Ich hoffe jemand hatte sowas schonmal und kann helfen..
Die Besagte setzte ihr Antidepressiva einfach ab, meint es ginge ihr auch so gut, geht es ihr aber nicht. Tagtäglich stiegen die Aggressionen, sie isst nicht mehr, raucht nur und trinkt Kaffee. Sämtliche ruhige Gesprächsversuche werden abgeblockt. Kleinste Sachen bringen Sie auf die Palme. Ihr siebenjähriger Sohn kriegt ständig was ab. Immer flüchtet Sie raus zum Rauchen. Reden unmöglich. Sie wartete schon zweimal Situationen ab, um mit den Kindern verschwinden zu können, wohin war nicht in Erfahrung zu bringen. Kam jedoch bisher wieder. Der gerade ein paar Monate alte jüngere Sohn sollte nun wieder, als ich mich kurz hinlegte, mitgenommen werden, was ich aber gerade noch bemerkte. Keine Antwort auf die Frage wohin. Da sie völlig neben sich steht, verweigerte ich diesmal die Mitnahme aus Bedenken. Sie drehte dann durch, beschimpfte mich und die gottseidank noch anwesende Person und versuchte uns das Kind im Maxicosy wegzureissen, was ihr nicht gelang. Ich habe, als sie extrem beleidigend den älteren Sohn nahm und ging, dann das Baby genommen und mit der anwesenden Person zu meinen Eltern gebracht. Eine Nachricht wo wir sind habe ich, anders als sie, natürlich hinterlassen. Kurze Zeit später tauchte die Polizei bei meinen Eltern auf. Sie hätte gemeldet, ich hätte das Kind mitgenommen und wäre nicht in der Lage es zu betreuen. Was soll bloß noch kommen? Ich habe sie wiederholt gebeten, einzusehen daß es keine gute Idee ist ohne Medikament. Aber sie ist schon weit über den Punkt des rationalen hinaus. Redet sich Sachen ein, die einfach nicht wahr sind, pusht sich selber immer weiter hoch. Ich sehe es nicht ein, sowas hinnehmen zu müssen und sie kommt letztendlich mit allem durch und ich muss meinen sohn abgeben.. Kann jemand helfen?
Moin Harper,
willkommen hier.
Wo ist denn der Jüngste nun? Noch bei Dir oder musstet Du ihn herausgeben?
Habt ihr das Gemeinsame Sorgerecht?
Wie ist Euer Beziehungstatus? Getrennt? Geschieden?
Ansonsten könnte eine Kindswohlgefährdung von der KM ausgehen, so wie Du es beschreibst. Du solltest Dich umgehend an das zuständige Jugendamt wenden. Gruß Ingo
Hallo Ingo und danke für deine Antwort.
Ich beantworte ersteinmal die Fragen.
Das Baby ist inklusive mir derzeit bei meinen Eltern.
Nein ich musste ihn nicht herausgeben. Wir haben der Polizei den Umstand erklärt (inklusive Zeuge),auch daß wir eine Nachricht hinterliessen, und es wurde kurz aufgenommen und sollte ihr rückgemeldet werden. Am abend kam auch noch eine Nachricht von ihr, wann der kleine wieder nach Hause kommen würde. Ich antwortete kurz und sachlich, wenn sie nachweislich wieder rational denken und handeln würde.
Ja wir haben das gemeinsame Sorgerecht (wobei ich mich jetzt natürlich frage ob mir das weiterhilft).
Unser Beziehungsstatus war bis gestern zusammenlebend, alles weitere ungewiss. Es ist das erste mal gewesen, daß ich gegangen bin.
Ja eine Kindesgefährdung wollte ich gestern auf alle Fälle verhindern. Als ich bei der Polizei erwähnte, daß sie seit geschätzt 10 Tagen keine Medikamente mehr nimmt und vor zwei Tagen demonstrativ alle in den Müll geworfen hat, sowie unsere Schilderung der extremen Aggressivität gegenüber mir und der anwesenden Person sowie dem Reissen am Kind im Maxicosy, erwähnte der Polizist, in dem Zustand hätte sie garnicht Autofahren dürfen (den größeren hatte sie ja im auto). Die Polizei verwies für alles weitere auch aufs Jugendamt, da sie sahen daß ich mich besonnen verhalte und hier alles okay ist. Für das Ausrasten und die letzten Tage habe ich einen Zeugen, die Person war die ganze Zeit bei uns zu Besuch. So wie ich es einschätze, wird sie aber natürlich alles was geht abstreiten. Ich war völlig perplex, als die Polizei mir sagte, sie hätte angegeben, ich wäre nicht in der Lage, das Kind zu betreuen. Ich denke andersherum ist es offensichtlich, habe dies aber bisher nirgendwo erwähnt. Wie kann ich dem Jugendamt klarmachen, daß sie psychisch instabil ist und unkontrolliert handelt. Mütter werden doch immer bevorzugt und nachher steht wieder wort gegen wort.
Und warum lässt du den älteren bei ihr? Meinst du er kann sich vor der KM im Ernstfall schützen?
Beim JA wird es nicht gut ankommen, wenn du eines der Kinder mitnimmst, das andere dort lässt. Damit sagst du ja stillschweigend, dass du die Mutter durchaus in der Lage siehst sich um mindestens 1 Kind zu kümmern
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Der größere ist nicht mein sohn. Er wohnt bei ihr und sie hat geteiltes sorgerecht mit dem anderen papa. Ich hatte in der Situation gestern auch keinen zugriff mehr auf den größeren. Ich weiß auch nicht, ob ich ihn hätte gegen ihren Willen dabehalten dürfen, da es nicht mein sohn ist. Wie ist das dann? Was macht man?
In dem Fall ,dass man Angst um die Kinder hat verständigt man dann eben auch den anderen Vater. Der muss dann für sich entscheiden, was er will. Zur Not hättest du in Absprache mit ihm den größeren mitnehmen können und er hätte ihn dann bei dir abholen können.
Auf jeden Fall solltest du ihm Bescheid geben, damit er sein Kind auch schützen kann
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Ich würde mich morgen früh sofort ans Jugendamt wenden wollen und dort nachfragen, was ich bezgl. des grösseren zu tun habe. Ich möchte mich wirklich vorher genau absichern.
Hast du keine Kontaktdaten des Vaters?
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Nein habe ich nicht.
Moin. Eine verworrene Kiste. Und es macht es auch nicht einfacher, dass Dir hier einiges aus der Nase gezogen werden muss!
Ich denke auch, dass Dein nä. Schritt das JA ist. Mach Dich aber hiervon frei:
Wie kann ich dem Jugendamt klarmachen, daß sie psychisch instabil ist und unkontrolliert handelt. Mütter werden doch immer bevorzugt und nachher steht wieder wort gegen wort.
In erster Linie wird das JA schauen, ob eines Kindeswohlgefährdung vorliegt. Offensichtlich bei Dir in keinem Fall. Aber bei der Mutter, alleine auf Grundlage ihrer Erkrankung potentiell schon, insb. wenn sie nun nachweislich(?) ihre Medikamente abgesetzt hat (ist hierzu evtl. etwas von der Polizei protokolliert? ist die "weitere anwesende Person" evtl. ein brauchbarer Zeuge?).
Auf eines möchte ich Dich noch hinweisen:
Kurze Zeit später tauchte die Polizei bei meinen Eltern auf. Sie hätte gemeldet, ich hätte das Kind mitgenommen und wäre nicht in der Lage es zu betreuen.
Du hast GSR, ihr seid zusammenlebend - da muss die KM schon eine heftige Räuberpistole erzählt haben, dass gleich die Polizei ausrückt... Mach Dich auf einiges gefasst - aber nicht weil das deutsche FamR so schlecht ist oder JA parteiisch, sondern weil die KM (krankheitsbedingt?) harte Geschütze auffährt. Evtl. macht es Sinn, dass Du irgendwie - wie hab ich auch keine Ahnung - die KM mit ärztlicher Hilfe wieder unter Kontrolle bringst?!
toto
Haben die eigenen Eltern vielleicht einen Einfluss auf KM? Können die ihr die Notwendigkeit der Medikamente klar machen? Ansonsten bliebe auch noch:
- die Hebamme, die KM betreut hat
- der Frauenarzt, den KM besucht
- der ggf. andere Arzt, der die Medikamente verschrieben hat.
Die dürfen zwar Dir keine Auskünfte geben, können aber ggf. auf KM einwirken.
Es gibt auch noch die Möglichkeit den Notdienst des JA zu kontaktieren, den Großen betreffend.
Was passiert, wenn du wieder arbeiten musst? Hast du einen Plan B?
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin,
kann den anderen nur zustimmen.
Aus der Forenbeobachtung ist es so, dass oftmals der Elternteil "Erfolge" erzielt, der Fakten schafft.
KMs wissen, dass sie durch das zeitnahe Auftauchen beim Jugendamt oftmals Punkte sammeln können. Hier könnte die KM dann mit den bekannten Klassikern kommen, auf die Du dich schon mal potentiell vorbereiten solltest. Geeignet sind generell Gewaltvorwürfe, Missbrauchsvorwürfe oder auch der Missbrauch von Alkohol.
Also Du solltest Dienstag umgehend beim JA auftauchen und den Vorgang dort protokollieren lassen. Auch vor dem Hintergrund des anderen Kindes im Haushalt. Hier ist dann das JA in der Pflicht. Sollte man Dir keinen kurzfristigen Termin geben, melde die ganze Sache schriftlich per Einschreiben (Bitte absolut sachlich, Zeuge angeben) an das Jugendamt.
Du solltest aus meiner Sicht derzeit nicht zur KM zurückkehren. Die Chance ist hoch, dass Du Euer Kind sonst nicht wieder zurückbekommst. Mit Hilfe des Gewaltschutzparagraphen kann Dich die KM innerhalb von Minuten aus der gemeinsamen Wohnung bekommen. Dazu ist es gängig, kurz mit dem Kopf gegen eine Schranktür zu laufen, danach den Polizeinotruf zu wählen und dann röchelnd auf dem Bett zusammenzubrechen. Dir ist eine Verweisung für die Wohnung und ein Annäherungsverbot für die gesamte Ortslage sicher. Dies ist so bereits mehreren Mitgliedern hier im Forum passiert. Gerade wenn Deine Partnerin schon psychisch auffällig ist würde das ins Raster passen.
Du solltest auch darauf achten, sämtliche Kontakte mit der KM nur unter Mitnahme von Zeugen durchzführen. Mit einem guten Anwalt für FamRecht solltest Du auch Kontakt aufnehmen. Gruß Ingo
Hi Harper,
auch ich kann dir nur empfehlen, nun jeden deiner Schritte abzusichern und auf gar keinen Fall Situationen zuzulassen, bei denen du keine(n) Zeugen hast.
Ingo beschreibt schon einige fantasiereiche Szenarien.
Stell dich schon einmal darauf ein, dass du urplötzlich der schlechteste Mensch, Lebenspartner und Vater bist.
Als alles noch lief, war ich so ein "Guter" und als meine (durchgeknallte) KM die Trennung vollziehen wollte, war ich auf einmal ein
- aggressiver Säufer,
- hätte sie beleidigt, vergewaltigt, genötigt, unterdrückt, kurz gehalten, etc. ...
Der SO-Streit jährt sich diesen Monat zum zweiten Mal und der Streit nahm immer schärfere Formen an.
Natürlich kam der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs, der Besitz von "bestimmten" pornographischen Materialien, usw.
Durch ein Gutachten erfuhr ich nun, dass ich angeblich immer das Kind geschüttelt und gequält haben soll, um meinen Willen durchzusetzen. Natürlich auch sexuelle Gefälligkeiten. Treu dem Motto "bist du lieb zu mir, bin ich auch lieb zum Kind".
Nur als kleine Vorwarnung, was alles auf dich zukommen kann bzw. wird.
Behalte die Kinder im Fokus und lass dich gut beraten.
Überleg dir jetzt schon einmal ein "Überlebensstrategie", wie du mit dem auf dich zukommenden (Psycho)Terror umgehen willst.
Viel Erfolg!
Daniel
"Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt." (2. Petrus 3,13)
