Hallo,
falls wir zukünftig die KM über das JA dazu bewegen können einem begleiteten Umgang zwischen meiner Großen und mir zuzustimmen bin ich verunsichert wie ich mich gegenüber dem Kind verhalten soll.
- ansprechen und fragen warum sie nicht mehr mitkommt, auflegt wenn ich anrufe und vor mir und meiner Mutter wegläuft, in der Hoffnung sie nennt mir die Gründe erneut vor dem JA- Mitarbeiter ?
- ihr direkt erklären wie einzelne Punkte wirklich abgelaufen sind ?
- so tun als wenn es "das normalste der Welt" wäre dass wir hier zusammen in Räumen des JA sitzen und ich mit ihr Bilder male und puzzele (wenn es soweit überhaupt kommen würde)?
Ich habe unter "Erste Hilfe" viele Tips bezüglich Gesprächen mit dem JA selbst bekommen (demnach haben wir bis dato alles falsch gemacht). Aber wie verhalte ich mich meinem Kind gegenüber? Habt Ihr eigene Erfahrungen gemacht und Tips für mich?
Habe ich eine Möglichkeit, nach einiger Zeit vielleicht das JA zu bitten dass beim Umgang nur noch JA- Mitarbeiter, die Große und ich teilnehmen?
Vielen Dank für Eure Hilfe!!!
Viele Grüße,
F.
Betreuter Umgang ist für beide Seiten belastend. Wir hatten kürzlich das Thema hier.
Auf keinen Fall hat die KM daran teilzunehmen. Auch Aufklärungsversuche solltest du vorsichtig und wohlbedacht unternehmen. Sprich von deiner Seite nichts an, antworte nur auf Fragen. Antworte wahrheitsgemäß aber ohne die KM in Misskredit zu bringen. Es ist weder der Ort noch sind die Teilnehmer für eine Rechtsfindung geeignet.
Öffne dich deinem Kind in ehrlicher Art, so wie du halt bist.
Habe ich eine Möglichkeit, nach einiger Zeit vielleicht das JA zu bitten dass beim Umgang nur noch JA- Mitarbeiter, die Große und ich teilnehmen?
Wer sollte denn sonst noch daran teilnehmen? Die KM hat dabei nichts zu suchen. Es geht um das Kind und dich.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
hi f,
was soll ein begleiteter umgang bringen????
ich habe 2,5 jahre begleiteten kontakt gehabt, es ist für alle beteiligten die hölle auf erden.
bevor du so einen " blödsin " vorschlägst rufe mich an.
j hat meine nummer
mel
Hallo,
@ Deep: vielen Dank für Deine Info, dass die KM gar nicht an der Beteiligung des begleiteten Umganges vorgesehen ist wussten wir nicht. Kann sie darauf bestehen? Wenn ja (wird sie wahrscheinlich, wenn es überhaupt soweit kommt), sieht es wohl besser aus wenn wir dem zustimmen, oder?
@ Mel: Natürlich wäre uns ein anderer Umgang mit der Großen lieber, und wir setzen bei dem Vorschlag des begleiteten Umganges mit ihr auch vorraus das ihr Umgang von dem zu den Zwillingen getrennt wird. Bei den Zwillies wollen wir nicht diesen Rückschritt machen.
Allerdings sehen wir bei der Großen keinen anderen Weg und denken, dass wir lieber einen begleiteten Umgang haben (vielleicht und hoffentlich nur vorübergehend) als gar keinen Umgang weil die Große nicht mit ihrem Papa redet weil der "doof" ist, auflegt wenn er anruft oder vor uns und der Oma (meiner Schwiegermutter) wegläuft wenn sie uns oder sie sieht...
2, 5 Jahre begleiteter Umgang ist sicherlich hart, keine Frage. Wenn ich überlege, dass jeder der Tage, die wir bis dato mit den Kindern verbracht haben, auf zwei Stunden in einem kleinen JA-Zimmer begrenzt gewesen wären, ist dies kein schöner Gedanke.
Eine andere Überlegung allerdings wäre, ob Du Stand heute noch Kontakt zu Deinen Kindern, geschweige denn Umgang mit ihnen hättest, wenn Du die 2, 5 Jahre nicht durchgezogen hättest...
Viele Grüße,
J.
gute Fragen die Du stellst.
Warum gehst Du mit Deinen Fragen und Befürchtungen nicht zum Jugendamt. Ich denke Du machst Dir genau die richtigen Gedanken und willst dem Kind gegenüber verantwortungsvoll handeln. Das spricht doch nur für Dich.
Begleiteter Umgang heisst allerdings, dass eine Gefahr von Dir für das Kind ausgeht. Was soll das sein? Wenn Du das nicht weisst, frage bitte den JA-Mitarbeiter. Du willst doch gerade diese Gefährdung vermeiden.
Tja, was macht man mit dem Kind. Das kann man so pauschal nicht sagen. Meinem Martin (5) gebe ich ein paar Playmobilsachen und los geht die Spielerei. Meine Annika (7) kann man mit irgendeiner kreativen Tätigkeit begeistern.
Was aber bei allen ankommt sind Fotos von Dingen die man in letzter Zeit angestellt hat. Und da ist schon ein Türchen was Du machen kannst für die Zukunft. Interessiere Deine Tochter für Dich und Dein Leben. Mach sie neugierig. Vergiss aber bitte nicht, dass sie auch ein Leben hat und zwar ihr eigenes. Lass sie erzählen. Beginn bei Deinen Fotos und schaffe Beziehungen zu dem was Deine Tochter erlebt hat. Gewonnen hast Du wenn Sie fragt, wenn sie Vergleiche auftut und selbständig von sich erzählt. Wenn das passiert, und nur dann, also ein gegenseitiges Interesse an dem Leben des anderen besteht, dann kannst Du über die Beziehung zwischen euch reden. Und ich denke das habt ihr bitter nötig. Denn Deine Tochter weiss von Dir nichts!!!!
Viel Erfolg und nimm Dir nicht zuviel vor. Du bist das nicht gewohnt, nicht geschult und Dir werden die Nerven und Gefühle ausrutschen. Aber Du schaffst das, denn Du willst das, denn es ist wichtig für deine Tochter dich entweder wiederzugewinnen oder auch mit Dir in Freundschaft abzuschliessen. Auch das kann passieren. Man kann nur etwas wieder in die Arme schliessen, das man vorher losgelassen hat. Denke daran! Gewinnen werdet ihr auf jeden Fall, wenn ihr es zulasst.
Die KM hat dabei nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Allerdings bleib am Anfang auch allein, es geht um sie und Dich.
Das sind die Erfahrungen und Erkenntnisse die ich in Gesprächen mit "begleitendeUmgangsteilnehmern" gesammelt habe.
