Hallo zusammen,
meine Situation ist folgende. Seit November 2015 getrennt von der Mutter. Umgang mit Mutter nie einfach gewesen. Umgang mit Kind wird langsam besser (also die Kommunikation mit der Mutter dazu)
Kind wird bald 2 Jahre.
Sehe den kleinen 2 mal unter der Woche zum mit ins Bett bringen und an beiden Tagen am Wochenende. So weit so gut. Ich arbeite natürlich daran dass er auch bald bei mir schlafen kann, aber das ist ein anderes Thema.
Folgende aktuelle Situation:
Ich bin auf Arbeit und auch gleich auf dem Weg zum Kunden, sprich ich habe Termine. Nun hat mich die Mutter angeschrieben dass sie krank ist und mich gefragt ob ich ihr den Kleinen heute abnehmen kann. Das geht so einfach natürlich nicht. Ich habe ihr angeboten dass ich versuche heute eher Feierabend zu machen um sie zu unterstützen. Das reicht ihr natürlich nicht.
Erste Frage dazu: Was steht mir gesetzlich zu um mit meinem Arbeitgeber reden zu können was Krankheit der getrennt lebenden Mutter angeht.
Zweite Frage: Kann sie mich dazu verpflichten dass ich sie unterstütze und entsprechend frei nehme oder für das Kind "krank" mache.
Jetzt ist sie natürlich wieder sauer auf mich und ich befürchte das wird sich auch wieder auf den doch recht gut laufenden Umgang umlagern.
Wie würdet ihr der Mutter antworten? Wie würdet ihr damit umgehen.
Es ist nicht so dass ich da nicht helfen möchte, so von jetzt auf gleich ist es aber mit der Arbeit nicht so einfach möglich wie die Mutter sich das vorstellt.
Vielen Dank schon einmal. Ich fahre jetzt erstmal zum Kunden und melde mich nachher wieder 🙂
Wie erwartet wird damit nun sofort das gemeinsame Sorgerecht von ihrer Seite angezweifelt und Druck auf mich ausgübt.
So ein Mist!! Weiß schon wieder nicht mehr wo mir der Kopf steht ... immer die selbe Scheiße :-
Hoffe nun auf gute Tipps von euch, vielen Dank im Voraus!
Moin.
Zweite Frage: Kann sie mich dazu verpflichten dass ich sie unterstütze und entsprechend frei nehme oder für das Kind "krank" mache.
Jetzt ist sie natürlich wieder sauer auf mich und ich befürchte das wird sich auch wieder auf den doch recht gut laufenden Umgang umlagern.
Wie würdet ihr der Mutter antworten? Wie würdet ihr damit umgehen.
Es ist nicht so dass ich da nicht helfen möchte, so von jetzt auf gleich ist es aber mit der Arbeit nicht so einfach möglich wie die Mutter sich das vorstellt.
Nein, m.E. kann die KM Dich zu nichts verpflichten. Ich denke auch nicht, dass Dir als UET Krankheitstage für ein krankes Kind zustehen, für eine kranke KM schon gar nicht.
Aber wenn Du KM irgendwie unterstützen kannst, so finde ich das nicht nur selbstverständlich, sondern das sollte auch Dir helfen in der weiteren Kommunikation mit der KM. Vielleicht hilft sogar eine Situation wie heute, dass Du nicht so spontan einspringen kannst, wenn der KM klar wird, dass nicht zuletzt aufgrund der von ihr(!) verfolgten Rolle als alleiniges BET, Du natürlich gar nicht die flexiblen Freiräume hast, spontan zu unterstützen (Du musst ja KU, evtl. sogar BU, erarbeiten :knockout:). Eigentlich die besten Argumente für ein WM... ich weiß, ich weiß, langer Weg... Aber nimm es als positives Zeichen, dass die KM anfragt und mach das beste draus, nett und freundlich auch wenn die KM wahrscheinlich eher fordernd und biestig ist.
toto
Wie erwartet wird damit nun sofort das gemeinsame Sorgerecht von ihrer Seite angezweifelt
Blödsinn.
Lass Dich nicht ärgern. Mach Dir darüber keinen Kopf.
toto
Moin,
natürlkich wäre es prima, wenn du die Betreuung eures Kindes hinbekommst und vielleicht darüber die Brücke zur Übernachtung bei dir bis hin zum Wehselmodell baust. Schließlich soll Mama sich ja erholen und da wäre es doch prima, wenn euer Kind bei dir ist. Das geht nur nicht von jetzt auf gleich, eben weil du Termine hast.
Also führt der Weg nur über eine gute Kommunikation. Wenn jemand krank ist, ist er üblichen Argumenten nicht unbedingt zugänglich. Also solltest du über deine Wortwahl gut nachdenken und dich vor allem in keinster Weise provozieren lassen. Sollte sie die Waffe "Sorgerecht" ausspielen, sagst du einfach, dass ihr ja darüber reden könnt, wenn sie wieder gesund ist. Jetzt geht es erst darum, dass du sie entlasten möchtest und wie ihr das gemeinsam hinbekommt. Vielleicht kann eine Freundin aushelfen, bis du Feierabend hast.
Kopf hoch, nicht ärgern lassen, souverän sein.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Das ist für mich selbstverständlich dass ich versuchen werde ihr zu helfen und ich weiß auch, dass das gut ist wenn es funktioniert. Ist aber wie gesagt nicht von jetzt auf gleich gemacht.
Habe ihr das genauso und auch nett und freundlich geschrieben, darauf kam bisher nur Müll auf den ich nicht eingehen werde. Ich bleibe bei der Schiene "Nett und Freundlich und so wie es mir möglich ist"
Wenn der Termin gleich gut klappt kann ich eventuell Mittags oder frühen Nachmittag Feierabend machen und werde ihr dann helfen, wenn sie bis dahin nicht schon wieder eskaliert ist und ich wie schon einmal geschehen dann vor verschlossener Tür stehe ....
Ich werde berichten, Danke für den schnellen Rat Toto 🙂
So, ich kann heute Nachmittag frei machen und hole dann meinen Kleinen nach dem Mittagsschlaf ab. Die Mutter weiß das schon ist ist erst einmal Dankbar.
Werde dann heute Abend nachdem er schläft aber noch einmal ein paar Worte an sie richten:
Dass ich natürlich probiere so es mir möglich ist ihr zu helfen in solchen Fällen, dass es aber nicht geht wenn ich berufliche Termine habe.
Dass es nicht richtig ist dass sie mir damit droht dass ich unter der Woche nicht mehr rein darf, um meinen Kleinen mit ins Bett zu bringen, wenn ich ihr nicht so helfen kann wie sie es gern hätte. Sprich ich nicht dann kommen kann wie sie es sich gern wünscht.
Dass das Ganze rein gar nichts mit dem gemeinsamen Sorgerecht zu tun hat.
Sollte ich noch etwas mit aufnehmen? Wie formuliere ich es am Besten dass sie sich nicht gleich wieder angegriffen fühlt oder denkt ich würde ihr nicht helfen wollen?
Und weiter: Was für Schritte unternehme ich wenn ich mal nicht kann und sie mich dann wieder nicht zu vereinbarten Zeiten rein lässt damit ich den Kleinen mit ins Bett bringen kann? Wird ja mit Sicherheit nicht das letzte mal gewesen sein dass so eine Anfrage kommt.
Vielen Dank auf jeden Fall für den Rat und die Unterstützung. Ich kann mir echt regelmäßig Hilfe einholen und habe hier im Forum Leute die mich ein wenig runter holen wenn die Luft mal wieder brennt.
🙂
Prima! 🙂
Die Mutter weiß das schon ist ist erst einmal Dankbar.
:thumbup:
Dass ich natürlich probiere so es mir möglich ist ihr zu helfen in solchen Fällen, dass es aber nicht geht wenn ich berufliche Termine habe.
Mach das - aber nicht heute!
Dass es nicht richtig ist dass sie mir damit droht dass ich unter der Woche nicht mehr rein darf, um meinen Kleinen mit ins Bett zu bringen, wenn ich ihr nicht so helfen kann wie sie es gern hätte. Sprich ich nicht dann kommen kann wie sie es sich gern wünscht.
Lass das in dieser Form. Steckt oben schon implizit mit drin!
Dass das Ganze rein gar nichts mit dem gemeinsamen Sorgerecht zu tun hat.
Ich habs vorhin schon geschrieben: Das ist Blödsinn, das brauchst Du gar nicht mehr aufzuwärmen. Du kannst mit dem Statement nichts gewinnen.
toto
Hallo,
ich denke, dass es das beste ist erst einmal gar nichts zu sagen und zu machen.
Später bzw. bei Bedarfkannst gern darauf hinweisen, dass Du Dein Kind gern bei Dir hast, Dein Arbeitgeber es Dir aber nicht erlaubt "einfach frei zu nehmen".
Trotzdem hast Du ein Problem. Wenn Du nämlich ein Wechselmodell hättest und die Woche, wo Dein Kind bei Dir ist, Dein Kind krank ist, was machst Du dann? Zurück zu Mama? Aus dieser Sicht ist der Einwand der KM nämlich viel tiefer liegend als Du es jetzt siehst.
Rechtlich sieht die Sache so aus (siehe <a href="https://www.haufe.de/personal/arbeitsrecht/krankes-kind-fakten-zu-freistellung-und-entgeltfortzahlung_76_299548.html>" hier </a>).
Prinzipiell kannst Du auf der Grundlage von <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__616.html>§" 616 BGB</a>
durchaus wegen Krankheit Deines Kindes frei nehmen darfst.
Das Problem ist die unscharfe Formulierung "verhältnismäßig nicht erheblichen Zeit".
Allerdings gibt es Tarifverträge, die die Anwendung des § 616 ausschliessen.
Kommt der § 616 BGB nicht zum tragen, dann gibt es die Möglichkeit des <a href="https://www.tk.de/tk/basiswissen-fuer-arbeitgeber/entgeltfortzahlung/krankengeld-erkrankung-kind/343712>Kinderkrankengeldes</a>."
Dazu muss der Kinderarzt die Notwendigkeit der Betreuung bestätigen, das Kind jünger als 12 sein und keine weitere Person im Haushalt zur Betreuung des Kindes in der Lage sein.
Jedem Elternteil stehen pro Jahr 10 solcher Tage zu. Alleinerziehende bekommen 20 Tage.
Und jetzt wird es aus meiner Sicht eben nicht mehr so einfach. Die übliche Annahme ist, dass bei nicht verheirateten und nicht zusammenlebenden Eltern, einer, in der Regel die KM alleinerziehend ist. Beim Wechselmodell würde ich es dann natürlich anders sehen.
VG Susi
Hallo,
Schön, dass Du Dir als engagierter Vater den Nachmittag freinehmen konntest und mit dem Kind verbracht hast.
Ich würde auf keinen Fall heute abend mit der KM reden. Freut Euch lieber, wie gut Euer gemeinsames Elternsein heute funktioniert hat. Ihr seid ein Team, wenn es um das Kind geht, obwohl Ihr getrennt seid. Der Umgang läuft, wie Du es beschreibst, sehr gut.
Du musst den geeigneten Zeitpunkt abwarten um mit der KM über Grundsätzliches zu reden. Und informiere Dich vorher, über Deine Rechte gegenüber dem Arbeitgeber, wie @Susi64 es schreibt.
Mit einigen KM geht die Kommunikation leichter, wenn man Ihnen sagt, was für aufopferende Mütter sie sind und dass man ihnen natürlich helfen und sie unterstützen werde, wo man kann. Informiere Dich regelmässig über Termine für das Kind, und schlage vor, dass Du einige übernehmen könntest (dass ist dann für Dich planbar), wenn KM sich beklagt, dass sie "überlastet und völlig erschöpft ist." Gib Dich verständnisvoll :wink:, aber nur wenn es zielführend ist und etwas bringt.
VG,
Daniela.
Dass es nicht richtig ist dass sie mir damit droht dass ich unter der Woche nicht mehr rein darf, um meinen Kleinen mit ins Bett zu bringen, wenn ich ihr nicht so helfen kann wie sie es gern hätte. Sprich ich nicht dann kommen kann wie sie es sich gern wünscht.
Dass das Ganze rein gar nichts mit dem gemeinsamen Sorgerecht zu tun hat.
dir ist hoffentlich klar, dass du keinerlei Recht hast ihre Wohnung zu betreten?
Das wird dir auch kein Gericht der Welt zusprechen.
Das einzige, was du jetzt machen kannst (und sollst) den Umgang außerhalb wahrnehmen und ausbauen.
Dazu gehört natürlich nicht, dass du in Minuten springst, wenn KM pfeift.
Aber wenn du erziehender Vater auf Augenhöhe sein willst solltest du dir über
Trotzdem hast Du ein Problem. Wenn Du nämlich ein Wechselmodell hättest und die Woche, wo Dein Kind bei Dir ist, Dein Kind krank ist, was machst Du dann? Zurück zu Mama? Aus dieser Sicht ist der Einwand der KM nämlich viel tiefer liegend als Du es jetzt siehst.
wirklich Gedanken machen
Wasserfee
nicht mein Zoo
nicht meine Affen
dir ist hoffentlich klar, dass du keinerlei Recht hast ihre Wohnung zu betreten?
Das wird dir auch kein Gericht der Welt zusprechen.
Das einzige, was du jetzt machen kannst (und sollst) den Umgang außerhalb wahrnehmen und ausbauen.Dazu gehört natürlich nicht, dass du in Minuten springst, wenn KM pfeift.
Aber wenn du erziehender Vater auf Augenhöhe sein willst solltest du dir über
wirklich Gedanken machen
Wasserfee
Einvernehmlich können die Eltern jede Umgangsregelung vereinbaren.
Bei einem Wechselmodell müssen sowohl der Vater wie die Mutter sich Gedanken machen, auf welche Weise im Krankheitsfall etc. das Kind betreut wird, da sich in der Regel die Eltern die "Erziehungsarbeit" und die Erwerbsarbeit teilen.
Das gemeinsame Sorgerecht ist keine Erziehungsmassnahme, mit dem man einen Elternteil erpresst oder ihm droht..
hi Tsubame,
du hast ja völlig recht aber das meinte ich ja auch gar nicht.
Es ging mir darum, dass dem TO klar sein muss, dass er keinerlei Recht hat die Wohnung der KM zu betreten wenn sie das nicht möchte
Dass es nicht richtig ist dass sie mir damit droht dass ich unter der Woche nicht mehr rein darf, um meinen Kleinen mit ins Bett zu bringen, wenn ich ihr nicht so helfen kann wie sie es gern hätte. S
Und weiter: Was für Schritte unternehme ich wenn ich mal nicht kann und sie mich dann wieder nicht zu vereinbarten Zeiten rein lässt damit ich den Kleinen mit ins Bett bringen kann? Wird ja mit Sicherheit nicht das letzte mal gewesen sein dass so eine Anfrage kommt.
Wasserfee
nicht mein Zoo
nicht meine Affen
Hallo Wasserfee, das ist mir schon klar dass ich darauf kein Recht habe. Aber sie gewährt es mir zur Zeit, heißt das funktioniert recht gut.
Was ich aber für nicht richtig empfinde ist dass sie sagt wenn du jetzt nicht dann lass ich dich nicht mehr. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Darum ging es mir.
Das mit den 10 Tagen Urlaub weiß ich schon dass das geht. Da geht es aber darum wenn das Kind krank ist und nicht die Mutter.
Wenn ich auf das Wechselmodell umstellen möchte muss ich noch einiges ändern, das weiß ich auch. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit und die Gedanken kreisen sich regelmäßig darum und was ich ändern muss und wie ich es umsetzen kann 🙂
Ich bin sehr oft dabei mich schlau zu lesen!
Ich habe gestern nichts mehr gesagt. Nur als sie sich bedankt hat dass ich ihr gern helfe so es mir terminlich möglich ist. Ich denke das ist auch bei ihr angekommen. Das viele schimpfen kommt wohl eher daher dass es ihr nicht gut geht und sie sowieso gern negativ statt positiv denkt.
Ich habe mitlerweile gelernt das zu trennen und bleibe auch dabei zu ihr nett und freundlich zu sein und ihr Unterstützung anzubieten.
Aber wie ihr schon schreibt, nicht dann wenn sie schreit SPRING. Ich denke wir sind auf einem guten Weg, hoffentlich bleibt das so 🙂
