Guten Abend,
erstmal vorweg ich weiß nicht so genau ob ich in dieses Unterforum richtig gelandet bin.
Ich hatte bereits vor ein paar Monaten einen Thread hier erstellt in dem mir sehr weitergeholfen wurde.
http://www.vatersein.de/Forum-topic-26563.html
Seit der Trennung habe ich sehr viel zu dem Thema Wechselmodell informiert und arbeite seit dem daran das Modell für nächstes Jahr komplett zu ermöglichen.
Seit kurzen habe ich aber das kleine Problem das die KM mich ziemlich fertig damit macht, indem sie alles mögliche tut um gegen das von mir favorisierte Wechselmodell 50%/50% an zu gehen.
Gestern hat sie erstmals ein Gespräch abgebrochen und sagte ich soll doch versuchen, das Wechselmodell einzuklagen. Sie sagte auch dazu das ich wegen meiner Schichtarbeit das gerichtlich eh nicht hinbekommen würde.
Unsere derzeitige Situation sieht so aus, dass wir bis zu der Scheidung Frühjahr/Sommer 2014 weiterhin in unseren Haus in einer Wg zusammen wohnen.
Ich versuche weiterhin, dass Haus zu übernehmen und habe ihr bereits konkrete Summen genannt um sie auszuzahlen.
Unser Sohn (6 1/2) kommt bald in die Schule. Wir führen jetzt schon ein quasi Wechselmodell und tauschen jede Woche.
Die KM ist der Überzeugung das unser Kind mit dem Wechselmodell nicht klar kommen wird und desweiteren ist sie der Meinung das er es bei ihr besser hätte.
Ich bin seit Anfang dabei zu versuchen ihre bedenken und ängste abzubauen.
Meine Plannung sieht momentan folgt aus.
Ich werde meinen Schichtplan so gelegt bekommen, dass wenn mein Sohn bei mir ist ich immer von 7:30 bis 15:45 Uhr arbeiten muss.
Seine Schule ist nur 5min von meiner Arbeit entfernt und er ist die komplette Arbeitszeit in der Schule. Es gibt dort eine Früh und Nachmittags Betreuung.
Desweiteren habe ich vier mir eng stehende Personen die mich jederzeit unterstützen wollen, sofern ich Hilfe benötige.
Was ich leider nur schwer geregelt bekomme ist, die Tatsache, dass ich einen 5 Wochen Schichtrückmuss habe. Was heißt die Spätschicht die ich einmal alle 5 Wochen habe sich immer um eine Woche verschiebt.
Ich habe der KM also meinen Betreuungsplan vorgelegt in dem alle 5-6 Wochen einer von uns unseren Sohn für 2 Wochen hat. Dies würde immer im wechsel passieren damit es trotzdem beim 50%/50% Modell bleibt.
Die KM ist davon aber überhaupt nicht begeistert.
Es deutet sich aber an, dass ich meinen Schichtplan für nächstes Jahr vielleicht selber planen darf, so könnte ich dann auch den ein Wochen wechsel realisieren.
Der Vorschlag der KM sieht so aus, dass ich alle zwei Wochen von Mo-Fr Nachmittags unseren Sohn betreue und ihr abends nach Hause bringe. Mein Sohn würde bei ihr wohnen und alle paar Wochenenden dürfte ich ihn dann auch mal komplett haben.
Mein Sohn wird in eine Ganztags Grundschule gehen. Also hätte ich immer nur so drei Stunden mit ihm bevor er wieder zu seiner Mutter nach Hause muss.
Die KM sucht derzeit... so kommt es mir vor, aktiv nach Leuten die sie bei ihren Vorstellungen und Abneigungen gegen das WM unterstützen.
Als nächstes ist von ihr aus geplant, dass wir zu dritt einen Kinder Psychologen aufsuchen. Diesen sollen dann unsere beiden Betreungsmodelle vorstellt werden und bei dem treffen wird dann auch unser Sohn von ihm begutachtet..... Danach soll er dann das ganze beurteilen.
Für mich ist es die letzte Chance das ganze ohne RA geklärt zu bekommen und ich bin mittlerweile sehr angespannt. Da ich schon seit Ewigkeiten, kein Schritt mehr bei der KM weiter komme.
Ich würde mich sehr über weitere Ratschläge freuen, wie ich das vielleicht noch ohne RA regeln könnte.
Oder ob es da wirklich Probleme geben könnte, dass ganze über Gericht zu regeln.
vielen Dank schon mal
Matthias
Moin Matthias,
es gibt zum Wechselmodell international gute Erfahrungen (Belgien), in D werden die Stimmen aus der Wissenschaft immer lauter, die das WM befürworten. Nur Politik und Justiz wollen hier Väter noch immer nicht in Positionen einrücken lassen, die sie einnehmen sollten.
Da sind üble gläserne Wände und Decken im Spiel, nein, was sage ich, es ist Panzerglas installiert, das massiv dafür sorgt, daß das Mütterprimat nicht infrage gestellt werden kann. Wenn man genauer hinsieht, dann ist das Panzerglas sogar gegen die Mütter gerichtet, die in antiquierte Rollenmuster gedrängt werden, verführt als Alleinerziehende aber geadelt und ausgepolstert werden.
Ganz ehrlich: Ohne die Zustimmung der Mutter und erst recht gegen ihren Willen wirst Du das WM nicht leben können. Wenn es ganz schlimm kommt, der Streit darüber zu groß wird, dann droht Dir auch der Verlust des Sorgerechts.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung und aus der Begleitung vieler Väter nicht raten, das WM ohne Zustimmung und gegen die Mutter anzustreben.
Es sollte Dich sehr hellhörig machen, wenn diese Mutter einen Psycholgen zur Begutachtung vorschlägt. In der Regel weichen Psychologen, erst recht von der Mutter vorgeschlagene, nicht groß von der herrschenden Doktrin, von der klassischen Rollenverteilung ab: Kinder zur Mutter, Vater der Versorger, den das Kind gelegentlich besuchen kann.
Die Mutter braucht nur ihren Job hinzuwerfen, in Teilzeit zu gehen, weil sie sich um das hoch belastete Trennungskind kümmern möchte, schon springen ihr alle Türen und Geldtöpfe auf, dann bist Du sowas von draußen, erst recht mit Deinem Dienstekrampf.
Ich rate Dir ernsthaft dazu, den Lebemittelpunkt des Kindes bei dieser Mutter zu akzeptieren und eher eine sehr gute Umgangsregelung auszuhandeln. Denn was viele verkennen, schon der übliche Umgang läßt ein Schulkind 1/3 der Jahreszeit beim Umgangsberechtigten LEBEN.
Du wirst in dem Umbruch jetzt die Vorteile einer klaren URegelung noch nicht recht erkennen können...
Das ist nur (m)eine Ansicht, andere hier werden das uU ganz anders sehen.
VGv W.
Ne so wirklich anfreunden kann ich mich mit dem Regelmodell nicht. Was aber auch daran liegt das ich unseren Sohn vor der Trennung zu min 70 Prozent alleine betreut habe und nun soll ich nur noch ab an zur nachmittags Betreuung einspringen.
Moin Matthias,
ich kann Dich sehr gut verstehen.
Wie aber willst Du gegen das Bollwerk aus Mutter, Ämtern und Justiz Dein Ziel erreichen?
Jahrelang streiten, prozessieren, viel Zeit, Geld und Nerven opfern, um dann endlich zu erkennen, daß alles vergeblich war? Auch am Kind und Eurer Beziehung wird das nicht spurlos vorbei gehen!
Unter den gegebenen politischen und rechtlichen Umständen halte ich es für sehr viel aussichtsreicher, dieses Ziel mittelfristig mit dem Kind, über einen guten Umgang anzustreben.
W.
Was ich nicht so ganz verstehe ist:
Ihr fahrt doch quasi schon ein Wechselmodell.
OK, die Anteile mögen nicht exakt bei 50/50 liegen. Und das das Kind unter der Woche quasi bei Dir LEBEN, und bei der KM SCHLAFEN soll ist natürlich hausgemachter Blödsinn.
Nichts desto Trotz hast Du sehr viel Umgang mit Deinem Kind.
Bist Du Dir sicher, das Du das 50/50 Wechselmodell Deines Kindes wegen möchtest, oder das Du es möchtest um Unterhalt zu sparen?
Grüsse!
JB
Diskutiere nicht mit Idioten -
Sie ziehen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort mit Erfahrung!
Das WM welches wir gerade führen läuft nur so lange, wie wir alle unter einen Dach wohnen, mit Auszug eines Elternteils ist dies vorbei.
Die Fortsetzung des WM später mit zwei Kinderzimmern und der wöchentliche wechsel, sind die Sachen welche die KM nicht mag.
Ich habe mittlerweile von meinen Chef die Genehmigung erhalten meinen Schichtplan nächstes Jahr selber planen zu dürfen. Desweiteren habe ich evtl. noch dieses Jahr die Möglichkeit intern in der Firma den Job zu wechsel und die Schichtarbeit an den Nagel zu hengen.
Natürlich spielt irgendwo die höhe des Unterhalts da auch mit rein aber primär geht es darum, dass ich gerne genauso Present in den Leben meines Sohnes sein möchte wie es Beispielweise auch die KM wäre. Ich könnte es auch realisieren meinen Sohn komplett alleine zu betreuen aber möchte ich wiederrum eigentlich der KM das Regelmodell nicht antun.
Wenn es ganz schlimm kommt, der Streit darüber zu groß wird, dann droht Dir auch der Verlust des Sorgerechts.
WO, zum Geier, nimmst du nur diesen Schwachsinn her 😡 :gehbuegeln:
Ich rate Dir ernsthaft dazu, den Lebemittelpunkt des Kindes bei dieser Mutter zu akzeptieren und eher eine sehr gute Umgangsregelung auszuhandeln. Denn was viele verkennen, schon der übliche Umgang läßt ein Schulkind 1/3 der Jahreszeit beim Umgangsberechtigten LEBEN.
Hör doch einfach mal auf solch einen Schwachsinn zu erzählen, oder rechne uns doch mal vor, wo beim normalen Umgang alle zwei Wochen ein WE und maximal mit Glück die hälftigen Ferien ein drittel des Jahres raus kommt.
Und warum sollte er irgendetwas akzeptieren ????????????
Das Wechselmodel ist sicherlich die gerechteste Lösung bei einer Trennung und auch für das Kind das Optimale. Aber es gibt in Deutschland keine Mögichkeit es einzuklagen, funktioniert also nur, wenn beide Elternteile einverstanden sind.
Dazu kommt, das es absolut 50/50 aufgeteilt sein muß, damit sich der Unterhalt aufhebt.Sobald es 49/51 ist, darf einer den vollen Unterhalt bezahlen.
Auch wenn es gang und gebe ist, das bei einer Trennung das Kind/die Kinder bei der Mutter bleiben, so ist es doch nirgendwo in Stein gemeißelt und man(n) muß ja nicht alles mitspielen und zwangsläufig in der Schiene bleiben, die Andere von einem erwarten.
Jemmy
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World
[...] oder rechne uns doch mal vor, wo beim normalen Umgang alle zwei Wochen ein WE und maximal mit Glück die hälftigen Ferien ein drittel des Jahres raus kommt.[...]
Naja, vom "Standard" ausgehend:
- alle 2 Wochen SA/SO
- pro Woche EIN zusätzlicher TAG
sind im Schnitt 2 Tage die Woche und das sind irgendwas nahe bei 30%!
Bei den hälftigen Ferien sind das dann doch ca. ein Drittel.
Man könnte jetzt ja pedantisch werden und stundenweise aufrechnen, also auch die Zeit, in der die Kurzen pennen, aber in der Zeit haben sie auch nix vom Umgangelternteil, egal, wo sie pennen! 😉
Vielleicht sollte man mal etwas Schärfe aus den Kommentaren nehmen.
Diskutiere nicht mit Idioten -
Sie ziehen Dich auf ihr Niveau und schlagen Dich dort mit Erfahrung!
schon der übliche Umgang läßt ein Schulkind 1/3 der Jahreszeit beim Umgangsberechtigten LEBEN.
Ich schliesse mich Jemmy an. Wie kommst du genau auf diese Zahl? M.E. nicht durch eine Standard-Umgangsregelung.
Hi, Ihr Kämpfer. 🙂
Ich schließe mich Jens an. Wie kommt ihr dazu, Standardumgang NICHT bei 30 % zu sehen?
Nehmt mal einen Jahresplan von schulferien.org und markiert und addiert:
- Jedes zweite WE von Fr Schulschluß bis Mo Schulbeginn, macht fast 3 Tage oder drei Übernachtungen. Dazu noch eine Übernachtung in der Woche. Macht schon 8 Übernachtungen/4 Wochen.
- Die hälftigen Schulferien Frühjahr 8, Sommer 21, Herbst 8 und Winter 8,
die Umgänge in den anderen Hälften fallen weg, da ist das Kind am Stück beim anderen ET.
- Dazu entweder Ostern oder Pfingsten am Stück und noch diesen oder jenen Feier- und Brückentag
Und schwupps:
Für NRW ergeben sich gut 120 Übernachtungen oder gut 30 % des Jahres.
Ich komme dem etwas angefressenen Jemmy entgegen: Es sind die Übernachtungen gezählt. 😉
Ich bin weiter bei Jens: Nimmt man an, daß ein umgangsbrechtigter ET NICHT fremdbetreuen läßt, die Zeit beim betreuenden und berufstätigen ET aber erheblich fremd terminiert ist, Schule, Omma und Oppa ran müssen und können, dann ergeben sich bezüglich der reinen Kontaktzeiten zu beider Eltern erstaunliche Zahlen und Verhältnisse.
VG W.
WO, zum Geier, nimmst du nur diesen Schwachsinn her 😡 :gehbuegeln:
(...)
Schwachsinn?
Realität!
Die Gefahr für jeden sorgeberechtigten Vater kommt aus § 1671 BGB.
"(...)
(1) Leben Eltern nicht nur vorübergehend getrennt und steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, so kann jeder Elternteil beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge allein überträgt. Dem Antrag ist stattzugeben, soweit
(...)
2. zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht.
(...)"
W.
Hallo
Das hast du aber fein abgeschrieben, dafür bekommst du eine zwei. Eine Eins gäbe es, wenn es Sinn machen würde, ABER DAS IST NICHT DER FALL !!!!!!
Dein Zusammenhangloses aufzählen von Paragraphen bringt hier keinen weiter und niemandem wird das SR entzogen, weil Mama und Papa nicht klar kommen, denn dann gäbe es NURNOCH ASR - Mütter
und so langsam nervt mich dein zusammen gebasteltes geschreibsel.
Nehmen wir mal das hier:
- Jedes zweite WE von Fr Schulschluß bis Mo Schulbeginn, macht fast 3 Tage oder drei Übernachtungen. Dazu noch eine Übernachtung in der Woche.
Woher nimmst du denn diese Weisheit?
Nochmal:
Der "Normale" Umgang welcher von deutschen Familiengerichten zugestanden wird ist von Freitag nachmittag bis Sonntag nachmittag/abend. Diverse Feiertage fallen schlicht raus und die Ferien werden mit Glück hälftig geteilt.
Aber was mir am meisten auf den Senkel geht, ist die Tatsache, das du Ratsuchende hier entmutigst und ihnen sugerierst, die Forderungen der KM`s wären ja rechtmäßig und garnicht so schlimm.
Meiner Meinung nach, bist du für alle Neulinge hier gefährlich, denn die Meisten hier möchten etwas erreichen und so langsam frage ich mich, was für eine Motivation deinerseits dahinter steckt, derartig kontraproduktiv zu aggieren :question:
Diese Frage sollten sich vielleicht auch mal andere stellen...
Jemmy
Die Lüge wird nicht zur Wahrheit, weil sie sich ausbreitet und Anklang findet. (Mahatma Ghandy)
Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen (Edmund Burke).
Everybody wants to rule the World
Die Gefahr für jeden sorgeberechtigten Vater kommt aus § 1671 BGB.
"(...)
(1) Leben Eltern nicht nur vorübergehend getrennt und steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, so kann jeder Elternteil beantragen, dass ihm das Familiengericht die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge allein überträgt. Dem Antrag ist stattzugeben, soweit
(...)
2. zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht.
(...)"
Nicht nur Väter ... genau diesen Satz bekam meine Ex im Oktober 2012 vom Senatsvorsitzenden des OLG vorgedichtet, als es immer wiede irgendwelche Lügen/Ausreden und Vorhaltungen an meine Adresse kamen ... und meine Zzwerge leben bei mir!
Gruß
Mkoluk
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich,
dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du!
Mahatma Gandhi
Moin.
Und zurück zum Thema des TO!
Yep - WM ist das Beste fürs Kind! Noch dazu, wenn die Kommunikation auf Elternebene derart läuft, dass gewisse Flexibilitäten in den Betreuungszeiten drin sind. Also solltest Du versuchen, die KM vom WM zu überzeugen - im Sinne des Kindes und in der Fortführung der bisherigen Betreuungssituation. Gute Argumentationen fürs WM findest Du hier, es gibt Bücher, Aufsätze und irgendwo auch eine Präsentation mit Untersuchungsergebnissen.
1.
Aber es gibt in Deutschland keine Mögichkeit es einzuklagen, funktioniert also nur, wenn beide Elternteile einverstanden sind.
Das ist leider richtig! Deshalb mein Hinweis, dass Überzeugungsarbeit angesagt ist!
2.
Dazu kommt, das es absolut 50/50 aufgeteilt sein muß, damit sich der Unterhalt aufhebt.Sobald es 49/51 ist, darf einer den vollen Unterhalt bezahlen.
auch das ist zunächst einmal richtig. wenn aber wg. 1. sowieso eine schiedlich, friedliche Einigung nötig ist, dann sollte auch die KU-Zahlung unabhängig von der unter 2. dargestellten ganz-oder-gar-nicht Zahlpflicht ausgehandelt werden können. Anders gesagt: Wenn KM es auf den KU abgesehen hat, dann wirst Du sie ohne Zugeständnisse bei KU leider nicht überzeugen können (= WM erkaufen).
Für Deinen konkreten Fall: Wenn Du merkst, dass die Vokabel WM die Schotten dicht werden lässt bei KM (eben häufig deshalb, weil sie den Floh im Ohr hat, dass sie dann kein KU mehr bekommt :mad:), dann versuche doch einfach umfangreichen Umgang zu vereinbaren - irgendwo zwischen dem Regelumgang und einer exakten hälftigen Aufteilung. Ein exaktes 50:50 muss auch für das Kind nicht sein. Wichtig für das Kind ist, dass sowohl KM als auch KV sowohl in Alltag, Freizeit und Urlaub präsent sein können. Wenn ihr Euch nicht anders einigen könnt, wird das für Dich aber eine voll KU-Pflicht auslösen. Das musst Du Dir leisten können und wollen... (vielleicht doch (noch) nicht Schichtarbeit aufgeben?)
Warum ich Dir das empfehle? Das Kind bekommt mehr Umgang mit Dir als im Regelmodell. Und sollte Umgang doch einmal so streitig werden, dass dritte darüber entscheiden müssen, dann kannst Du dann hoffentlich auf mehrere Monate erfolgreich praktiziertes quasi-WM verweisen.
Ich wünsche Dir und Deinem Kind viel Erfolg!
toto
danke schonmal bis hierher.
Ohja nach der Präsentation such ich mal 😉
In meinen letzten Thread wurde mir ein Buch empfohlen, welches ich gelesen habe. Mit dem Buch konnte ich anschließend auch die KM vom Grundgedanken WM überzeugen.
Die KM redet seit dem auch nur darüber, dass das WM die beste Lösung fürs Kind wäre. Nur eben nach ihren Verständnis.
Es soll nur einen primären Lebensmittelpunkt geben. Die Belastung für das Kind wäre nach ihrer Meinung mit dem ständigen wechseln zu hoch.
Ihr zweiter Kritik Punkt war bisher, dass unser Sohn alle paar Wochen zwei Wochen am stück bei einen von uns wäre.
Dies ist durch Änderung meines Schichtplanes jetzt weg gefallen.
Hab sie per email schon darüber informiert und bin auf eine Reaktion gespannt.
Sie hatte noch einen dritten Punkt, bei dem es darum ging, dass ich auf Hilfe von Familie oder Freunden angewiesen bin.
Dies ist auch kein Thema mehr und ich kann alles alleine leisten.
Die einzigen bedenken der KM sind momentan, dass unser Kind durch das WM seelisch belastet werden könnte und dadurch irgendwelche psychischen Störungen entstehen.
Ich habe auch keine chance irgendwas mit ihr zu besprechen, den weder ich noch sie haben davon Ahnung. Da kann ich noch so viele Beispiele von glücklichen WM Kindern bringen.
Deswegen auch der Kinderpsychloge.
Ich könnte mich jetzt schon mit der KM über eine 60%/40% Variante einigen. Mein Sohn würde dann auch jedes zweite Wochenende bei mir übernachten.
Ich möchte aber die 50%/50% Lösung und werde da auch erstmal nicht von abrücken. Das hat auch nichts mit dem KU zu tun, ich würde mich bei ihrer Lösung nicht mehr als vollwertiger Vater fühlen.
Ich könnte mich jetzt schon mit der KM über eine 60%/40% Variante einigen.
Wie sieht das denn aus?
Ich halte nichts davon, um die letzten 10%-Punkte ein Fass auf zu machen, und damit alles bis auf den Regelumgang zu gefährden.
Im Übrigen halte ich das Gegenargument mit der Unruhe bei den Wechseln für einen begrenzten Zeitraum nach der Einschulung für nicht ganz unberechtigt. In den ersten Schulwochen ist sowieso ganz viel neu und ungewohnt für das Schulkind, da mag der täglich gleiche Schulweg und die gleichen Rituale Sicherheit reinbringen. Das soll aber in keinem Fall heißen, dass nicht nach wenigen Wochen (zB Herbstferien) auch der morgendliche Schultag bei Dir starten kann und dies nicht auch schon jetzt fest vereinbart werden kann.
Bei uns steht auch Einschulung an. Wir kündigen das WM deshalb nicht auf. Aber wir versuchen - anders als bisher - mindestens in den ersten Wochen die Wechsel mitten in der Woche zu vermeiden. Mein Alptraum wäre es, dass der Erstklässler mittags einfach nicht mehr weiß, zu welcher Whg. er gehen muss.
Gruss, toto
Also erstens sollte das WM tatsächlich kommen wird es erst nächstes Jahr im Sommer gestartet.
Bis dahin wohnen wir alle noch unter einen Dach.
Da würde mein Sohn schon in die zweite Klasse kommen.
Zweitens habe ich schon erwähnt, dass noch vor der Trennung die Aufteilung der Betreuung seit 3-4 Jahren ungefähr 70% ich und 30% KM war.
Da wäre nun 60% KM und 40% ich ein großer unterschied zu vorher und darauf lass ich mich nicht so einfach ein.
Ich versteh auch nicht warum der Lebenmittelpunkt meines Sohnes nicht auch bei mir sein kann. Ich werde sehr wahrscheinlich in unseren Haus weiter wohnen und er würde sein altes Kinderzimmer behalten. Ein 60% KV und 40% KM Modell bekomme ich auch ohne Probleme gestellt.
Moin nochmal.
Wenn Du so entschieden bist, dann muss die Strategie lauten, der KM deutlich zu machen, dass Du alle Hebel in Bewegung setzen wirst, der BetreuungsET zu werden, wenn ihr Euch nicht auf ein echtes WM einigt. Ob's klappt :question: :question: Üblich sind gerichtliche Entscheidungen, die den KV zum BET machen, jedenfalls nicht...
Ich verstehe, dass Du frustriert bist, ich hoffe nur, dass das nicht im Krieg ums Kind endet. Das wäre nämlich das schlechteste für alle Beteiligten, außer den Anwälten
Ein 60% KV und 40% KM Modell bekomme ich auch ohne Probleme gestellt.
das ist auch kein WM 😡
Vielmehr solltest Du - wenn es auf eine gerichtl Entscheidung hinausläuft - zwar beantragen BET zu werden, aber von Anfang deutlich erklären, dass Du bereit bist, den Umgang so großzügig zu gewähren, dass es ein WM ist ud Du deshalb auch keinen KU fordern wirst.
Ich werde sehr wahrscheinlich in unseren Haus weiter wohnen und er würde sein altes Kinderzimmer behalten.
Und das ist kein Argument für irgendwas.
Gruss. Toto
Moin Matthias,
in Ergänzung zu Toto:
Bei einer gerichtlichen Klärung der Frage des Lebensmittelpunktes Eures Sohnes geht es nicht um
die Aufteilung der Betreuung seit 3-4 Jahren ungefähr 70% ich und 30% KM war.
denn das ist nicht belegbar.
Belegbar ist aber Eure eheliche Rollenverteilung - und die wird in der Regel fortgeschrieben. Wenn Deine DEF nicht ebenfalls Vollzeit gearbeitet hat, wird man Dir eine 70-Prozent-Kinderbetreuung neben der Schichtarbeit kaum abnehmen. Denn was sollte Deine DEF in ihrer vielen Freizeit getan haben? Topflappen gehäkelt? Eine tragende Rolle spielt auch die Frage, wie hoch ihr eigenes Einkommen ist und ob sie ohne Griff in öffentliche Töpfe zurechtkommt.
Die Annahme "wenn wir ein Wechselmodell haben, muss ich keinen Unterhalt für Mutter und Kind(er) bezahlen" ist jedenfalls ein gerne geglaubter Irrtum. Aber Wechselmodelle sind auch keine Unterhalts-Sparmodelle, bei denen sich etwas "aufhebt"; sie sind in Summe eher teurer als das gängige "Besuchspapa-Modell". Und vor allem: Sie sind nicht gegen den Willen des anderen Elternteils erreichbar, sondern nur mit ihm. Niemand rechnet "offiziell" nach, ob jetzt minutengenau eine 50:50-Prozent-Betreuung stattfindet. Wenn einer der Beteiligten sie bestreitet, gibt es auch keine.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
