Hallo,
ich hoffe, es ist ok wenn hier eine Frau schreibt 🙂
ich möchte einfach die Dinge auch mal aus der anderen Perspektive sehen 🙂
Also, ich habe mich Anfang November von meinem Mann getrennt, wir haben eine 5 jährige Tochter, die unser beider Mittepunkt ist und die wir püber alles lieben.
Sie soll also möglichst geringen Schaden nehmen.
Meine Favorit wäre eine Art Wechselmodell gewesen, also daß der Papa sie min. alle 14 Tage von Do-Die nimmt. Geht aber bei ihm angeblich beruflich nicht, also gut-
Ursprünglich hatten wir alle 14 tage Wochenende Freitags nach der Kita bis Dienstag morgen in der Kita + den folgenden Montag ( also der nach dem Mama Wochenende ) nachmuttag bis Dienstag früh in die Kita.
Unsere Tochter kommt aber mit den Wechseln in der Kita ( also Papa bringt die nach dem langen WE am Dienstag und ich hole sie ) nicht klar, so daß
wir die Wechsel persönlich gestalten müssen.
Die Wochenenden alle 14 Tage machen wir so, ich hole sie Freitags und schaffe sie zum Papa hin und er bringt sie mir Montag abend zurück.
Nur den folgenden Montag dann ist es blöd...Daß er sie Montag holt und Dienstag in die Kita bringt ist blöd, da sie den Wechsel nicht gut verkaftet.
Bleibt nur, daß er sie am Montag abholt und mir abends zurückbringt...bis sie mit der neuen Situation besser umgeht.
Aber ist das nicht sehr kurz an diesem Montag dann?
Wie oft seht ihr Papas eure Kiddies?
Danke.
Katja
Hi Katja,
wir hatten ein richtiges Wechselmodell, unsere Tochter (bei Trennung auch 5) wurde am Mittwochmorgen von Papa zu mir oder zur KiTa/Schule gebracht und am Samstagabend von mir zurück... alles aber sehr flexibel, da wir beide beruflich stark eingebunden sind und öfter auf Dienstreisen gehen.
Da sie bei uns beiden gleichmäßig war, hatte sie nicht mehr zu transportieren als ihre Schultasche, alles andere hatten wir beide vorrätig.
Hat hervorragend funktioniert und war weder für uns noch für unser Kind jemals ein Problem.
Wie äußert sich denn das nicht klar kommen Eurer Tochter?
LG WH
Hallo,
dankeschön 🙂
Wechselmodell hätte ich mir auch gewünscht weil wir auch beide berufstätig stark eingespannt sind aber mein Mann ist meist unterwegs und kann oder will daran auch nichts ändern.
Naja nun ist es eben so.
Sie fängt im Kita extrem an zu weinen und klammern und möchte wieder mit. Das macht sie aber nur an den "Wechseltagen" und hat mir mit ihren
5 Jahren auch deutlich gemacht, daß sie traurig ist, wenn z,b. ich sie bringe und dann sie 3 oder 4 Tage nicht sehe. Beim Papa ist es noch viel schlimmer...er klammert an ihr.
Mit den 14tägigen Wochenende ist ja im Prinzip für alle ok, ich nehme eben in Kauf, daß ich sie noch hole und dann nur schnell zum Papa schaffe.
Wir haben aber gemerkt, daß ein direkter Wechsel sie auch etwas traurig stimmt aber der jeweils andere sie in der Situation eben wenigstens auffangen kann.
Um den einen Montag tut es mir eben leid, weil ich die Zeit nach dem Kita bis abends kurz finde.
Wir haben vereinbart, daß wenn sie sich an die Situation gewöhnt hat, sie dann auch beim Papa schlafen kann.
Ich würde gern sehen, daß die den Papa mehr hat, leider geht es aber beruflich nicht :exclam:
Hmmm....
Meine Erfahrung ist die, dass die Kinder solche Situationen umso besser wegstecken, je selbstverständlicher diese von den Eltern gehandhabt werden.
Was ich garnicht gut finde ist dies hier:
Wir haben vereinbart, daß wenn sie sich an die Situation gewöhnt hat, sie dann auch beim Papa schlafen kann.
Das hätte von Anfang an selbstverständlich sein müssen!
Je länger Ihr jetzt noch mit den Übernachtungen wartet, desto schwieriger wird es.
VG WH
Hallo,
Wir haben aber gemerkt, daß ein direkter Wechsel sie auch etwas traurig
damit wirst du und auch Töchterchen leben müssen. Mein Sohn ist 13 und macht den Wechsel (14 Tage bei mir 14 Tage bei Papa) fast selbstständig. Aber generell und tief drin hätte er es auch lieber wenn wir 3 zusammen leben würden. Aber es ist einfach auch eine Gewöhnungsfrage und solange ihr als Eltern am gemeinsamen Strang zieht (wonach es ja klingt) wird die Kleine das auch packen.
LG
Franzi
@Wolkenhimmel, das habe ich jetzt falsch rübergebracht. natürlich DARF die beim Papa schlafen und wenn ich sie am Wochenende bringe ( Freitag nachmittag ) dann bleibt sie da bis Montag abend.
Aber dann bringt der Papa sie mir DIREKT zurück.
Nur wenn sie an dem Montag darauf auch dort schlafen würde, müsste ich sie Montag schaffen in die Kita ( Trennung 1 im Kita) und der Papa am Dienstag morgen ( Trennung 2 in Kita).
Sowohl wir als auch die Kindergärtnerinnen waren der Meinung die Wechsel erstmal persönlich ´zu machen.
Nur an diesem Montag würde ich den Umgang dann später nochmal erweitern wollen...vll. geht das auch ganz schnell..
Aber sonst, na klar darf die beim Papa schlafen 🙂
Ach so... 🙂
Hi Vaka,
Ursprünglich hatten wir alle 14 tage Wochenende Freitags nach der Kita bis Dienstag morgen in der Kita + den folgenden Montag ( also der nach dem Mama Wochenende ) nachmuttag bis Dienstag früh in die Kita.
Also ich hatte genau diese Regelung mit meinen damals 5jährigen Sohn, als er noch hier in Berlin wohnte. Es war manchmal so,
dass er bei der Abholung weinte und zur Mama wollte. Das war aber nur am Anfang und ich bin nie darauf eingegangen.
Es handelte sich auch um einen gerichtlichen Vergleich und so hatten wir uns beide daran zu halten. Interessanterweise hörte
das Gequengel nach einiger Zeit auf und hat ab da ohne jede weitere Probleme geklappt. Ich habe das als eine sehr gute Regelung
empfunden, und auch der kurze Montag war eine Bereicherung und sehr wichtig, weil er eben den großen 14tägigen Abstand reduzierte.
Besonders positiv war, dass es keine Übergaben mit der KM mehr gab.
In Eurem Fall solltet Ihr auch eine Übergabe durch die KITA erwägen.
LG,
Mux
Hi
Vermutlich ist es eine Reaktion auf ihr Verstehen, das zw. Mama und Papa was nicht stimmt und sie nie mehr beide gleichzeitig erleben wird. Bisher war es neu, irgendwie aufregend oder eine "Laune der Natur" für ihr Verständnis. Jetzt realisiert sie, dass dies immer so sein wird - und sie will das nicht, es macht sie traurig, es tut ihr weh. Eine völlig verständliche Reaktion ist es, dass sie mit Weinen reagiert, wenn der Zeitpunkt dann da ist. Sie muss lernen, dass es so ist, sie aber niemanden verlieren wird. Solch ein Lernprozess kann ein 5-jähriges Kind nicht in ein paar Wochen oder Monaten bewältigen, das braucht seine Zeit. Daher sehe ich ihre Reaktion als schmerzhaften Erkenntnisgewinn, der so langsam kommt. Und ich denke auch - nehmen könnt ihr als Eltern diesen Schmerz nicht, lediglich begrenzen.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Guten Morgen!
Ich finde eure Regelung ziemlich gut, weil sie fuer euch als Elternteile offensichtlich generell gut in den Alltag passt.
Dass Tochter traurig ist, ist doch nur verstaendlich, dafuer hat die Trennung nunmal gesorgt und da ein Zurueck nicht moeglich ist, wird sie mit der Traurigkeit
umgehen lernen muessen.
Ein Einschraenken des Umganges waere voellig falsch, weil sie momentan erlebt, dass durch die Trennung die Zeit mit euch beiden weniger geworden ist. Sie wird also noch trauriger, wenn die Zeit mit einem von euch noch weiter runtergeschraubt wird.
Es braucht seine Zeit die Traurigkeit zu verarbeiten, das dauert bei ihr solange wie es eben dauert, alle Menschen haben unterschiedliche Rythmen.
Ich meine, es wird sie auf Dauer staerken, sie wird sich an dieses Modell gewoehnen, wenn ihr beide sie durch eure Aengste, die sie spueren kann nicht verunsichert.
Meine Tochter hat frueher am Telefon mit Dad immer geweint. Mein erster Gedanke war, dann eben kein Telefonat=kein Weinen. Mein zweiter war, so ein Unsinn, sie muessen telefonieren, den Kontakt so eng wie moeglich halten, das gibt ihr Sicherheit, die Gewissheit ihr Daddy ist da fuer sie und nach einer Weile gab es kein Weinen mehr.
Gruss riviera
Hallo,
vielen Dank euch allen.
Nein weiter Einschränken werde ich den Umgang keinesfalls. Ich würde wie gesagt gern mehr sehen (z.b das Wochenende von Donnerstag und bis Dienstag ausdehnen , aber das kann der Papa leider
nicht einrichten. Und jedes Wochenende mag ich sie auch nicht abgeben, gehe ja auch Vollzeit arbeiten.
Wir werden jetzt vorerst den Montag so einrichten, Papa holt sie ab und bringt sie abends zu mir.
Und dann ist die Wartezeit bis zum nächsten Papawochenende ja nicht mehr lang 😉
Hallo,
ich muss euch wieder mal nerven.
Vornweg, unserer Tochter geht es sehr gut und sie kommt mit der Situation alle 14 Tage freitag-Montag abend + den darauffolgenden Montag nach der Kita bis abends beim Papa
gut zurecht.
Um den quasi "einzelnen" Montag geht es jetzt nochmal.
Unsere Tochter hatte ja starke Probleme den Wechsel in der Kita zu vollziehen, d.h. Papa würde sie z.B. Montag abholen, Dienstag morgen noch in die Kita
bringen und ich hole sie dann an. Da gab es immer Theater und die Änderung auf "direkte" Wechsel hat sehr viel gebracht und auch daß sie dann an dem einzelnen Montag
nur ein paar Stunden beim Papa hat war kein Problem.
Nun kamen meine Tochter und mein Ex-Mann letzten Montag nach dem Papa Wochenende zurück.
Nach einigen Übergabeworten sagte mein Ex-Mann zu unserer Tochter
"Wir wollten doch die MAma nochwas fragen", unsere Tochter sagta daraufin "nein du"...
Fragt mein Ex-Mann, wir wollten fragen, ob V. nächsten Montag ( also den einzelnen ) wieder bei mir schlafen darf.
Ich war etwas überrollt ( um es vorweg zu nehmen, ICH habe damit natürlich kein Problem ), unsere Tochter druckste dann herum, so daß mein Ex-Mann sagte, ok dann überleg es dir nochmal ( zu ihr)
So ich denke ich muss nicht erklären, daß die Situation mehr als dämlich war. das hätten mein Ex-Mann und ich VOERHER klären müssen.
Danach kam noch heraus, daß gar nicht unsere Tochter die idee hatte, sondern mein Ex-Mann, weil er sie Montag nicht mehr zeitig von der Kita holen kann.
So jetzt stehe ich aber zwischen 2 Stühlen, ich weiß ich kann unsere Tochter die Entscheidung nicht treffen lassen, und habe um die Situation zu entspannen gestern gemeint,
dann lassen wir es bis Ostern so und dann sehen wir weiter. Unter dem Hintergrund, daß wir dann mal sehen wie es läuft und dann mein ExMann und ich entscheiden.
War ok.
Ihre Frage: Was hat der Papa dazu gesagt?
Ich: es ist ok.
Sie: Ich dachte der Papa sagt dann Schade
ich: Ja aber es geht ja um dich und das hätte doch nichts geändert
Sie: Wenn der papa traurig ist, hätte ich es doch gemacht
Also kurzum sie ist da in eine Situation geraten, wo sie mehr an ihren Papa als an sich denkt, m.Meinung nach hätte mein Ex-Mann das Thema gar nicht erst mit ihr besprechen sollen, sondern erst
mit mir denn dann hätten wir BEIDE diese Entscheidung ihr mitgeteilt und diese vertreten.
Naja.
Was sagt ihr zu dem Ganzen?
Wie würdet ihr weiter vorgehen?
Ich fördere wirklich den Kontakt, sage ihr auch wann immer sie möchte, sie kann ihn anrufen etc...aber leider kann oder will mein Ex-Mann sich seine Zeit auch
nicht freier einteilen, so daß er sie unter der Woche mehr sehen kann 🙁
Katja
Änderung durch Malachit: Bitte nicht den vollen Vornamen des Kindes nennen, sondern abkürzen o.ä. - siehe Forenregel Nr. 2
Danke!
Ja ich hab ihm das auch recht deutlich gesagt und er meint auch er hätte es eingesehen.
Das ist eben die eine Seite.
Vor allem verstehe ich ja: Er hat ein Problem sie Montag schon um 3 zu holen -> bedeutet weniger Zeit -> wie können wir mehr Zeit für Papa+Kind rausholen.
Aber daß er das mit ihr bespricht ;( naja..
Trotzdem frage ich mich, wie wir die Situation, die ja nun trotzdem steht lösen könnten.
Einfach machen und sagen, wenn er keine Zeit hat muss er den Montag eben weglassen ist ja nicht im Sinne der Kleinen.
Katja
Hallo Katja,
solche Dinge passieren, so unschoen sie auch mal sein moegen.
Eurer Kind wird immer wieder, eigentlich staendig was fuer euch machen wollen, sprich auch fuer dich, einfach weil sie euch liebt und so'n bisschen zwischen euch steht. Das
sollte dennoch nicht dazu fuehren, dass einer das Kind in so nen Zwiespalt bringt.
Ich wuerde aufgrund des Alters das mit dem Uebernachten an diesem Montag offen lassen. Besprich einfach mit dem Dad, dass du da grundsaetzlich offen bist und ihr ja vielleicht kurzfristig das absprecht.
So haben wir das damals auch gemacht. Und Tochter fand das insgesamt so am besten, sprich, dass es nicht so knallhart war. Nach wie vor finde ich, rueckblickend betrachtet, je ungezwunger man als ET mit solchen Umgangssituationen umgeht, desto einfacher fuers Kind.
Heisst, wenn Tochter mitbekommt, dass du da locker bist (ehrlich locker, alles andere merkt sie und dann fuehlt sie sich schlecht) dann machts ihr das leichter. Umgekehrt genauso.
...finds immer noch toll, dass ihr das so macht, riviera
