Hallo zusammen,
gerade habe mich neu hier angemeldet. Ich hoffe auf Hilfe.
Kurz zur Geschichte: Männlich, Verheiratet seit 2004, Geburt eines gemeinsamen Kindes 2005, Trennung Ende Dezember 2009, Scheidung läuft seit 2011, im März 2010 Anträge wegen Umgangsrecht, Übertrag des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechtes auf den Vater (mich). Begründung wg. des Aufenhaltsantrages war mangelnde Bindungstoleranz seitens der Mutter. Gericht schmetterte den väterlichen Antrag wg. "Schikane" ab. gemeinsames Sorgerecht bleibt bestehen.
das Sorgerecht besteht nur theoretisch, Umgangsverfahren gab es mittlerweile ein halbes Dutzend, mittlerweile muss die Mutter die Kosten selbst tragen (Erkenntnis des Gerichtes: "Vater ist doch nicht schikanös..."),
Folgende Erkenntnisse stammen aus einem, als Helferkonferenz bezeichneten, Treffen in der Schule (anwesend: Jugendamt, beide Eltern, Klassenlehrerin, Familienzentrum)
Der gemeinsame Sohn ist ohne Zutun des Vaters Dauergast im Familienberatungszentrum (Bitten der Fachkräfte den Vater einbinden zu können werden kategorisch seitens der Mutter abgelehnt), IQ Test ergab weit überdurchschnittliche Ergebnisse mit Ausnahme der sozialen Entwicklung (dort unterdurchschnittlich) , Psychotherapie des Kindes wg. Leistungsproblemen (Kind übersprang auf Wunsch der Mutter ein Schuljahr), Kind wird massv in der Schule gemobbt, besitzt extrem wenig Selbstbewusstsein, Kind wird von Mutter bei den Großeltern "geparkt" da sie "wichtige Termine" hat.
Drohung des Jugendamtes mit Wegnahme des Kindes in eine Pflegestelle, wenn sich die Eltern nicht zusammenraufen. Bedingung war Mediation.
Mediation ist geplatzt.
Nun bringt das Jugendamt den sozialen Dienst ins Spiel. Angeblich um Argumente für eine mögliche Übersiedlung zum Vater zu haben (Begründung des JU gegenüber Vater).
Ich möchte nur, dass mein Sohn endlich unbeschwert sein kann.
Was haltet Ihr davon?
Gruß
Hagen
Hallo,
offensichtlich gibt es wenig persönliche Erfahrungen, ich habe auch keine.
Aber:
"Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) ist Ansprechpartner für alle Kinder, Jugendlichen und deren Eltern sowie für junge Volljährige, die persönliche Probleme haben oder sich in einer Konfliktsituation befinden."
Meine Meinung ist, dass es vom persönlichen Einsatz abhängt, man kann gute Erfahrungen machen oder auch nicht.
Immerhin wären es unbeteiligte Dritte, die sich eine Meinung bilden.
Ich denke, dass es einen Versuch wert ist. Aufgrund der aktuellen Situation wird es allerdings sehr schwierig, eine vernünftige Lösung zu finden. Vermutlich kann eine "Übersiedlung" zu Dir nur durch ein Gericht erreicht werden.
VG Susi
Lieber Hagen, mach Dir bitte keinen Kopf wegen des ASD, deren Aufgabe ist es unter anderem, eine Schutzfunktion bei vermuteter Kindeswohlgefährdung einzunehmen, Mitwirkung bei familiengerichtlichen Prozessen, Erarbeitung sozialpädagogischer Stellungnahmen für Gericht, JA etc. Ziemlich breites Aufgabenspektrum, wir haben die auch in der Klinik rumspringen. Hinzu kommt, dass die Leute auch rechtlich fit sein müssen, das spart Dir vielleicht das eine oder andere Mal auch den teuren Beratungsgang zum Anwalt. Ich sehe nach Deiner Schilderung nichts, was Du bei Einschaltung von denen fürchten müsstest, im Gegenteil. Und an den Haaren herbeigezogen erscheint mir das Argument vom JA angesichts Deiner Schilderung auch nicht. Wie Susi sagte: setz Dich ein, bring Dich ein, die als Partner zu haben, kann ganz und gar nicht schaden.
Warum ist eigentlich die Mediation geplatzt (die man ohnehin nicht erzwingen kann, denn die setzt ein Mindestmaß an gutem Willen bei beiden voraus)?
Liebe Grüße, Alanai
Hallo zusammen,
danke für die Antworten.
Die Mediation habe ich platzen lassen.
Da ich mehrere hundert Kilometer von meinem Sohn weg wohne, wurden die Termine für die Mediation vor die Abholtermine des Umgangswochenende gesetzt. Das hat für mich bedeutet, dass ich erst früher anfangen muss zu arbeiten, von der Arbeit direkt zum Termin, danach dann Kind abholen und nach Hause. Das ganze ohne Pause.
Im ersten Mediationstermin wurden zwei Vereinbarungen schriftlich getroffen bezüglich Telefontermin und Umgang. An diese Vereinbarung hat sich die Mutter genau 2 Wochen gehalten.
Im zweiten Gespräch erzählte meine Frau dann Geschichten. Ich hatte von ihr zum selben Thema schon andere Versionen gehört.
Ich habe dann erklärt, dass ich mir den Stress nicht antun muss, wenn die Mutter offensichtlich nichts ändern möchte und das ganze eine reine Show Veranstaltung seitens der Mutter ist. Das helfe unserem Sohn nicht weiter.
Gruß
Hagen
Hi,
Drohung des Jugendamtes mit Wegnahme des Kindes in eine Pflegestelle, wenn sich die Eltern nicht zusammenraufen. Bedingung war Mediation.
Mediation ist geplatzt.
Die Mediation habe ich platzen lassen.
Dürfte das hier:
Nun bringt das Jugendamt den sozialen Dienst ins Spiel. Angeblich um Argumente für eine mögliche Übersiedlung zum Vater zu haben (Begründung des JU gegenüber Vater).
nicht sehr wahrscheinlich machen.
Mit dem Verweigern der Mediation hast du weder dir noch eurem Kind einen Gefallen getan. Egal aus welchen Gründen. Die Rückmeldung andas JA lautet "KV hat die Mediation abgebrochen". Das wird dir keine Pluspunkte bringen, wenn das JAschon angedroht hat das Kind ein eine Pflegefamilie zu geben, wenn die Eltern nicht lernen miteinander zu sprechen
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
...wenn das JAschon angedroht hat das Kind ein eine Pflegefamilie zu geben, wenn die Eltern nicht lernen miteinander zu sprechen
Das alleine kann aber nicht ausreichend sein, um ein Kind in eine Pflegefamilie zu stecken.
Ich habe eine ähnliche Aussage vom JA bekommen ... versucht haben sie es nicht. Vermutlich wollten sie nicht in der Zeitung stehen.
Gruß
Kasper
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Naja, aus genau dem Grund wird das JA den ASD ins Boot geholt haben. Damit jemand anderes Schuld ist. Und wenn die zu einem anderen Ergebnis kommen, als das JA sich das gedacht hat, ist das eben so.
Im Übrigen bin ich mir gar nicht so sicher, ob das JA das überhaupt darf, Kinder irgendwo hinstecken, wenn man nicht nach ihrer Pfeife tanzt oder ihre willkürlichen Bedingungen erfüllt. Eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass man dazu ein Gericht braucht.
Hi Kasper,
sicher gehört zur Wegnahme mehr. Aber bei der Menge von Problemen des Kindes, das der TO schildert kann hat das JA wahrscheinölich gute Karten ,wenn es auf denentsprechenden Richter stößt.
Hi psoidonuem,
ja das JA bräuchte ein Gericht, um den Eltern das SR zu entziehen oder es kann auch die Eltern bitten der Fremdunterbringung zuzustimmen. Meist wird zweiteres erbeten und ersteres gemacht, wenn die Eltern sich weigern.
Was ich meinte war, wenn das JA eine Kindeswohlgefährdung sieht können sie eine Fremdunterbringung angehen. Und die ist in dem Moment wahrscheinlicher, als das Kind zum Vater zu geben, wenn dieser dokumenitert, dass er nicht bereit ist sich mti der KM an einen Tisch zu setzen,denn damit lassen sich die Probleme eben nicht aus der Welt schaffen, sondern es würde nur neue geschaffen, wenn das Kind beim Vater lebt.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Im Grunde schon, aber man könnte genauso argumentieren, dass die Mutter Teilergebnisse der Mediation einseitig aufgekündigt hat und die Mediation zu dem Zeitpunkt schon im Eimer war. Es haben ja immerhin zwei Termine stattgefunden und das Verhalten in diesen Terminen und dazwischen zeigt ja dass die Mutter einer Mediation gar nicht zugänglich war.
Hallo,
ich fasse mal zusammen:
- Dein Sohn 9 Jahre alt
- Du hunderte Kilometer entfernt lebend
- Du hast Mediation abgebrochen
und ergänzend hier noch die Sicht des JA/FG:
- Du nervend
- Du böse
- Du störend
- Du männlich
Sorry,
aber das wird so nix.
Deine einzige Möglichkeit lautet:
- Entfernung reduzieren auf 2 oder 3 Kilometer durch Umzug zu Deinem Sohn
- Mediation neu starten und sich entschuldigen für den erfolgten Abbruch ....
- Frieden wahren während der Mediation
- und quatsch nicht so viel mit JA/SD ..., immer nett auf die laufende und hilfreiche Mediation verweisen
- das JA / SD tritt dir demnächst ohnehin in den Hintern ...
- die Mediation noch heute neu starten
- UND WENN ICH HIER SCHREIBE DASS DIE MEDIATION NETT UND HILFREICH IST DANN IST DIE MEDIATION AUCH NETT UND HILFREICH !!!
Hallo zusammen,
nur um das deutlich zu machen.
Es ist durch das Jugendamt dokumentiert, dass der Vater immer wieder auf die Mutter zugegangen ist und sogar Maßnahmen der Mutter entgegen seines eigenen, persönlich gemachten, Eindruckes zugestimmt hat (Therapie bei Psychotherapeut, der selbst beim JU als Vater-ausschließend bekannt ist, wurde seitens des Vaters zugestimmt).
Gleichzeitig ist dokumentiert (seitens des JU) dass sich die Mutter jeglichen Vorschlägen des Vaters verschließt und das GSR torpediert. Auch dass die Mutter verschiedene Varianten der gleichen Geschichte erzählt, ist dokumentiert.
Vater hat den Abbruch der Mediation dem JU damit begründet, dass die Selbstbeweihräucherung der Mutter und die Herabwürdigung des Vaters dem Kind nicht hilft und das Jugendamt um Vorschläge gebeten.
Vier Jahre das gleiche Spiel helfen keinem.
Gruß
Hagen
Hallo,
das mag sachlich alles korrekt sein.
Hilft aber leider nicht richtig weiter.
Du lebst zu weit entfernt !
@ich-habe-angst
Entfernung reduzieren auf 2 oder 3 Kilometer durch Umzug zu Deinem Sohn
Der Vater soll also sein Leben, seinen Job, sein soziales Umfeld aufgeben, ohne Chance das er seinen Sohn häufiger sieht? Das hat der Vater übrigens auch mal in der Vergangenheit vorgeschlagen. Ist seitens des Gutachters und des Gerichtes "unterschlagen" worden.
Ein einsamer HartzIV Empfänger als Vater hilft dem Kind nicht.
Mediation bedeutet nicht zu allem Ja und Amen zu sagen und sich weiter verleumnden zu lassen. Vor allem hilft das dem Kind nicht, denn wenn alles so weiterläuft wie bisher, ändert sich für das Kind nichts! Leidglich der Vater wird weiter psychischen Stress ausgesetzt.
Gruß
Hagen
Hilft aber leider nicht richtig weiter.
Du lebst zu weit entfernt !
d.h. wenn die Mutter mal wieder einen neuen Partnert hat und deshalb umzieht, soll der Vater jedesmal mitziehen?
Das könnte ich mir schlicht nicht leisten...
Hagen
Hi Hagen,
nein das sagt ja auch niemand. Aber leider wird im Zweifelsfall das JA den Weg des geringsten Aufwands gehen.
Und der kann eben auch sein, dass sie ihn, damit er eine Chance hat sich zu beruhigen, von beiden Elternteilen trennen. Eben genau dann, wenn abzusehen ist, dass bei der KM eine Gefährdung vorliegt und ein Verbringen zum Vater den Konflikt unddamit eines der Probleme nicht verkleinert.
Deshalb einfach erstmal wichtig dem JA und dem ASD ggü. kooperativ sein und auf keinen Fall Aussagen zu treffen wie "Mediation brint jamit der KM eh nix", "dafür ist mir die Zeit zu schade ..."
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Moin,
Vier Jahre das gleiche Spiel helfen keinem.
doch, im vorliegenden Fall helfen sie der Mutter, weil sie das Kontinuitätsprinzip inzwischen tonnenschwer zementiert haben. Warum sollte jemand daran etwas ändern wollen, solange die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder nicht erkennbar in Gefahr ist?
Du müsstest - wie bereits von @ich-habe-angst angedeutet - Deinen Wohnsitz in die Nähe Deines Sohnes verlagern, um Dich dort in das Verfahren einzubringen, in dem es längst nicht nur "schwarz" (Mutter) und "weiss" (Vater) gibt, sondern jede Menge Zwischentöne. Denn was auch immer Du Deiner Ex vorwirfst: Du hast bislang an keiner Stelle bewiesen, dass Du es besser könntest und dass die Umsiedelung Eures Sohnes in Deinen Haushalt für diesen irgendetwas verbessern würde.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Moin,
Der Vater soll also sein Leben, seinen Job, sein soziales Umfeld aufgeben, ohne Chance das er seinen Sohn häufiger sieht? Das hat der Vater übrigens auch mal in der Vergangenheit vorgeschlagen. Ist seitens des Gutachters und des Gerichtes "unterschlagen" worden.
Ein einsamer HartzIV Empfänger als Vater hilft dem Kind nicht.
Mediation bedeutet nicht zu allem Ja und Amen zu sagen und sich weiter verleumnden zu lassen. Vor allem hilft das dem Kind nicht, denn wenn alles so weiterläuft wie bisher, ändert sich für das Kind nichts! Leidglich der Vater wird weiter psychischen Stress ausgesetzt.
es gibt bundesweit Arbeitsstellen; niemand ist dazu verurteilt, irgendwohin zu ziehen und dort einsam und arbeitslos als Hartzer herumzusitzen.
Im Übrigen machen die User dieses Forums nur Vorschläge. Du hilfst Dir und Eurem Sohn kein bisschen, wenn Du schon nach wenigen Minuten nur "ja aber..." oder "das geht sowieso nicht, weil...." schreibst: Du musst hier niemanden von irgendetwas überzeugen, sondern im richtigen Leben etwas tun - oder es eben lassen. Es wird kein guter Geist aus der Flasche kommen und sagen "na, wenn das so ist, werde ich dir jetzt mal flugs zu deinem Recht verhelfen und Deiner Ex das Kind wegnehmen."
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
