Mein (Noch)Ehemann weigert sich unsere beiden Kinder (fast 6 Jahre und fast 2 Jahre) das komplette WE zu sich zu nehmen, was die Kinder aber gerne möchten. Er nimmt sie lediglich von Samstag Morgen 7:30 Uhr bis Sonntag 12.00 Uhr, mit der Begründung, dass er nebenbei als Fussballtrainer arbeitet und Freitags Abends Training hat und Sonntags Mittags ein Fussballspiel und somit nicht auf die Kinder aufpassen kann (diesen Nebenjob könnte er meiner Meinung nach aber ruhig aufgeben....er ist über 40 Jahre.....da spielen die wenigstens noch Fussball :wink:)
Im Interesse der Kinder möchte ich das gerne ändern und habe am kommenden Donnerstag einen Termin auf dem Jugendamt, wo er erscheinen MUSS.
Meine Frage:
Kennt jemand zufällig irgendwelche Urteile, in denen ein Richter entschieden hat, dass der Vater seine Kinder ein komplettes WE nehmen muss/sollte?????
Wäre auch ansonsten für hilfreiche Kommentare dankbar.
Hi Tinchen,
nö, Urteile fallen mir da spontan nicht ein. Aber anwesende Mütter, deren KV den Umgang gar nicht / nur wenig oder nur so wie er ihnen passt wahrnehmen und die das auch nicht erzwingen können. Und KV, die sich hier für den Umgang den A**** aufreißen und ihn oft nicht durchgesetzt bekommen.
Gibt es denn zB Oma und Opa väterlicherseits, die sich ab Sonntagmittag kümmern würden? Oder geht es Dir um "höchstpersönliches" Kümmern?
Edit: Kleiner Nachtrag: Ob er nun mit 40 oder als Oppa noch Fußball spielt, das solltest Du schon ihm überlassen...
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Es gibt sowohl Oma als auch Opa und auch Tante und Onkel in der direkten Nachbarschaft, die sich um die Kinder kümmern könnten....und um genau zu sein, er verbringt sowieso die meiste Zeit mit den Kindern bei Oma und Opa bzw. bei der Tante/seiner Schwester, damit die Kinder mit den beiden Cousinen spielen können. Die Kinder fühlen sich dort pudelwohl und gehen sowohl gerne zum Vater als auch zu Oma, Opa und Tante. Da habe ich auch absolut nichts dagegen.
Von mir aus kann er Fussball spielen bis er auf dem Platz "tod umfällt" (sorry wenn ich so krass bin), aber wenn die Kinder darunter leiden, dass er wegen dem Fussball keine Zeit für sie hat, dann frage ich mich doch, was ihm wichtiger ist (aber eigentlich habe ich das ja während der Ehezeit schon zu spüren bekommen.....). Als Trainer hat er die Möglichkeit, das Trainung von Freitag Abend z.B. auf Donnerstag Abend zu verlegen und Sonntags die Kinder für einige Stunden zu Oma und Opa zu geben und "direkt nach dem Spiel" zurück zu kommen....aber genau da liegt der Hund begraben (nach dem Trainung noch einen Trinken gehen und nach dem Spiel sowieso)....und wo bitte bleiben die Kinder?? Die leiden darunter.
Dann mach es doch anders. Wenn es Dir um die Kinder geht, dann belass die Wochenendregelung wie sie ist und dafür soll er die Kinder an 1 oder 2 Nachmittagen von Dir oder von der Kita abholen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Das macht er ja.
Ich habe von Anfang an auf Ehegattenunterhalt verzichtet. Ich habe auch das Nebeneinkommen, dass er als Fussballtrainer verdient, nicht mit in die Kindesunterhaltsberechnung einfließen lassen. Im Gegenzug dafür nimmt er die Kinder an zwei Tagen in der Woche mittags zu sich, damit ich einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen kann, d.h. ich verdiene das Geld für mich und meine Kinder alleine. Aber er holt die Kinder auch wirklich nur, wenn ich Arbeiten muss. Wenn ich mal frei habe, dann holt er sie nicht. Und sollte ich Ehegattenunterhalt verlangen (wären etwa 200 € im Monat) oder den Nebenverdienst mit einrechnen lassen, dann holt er aus Protest die Kinder in der Woche nicht mehr, weil er genau weiss, dass ich dann nicht mehr arbeiten gehen kann. Und er ist dazu nicht verpflichtet die Kinder in der Woche zu nehmen, genauso wenig wie ich verpflichtet bin, ihm die Kinder in der Woche zu geben. Er setzt mich also mit meinem Job unter Druck. Ich bin immer noch auf ihn angewiesen und das "kotzt" mich an.
Ab dem Sommer geht mein Großer in die Ganztagsschule und wird dann seinen Vater nur noch alle 2 Wochen für eine Übernachtung sehen. Das ist ihm einfach zu wenig.
Ich will einfach für meine Kinder eine bessere und häufigere Umgangsregelung mit ihrem Vater.
Moin,
euer Problem ist nicht der Umgang, sondern dass jeder dem Anderen vorschreiben will, wie er zu leben hat.
Vielleicht solltet ihr DAS klären, statt den Umgang.
Wenn ich sowas schon lese:
Und er ist dazu nicht verpflichtet die Kinder in der Woche zu nehmen, genauso wenig wie ich verpflichtet bin, ihm die Kinder in der Woche zu geben.
läuft was ganz gravierend falsch. Es gibt in Deutschland keine gesetzlich fixierte Norm, wer wie die Kinder zu betreuen hat. Das ist eine Sache unter erwachsenen Menschen, das zu regeln. Und wenn die Menschen dafür nicht erwachsen genug sind, tut es halt ein Gericht.
Klärt eure Probleme auf Paarebene, dann klappt's auch mit dem Umgang.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Ich arbeite beim Anwalt und weiss welche Rechte und Pflicht ich habe bzw. welche er hat und wie er lebt ist mir ziemlich egal....ich sehe bloß, dass meine Kinder gerne öfter zu ihm möchten und ich (im Gegensatz zu vielen anderen Müttern), das nicht versuche zu verhindern. Ich finde es nicht richtig, dass er nicht dazu verpflichtet ist, die Kindern ein komplettes WE zu nehmen, sondern sich das quasi aussuchen kann (so steht es eben im Gesetz).....LEIDER. Wenn er sie eben nur für eine Übernachtung holt, kann ich nichts dagegen tun. Zu mehr ist er nicht verpflichtet. Damit hat er alle Pflichten erfüllt, um auf ein "gemeinsame Sorgerecht" zu beharren. Und das soll nun richtig sein?
Im großen und ganzen haben wir überhaupt kein Problem miteinander....solange ich ihm die Kinder gebe wie es ihm in dem Kram passt.....aber die Kinder interessieren sich nicht für seine Termine...sie sehen nur, dass der Papa wenig Zeit für sie hat.
Ich kämpfe hier nicht für mich sondern für meine Kinder.
Tinchen,
Du brauchst Dich nicht angegriffen fühlen. Aber zeige mir bitte, wo im BGB steht, wie zeitlich bzw. vom Umfang der Umgang zu regeln ist. Vielleicht haben wir da unterschiedliche BGB. Die gängige 14tägige Regelung ist gewachsene Rechtsprechung. Der Unterschied sollte Dir geläufig sein.
Mir ist klar, dass es Dein Missfallen erregt, dass er sich das so rauspickt, wie er es will. Aber Dein letzter Beitrag schreit vor ungelösten Paarkonflikten.
Und alle 14 Tage 1,5 Tage plus 2 Nachmittage in der Woche ist schon in der Summe mehr, als die Rechtsprechung so "vorsieht".
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hi Tinchen,
Und er ist dazu nicht verpflichtet die Kinder in der Woche zu nehmen, genauso wenig wie ich verpflichtet bin, ihm die Kinder in der Woche zu geben.
Ich finde es nicht richtig, dass er nicht dazu verpflichtet ist, die Kindern ein komplettes WE zu nehmen, sondern sich das quasi aussuchen kann (so steht es eben im Gesetz).....LEIDER.
Ich arbeite beim Anwalt und weiss welche Rechte und Pflicht ich habe bzw. welche er hat
Gut, dann bist du endlich die Frau die mirrechtsgültig mit §§ und Urteilen erklären kann ,wo ich eine genaue Festlegung, wann und wie oft ein Elternteil die Kinder nehmen muß/kann/darf finde.
Bisher kenne ich nur Empfehlungen und Urteile, die eine 14-Tage-Regelung als gute Lösung präsenteiren, aber sich dabei nicht died Bohne auf eine gesetzlich eindeutige Regelung beziehen,
LG Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
So traurig das ist, dass er nicht freiwillig mehr Interesse an seinen Kindern hat, so ist doch fraglich was die Kinder davon hätten, wenn er mit juristischen Mitteln zum Umgang während seiner Fußballzeit gezwungen würde?
Kannst du dir vorstellen, wie das ablaufen würde und wie Kinder das finden würden?
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hallo Tinchen,
möchtest du einen Lösungsvorschlag oder möchtest du Mitgefühl?
Ich bin immer noch auf ihn angewiesen und das "kotzt" mich an.
Ja, das kann ich gut verstehen, ich hätte damals, kurz nach meiner Trennung, am liebsten gehabt, dass mein ex aus meinem Leben verschwindet.
ABER: so wie ihr gemeinsame Kinder habt, haben wir einen gemeinsamen Sohn.
Und deshalb habe ich mich "zusammengerissen" und eine gute Elternebene aufgebaut. Die knistert auch heute noch hier und da, weil unsere Differenzen, die ja zur Trennung geführt haben, auch jetzt noch vorhanden sind (unterschiedliche Ansichten...), aber ist recht stabil.
Und: ja, diesbezüglich wirst du solange "auf ihn angewiesen sein" bis die Kinder aus dem Haus sind. Akzeptier es, und versuche, nicht auf irgendwelche Gesetze zu beharren, sondern eine flexible, geschmeidige Lösung zu finden, die euch allen gerecht wird. Du kommst viel weiter damit! So wie ich dich lese, könnte sich dein Ex auch unter Druck gesetzt fühlen, von deinen Forderungen, un deshalb "aus Prinzip" mauern. Mach es nicht so, sondern setze auf Verständnis und
Flexibilität und gegenseitiges Entgegenkommen. Mit ihm, nicht gegen ihn!
Es ist alles erlaubt, was euch beiden als Eltern gefällt. Mit starren "ich will aber" wird keiner von euch weiterkommen.
Und wenn du beim Anwalt arbeitest, weißt du ja: vor Gericht gibt es kein Recht, sondern ein Urteil.
Also, lies nochmal genau was LBM weiter oben geschrieben hat. da hatse nämlich den Nagel auf den Kopf getroffen.
ligr ginnie
PS: am Anfang schreibst du, er könnte getrost seinen Job als Trainer aufgeben, dann soll er das Training auf Donnerstag verlegen (hey, da hängt die ganze Trainingsgruppe dran, und die Sportplatzzeiten...ist vielleicht etwas viel verlangt...) und dann schreibst du du willst dich nicht einmischen??
Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Hier scheint mir niemand wirklich weiter helfen zu können.
Aber trotzdem Danke.
Doch, du musst es nur erkennen!
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Ich hoffe man nimmt es mir nicht übel was ich jetzt schreibe aber ich verstehe die aufregung nicht....
Es gibt Kinder /Mütter die wären froh wenn sich papa auc h nur ml eine Stunde bemühen würde.,Die wären über das Angebot Sa/So mehr als glücklich... ich zähle mich auch zu denen. Ich kann nicht einen einzigen Tag mal irgendetwas ohne den kleinen machen.Ich liebe den kleinen abgöttisch trotzdem ist es nicht verwerflich sich mal einen tag ohne ihn zu wünschen..-.aber diesen Tag wird es nicht geben,weil sein Vater ihn nicht will.Da hilft auch alles bitten und betteln nichts,,, ich bekomme dann zu hören: meine pflicht ist das bezahlen und diese erfülle ich .
Also sehe es auch mal anders.... er nimmt die Kinder wenigstens...das ist doch schon verdammt viel wert...also nimm es so hin und rüttel da nicht dran,damit tust du dir und den Kindern keinen gefallen... und eine regelmäßigkeit scheint da ja auch drin zu sein..es ist aus meiner sicht gut so wie es bei euch ist...
und wenn ich es richtig gelesen habe nimmt er die Kinder jedes WE oder? das ist doch umgerechnet genausoviel wie es der normalfall vorsieht alle 14 von Fr-So... also hast du rein theoretich jeden Samstag frei,., das ist doch einfach nur genia
Nur um es klar zu stellen....er nimmt sie alle 2 Wochen für eine Nacht und nicht jedes WE.
Ich werde mal abwarten was der Termin auf dem Jugendamt bringt. Da sitzt ja schliesslich eine neutrale Person dabei.....die wird schon gemeinsam mit uns die richtige Entscheidung zum Wohle der Kinder treffen.
Und es ist richtig, dass jede Mutter auch mal einen Tag für sich alleine braucht....das ist ihr gutes Recht und dafür muss sie sich auch nicht schämen.
Und es ist richtig, dass jede Mutter auch mal einen Tag für sich alleine braucht....das ist ihr gutes Recht und dafür muss sie sich auch nicht schämen.
Moralisch vielleicht.
Juristisch aber nicht.
Die Justiz ist darauf ausgerichtet, aus den Vätern soviel Unterhalt wie möglich raus zu pressen und zwar für 365,25 Tage im Jahr.
Egal ob sie sie sich kümmern oder nicht und sie ansonsten so weit wie möglich von Mutter und Kindern fern zuhalten.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Tinchen,
das behauptet auch keiner, dass man sich dafür schämen muss.
Ich hatte lediglich versucht Deinen Blickwinkel auf die Situation zu verändern. Dazu habe ich als Anlass Deinen Beitrag genommen, in dem Du die Art, wie ihr miteinander umgeht beschreibst. Und da schwingt einfach noch so viel Wut/Verletzung zwischen EUCH mit, dass ihr niemals in der Lage sein werdet, eine für die Kinder gute Lösung zu finden.
Bei euch geht es um
GEWINNEN
RECHT HABEN
RECHT DURCHSETZEN
WAS WEM ZUSTEHT.
So löst man aber keine Konflikte. So produziert man Kriege.
Versuche doch einfach mal auch Deinen Kommunikationsstil von "mein Recht, meine Pflicht bzw. sein Recht, seine Pflicht" umzustellen auf "ich würde mir für die Kinder wünschen, dass..." oder "ich wünsche mir (für mich), dass.." Das ist was ganz anderes als "Du bist zu alt für Fußball, kümmere Dich (gefälligst) mehr um Deine Kinder."
Und jetzt komm bitte nicht mit dem Argument, er macht das auch nicht.
1. Können wir nur DIR hier Anstöße geben, weil nur DU hier schreibst und
2. muss man Auge um Auge und Zahn um Zahn auch mal durchbrechen.
Ich glaube Dir ja, dass Du durchaus ehrenwerte Ansätze hast, aber das hilft nicht, wenn Du sie mit der Brechstange durchsetzen willst, weil Du Dich im Recht fühlst.
LG LBM
Edit: Mal netto betrachtet sehen die Kinder ihn in einem durchschnittlichen Monat an 2x2 Tagen am WE plus 2 Tagenx4 Woche = insgesamt 12 Tagen im Monat.
Ich finde das nicht so wenig, auch wenn mehr sicher wünschenswert wäre und er die Kinder auch nicht den ganzen Tag bei sich hat.
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
@Beppo....du scheinst schlechte Erfahrungen gemacht zu haben.
Genau, ich gehöre zu den Vätern. Da sind schlechte Erfahrungen mit der Justiz die Regel.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
