Hallo, ich bin neu hier.
Die Situation:
Habe mich vor 4,5 Monaten von der KM getrennt. Wir waren nicht verheiratet und haben 2 gemeinsame Kinder, einen 2-jährigen Sohn und eine 6-jährige Tochter. Ich habe kein Sorgerecht. Aber die Kinder tragen meinen Nachnamen - sehr zum Ärger der KM.
Die Trennung verlief hochdramatisch. Ich hatte zwar schon Monate vorher angekündigt, dass ich erwäge, auszuziehen, weil ich mit den Umständen zu Hause nicht leben kann, aber als es dann soweit war endete es im Chaos.
Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich jahrelang zusammen mit der KM Cannabis geraucht habe. Auch während der beiden Schwangerschaften haben wir es beide getan. Beim zweiten Kind sogar während der Stillzeit.
Ich wollte eigentlich immer damit aufhören. Doch wenn mal nix zu rauchen da war, sind wir immer aneinander geraten - und das mitunter heftig. (Nein, nicht einschl. körperlicher Gewalt - das kam erst am Schluss von Ihr gegen mich)
Sie sagte immer, sie hätte kein Problem, damit aufzuhören, wenn wir uns mal eine Woche nicht in die Quere kommen. Habe ich versucht - bin Dezember letzten Jahres eine Woche "auf Probe" ausgezogen. Aber nichts tat sich. Auch vor den Schwangerschaften versprach sie mir, es währenddessen nicht zu tun. Passierte auch nicht.
Jetzt bin ich seit 3 Tagen vor dem finalen Auszug vor 4,5 Monaten "clean". In den Tagen danach erhielt ich übelste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen von der KM, die ich letzendlich zur Anzeige brachte. Ein paar Wochen später beruhigte sich das ganze soweit, dass ich von ihr ein Umgangsrecht alle 14 Tage eingeräumt bekam. Ich zog - als Zeichen meines Entgegenkommens - die Anzeige zurück.
Inzwischen habe ich eine neue LG - bin sogar verlobt. Sie ist sehr verständnisvoll und unterstützt mich kompromisslos. Leider wurde sie auch schon in das Dilemma mehr einbezogen, als mir lieb ist.
Ich musste nämlich feststellen, dass die KM nach wie vor nicht im geringsten von ihrer Sucht los kommt. Das Ganze gipfelte darin, dass die KM mich einmal anrief, als sie mit einem gerade geschenkt bekommenen Auto auf dem Weg nach Holland zwecks "Einkauf" war, und dieses Auto dann den Geist aufgab. Sie forderte von mir, die Kinder an der Pannen-Stelle abzuholen und nach Hause zu bringen und dort dann auf ihre Rückkehr aus Holland zu warten.
Ich kam mit meiner neuen LG und sagte ihr, dass ich das nicht in der Form tun werde, sondern sie alle 3 nach Hause fahren werde. Daraufhin bekam die KM diverse Tobsuchtanfälle und versprach mir, dass sie die Kinder zur Not alleine zu Hause lassen werde und sich irgendwie per Anhalter nach Holland durchschlagen werde. Ich beriet mich mit meiner LG und wir kamen über ein, dass es wohl das beste sei, dass sie mit den Kindern zu Hause bei sich wartete und ich mit der KM nach Holland fahre, damit die Sache auch bald ein Ende findet. (Es war schon 21:30). Gesagt - getan. Unter der Prämisse, dass dies die Einzige Gelegenheit sei, wo ich ihr bei so einer Situation helfe.
In der Zeit, wo wir fuhren, nahmen meine Kinder die Wohnung meiner LG auseinander und stellten sich so schlimm an, wie ich sie noch nie erlebt habe. Gut - vielleicht verständlich.
Ein paar Wochen später erhielt ich einen Anruf vom JA. Mehrere Nachbarn der KM hätten eine Eingabe gemacht, dass die KM die Kinder nur anschreien würde und teilweise schlimme Worte fallen würden und das die Kinder mit Sätzen wie "bitte nicht schlagen" antworteten. Das JA hat daraufhin mehrmals die KM aufgesucht und versucht, sich ein Bild von der Lage zu machen. Jedoch war charakteristisch - und das sagten auch besagte Nachbarn - dass, sobald jemand am Haus auftauchte, die KM Friede, Freude Eierkuchen spielte.
Das JA forderte von mir eine schriftliche Einschätzung der Lage, die ich so fair wie möglich abgab. Als dann Rückfragen kamen, ob es nicht sein könnte, das bei der KM Drogen im Spiel sind, gestand ich dies.
Bei den letzten drei Gelegenheiten, als ich meine Kinder sah, erzählte mir meine Tochter jedesmal (unaufgefordert), dass sie mit Mama in Nimwegen waren - mal mit einem Bekannten, mal mit dem Bus, mal mit dem Auto der Eltern der KM. Folglich geht das Kiffen also munter weiter. Könnte mir eigentlich egal sein, aber jetzt kommt das Kindswohl ins Spiel:
Letzte Woche habe ich mit dem Jugendsozialamt wegen meiner Unterhaltsleistungen telefoniert. Der Beamte meinte zu mir: "Herr ..., mal im Vertrauen, die Dame war gestern hier und hat einen ganz schönen Aufstand hingelegt". Es ging dabei wohl darum, dass sie kein Geld mehr gegen Monatsende hatteund nicht ad-hoc welches vom Amt bekam. Daraufhin soll sie meiner Tochter schreiend an den Kopf geschmissen haben: "Es gibt bis Freitag nichts zu Essen, weil wir hier kein Geld bekommen". Das Jugendsozialamt hat das dem JA, zuständig für Kindeswohlgefährdung, mitgeteilt. Diese wiederum haben mir schon bestätigt, das bei der KM wohl ein chronischer Geldmangel herrscht. Ich hab dann nochmal erklärt, wo der wohl her kommt. Drogen sind teuer... Aber irgendwie passiert da gar nichts.
Ich lebe derzeit in einer Wohnung mit meiner LG, die es nicht erlaubt, die Kinder über Nacht aufzunehmen. Ich bin Vollzeit berufstätig und meine LG auch. Wir streben zwar an, eine größere Wohnung zu nehmen, aber sowas braucht auch alles seine Zeit und meine Kinder sind natürlich gegen die neue LG vom Papa geimpft worden durch die KM.
Würdet ihr mit mir übereinstimmen, dass eine Pflegefamilie evt. das kleiner Übel für meine Kinder wäre? Die Kifferei beeinträchtig die KM auch dahin gehend, dass sie relativ regelmäßig Zeit für sich alleine braucht, um dem nachzugehen und sie bleibt dafür bis spät in die Nacht auf und ist entsprechend ungenießbar am darauf folgenden Morgen...
Danke für Eure Meinung.
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Würdet ihr mit mir übereinstimmen, dass eine Pflegefamilie evt. das kleiner Übel für meine Kinder wäre?
Ja!
Denn weder dich, noch die KM halte ich nach dieser Geschichte aktuell für "erziehungsfähig"
Du schiebst sehr viel Verantwortung auf die KM, die unter der Sucht genauso leidet, wie du gelitten hast.
Aber die Kinder tragen meinen Nachnamen - sehr zum Ärger der KM.
Hm das forderte damals doch ihre Zustimmung, dass sie deinen Familiennamen tragen. Der Plan war wahrscheinlich, irgendwann zu heiraten, richtig?
Ich hatte zwar schon Monate vorher angekündigt, dass ich erwäge, auszuziehen
Aber warum hast du es nicht gleich und direkt gemacht?
Sie sagte immer, sie hätte kein Problem, damit aufzuhören, wenn wir uns mal eine Woche nicht in die Quere kommen. Habe ich versucht - bin Dezember letzten Jahres eine Woche "auf Probe" ausgezogen. Aber nichts tat sich. Auch vor den Schwangerschaften versprach sie mir, es währenddessen nicht zu tun. Passierte auch nicht.
Das ist ja, als würde ein Eichhörnchen zum anderen sagen: Du hast ja nen Schwanz!
Ich stell mir das grad richtig genial vor - da ist sie schwanger und süchtig und der süchtige Liebste erwartet und fordert, dass sie während der Schwangerschaft clean bleibt, während er selbst womöglich lustig weiterschmökt.
Professionelle Hilfe wäre an diesem Punkt wahrscheinlich das mindeste gewesen - denn du selbst bist süchtig und solltest wissen, dass man auf versprechungen der meisten süchtigen nicht wirklich bauen kann.
Ich wollte eigentlich immer damit aufhören. Doch wenn mal nix zu rauchen da war, sind wir immer aneinander geraten - und das mitunter heftig.
Und deshalb war es angenehmer, lieber gemeinsam zu rauchen und die Probleme zu ignorieren? Also ein anderer Weg wäre da wahrscheinlich der bessere gewesen.
Ich beriet mich mit meiner LG und wir kamen über ein, dass es wohl das beste sei, dass sie mit den Kindern zu Hause bei sich wartete und ich mit der KM nach Holland fahre, damit die Sache auch bald ein Ende findet. (Es war schon 21:30). Gesagt - getan. Unter der Prämisse, dass dies die Einzige Gelegenheit sei, wo ich ihr bei so einer Situation helfe.
In der Zeit, wo wir fuhren, nahmen meine Kinder die Wohnung meiner LG auseinander und stellten sich so schlimm an, wie ich sie noch nie erlebt habe. Gut - vielleicht verständlich.
Suchthilfe in der Form ist keine gute Hilfe. Ich hätte die KM tobend am Strassenrand stehen lassen und die Kids erstmal mitgenommen.
In dieser Geschichte habt ihr beide ne ganze Menge Mist gebaut. Dein einziger Weg da raus? Mit Anstand, Würde und dem Stehen zu den Taten.
Sieh zu, dass du die Kids mit dem JA da raus kriegst und in einer Pflegefamilie unterbekommst.
Habt ihr gemeinsames Sorgerecht?
Sind die Kinder wegen Spätfolgen der Sucht in Behandlung?
Wieviel haben die Kids von eurer Sucht mitbekommen?
Liebe Grüsse
Joanna
Hallo DerDirk,
erst einmal: Willkommen!
Ich würde es nicht ganz so krass wie Joanna ausdrücken. Da Du jetzt schon einige Zeit clean bist und das hoffentlich auch bleiben möchtest, solltest Du Dir die Frage stellen, ob Du nicht Deine Kinder aufnehmen kannst/willst. Eine Pflegefamilie sollte nun wirklich der letzte Schritt sein. Was ist mit Deinen/ihren Eltern? Könnt Ihr da nicht Unterstützung bekommen.
Ich lebe derzeit in einer Wohnung mit meiner LG, die es nicht erlaubt, die Kinder über Nacht aufzunehmen.
Hallo??? Diese Frau hat sich einen Mann mti zwei Kindern ausgesucht! Dass diese beim Vater übernachten (Umgang) oder vielleicht auch irgendwann mal ganz zum Vater kommen muss sie wissen (wenn sie nur ein bißchen guten Menschenverstand hat). Wie kann sie es verbieten, dass Deine Kinder bei Dir übernachten? In letzter Konsequenz zwingt sie Dich, zwischen ihr und Deinen Kindern zu entscheiden. In welche Richtung Deine Entscheidung da gehen sollte, dürfte klar sein. Du solltest Dir wirklich überlegen, ob das eine Beziehung mit Zukunft ist.
lg
sleepy
Sleepy
@ Joanna
Ähm, erst mal Danke.
Ich möchte mein Verhalten in den ganzen Jahren überhaupt nicht verharmlosen oder beschönigen.
Ich war bei mehreren Gelegenheiten - oder eigentlich die ganze Zeit - selbst ein ziemlicher Vollidiot.
Du hast recht, ich selbst hab es weiter gemacht und erwartet, dass sie aufhört. Schändlich. Ich habe mich in den Jahren genauso suchtkrank verhalten wie sie.
Ich habe in allem den bequemsten Weg gesucht und bin ihn gegangen. Aber ich krämple mein Leben gerade um und stehe zu meinen Taten. Habe auch alle meine Kontakte von meiner Sucht in Kenntnis gesetzt und habe mir in den letzten Monaten verdammt viele Arschtritte von Allen abgeholt - einschließlich meiner neuen LG.
Auch ich habe in der Zeit meine Kinder vernachlässigt und war mir selbst wichtiger.
Dadurch, dass ich mich nun damit auseinander gesetzt habe wird das, was ich die letzten 10 Jahre gemacht habe nicht besser - ist mir vollkommen klar. Aber wie verhalte ich mich denn richtig? Wenn ich die letzten 10 Jahre nicht gekifft hätte, wäre ich wahrscheinlich die letzten 9,5 Jahre nicht mehr mit der KM zusammen gewesen (und hätte keine Kinder mit ihr). Soll der vernünftigste Weg jetzt sein, dass ich "um der Kinder willen" und weil ich ja auch gekifft habe, das Drama unserer Beziehung aufrecht erhalte?
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Das hast Du falsch verstanden - Die Wohnung erlaubt es nicht. Kein Zimmer, wo die zwei schlafen könnten 😉
Zu unseren Eltern:
Das kann man leider auch knicken. Die Eltern der KM leben in einem Haus mit ihrem Sohn, der dem selben Hobby fröhnt, wie die KM. Und das wird geduldet. Außerdem sind beide berufstätig.
Meine Eltern wären wahrscheinlich dazu bereit, wohnen aber ne Ecke weit weg und sind durch die KM in den letzten Jahren systematisch von den Kindern entfremdet worden. Sie hat sie regelrecht gegen meine Mutter aufgehetzt...
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Hallo Ihr,
genau wegen dieser
Ich lebe derzeit in einer Wohnung mit meiner LG, die es nicht erlaubt, die Kinder über Nacht aufzunehmen.
Aussage teile ich die Auffassung von Joanna!
DerDirk, auch wenn du mit deinem Bekenntnis zum Kraut und der Abkehr davon, vom Saulus zum Paulus mutiert bist, so disqualifiziert dich diese Aussage schon wieder.
An dieser Stelle gäbe es für mich überhaupt keine Diskussion.
In dem Moment, wo ich vor die Wahl gestellt werde, "Ich oder deine Kinder" ist jede Beziehung zu Ende.
Da du diese Entscheidung aber offenbar zugunsten deiner LG getroffen hast, sind die Kinder in einer Pflegefamilie vermutlich besser aufgehoben.
Da die Verhältnisse dem JA anscheinend schon bekannt sind, solltest du dich offen dafür einsetzen, dass die Kinder da raus kommen.
Ob du dich gleichzeitig deutlich und erfolgreich dafür einsetzen kannst, dass die Kinder zu dir kommen, sei mal dahin gestellt.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Hi zusammen,
die realistische Betrachtung ergibt folgendes:
Der KV hat kein SR. Dieses zu bekommen erfodert einen SR-Entzug bei der KM. Dies ist schon unter günstigsten Umständen mehr als schwierig.
Gegen den Willen der KM können die Kinder nicht zu ihm.
Also führt der Weg über das JA. Dieses wird es aber nicht unterstützen, das die Kinder zu einem Vater kommen der grade mal knappe 5 Monate clean ist.
Das JA wird die Kinder in einer Pflegefamilie unterbringen. Und ja, ich würde es unter den gegebenen Umständen auch für die beste Alternative halten.
Als Vater würde ich mich nochmal mit Hilfe einer Therapie der Suchtproblematik stellen, um einen Rückfall zu verhindern. Gleichzeitig einen guten Draht zu Pflegafamilie und JA aufbauen. Dafür sorgen, das der Umgang klappt und dann evtl. angehen ,das die Kinder langfristig zum Vater können.
Du hast dir sicher keinen GEfallen getan, wenn du die Situation bei der KM beschönigt hast. Und auch deine Suchtvergangenheit wird sich nicht verschweigen lassen.
Tina
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
@ Beppo: siehe meine Antwort an Sleepy. Wie ich ausserdem erwähnt habe, such meine LG und ich - eben darum - nach einer größeren Wohnung.
@ midnightwish: Ich habe dem JA im selben Atemzug auch von meiner Sucht berichtet.
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Dann versuche, mit dem JA so gut wie möglich zusammen zu arbeiten.
Je mehr sie dich als verantwortungsvollen Vater kennenlernen, desto grösser ist deine Chance, die Kinder eines Tages zu dir zu bekomen.
Was allerdings nicht heißt, dass diese Chance besonders groß ist.
Gruss Beppo
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Das hast Du falsch verstanden - Die Wohnung erlaubt es nicht. Kein Zimmer, wo die zwei schlafen könnten 😉
Sorry, DerDirk, aber das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich kann mir keine Wohnung vorstellen, die so klein wäre, dass man nicht für die Nacht eine 1,40x2,00 m große aufblasbare Matratze auf den Boden legen könnte (und ich hab weiß Gott schon in sehr kleinen Wohnungen gewohnt). Für mich hört sich das stark nach gesuchter Ausrede an.
lg Sleepy
Sleepy
@sleepy: Es ging doch darum, ob die Kinder da dauerhaft bleiben können. Die Wohnung besteht aus einer Wohnküche und einem Schlafzimmer, von dessen Grundfläche nach dem darin befindlichen Bett und Kleiderschrank so gut wie nichts mehr übrig ist. Meine Kinder haben derzeit jeder ein eigenes Zimmer - meine Tochter sogar von beachtlicher Größe. Soll ich denen das antun?
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Hallo DerDirk,
es ging zunächst mal darum, dass Du gesagt hast, dass die Größe Deiner wohnung es nicht erlaubt, dass die Kinder bei Dir übernachten können.
Entschuldige, wenn ich jetzt ein bißchen ironisch werde, aber die Wahl zwischen einem eigenen Zimmer bei der drogenabhängigen und sich nicht unter Kontrolle habenden Mutter auf der einen Seite und einer vorübergehend beengten Wohnsituation beim cleanen und - hoffentlich - ausgeglichenen Vater ist natürlich extrem schwer.
Was sagst Du dem Jugendamt, wenn es die Kinder in eine Pflegefamilie geben will? Aber bitte nur, wenn beide auch ihr eigenes Zimmer bekommen?
Außerdem dürfte die Aktion "Kinder zu Dir" mehr bzw. gleichviel Zeit in Anspruch zu nehmen, wie eine neue Wohnung zu suchen. Wo ist also das Problem an der Stelle?
lg
sleepy
Sleepy
@ sleepy: ich finde es zwar etwas übertrieben, wie Du Dich jetzt daran aufhängst, aber es ist ja auch nicht so, als hätte ich das nicht schon mit dem JA durchgespielt. Die haben mir bereits gesagt, dass ich derzeit null Chance habe, die Kinder zu mir zu kriegen - wegen Wohnsituation und Vollzeitbeschäftigung und mangels Sorgerecht.
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Hallo DerDirk,
ich hänge mich daran nicht auf, ich versuche nur zu erkennen, in welchem Zusammenhang die Größe Deiner Wohnung eine Rolle spielt.
Dass Du kein Sorgerecht hast ist in der Tat ein Problem. Die anderen Punkte sehe ich nicht als Problem. Die Wohnsituation lässt sich schnell ändern und Vollzeitbeschäftigung wird alleinerziehenden Müttern ja auch nicht negativ ausgelegt.
Nimmst Du denn momentan Dein Umgangsrecht wahr? wenn ja, wie?
Wie äußern sich eigentlich Deine Kinder zu der Situation, also die Große? Will sie von zu Hause überhaupt weg?
lg
sleepy
Sleepy
...und mangels Sorgerecht.
Auch wenn das in diesem Zusammenhang nicht opportun wäre, sollte man bei solchen Aussagen immer sofort gegenfragen, ob und woher denn die vorgesehene Pflegefamilie das Sorgerecht hätte.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
@Beppo: Stimmt. Gute Frage.
@Sleepy: Ich nehme mein Umgangsrecht alle 2 Wochen wahr. Dann einen ganzen Tag. Wenn es nach der KM ginge könnte ich auch auf Abruf kommen. Aber das geht schon berufsmäßig nicht.
Die Vollzeitbeschäftigung ist wegen dem Kleinen ein Problem - die KM ist arbeitslos und den ganzen Tag verfügbar. Ich arbeite idR mindestens bis 18:00 Uhr und meine LG sogar bis 20:00 Uhr.
Die Große will nicht von ihrer Mutter weg. Sie ist sehr auf sie fixiert.
Bei alle dem sollte man nicht ausser acht lassen, dass die KM natürlich in den letzten Monaten meine LG als sowas wie die verkörperung des Bösen gegenüber den Kindern dargestellt hat.
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Warum sind die Kinder nur einen Tag bei Dir? Warum bleibt nicht zumindest die Große über Nacht? Deine Kinder können sich nur durch eigene Erfahrung eine eigene Meinung über Deine LG bilden. Und das geht nunmal am besten, wenn man ausreichend Zeit miteinander verbringt.
lg sleepy
Sleepy
@sleepy: Die KM verbietet mir schon, dass meine LG überhaupt dabei ist, wenn ich meine Kinder sehe. Also fällt Übernachten schon per se flach.
Stattdessen trichter sie der Großen ein, dass sie nicht auf die LG hören soll und sich nicht in ihrer Anwesenheit zu benehmen braucht.
Sorgerecht - das Recht sich Sorgen zu machen...
Wie Du Deinen Umgang gestaltest ist Deine Sache, so lange es dem Kindeswohl entspricht.
Dass Deine Kinder sich auch bei Euch zu benehmen haben musst Du Ihnen vermitteln. Das schaffst Du aber nicht, wenn Du sie nur zwei Tage im Monat nimmst!
Ich denke mal, dass Deine mittelfristige Planung ist, mit Deiner Lebensgefährtin zusammenzubleiben und regelmäßigen guten Kontakt zu Deinen Kindern zu haben und sie evt. irgenwann zu Dir zu nehmen. Das bedeutet aber jetzt auch, dass ihr da durch müsst. Wenn Du das Verhalten Deiner Tochter duldest wird es nur schlimmer.
LG
Sleepy
Sleepy
Ok,
nach wie vor halte ich eine Pflegefamilie derzeit für das aktuellste.
Du bist erst seit 4,5 Monaten getrennt und clean, du hast eine neue Lebensgefährtin, mit der du dich ziemlich rasant verlobt hast - die Beziehung ist noch recht jung und ich denke, du musst erstmal dein Leben wieder in den Griff kriegen.
Bist du bei der Drogenberatung? Wenn nein - mach das - und zwar möglichst bald und schön regelmässig. Ziehe alle Möglichkeiten in Erwägung, nicht nur clean zu werden, sondern auch zu bleiben. Informiere dich bezüglich einer Psychotherapie. Stelle dich regelmässigen Drogentests zur Verfügung, wenn sie verlangt werden. Gehe regelmässig zum Arzt (Ja, auch zum Zahnarzt) um Routinekontrollen durchzuführen - denn nur wenn du zeigst, dass du selbst dir wichtig bist, kann man dir auch abnehmen, dass deine Kids wichtig für dich sind.
Denn: Wenns hart auf hart kommt, dann kann deine Ex dich genauso belasten, wie du sie aktuell belastet. Und da ihr euch in der Vergangenheit gegenseitig nichts geschenkt habt, so hast du jetzt die Möglichkeit, dich selbst da zumindest rauszudrehen.
Das beeinhaltet aber auch, dass du keinerlei Suchtfördertouren deiner Ex zuliebe unternimmst.
Das Argument mit dem eigenen Zimmer lasse ich nicht gelten. Aber ich kann es verstehen, dass du sicherlich ein schlechtes Gewissen hast deinen Kindern gegenüber und dir vielleicht schwer tust, sie über Nacht zu behalten.
Dass die Ex deine Lebensgefährtin noch nicht als solche sieht, kann ich verstehen - wie gesagt - ist ja noch recht frisch, eure Beziehung. Aber trotzdem wird sie deine Freundin akzeptieren müssen, denn sie ist da.
Also - krieg erstmal dein Leben in den Griff. Arbeite mit dem JA und der Pflegefamilie zusammen - dann hast du die besseren Karten, deine Kinder zu sehen und später vielleicht wieder zu bekommen.
Sieh auch zu, dass für das psychische Wohl deiner Kinder gesorgt wird. Die haben mit Suchtkranken Eltern schon eine Menge mitgemacht.
Liebe Grüsse und alles Gute
Joanna
