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Änderung der Umgangsregelung

 
(@polly)

Hallo,

mal wieder brauche ich euren Rat.

Mein Lebensgefährte hat ein fast siebenjährige Tochter, die jetzt in die zweite Klasse kommt. Die Kindsmutter lebt mit neuem Mann und deren gemeinsamen Kind etwa 600m entfernt, auch wir haben noch eine gemeinsame Tochter.
Die Tochter meines Mannes ist jeden Mi und Do über Nacht bei ihm (also uns) und jedes zweite Wochenende von Freitag abend bis Montag morgen. In der Woche holt mein Lebensgefährte sie um 17:30 ab und bringt sie morgens in die Schule. Die Übergabe der Kleinen war schon immer etwas problematisch (wegen Schichtdienst kann mein LG nicht immer pünktlich sein, oft bin ich eingesprungen, aber das war so unerfreulich, dass ich es schnell gelassen habe. Zur Schule bringe ich sie aber selbstverständlich).

Diese Situation besteht nun seit drei Jahren und klappt einigermaßen. Wegen des Berufs meines LG musste manchmal (!) (vielleicht alle 6 Monate) ein Abend ausfallen, dafür lässt aber die Kindsmutter Umgangstage auch oft mal ausfallen, weil etwas anderes ansteht oder es gerade nicht so gut passt.
Gerade jetzt in den Fereien war die ganze Umgangsregelung außer Kraft gesetzt. Erst war das Kind mit Kindsmutter und Familie in Urlaub (ist ja auch selbstverständlich). Dann hat die Kindsmutter wieder angefangen zu arbeiten, so wurde das Kind für ein paar Tage zu den Großeltern geschickt, mal passte ein babysitter auf, mal eine Freundin oder sie war bei anderen Kindern untergebracht.

Nun hat die Kindsmutter meinen Lebensgefährten gebeten, zum Wohle des Kindes die Umgangsregelung neu zu bedenken. Ihrer Meinung nach, wird das Kind zu sehr hin- und hergerissen und es wäre besser, sie würde nur noch alle 14 Tage zu ihm kommen.
Ich merke auch, dass die Kleine sehr unruhig ist, doch bin ich mir nicht sicher, ob es an der Umgangsregelung liegt oder an der unruhigen Ferienzeit. Auch ich arbeite seit ein paar Monaten wieder und weiss, wie schwer es ist Kinder und Arbeit zu wuppen und wieviel man da organisieren muss.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es der Kleinen besser geht, wenn sie ihren Vater und ihre Schwester seltener sieht. Seit drei Jahren besteht diese Regelung, und das war auch nie ein Problem. Die Kindsmutter hat darauf bestanden, dass sie genauso viele Abende bei dem Vater ist, damit sie sie "von der Backe hat". Nun soll genau dies aber das Problem sein.
Die Kleine wurde von ihr nicht befragt. Zu ihrem Vater hat sie mal gesagt, dass sie so hin- und her gerissen ist, dass sie nie weiss, wo sie am nächsten Tag ist. Sie will aber nicht seltener zu uns kommen.
Nun ist mein Lebensgefährte so unsicher geworden, da man auf ihn eingeredet hat, er solle nicht nur an sich denken, sondern an das Wohl des Kindes. Und da wäre mehr Regelmässigkeit besser, also weniger Besuche beim Vater. Ist es so? ich kann mir das gar nicht vorstellen! Sie würde fast täglich hier am Haus vorbeikommen, dürfte aber ihren Vater und ihre Schwester 10 Tage lang nicht sehen!

Mein Vorschlag ist: dass sie weiterhin die beiden Tage in der Woche bei ihrem Vater verbringt, sie aber von ihm (oder mir, wenn er nicht kann) zur Schule gebracht und abgeholt wird. Also keine Übergaben mehr bei der Mutter. Diese Tage sind dann einfach Papatage, mit eventuellen Sport- oder Musikaktivitäten, um die er sich kümmert. Nach ein paar Wochen (Herbstferien) sollte man sich nochmal zusammensetzen und schauen, ob jetzt mehr Ruhe ins Leben der Kleinen gekommen ist.

Was wäre euer Vorschlag?

Noch ein paar Anmerkungen. Aus irgendeinem Grund hat die Mutter eine große Wut auf meinen Lebensgefährten. Die beiden sind kaum in der Lage Absprachen zu treffen und sich auch an diese zu halten. Mein Lebensgefährte wird nie über irgend etwas informiert, anscheinend wil sie ihn aus ihrem Leben streichen. Deshalb bin ich sehr skeptisch, was ihre Vorschläge bezüglich des Umgangs angeht. Natürlich wird jetzt davon gesprochen, langsam den Umgang zu verringern, dies auch nur eine zeitlang, um dann wieder häufigere Umgangstage zu ermöglichen. das halte ich ja nun für vollkommen illusorisch.

Mensch, nach all den Jahren bin ich so misstrauisch. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Problemen mit dem Kind die erste und die beste Lösung sein soll, dass es seinen Vater seltener sieht. Das hört sich nicht gut an!

Was meint ihr?

Liebe Grüße und Danke Polly


Zitat
Geschrieben : 08.08.2006 19:28
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Polly!

Mein Vorschlag wäre, diese auseinandergerissenen Tage anders zu gestalten. Das ist ja wirklich für ein Kind kompliziert zu merken.

Warum wechselt ihr euch nicht wochenweise ab? Und ich finde bei 700m ist es wohl kein Problem, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und zu fragen, ob man auch außer der Reihe kurz vorbei kommen kann. Mit 7 kann sie bestimmt selber telefonieren und auch die 700m bewältigen.

Ich würde das der Mutter mit Hinweis auf die bessere Regelmäßigkeit vorschlagen und ansonsten die Tage nicht kürzen.

LG Lausebackesmama


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 08.08.2006 23:19
(@manchmalkommtsganzdicke)
Zeigt sich öfters Registriert

Hallo Polly!

Ich denke auch, dass ihr die Regelung ändern solltet. Würde es möglich sein, die kleine im Wochenwechsel zu nehmen? Dann wäre sie eine Woche bei euch und eine Woche bei der Mutter. So ließe sich bestimmt einiges besser koordinieren und wäre für die Kleine auch überschaubarer. So hätten beide Eltern etwas von ihr, ohne auf sie verzichten zu müssen.

Lieben Gruß
Nadine


Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners!

AntwortZitat
Geschrieben : 14.09.2006 12:50