Hallo,
ich bin Mutter (hoffe nicht ganz falsch hier im Forum 😉 auf alle Fälle will mein Sohn nun mit bald 14 Jahren zu seinem Vater.
Nun habe ich gelesen, dass mein Sohn doch nicht ab 14 alleine entscheiden kann, wo er in Zukunft wohnt. Nun ist es aber so, dass ich mich mit allem ziemlich schwer tue, weil ich weiß, dass es auch für meinen Sohn wichtig wäre seine eigene Entscheidung zu treffen bzw. will ich auch nicht diejenige sein, die sich als "böse" Mutter gegen seinen Wunsch stellt.
Allerdings hab ich dennoch massiv Schwierigkeiten mit seiner Entscheidung, vor allem aus Gründen wegen des Vaters. Ich möchte im Vorfeld darauf hinweisen, dass es mir nicht darum geht den Vater "schlecht" zu machen, sondern versuche mich wirklich an die Tatsachen zu halten. Es soll keine Hetze sein und lediglich das Wohl meines Kindes steht bei mir im Vordergrund. Wäre die Situation nicht so wie sie ist, dann hätte ich auch wahrscheinlich weniger Probleme auf den Wunsch meines Sohnes einzugehen.
Sein Vater ist ein ziemlich chaotischer, schwieriger und wirklich launischer Mensch. Auch mein Sohn hat dies durch massive Beleidigung schon oftmals zu spüren bekommen. Sein Vater hat ihn schon so oft angelogen und dennoch will mein Sohn zu ihm! Obwohl wenn er bei ihm ist, doch immer wieder Anrufe kommen, er möchte wieder nach Hause.
Hinzu kommt, dass sein Vater auch eine Lebensgefährtin hat, die meinen Sohn absolut nicht mag und ihm dies auch zu spüren gibt. Sie ist eifersüchtig, weil meiin Sohn von seinem Vater mehr Aufmerksamkeit bekommt, die sie lieber für sich und für ihren Sohn bekommt. Sie ist leider auch 10 Jahre (48) älter und diese Beziehung ist massiv von STreiteren geprägt. Sie bekommt nun auch noch ein Kind, um es den Vater meines Sohnes zu "halten". Dies ist keine Unterstellung, sondern Fakt. Sie erpresst den Vater schon jetzt mit dem Kind, wo es noch gar nicht auf der Welt ist. Ich finde das halt einfach total schlimm, geht mich zwar nix an, aber dennoch!
Meines Sohnes Wunsch ist es, dass sein Vater sich von dieser Frau trennt. Dies hat er auch gemacht - wenn auch nicht "ganz". Er kehrt doch immer wieder zeitweise zu ihr zurück!
Seinem Sohn hat er VERSPROCHEN, dass er sich trennt. Leider hat er dies bereits in den letzten sieben Jahren mind. 50 Mal. Mein Sohn hat immer gehofft - so wie auch JETZT! Nur er wurde immer enttäuscht! Und nun denke ich auch, dass er aufgrund des neuen Kindes so und so nicht schafft weg zu bleiben und mein Sohn auch wieder enttäuscht wird. Gut ich will natürlich meinen Sohn vor dieser Enttäuschung bewahren - hoff ich werde verstanden ;(
Hinzu kommt, dass mein Sohn mit der (ex) freundin nichts zu tun haben möchte, aber was ist, wenn er zum Vater zieht und dieser dann doch wieder mit der Neuen zusammengeht ??
Dann wird mein Sohn wieder enttäuscht und so einfachse zurück gibt es auch nicht, denn der Vater ist derzeit auf neuer Wohnungssuche, diese wäre dann 100 km weit weg. Oder könnte mein Sohn in seine alte Schule notfalls wieder nach einem Monat zurückkehren?
Weiters ist der Vater auch bis heute nicht mal in der Lage regelmäßig zu bezahlen, ist der Meinung, dass er dann eine Frau bruacht, die dann auf unseren Sohn guckt (was für ein Spruch!!), der Vater ist nicht mal in der Lage Wäsche zu waschen, Putzfrau kommt aufgrund der finanziellen Engpässe auch nicht in Frage, mein Sohn hat ne Hausstauballergie, es muss regelmäßig gesaugt werden, und überhaupt sind wirklich die Voraussetzungen nicht gegeben.
Ich will nicht schimpfen - auch wenn ich hier so alles erzähle, aber es wäre wirklich das Wohlergehen gefährdet ;( klar dass man sich da auch sorgen und gedanken macht.
Denke auch noch, dass es bei meinem Sohn etwas "psychisches " warum er hin will obwohl er selbst sagt, dass sein Vater immer die Wut an ihm auslässt .... vielleicht kämpft er um Anerkennung??? ich bin so traurig und hoffe doch, dass ich hier ein paar Tipps bekomme, wie ich hier im Sinne meines Sohnes handeln kann!
Vielen Dank, usy
Hallo Usy,
es ist nicht leicht, dir in deiner Situation einen Rat zu geben. Wie schätzt du denn die Möglichkeit ein, mit dem Vater über deine Sorgen/bzw. die Sorgen deines Sohnes sprechen zu können? Ist ihm bewußt, dass euer Sohn den Wunsch hat, dass die Lebensgefährtin verschwinden soll?
Ist deinem Sohn bewußt, dass sein Vater auch Vater des "neuen" Kindes sein wird und er dort die gleichen Verpflichtungen hat?
An deiner Stelle würde ich überlegen ob es Sinn macht, vielleicht gemeinsam ein Gespräch bei der Erziehungsberatung zu suchen, um den bestmöglichen Weg für deinen Sohn gemeinsam zu finden. Vielleicht wäre das auch für euren Sohn eine Möglichkeit, seinen Wünsche und Hoffnungen Ausdruck zu verleihen? Möglicherweise möchte er seinen Vater einfach mehr für sich haben. Das wäre ja auch nicht weiter verwunderlich in dem Alter.
Aus deinem Bericht geht nicht hervor, ob du selbst momentan Schwierigkeiten mit deinem Sohn hast. Kann das ein Grund sein, warum er gerne zu seinem Vater möchte?
Liebe Grüße
Andrea
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Hallo Usy,
ich bin Lehrer und habe häufig mit Scheidungskindern zu tun. Mein Eindruck ist (aber bitte beachte: mein Eindruck) , dass Dein Sohn die Widersrpüchlichkeit seines eigenen Seins mit der Realität seines Vaters nicht auf die Reihe bekommt. Er sucht die andere Wurzel, die er bisher nicht richtig kennen lernen konnte oder das, ws er sah, so nicht akzeptierte. Er sucht sich selbst.
Die Frage lautet für mich also: wie kann man Deinen (spät-) pubertären Sohn in diesem Selbstfindungsprozess unterstützen?
Wenn sein Vater wirklich nicht auf ihn eingehen kann (Du schreibst widersprüchlich: seine Geliebte/Freundin/Lebenspartnerin verlangt, dass sich sein Vater weniger um deinen Sohn
kümmert) und Du (die berechtigte) Angst hat, dass Dein Sohn abschmiert, dann braucht er einen guten Ansprechpartner. Kannst Du, als Mutter, ihm das sein ? Es besteht m.E. die Gefahr, dass er sich an die Menschen wendet, bei denen er glaubt, verstanden zu werden. Wenn er einen gesicherten, guten Freundeskreis hat, kann dieser Kreis einiges abfangen. Wenn er dies nicht hat, könnte er abrutschen. Dabei ist für mich ein Jahr schlechte Noten in der Schule und evtl. eine Nichtversetzung nicht schlimm. Wichtig ist, dass er in einem sozialen Umfeld bleibt, das ihn stützt.
Sinnvoll ist auf jeden Fall ein offenes Gespräch mit dem Vater. Er muß sich der Verantwortung bewußt sein, die er mit der Aufnahme seines Sohnes in seine Wohnung auf sich nimmt. Und wenn es dann nicht klappen sollte (Dein Sohn mag nicht mehr, schlechte Leistungen in der Schule.....) und er dann zu Dir zurück kommt, dann hat er schlimmstenfalls ein Jahr in der Schule verloren -- aber seine Identität gefunden. Das ist mehr wert.
Vorab fände ich es noch sinnvoll, einen professionellen Rat einzuholen, sozusagen eine Rückversicherung für Deinen Sohn und für Dich. Ab und an gibt es in Jugendämtern gute Ansprechpartner, Kinder- un dJugendpsyhologen gibt es auf dem freien Markt. Wohin kannst Du Dich wenden, wenn es nicht klappt ?? Was bedeutet es, dass es nicht klappt? (Kriterien für Dich selbst aufstellen).
Sich vehement gegen den Willen Deines Sohnes zu stellen geht wohl nicht. Darunter leidet die Beziehung zwischen Dir und ihm. Andernseits: ist es tatsächlichs sein Wille oder steckt etwas anderes dahinter, dass er von Dir etwas will, was Du ihm verweigerst/ nicht geben kannst ? Wünsche werden nicht direkt geäußert, sondern man kann auch versuchen, über andere Wege zu seinem Ziel zu kommen. Abe das mußt Du selbst bewerten.
Ich wünsche Dir Kraft und ich habe jetzt auch schon Angst (mein Soh ist 7J. - lebt bei der Mutter) wenn diese Zeiten auf mich zukommen werden.
Kleinegon
Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
Hallo Kleinegon,
vielen Dank für Dein Posting. Ich fand es sehr interessant und gerade die Sicht eines Lehrers ist auch noch interessant 😉
Tja, es waren auch viele "Anregungen" in Deiner Mail, die mich allerdings auch gleich wieder allzusehr ins Grübeln :knockout:
Es tut mir so unendlich leid, dass er sich sucht und ich gleichzeitig das Gefühl habe, dass ich ihm so gar nicht helfen kann 😡 Alles was ich mache, ist falsch...wir sind derzeit (erst seit einer Woche ) ganz weit voneinander entfernt. Er nörgelt an allem rum an mir.... ich fahre zu schnell hoch (okay...wenn er 5 mal kommt obwohl ich sagte, dass ich dann komme, wenn ich fertig bin)....oder ich nerve mit meine Fragen....so zieht sich das doch .... ganz schön durch unser Zusammenleben! Tatsächlich ist derzeit jeder Versuch von mir zu helfe, da zu sein...ein Fehltritt....sogar unser Kinobesuch am WE. Tja, was soll man da tun!
Leider ist der Vater sehr blauäugig...und ich möchte nicht über diesen schimpfen, aber dennoch muss ich zum Verständnis auch die eine oder andere Situation einfach dazu erzählen.
Tja, dieses klärende Gespräch werde ich initieren...hab auch mit dem Jugendamt schon gesprochen. Leider ist meine Vermutung, dass der Vater einfach sich der Sache stellt ohne eben sich klar zu sein, was es für ihn bedeutet. Aber auch da muss er wohl durch und ich vielleicht auch. Hab ja immerhin die Chance, dass er dann zu schätzen weiss, was es bedeutet auch immer die Verantwortung zu haben. Er hat sie nämlcih bis heute nie getragen...jahrelang nicht mal bezahlt! Arzttermine....auf keinen Fall, da hat er Angst...wenn unser Sohn krank war, musste ich angerufen werden und und und.
Gut, das Traurigste an der ganzen Geschichte ist für mich...und es ist auch besorgniserregend:
Der Vater ist wirklich ein sehr schwieriger Mensch. Er beleidigt, erniedrigt und belügt seinen Sohn. Er baut eine Welt vor ihm auf, die definitiv so nicht "wahr" ist. Er redet mit unserem Sohn als wäre er sein Freund. Bezieht ihn komplett in alles alltäglichen Probleme in Beziehung, finanziell.....arbeitsmässig....Schulden etc. ein ! Ich finde, dass doch etwas früh mit 13!
Aber meinen Sohn wird es wohl gefallen. Er wird behandelt wie ein Erwachsener.....und nimmt dabei die negativen Seiten wohl in Kauf. Ich weiss es nicht. Mir bricht nur das Herz, wenn der Vater ihn als Loser, Nichtsnutz...etc. beschimpft.
Da muss ich dann auch wirklich mal ne Runde heulen ;( ....sorry!
Klar, ich will meinen Sohn schützen, aber scheinbar muss er da durch.
Was sucht er? Wie kann ich versuchen zu helfen?
Danke usy ;(
Hallo
Ich frage mich, warum der Sohn unbedingt beim Vater leben möchte. Wenn er bisher bei Dir gelebt hat und nun so ganz dringend zu seinem Vater ziehen möchte gibt es für mich zwei Gründe, die mir einfallen würden.
Als erster Grund käme mir in den Sinn, das du und dein Sohn im Zusammenleben massive Schwierigkeiten habt(vielleicht bedingt durch seine Pupertät)Das könnte für mich ein Grund sein, warum ein Kind bereit ist ne feste Bindung und Familie zu verlassen um zum anderen Elternteil zu ziehen.
Dann glaube ich aber sollte man gemeinsam versuchen diese Probleme zu bearbeiten , damit ein zusammenleben wieder möglich ist.
Als zweiter Grund kann ich mir vorstellen, das er beim Vater weitaus weniger Grenzen erfährt und mehr oder weniger ein bequemes Leben führen kann ohne sich großartig an Vorgaben zu halten.Das wird viele Kinder locken, ist dann aber nicht gerade die beste Lösung.
Ihr solltet vielleicht versuchen euch alle zusammen zu setzen und ergründen was der Beweggrund des Jungen ist und Lösungen suchen.
Ich würde vielleicht auch erst mal so verfahren, das der Junge sämtliche Ferien und WE beim Vater verbringt um auch dort mal über einen etwas längeren Zeitraum Alltag erleben zu dürfen. Dort wird er dann sehen ob er wirklich so viel besser leben würde. Meisstens stellen sich Kinder alles zu einfach vor und denken, das ein Zusammenleben mit dem umgangsberechtigten Elternteil genauso locker abläuft wie ein Besuchswochenende. Sie können sich nicht vorstellen das dann auch dort Regeln und Grenzen notwendig sind und auch verschiedene Alltägliche Aufgaben auf sie zukommen , wie auch zuhause.
Das ist das was mir dazu gerade durch den Kopf geht.Voielleicht kann auch eine Familienberatungsstelle für euch erst mal hilfreich sein. Auch wir Mütter machen ausreichend Fehler, und bemerken manchmal nicht das wir in der Hektik des Alltags der zu bewältigen ist vielleicht die Bedürfnisse und Probleme unserer Kinder übersehen.
Vielleicht kannst du dich auch selber mal fragen, wieviel Zeit du wirklich intensiv für dein Kind zur Verfügung hast, ob du oft im Stress bist und deshalb garnicht in der Lage, deinem pupertierenden Sohn zuzuhören, wenn er dich braucht. Vielleicht hofft er beim Vater auf mehr Zuwendung und Verständnis.
Weisst Du, mein Ex und ich kommen super miteinander aus und ergänzen uns in dem was unsere Kinder betrifft. Aber ich muss auch ehrlich zugeben, Alleinerziehend mit 4 Kindern, und Arbeit ist es oft nicht einfach. Oft bin ich zu ko um meinen Kindern wirklich noch intensiv zuzuhören. Oft bin ich genervt und gereizt, was an Kindern nicht spurlos vorrüber geht.
Und wenn da mein Expartner den Kindern nicht das absoluteeee Gegenteil nämlich Ruhe und Zeit geben würde, hätten meine Kinder es oft schwer.Meine älteste Tochter ist 13 Jahre alt und ein absolut liebes ,ruhiges und zuverläsiiges Kind. Stellt nie blödsinn an und schulische Probleme habe ich bei ihr nie gekannt. Dagegen ist mein 9 jähriger Sohn behindert und braucht überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit und Hilfestellung. UNd wieviel Zeit noch die 5jährige und der 6 jährige in Anspruch nimmt brauche ich nicht zu erwähnen.
Meine Große hat zwar nie den Wunsch geäussert zum Vater zu ziehen, aber hatte dafür Zeiten in denen sie zu meiner schwester ziehen wollte, weil sie sich hier zurückgesetzt fühlte. Sie vertraute meiner Schwester an, das ich immer Zeit für die drei kleinen habe und sie immer zurückstecken müsse.
Erst als meine Schwester mich darauf aufmerksam machte, wurde mir bewusst, wie wenig Zeit ich intensiv meiner Tochter gewidmet habe, eben weil sie halt so Pflegeleicht war. Heute versuche ich mir weitaus mehr Zeit zu nehmen ihr zuzuhören , sie in den Arm zu nehmen. Und siehe da, es ist keine Rede mehr davon zur Tante zu ziehen. Manchmal sagt sie zu mir, "du Mama , du hast mich heute noch nicht in den Arm genommen und das brauche ich gerade mal ganz dringend." Und ich weiss dann das alles andere gerade Zeit hat und es gerade nichts wichtigeres gibt als sie in den Arm zu nehmen und sie zu kuscheln, ihr zuzuhören. Und wenn die Kinder ihren Papa nicht hätten, muss ich ehrlich zugeben, kämen sie manchmal wirklich mit ihrem Bedürfnis nach Liebe, Aufmerksamkeit u.s.w. zu kurz.
Gruß Alexa
Beurteile einen Menschen nie nach seinem Lächeln.... manche Lachen nur um nicht weinen zu müssen.
Hi Alexa,
danke für Dein Posting. Vieles ist sicher so...das mit den Grenzen beim Vater zum Beispiel. Auch mit den alltäglich normalen Problemen der Pubertät zu Hause. Ich denke auch, dass es ihm hier derzeit einfach nicht mehr gefällt...weil ja zu viele Probleme. Sein Vater....den er ja nur ab und an hat....hat natürlich nicht viel am Hut mit den ganzen Problemen rundum. Aber da denke ich auch....dies wird er dann auch selbst erfahren, wenn mein Sohn zu ihm geht....
DAs mit dem Aufmerksamkeit geben,...tja...mein Sohn lässt mich gar nicht mehr ran. Frage ich nach ... passt es ihm nicht....gehe ich zu ihm...will er lieber lesen....es passt ihm gar nichts....
und in den ARm nehmen...will er auch nicht....
was kann ich da denn tun, damit auch wieder mal an sich ranlässt...?
bye usy
Hallo Du
Ich weiss nicht was Du sonst noch tun kannst. Ich denke vieles hängt bei Deinem Sohn auch mit der Pupertät zusammen, das verstehen Eltern ihre Kinder nicht mehr und Kinder ihre Eltern. Doch ich glaube das auch diese Phase irgendwann enden wird.Ich weiss nicht wirklich was definitiev der beste Weg ist. Es waren halt meine Überlegungen dazu. Auch jetzt sitze ich hier und überlege wie ich in deiner Situation handeln würde, aber ne wirkliche Antwort habe ich leider nicht darauf.
Alexa
Beurteile einen Menschen nie nach seinem Lächeln.... manche Lachen nur um nicht weinen zu müssen.
Hallo,
auch ich habe ähnliche Erfahrung gemacht, mein Ältester wollte (für mich aus heiterem Himmel und ohne Begründung) auch zu seinem Vater ziehen. Natürlich war ich geschockt und habe überlegt, ob und wie ich ihn davon abhalten kann. Für mich habe ich dann entschieden, dass ich ihn ziehen lasse.
Begründung:
-Wäre ich mit dem Vater immer noch verheiratet, würden die beiden ja auch zusammen leben. Also wird der Vater kein Monster sein, dem ich das Kind nicht anvertrauen darf.
-wenn das Kind wirklich umziehen will, wird es sich auch nicht aufhalten lassen, dann lieber mit meinem Segen ziehen lassen, als vielleicht irgendwelche abenteuerliche Aktionen, wie weglaufen und zum Vater trampen, etc.
-wenn ich ihn gegen seinen Willen bei mir behalten hätte, würde sicherlich das Verhältnis zwischen uns leiden, ich würde in seinen Augen zu der bösen Mama, die ihm seinen "größten" Wunsch nicht erfüllt
wie gesagt, mittlerweile lebt er beim Vater, meine Bedenken sind weitestgehend zerstreut, ich höre von meinem Sohn nur Gutes, es geht ihm gut, er hat keine Schwierigkeiten in der Schule, er hat dort einen Freundeskreis, er ist glücklich und das ist ja eigentlich auch alles das, was ich ihm gewünscht habe( wenn auch lieber hier bei mir, aber egal...)
Und schließlich ist es ja so, dass wir die Kinder irgendwann sowieso ziehen lassen müssen, spätestens wenn sie eine eigene Familie gründen.
Unsere Tochter hatte irgendwann später dann auch solche Wünsche und probierte mit meiner Zustimmung das Leben beim Vater aus, allerdings wollte sie nach einem 3/4 Jahr wieder zurück und es war in ihrem Fall kein Problem sie wieder in ihre alte Schule zu integrieren.
Vielleicht hilft dir auch meine Erfahrung ein bischen weiter.
B.
Liebe hat einen langen Atem.
Sie überdauert Abschied und Trennung, sie hat Bestand
auch über weite Entfernung. Liebe kann loslassen.
Sie will nicht besitzen. Sie will das Beste für die geliebte Person.
