Liebes forum,
die einstweilige Anordnung des BVerfG hat dazu geführt, dass ich jetzt erfreulicherweise das GSR für meine 4-jährige Tochter mitausübe. das ist zwar schön, wirft aber u.a. für mich (und andere väter) weitere fragen auf, die ich auch für weitere "betroffene" hier gerne einmal anschneiden würde, zumal es um bislang z.T. "neue" problemstellungen und fragen geht.
Ausgangspunkt für mein "neues thema" ist die tatsache, dass die KM -wie sich jetzt herausstellte- ihren neuen LG annähernd 1,5 jahre auf der elternliste im Kiga als "vater" meines kindes geführt hat (ich stand jedenfalls nicht auf der elternliste). dies hatte zur folge, dass u.a. in emailverteilern meine tochter einen falschen nachnamen hatte. zufälle oder ein versehen sind definitiv ausgeschlossen, denn KM war in der "elterninitiative" für das protokoll und die adresslisten "zuständig".
meine person und funktion -obwohl regelmäßig im Kiga präsent- wurde auf dieser liste schlichtweg verschwiegen/unterschlagen! jetzt stehen jedenfalls 3 "elternteile" auf der liste. bislang hatte ich meine tochter im Kiga geholt und gebracht. teilnahme an elternabenden und zugang zum intranet des Kiga waren aufgrund der bisherigen rechtslage verwehrt und sind erst jetzt möglich und ich komme mir wirklich ehrlich gesagt ziemlich "verars***" vor.
ungeachtet dessen, dass die beschriebene "Manipulation" verletztend ist und ich in meinem gesamten leben noch nie verleugnet wurde, stellt sich für mich die frage, wie lässt sich vergleichbares zumindet für die zukunft mit vernünftigen mitteln ansatzweise verhindern/vermeiden?
das GSR wurde durch beschluss des famG übertragen und ich habe hierüber eine "beglaubigte abschrift".
jetzt mein anliegen bzw. frage:
wird die "neue" rechtslage (GSR) von amtswegen an behörden und institutionen (standesamt, meldebehörde, krankenkasse, jugendamt, kinderarzt, usw.) bekannt gegeben oder bin ich gehalten, dies jedem einzeln mitzuteilen, damit "manipulationen" der vorgenannten art und "alleingänge" der KM bzw. ein falscher "rechtsschein" in diesem punkt künftig zumindest erschwert werden?
ist letztgenanntes vorgehen überhaupt ratsam?
sollte man soetwas machen?(ich spiele mit dem gedanken)
ich bin die nächsten tage leider ziemlich unterwegs und kann auf antworten/ratschläge nicht zeitnah reagieren/antworten! mir ist aus der lektüre anderer foren-themen auch bekannt, dass KM teilweise ähnliches gemacht haben und sich "derartiges" wahrscheilich nie komplett verhindern lässt (z.B. ungenehmigte Anmeldungan an Schulen o.ä.)!
für meine tochter und mich möchte ich jedenfalls solche "alleingänge" der KM nicht mehr und bestmöglich verhindern.
für hinweise und ratschläge bin ich daher sehr dankbar.
über vorgenannte "sache" haben wir (KM und ich) uns besprochen (in der mediation), eine wirkliche entschuldigung oder ein versprechen, dass so etwas nie wieder vorkommt, gab es jedoch nicht, und dswg. bin ich etwas "alarmiert" und ehrlich gesagt auch ratlos und stelle das thema darum jetzt in den raum.
PS: zu den erzieherinnen im Kiga habe ich ein gutes verhältnis; sie durften mir wegen dem bisherigen ASR der KM einfach nichts sagen!
Hallo Bagger1975,
also ersteinmal Herzlichen Glückwunsch!
Zweitens: Sag mal, dein Nick-Name... fährst Du so nen Ding? ....groß oder klein? .... wo eigentlich? ... ääääähm mein 7-jähriger Sohn...du weißt schon...
So dann jetzt aber mal wieder ontopic:
Das GSR halte ich für sehr wichtig. Es stellt dich eigentlich auf die gleiche Bedeutung bei wichtigen Entscheidungen.
Das Fiese an dem Satz ist das Wort "eigentlich". Das GSR ist nämlich eher daon abhängig, wie es gelelbt wird. Und da sieht es bei Madamme schwierig aus. Bei Dir wird wohl der stete Tropfen den Stein nicht brechen aber zumindest abrunden müssen.
Meine Situation ist ähnlich (GSR durch Heirat / uneinsichtige KM) und ich habe mir die gleichen Fragen gestellt wie Du jetzt.
Leider muss ich Dir berichten, dass mein Kind ohne mich umgemeldet, operiert, in dem Kiga angemeldet, eingeschult werden konnte, ohne dass ich nötig war.
Du hast gar keine Vorstellung, wie ignorant das Thema behandelt wird. Bsp Operation: Mein Sohn wurde gegen meinen Willen geplant operiert. Der Ki-Ärztin gab ich Bescheid. Als ich meinen Sohn dann frisch operiert abholte, schrieb ich einen Brief an den Operateur.
Der hat in seinem, von der KM unterschriebenen, Vertrag eine Klausel, in der die KM bestätigt, dass alle Sorgerechtsinhaber der Operation zugestimmt haben. Ich solle mich doch an die KM wenden.
Jetzt Klage sowas mal ein. Bei Antragsstellung wirst du als erstes einen Gegenantrag der KM in Richtung ASR erhalten. Schattenkriege.
Lass die Infos an die Stellen sein. Du erreichst nichts Vorteilhaftes und bei der Schule / im Kiga bekommt dein Kind den Stempel "schwierige Eltern". Ich würde vielleicht beim Kiga/bei der Schule anrufen und "mich darüber informieren, was Du denn als Sorgerechtsinhaber jetzt zu beachten hast".
Ich betrachte das GSR als Darf-Schein für besondere Situationen:
- Ich darf mich direkt bei der Schule/beim Arzt informieren.
- Ich darf einen Antrag bei Gericht stellen, falls die KM auf die Idee kommt, mein Kind auf ein Internt zu schicken und mich die Sache zahlen zu lassen (Irgendwo bei den Urteilen findet Du eines, bei dem dieser Antrag eines nichtsorgeberechtigten Vaters auf Nichtbezahlung des Internats abgelehnt wurde, weil er kein GSR hat)
- Und jetzt das wichtigste Recht, das ich wirklich nicht zynisch meine, sondern absolut ernst: Passiert der KM etwas, darf ich meinen Sohn einfach mitnehmen und muss mit keinem JA darüber streiten, ob mein Sohn im Heim/bei Pflegeeltern nicht besser aufgehoben ist. Google mal nach "Gorgülü", dann wird dir klar, was ich meine.
Diese Darf-Scheine sind wohl weniger als Du dir erhofft hast. So wenig ist es bei genauerer Betrachtung aber auch nicht. Das GSR ist wichtiger, als es auf den ersten Blick scheint. Auch im Kopf der Mutter.
Gruß,
Michael
Hallo Bagger75,
ich kann Dir nur raten, die Schaufel flach zu halten.
Erstens wegen dem Bild, was das in die Gesellschaft sendet ("siehste,Väter , die GSR erstreitn sind doch nur auf Krawall gebürstet..") und zweitens auch wegen dem Funktionieren Eurer gemeinsamen Elternschaft. Sonst geht der Schuss nämlich nach hinten los, dann hast Du so einen Zettel und eine KM die, aus einer vermeintlichen "Abwehrhaltung" herraus, die gemeinsame Elternschaft torpediert, und gewinnen kannst Du da nichts.
Also lass um Himmels Willen Behörden und Ärzte in Ruhe mit Rechthabergehabe. Wenn Du Die Erzieher gut kennst ist das doch wunderbar, aber das reicht doch völlig, sone Suche nach "formaler Genugtuung" für Dein Ego ist wirklich nur für Dein Ego und bringt Deinem Kind nichts.
Hallo weissnicht und papasorglos,
der nick-name, ich weiss...
ja, ich bin paarmal einen minibagger gefahren und es hat einen heiden spass gemacht.
im wahren leben heisse ich michi.
danke für eure einschätzungen und erfahrungen.
das GSR schafft jedenfalls eine gewisse "souveränität" gegenüber dritten, was informations- u. beteiligungsrechte angeht. dswg. kam die "sache" ja auch jetzt heraus.
es geht mir nicht ums "rechthaben" o.ä., sondern darum, dass die elterrollen klar verteilt sind und dies bei dritten auch bekannt sein soll und muss.
es kann nicht angehen und ich finde es schlichtweg eine ungeheuerlichkeit, dass ein fremder mann zumindest auf dem papier (elternliste) als vater meiner tochter ausgegeben wurde. es ist ja nicht so, dass ich mich nicht kümmere, ganz im gegenteil. ich bin regelmäßig in kita und kiga präsent gewesen und verbringe mit meinem kind viel zeit. ich bin für meine tochter der papa. ich war hier vollkommen "arglos" und rational nachvollziehbar ist das verhalten der KM nicht, aber wem erzähle ich das?
und als "folgeschaden" der falschen elternliste war dann der emailverteiler auch falsch. dies muss und wird korrigiert werden.
der KM wurde vom mediator, den sie respektiert, und mir jedenfalls ziemlich deutlich gemacht, dass sie "derartiges" künftig nicht mehr bringen sollte! ich glaube auch, dass bei KM mittlerweile ein umdenken im kopf stattgefunden hat...und insofern will ich nicht zu sehr auf der sache herumreiten, sie ist dswg. nämlich ganz schön unter rechtfertigungsdruck geraten, wohl auch gegenüber den erzieherinnen und anderen eltern.
naja, dann betrachte ich die "sache" mal als "altlast", die zumindest jetzt bereinigt ist.
nochmals danke
aber als grund, der KM künftig etwas besser "auf die finger zu schauen" diente die sache allemal und betroffene sollten wissen, was so passieren kann, dswg. glaube ich das mein thema auf dieser seite auch gut aufgehoben ist und reinpasst.
vg michi
