegt dieser Aspekt deutlich anders als in einer funktionierenden Familie. Auch das sollte bedacht werden. Zumal: schon 2 vs. 12 Tage dürfte klarstellen, wo hier Rücksicht zu nehmen ist, wer Rücksicht zu nehmen hat. Vertausche mal KM und KV. Oder stelle Dich an die Position des KV.

Gruss oldie

PS: Und. Es geht hier nicht um ein Bedürfnis des Kindes, sondern um eines von Erwachsenen. Das sollte man sich auch vor Augen halten.


Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.

AntwortZitat
Geschrieben : 15.10.2016 14:09
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ich kenne es von bi-nationalen Familien nicht anders, als dass die Kinder am Samstag muttersprachlichen (oder vatersprachlichen) Unterricht haben.

Ach?

Dann bin ich selbst wohl eine der überaus seltenen Ausnahmen, denn obwohl Halb-Holländer, habe ich weder in meiner holländischen Kindergartenzeit irgendeine Art von Deutschunterricht gehabt, noch Holländischunterricht, als wir nach Deutschland umgezogen sind - en dat is heus geen probleem 😉

Nix für ungut,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 15.10.2016 23:15
(@susi64)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo,

irgendwie verstehe ich nicht warum sinnvolle Anmerkungen, wenn sie von Frau kommen sofort unter Beschuss stehen.

Was spricht denn dagegen, dass das Kind richtig Russisch lernt?
Müssen muss das Kind natürlich nicht, aber viele sehen es doch gern und wenn schon zweisprachig, dann richtig.

Die derzeitige Regelung ist, dass ich meine Tochter jeden 2. Freitag vom KiGa abhole und sie bis Sonntag abend bei mir habe oder Montag früh in den KiGa bringe. Ca 1-2x pro Woche bringe ich sie zum KiGa und/oder hole sie auch mal ab um 2h mit ihr auf dem Spielplatz zu spielen oder etwas essen zu gehen.

So armselig ist der Gesamtumgang nicht und wie gesagt das eigentliche Problem ist aus meiner Sicht, dass das Kind überfordert wird, wenn ständig irgendwelche Pflichtveranstaltungen stattfinden.

VG Susi


AntwortZitat
Geschrieben : 16.10.2016 14:35
(@achhja)
Nicht wegzudenken Registriert

Ich möchte dran erinnern, dass das Kind 4 Jahre alt ist. Da halte ich das von der Mutter erlernte Russisch durchaus als (noch) ausreichend.
Zumal, wenn man das restliche Programm bedenkt. Die Kleine kann sich doch auf nichts wirklich konzentrieren!

(aus dem weiteren Bekanntenkreis kenne ich etliche Kinder mit anspruchsvollen Müttern aus dem osteuropäischen Raum. Sie sind zugegeben alle ziemlich gewöhnungsbedürftig und wirken auf mich nicht wirklich "echt" im Sinne von kindlicher Freude, Offenheit, Kind sein dürfen.  Wie kleine Automaten)


AntwortZitat
Geschrieben : 17.10.2016 13:24
(@psoidonuem)
Registriert

Ich kenne überhaupt keine binatalen Kinder die in der Zweitsprache unterrichtet werden und schon gar nicht extern und erst recht nicht am WE. Die einzigen Kinder die ich kenne, bei denen etwas in der Art stattfindet sind 100% Chinesen.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.10.2016 14:11
(@gastritis)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo,

Auch ich teile die Meinung, dass es gut ist, dass du an der Förderung eurer gemeinsamen Tochter reges Interesse zeigst. Allerdings, wie auch schon geschrieben, diese beiden Tage sind DEINE Tage mit EURER Tochter, an denen ausschließlich du entscheidest. Wenn das Wochenende mit 2 Aktivitäten, die bereits feststehen, so zerrissen ist, sehe ich nicht, wie du deine eigenen Aktivitäten mit eurer Tochter planen kannst.

Es gibt viele Eltern, die ihre Kinder an Wochenenden zu Sportveranstaltungen, zumChor oder was es da alles gibt, schicken. Bei Familien, wo man andere Möglichkeiten hat, einen gewissen Alltag zu teilen, ist das sicherlich auch kein Problem.
Bei getrennten Eltern wird es eins, wenn es die Zeit des umgangsberechtigten Elternteils eingreift und dann ist Kommunikation wichtig. Sie hat es einfach so entschieden und dich vor vollendete Tatsachen gestellt. Wenn du nicht zustimmst, bist du der "Böse". Das ist unfair und nicht richtig.
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit einen Kompromiss zu finden, entweder dass das Kind an einem Wochentag an diesen Dingen teilnehmen kann, du sie gegebenfalls auch dahin begleitest oder ihr die Sachen abblast und dann gemeinsam etwas sucht, mit dem ihr beide einverstanden sein könnt.

Dein größtest Problem scheint es ja nicht zu sein, dass eure Tochter all diese Dinge tut, nur inwieweit du einbezogen wurdest, dies auch mitzuentscheiden. Dem kann einfach abgeholfen werden, indem ihr nochmal neu anfangt. Du sagst Nein, machst einen Gegenvorschlag und hörst dir Mama's Meinung dazu an und schaust ob das klappen kann.

LG,

Gasti

PS: Eine Russischklasse in diesem Alter, wenn die Mutter Russin ist, finde ich auch kompletten Quatsch. Es gibt sicherlich russische Spielgruppen, an denen sie teilnehmen kann und die nicht in die Papazeit gelegt werden müssen.


AntwortZitat
Geschrieben : 20.10.2016 15:16
(@mutterzubesuch)
Zeigt sich öfters Registriert

Schwierig. Generell ist der Umgang eben nicht nur für Freizeit da, sondern soll und darf alltägliches wie Hausaufgaben, lernen oder den wöchentlichen Besuch des Sportvereines beinhalten. Dass die Mutter die Termine nicht mit dir abgesprochen hat ist nicht okay, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Umgang eben nicht nur komplett freie Zeit ist. Könnt ihr euch nicht darauf einigen, dass nur einer Sache nachgegangen wird? Das fände ich persönlich vertretbar. Ob nun ein Russischkurs in dem Alter Sinn macht, davon habe ich nicht viel Ahnung. Sicher wäre es aber schwieriger nur alle 2 Wochen zum Sprachkurs zu erscheinen als nur alle 2 Wochen zum Fußballtraining.


AntwortZitat
Geschrieben : 21.10.2016 01:14
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Schwierig. Generell ist der Umgang eben nicht nur für Freizeit da, sondern soll und darf alltägliches wie Hausaufgaben, lernen oder den wöchentlichen Besuch des Sportvereines beinhalten.

Das steht genau wo?
Das ist wohl eher Wunschdenken von Dir...
Hausaufgaben, ok, nachvollziehbar ... Aber Sprachkurse, Sportveranstaltungen die ohne Absprache einseitig festgelegt werden, haben keinen Anspruch auf ausführungen ... Und damit genau dies nicht zum Streit führt, bekommt man regelmä0ig von der Rechtssprechung vorgebetet, dass die Zeit des UET seine Zeit ist und hier kein Direktionsrecht vorliegt.

Wenn man es sich gefallen lässt, gut ... kann man machen, muss man aber nicht.

Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 29.10.2016 22:32
(@stroemkarl)
Schon was gesagt Registriert

Hallo Papa Mathias,

so ein ähnliches Problem hat bei mir vor 2 Jahren zu einem Termin beim Jugendamt geführt und Überraschung,die Mitarbeiterin ist meiner Argumentation gefolgt,es ist meine Umgangszeit und die kann ich verplanen wie ich lustig bin.
Es ging mir damals nicht darum,nicht an Aktivitäten teilzunehmen,sondern das dadurch meine Wochenenden kontrolliert werden sollten und da ich sowieso zu dumm für Kindererziehung war,brauchte man mich auch garnicht erst fragen.
Das ist kein kulturelles Problem sondern ein Kommunikations-und Einstellungsproblem,deshalb hatte die Mitarbeiterin vom Jugendamt uns eine Paartherapie vorgeschlagen,die wir dann auch gemacht haben und es hat sogar was gebracht.

Stroemkarl


AntwortZitat
Geschrieben : 30.10.2016 17:09




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