Hallo Leute!
Es fällt sehr schwer mein Problem in wenige Worte zu fassen, aber ich will es mal versuchen. Außerdem dürfte diese Problematik fielen hier bekannt sein.
Ich lebe seit zwei Jahren getrennt und habe 2 Kids (3 und 9 Jahre) zusammen mit meiner Geschiedenen. Sie hat keinen neuen Partner und ich habe seit ca. 4 Monaten eine neue Beziehung. Die „Neue“ hat auch 2 Kinder und wir lieben uns sehr. Die Kinder verstehen sich auch sehr gut miteinander. Alles währe gut, aber am Wochenende ist es meiner Geschiedenen mal wieder gelungen uns so richtig die Stimmung zu verderben. Eigentlich ist meine neue Freundin eine ganz unkomplizierte Person und ganz zu recht muss sie mich wachrütteln und fragen: „Wieso kann deine Ex das alles mit dir machen?“ „Wieso lässt du dir das einfach so gefallen?“ Ich weiß manchmal nicht wie ich mich meiner Ex gegenüber richtig verhalten soll.
Wir haben einen festen Kinderzeitenplan, aber darüber hinaus gibt es auch individuelle Absprachen. (z.B.: bei Elternabende oder andere Termine, Geburtstage, Urlaub, Krankheit, usw.). Nur leider ist sie sehr sprunghaft und unpünktlich hält sich dann nicht an die mündlichen Absprachen. Ganz kurzfristig überlegt sie es sich anders, was sich dann auf die Verabredungen mit meiner Freundin auswirkt. Das war jetzt schon mehrfach so der Fall und insbesondere seitdem ich die neue Beziehung habe. Die Kinder werden dann vor ihr im ungewissen gelassen und wissen oftmals nicht wann sie bei mir sind. Jetzt versucht sie mir jede Menge Vorschriften und Zeitpläne für die Sommerferien zu machen (siehe auch meinen Post in "Umgang"). Meine Befürchtung ist auch das sie mich in meinem Urlaub mit den Kids kontrollieren (terrorisieren) wird.
Für mich ist das dann immer eine Gratwanderung. Wenn ich mich konsequent zu meiner Ex verhalte geht das auf Kosten der Kinder. Wenn ich nachgebe um eine Eskalation zu vermeiden geht das auf Kosten der neuen Beziehung. Und ich gebe eigentlich immer nach und damit hat meine Ex ihr Ziel wieder erreicht. Sie hat es nämlich schon einmal geschafft. Denn sie ist der Hauptgrund dafür, dass eine frühere Beziehung kaputt gegangen ist. Ich brauche auch nicht darauf zu warten, dass sie sich einmal ändern wird. Sie wird sich nie ändern. Anscheinend hat sie es sich zur Lebensaufgabe gemacht mir das Leben schwer zu machen. Es ist sozusagen ihr Lebensinhalt geworden. Dabei will ich einfach nur meine Ruhe haben vor ihr.
Hat einer von Euch da draußen ähnliche Probleme?
Gruß
von herzeleid
Die Liebe ist ein wildes Tier
Sie beißt und kratzt und tritt nach mir
Hält mich mit tausend Armen fest
Zerrt mich in ihr Liebesnest
Frisst mich auf mit Haut und Haar
Und würgt mich wieder aus nach Tag und Jahr
(RAMMSTEIN)
Jetzt kam gerade eine SMS von meiner Geliebten. Ich zitiere mal:
Hallo Schatz! Ich hoffe, dass dir am Wochenende noch mal klar geworden ist, dass du für deine Zukunft im Umgang mit W. (Ex) dringend noch was ändern musst. Schieb es nicht auf die lange Bank. Sie hat dich wirklich genügend tyrannisiert und ich glaube, du weißt auch längst, was du zu tun hast! ….
Allerdings weiß ich nicht was zu tun ist. Vielleicht wird mir ein Beratungsgespräch im Beratungszentrum für Eltern oder beim Jugendamt weiterhelfen.
Die Liebe ist ein wildes Tier
Sie beißt und kratzt und tritt nach mir
Hält mich mit tausend Armen fest
Zerrt mich in ihr Liebesnest
Frisst mich auf mit Haut und Haar
Und würgt mich wieder aus nach Tag und Jahr
(RAMMSTEIN)
Hallo,
ich würde zunächst einmal das Jugendamt um eine vermittelndes Gespräch bitten und schauen, ob ich hier zu verbindlichen Absprachen komme. Ansonsten bliebe wohl nur der Klageweg und striktes Einhalten der Regelungen. Hat eigentlich Nachteile für alle Seiten, weil die Flexibilität für alle verlorengeht - aber den unschätzbaren Vorteil, dass sie Dir nicht mehr in Deine neue Beziehung hereinreden kann!
LG Uli
Hallo herzeleid,
eine Elternberatung ist sicher eine gute Idee. Du kannst ja erst einmal allein gehen, die Situation schildern und dann wird sicher ein Termin zu dritt ( Ex, Berater,du) vereinbart.
Wichtig ist, daß du schilderst, daß der Umgang unregelmäßiger wird und auch kurzfristig abgesagt wird. Versuche sachlich zu bleiben und bringe nicht zu sehr deine neue Beziehung ins Spiel, auch nicht deine Gefühle der Ex gegenüber.
Dir geht es um den regelmäßigen Umgang und die Einhaltung der bisher getroffenen Abmachungen, was Elternabende z.B. angeht.
Es ist als neue Partnerin schon einfacher zu sagen "mach das nicht mehr mit". Man selbst weiss ja auch, daß man in einer blöden Situation steckt.
Du hast aber schon richtig erkannt, daß es eh an den Kindern hängen bleibt.
Deine Partnerin sollte noch Geduld haben aber du solltest auch nicht abwarten bis es zu spät ist.
Ein Gespräch bei einer Beratungstelle ist da ein guter Anfang. Deine Ex muss sich mit deiner neuen Partnerin abfinden.
Vielleicht versteht sie durch das Beratungsgespräch, daß ihr euch nur auf der Elternebene einig werden müsst und die Kinder völlig aus allem anderen rauszuhalten sind.
Also, schnapp dir das Telefonbuch und vereinbare einen Termin.
LG
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Ich hab gerade Kontakt mit dem Beratungszentrum aufgenommen. Allerdings bezweifele ich ein wenig, ob ich da richtig aufgehoben bin. Ich habe dort schon einmal eine Beratung (kurz nach der Trennung, ca. 15 Sitzungen) mit meiner Ex gemacht. Natürlich erfolglos. Aber die kennen meinen Fall und das ist wiederum von Vorteil.
Da sich meine Ex nach 2 Jahren Trennung immer noch nicht beruhigt hat, befürchte ich es kann nicht ohne Gericht geklärt werden. Schade – denn dann ist die Flexibilität futsch. Leider ist bisher noch immer genau das eingetreten was ich befürchtet habe und was ich vermeiden wollte.
Die Liebe ist ein wildes Tier
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(RAMMSTEIN)
Hallo herzeleid,
ein Versuch ist es wert. Du kannst dir somit nicht vorwerfen lassen, daß du es nicht außergerichtlich versucht hast.
Du kannst danach immernoch zum Anwalt gehen und den Umgang einklagen.
Ich kann verstehen, daß Flexibilität auch für dich von Vorteil ist. Da gibt es aber den Nachteil, daß deine Ex diese Flexibilität wohl ganz anders versteht als du.
Besser ist auf Dauer dann ein konstanter Umgang. So können die Kids sich darauf einstellen und können anfangen mit der Situation vernünftig umzugehen. Dieses ewige hin und her und das ständige kurzfristige Absagen gibt ihnen diese Möglichkeit nicht.
Ein Schritt nach dem anderen. Klappt es mit der Beratung nicht, musst du weitere Schritte gehen.
Gruß
Tina
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
