Hallo Ihr lieben,
ich hab mich hier ja schon einige male durchgelesen.
Was mir in den letzten Tagen auffällt ist die freude am diskutieren und so möchte auch ich mal etwas zur diskussion stellen, was mir persönlich aufgefallen ist.
Mich interessiert, was ist mit den Männdern, nach einer Trennung ???
Wie fühlen sie sich??? Wie beschreiten sie weiter die Wege und was passiert auf einmal mit ihnen???
Denn, ja, ich bin 2.te nach der ersten. Ich habe zb an meinem LG beobachtet , dass als er sich trennte, hey da lag ihm die Welt zu füssen!!!
Man hatte sich ja schließlich getrennt, um aus einem Kreislauf auszubrechen. Man wollte gewisse Dinge nicht mehr unterstützen, da es eine überschreitung der eigenen Grenzen war/ist.
Diese Männer schaffen es dann, nach jahren sich zu trennen, wollen dieses und jenes verändern .. und ehe sie sich versehen, bekommen viele , den eindruck, es lohnt sich für sie gar nicht mehr.
der druck ist gewachsen, erwartungshaltungen, von ex frau und kindern, vielleicht sogar einer neuen partnerin scheinen die männer völlig zu bedrücken.
der wunsch, beim nächsten mal wird alles anders, verblasst neben unterhaltszahlungen und ständigen kämpfen.
es wird zu einem existenz kampf, so mein eindruck. bei dem leicht und schnell lieber die flinte ins korn geworfen wird.
ich hab den eindruck, viele getrennte männer leben in dem augenblick, der ihnen von der vergangenheit gelassen wurde.
wie seht ihr das ???
vielen lieben dank im voraus..
melli
Hallo,
vor der Trennung und nach der Trennung gilt...jeder ist seines Glückes Schmied.
Sicherlich ist das Päckchen was man(n) nach der Trennung mit sich rumträgt schwer...aber man kann damit lernen umzugehen.
Ich bin persönlich zwar finanziell am Ar... aber sonst gehts mir gut. Ich habe eine tolle Freundin und auch sonst ist alles soweit erstmal i.O....bis auf das leidige Thema Geld...aber ich denke das wird auch noch 🙂
mfg
papi74
Der Morgen ist immer klüger als der Abend.
Hi,
die frage ist , haben Männer vielleicht das gefühl, sie trennen sich, ja alles schön und so... dann kommt der wust an entscheiden auf sie zu, die konsequenzen, kann es da sein, dass sie dann nach und nach den mut verlieren ???
so, dass die trennung nich mehr wirklich als freihheit empfunden wird, sondern als zusätzliche last ???
so dass man sich durch die trennung selbst, die konflikte etc pp runterziehen lässt ???
melli
wie erleben zb die zweitfrauen das thema ???
Hi,
Väter die sich trennen sind niemals frei. Ich persönlich kenne keinen der das so empfindet. Die Unterhaltsfesseln sorgen nicht gerade für eine freie Gestaltung des eigenen Lebens.
Wenn man Freiheit mit um die Häuser ziehen, Frauen aufreißen oder sonstiges definiert, bleibt man trotzdem unfrei.
Aber das sind doch ggf. Geschichten, die ich auch, wenn ich mich nicht erwischen lasse, während der Ehe machen kann.
Wenn man Freiheit dahingehend definiert, dass ich mich mit einer mörgelnden und ungeliebten Frau auseinandersetzen brauch, dann ist das für mich Freiheit. Aber welchen Preis muss ich dafür zahlen.
Keine freie Wahl der Berufsausübung
Nur den SB
Und Trotzdem bin ich den Launen der Ex ausgeliefert. Trotz Trennung.
Platt
Hallo Platt,
genau darauf wollte ich hinaus.
Man( n ) trennt sich in guter Hoffnung, es wird anders, man kann etwas tun und macht sich auf ne gewisse frei.
Und dennoch das Schwert über einem, was einem vorher wahrscheinlich ( ? ) nicht bewusst ist, sie kann jeder Zeit, wenn sie will, wieder ins Leben des getrennten eintreten.
Die Erkenntnis, dieser getrennten Partnerin nicht wirklich aus dem Weg gehen zu können.. wie ist denn das ??? Beeinflusst das, das Zukunftsdenken ???
Schränkt es die Zukunft womöglich sogar ein ???
Verschwindet damit dann nich auch die Euphorie, sich noch einmal etwas neues aufzubauen ??? Ein neuanfang, vielleicht mit einer neuen Partnerin ???
Hi Melli,
ich glaube so einfach ist die Frage wieder nicht zu beantworten, weil es einfach viel zu viele verschiedene Situationen dazu gibt.
Meine persönliche Erfahrung als Zweitfrau ist, dass nach dem ersten großen Chaos auch die Erleichterung eintritt, dass man einen Neuanfang machen kann, wenn jemand mitzieht.
Das hilft gewiss auch wieder dem gebrochenen Vertrauen entgegenzuwirken. Ich meine.. als Mann eine Frau an der Seite zu haben, die trotz seiner Vergangenheit voll mitzieht, obwohl sie nix damit zu tun hatte und auch nix davon haben wird ist doch schon klasse oder?! Wenn man endlich einen Menschen an seiner Seite hat, der einen einfach nur liebt, egal was.
Ich glaub das ist es, warum ich und mein LG echt einfach nur glücklich miteinander sind und das Beste aus seiner Vergangenheit machen wollen.
Wenn ich finanziell nicht gut abgesichert wäre, dann hätten wir gewiss in der Hinsicht mehr Sorgen.
Ansonsten seh ich das ähnlich wie die Vorschreiber.
Wirkliche Freiheit gibt es nicht mehr im beruflichen Sinne. Das ist sehr schwer, damit klarzukommen und mit dem Rest der Schikanen. Wenn man es dann trotzdem schafft und vor allem mit sehr wenig zufrieden zu sein, dann ist man der Vergangenheit emotional weit voraus.
Ich hoffe mal wieder, dass das wer verstanden hat :redhead: Ich denke immer so kompliziert.
Merrow
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)
@mewu
man muss sich Grenzen schaffen, dann baumelt auch kein Schwert.
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)
ich könnte mir zumindest vorstellen das es für die betreffenden männer, eine ganze schöne aufwendung ist ... denn das "freie" leben, welches sie sich durch eine trennung erhoffen, also friedsam leben zu können, möglichkeiten zu haben, das fällt ja im grunde genommen weg.
zumal ich mit einigen männern gesprochen habe, die sagte, mich hat meine trennung, völlig runtergezogen.
hi melwu,
ich weiss ehrlich gesagt nicht von welcher euphorie du sprichst. zunächst mal ist, denke ich, für jeden eine trennung auch eine niederlage. man hat es nicht geschafft, die einstmals auf dauer gedachte liebe aufrecht zu erhalten.
wenn dann noch die ganzen, hier zuhauf nachzulesenden, trennungskriege mit entsprechenden folgen für, meistens, die männer dazu kommen, diese obendrein noch ihrer kinder "beraubt" werden, ist der "euphorie" ziemlich grenzen gesetzt.
meine "euphorie" besteht darin, mich nicht mehr mit endzeitgedanken zu foltern.
wenn du das euphorie nennst, hast du recht.
gruss
bengel
ich meinte viel mehr die euphorie, dieses gefühl, man hat es endlich gesagt!
dadurch fühlt man sich ja schon erst einmal freier und erleichtert wahrscheinlich.
und dann kommt , so wie du es benennst, konflikte über konflikte..
die einen womöglich ( ????? ) herunterziehen ???
so dass man an ein morgen oder dem, was mach ich nun nich wirklich nachdenken will und kann ?? weil einen das JETZT zusehr aufreibt ???
Hi Mewu,
das Gefühl ist gewiss keine Euphorie.. sondern vielmehr einfach Erleichterung..
Euphorie ist wohl das Gefühl der Exen mit Blick auf ihren Kontostand :exclam:
Am Anfang ist dieses Chaos und vielleicht auch die Unentschlossenheit denk ich durchaus normal.. aber nach einer Zeit die wieder von jeder einzelnen Person abhängt kriegt sich jeder wieder irgendwie ins Lot. Manche wenige vielleicht nie.
Was willst Du denn eigentlich fragen?
Ist was spezielles vorgefallen?
Merrow
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)
nein speziell nicht.
ich sehe halt einfach das es meinem lg zb nicht gut geht.
als er sich trennte, da war er unbeschwert.
nun aber ist er zeitweise voller ängste . und diesem gefühl, ich bin immer egal wann für meine ex verantwortlich. die werd ich nie los, so nach dem motto.
Hallo mewu,
fühlt dein LG sich wirklich für seine Ex verantwortlich oder für die Kinder?
Und falls ja, warum fühlt er sich für seine Ex verantwortlich?
Gruß
eskima
Vielleicht braucht er einfach noch Zeit um das zu akzeptieren oder er ist noch dabei einen anderen Weg zu suchen?
Frag ihn doch mal, was in ihm vorgeht, wie er möchte dass unter dem Hintergrund euer Leben weitergeht.
Mach ihm Mut. Sag ihm dass Du da bist 🙂 Das dauert einfach seine Zeit dann sieht er auch wieder Land.
Merrow
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)
Moi zusammen!
Also der Tag, an dem ich meine Freiheit verlor war der Tag der Trennung. Emotional war ich gefangen, der Gerichtsstreit ging los und das ehemals vorhandene Gefühl von Freiheit wich einer üblen und latenten Angst. Zukunftsplanung war plötzlich nicht mehr möglich.
Ebenso schlimm fand ich die Folge der Verletzungen - ein totaler Vertrauensverlust, der sich als allumfassend entwickelte. Ich brauchte fast ein Jahr um überhaupt mal wieder Vertrauen zu einer Frau finden zu können.
Und noch immer kann ich mich nicht 100% "einlassen". Denn den Spruch "So etwas würde ich niemals mit Dir machen" habe ich ebenfalls mal von meiner Exe gehört. Ich glaubte ihr. Heute sehe ich ja, daß sich eine solche Meinung schnell ändern kann. Und daher ist es nahezu unmöglich (im Moment zumindest) einer anderen Frau zu gleuben, wenn sie mir den selben Spruch geben würde.
Und das Schlimme - ich will gar nicht ohne Vertrauen durch die Welt laufen. Aber die Verletzungen und damit verbundenen Schmerzen erinnern mich bei jedem Atemzuge daran, daß man(n) jederzeit brutal belogen werden kann.
Das Wissen, daß alle anderen jetzt getrennten Väter ebenfalls diesen Spruch mal von ihren Exen hörten drängt zu der Erkenntnis, daß alle Frauen irgendwann dazu fähig werden.
Im Kopf weiß ich, daß man das nicht pauschalisieren darf. Aber in so einem Fall ist der Bauch einfach sehr viel lauter als der Kopf.
Traurig. Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis man(n) dies Vertrauen wieder bekommt. Und bis dahin kann sich kein Gefühl von Freiheit einstellen.
Grüße,
Milan
Damit sprichst Du eigentlich auch die Ängste der (vieler) Zweitfrauen aus Milan.
Es ist nicht so einfach mit einem "gebrauchten" Mann umzugehen, wenn Du das aus der Perspektive verlorenes Vertrauen siehst..
Ich bin froh, dass manche Männer das trotzdem einfach fühlen können, dass in der neuen Partnerschaft alles ok ist, aber das dauert gewiss auch.
Mein LG und ich sind uns jetzt schon über mögliche Trennungsvereinbarungen usw einig. Nicht weil wir uns nicht vertrauen, sondern weil wir wissen wie schlimm es einen treffen kann. Das war übrigens meine Idee.
Man kann von einer Zweitfrau halt nicht verlangen, dass sie alles ungeschehen machen kann :redhead: aber wenn man sich auf beiden Seiten Mühe gibt geht schon ziemlich viel 🙂
Merrow
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)
Hi,
diese Zukunftsängste, was passiert ?? wann und wo ??? die hat er zeitweise zweifellos.
ich hab für mich einen weg gefunden, ihm erklärt, er kann mitkommen, wenn er will , aber er muss nicht. denn ich trage für mich selbst die verantwortung.
verantwortlich fühlt er sich natürlich für seine kinder.
von seiner ex bedroht, im sinne, ehegattenunterhalt , nicht zuwissen, was bleibt ihm wirklich. mal der selbstbehalt, vielleicht mal etwas mehr, je nach dem.
sich nicht wirklich frei auf grund dieser tatsachen bewegen zu können, sind für ihn wohl herbe einschränkungen.
manchmal hat er solche momente, wo er sagt, das is nun meine privatsphäre. wo ich denke, hallo ??? ich dachte wir haben eine gemeinsame.
weil, ich mach kein geheimnis daraus, was ich mit wem, wie bespreche. oder was ich für post bekomme. er dagegen grenzt das zuweilen ab und sagt häufig und gern dann, ja aber darf ich denn in einer beziehung keinen eigene privatsphäre mehr haben ???
Du vielleicht will er Dich aber einfach auch nicht so sehr belasten.
Ich glaub nicht, dass er sich da abgrenzen will um Dich zu verletzen, sondern einfach um die Probleme von Dir abzugrenzen.
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)
Ich sag Euch Frauen - die Männer meinen es nicht böse. Und sie meinen Euch auch nicht persönlich. Sie wollen es selbst anders. Doch diese Angst, begründet auf den übelsten Erfahrungen, die sie je in ihrem Leben gemacht haben. Sie kriecht immer wieder den Rücken hoch. Es ist die Erinnerung, die sich in den Empfindungen eingebrannt hat und die man(n) nicht los wird.
Dazu kommt dann auch noch das schlechte Gewissen der Neuen gegenüber, weil man ihr Unrecht tut es aber gar nicht tun will. Auch das ist schwer zu ertragen. Oft hat man(n) das Gefühl, daß man gar nicht mehr Herr über sich selbst ist.
Ich hab selbst grad ganz frisch eine neue. Eine ganz liebe. Ich würde ihr Unrecht tun, unterstellte ich ihr irgendwas. Aber es ist halt da. Man ist machtlos. Vielleicht seid Ihr es aber, die Nexts, die daran etwas ändern können. Mit viel Offenheit und auch Verständnis. So schwer es sein mag. Ich sehe ja, daß Ihr zurecht als das gesehen werden wollt, was Ihr wirklich seid. Und die Männer wollen Euch auch so sehen. Aber wenn man dann immer wieder hört, daß es immer wieder Frauen sind, die Männer so leiden lassen, dann treibt man immer wieder zurück in diesen Strudel aus Angst, Verletzung, Erinnerung und Leid.
Wir haben nicht um den Strudel gebeten. Wir wurden hinein gestossen. Viele von uns sind darin abgesoffen oder haben zumindest mit angesehen, wie andere Männer darin abgesoffen sind. Und diesen Rest Wasser kriegen wir nicht aus der Lunge.
Wir sind traumatisiert. Und das müßt Ihr respektieren. Denn wir müssen das auch. Wir haben keine andere Wahl. Ihr könnt im Zweifelsfall ja gehen und uns verlassen. Wir nicht. Wir sind in dieser Haut gefangen. Für immer.
Besonders die Männer, die immer noch mit regelmäßigen Schreiben bombadiert werden oder deren Umgang einfach nicht funktioniert oder die ihr Konto einfach nicht mehr ins Plus bekommen, weil die Ex immer wieder den Finger drauf hält - die werden dieses Damoklesschwert einfach nicht los.
Milan
Lieber Milan,
ich kann Dich verstehen. Auch wenn es sehr traurig ist.
Es gibt viele Fälle, in denen Frauen auch ganz schrecklich behandelt werden und das mit sich rumtragen müssen. Das darf man dabei nicht vergessen.
Also sind wir nexten ja nicht zwangsläufig diejenigen, die einem Mann bedingungslos vertrauen können, weil wir entweder auch was schlechtes erlebt haben können oder aber wissen, was wir hätten erleben können.
Das soll jetzt nicht das zerreden, was Du gesagt hast. Ich meine nur, dass man unabhängig vom Geschlecht Horrorgeschichten erleben kann und Unrecht gibt es überall.
Ich bin sehr froh, dass Du das sprachlich so gut darstellen konntest, das hilft mir auch euch und meinen LG besser zu verstehen. Darüber bin ich in Deinen Beiträgen sehr froh.
Ich wünsch euch beiden alles Gute!
Merrow
Zweifle nicht an dem, der Dir sagt er hat Angst. Aber hab Angst vor dem, der Dir sagt, er kennt keine Zweifel. (Erich Fried)

