Einen interessanten Denkansatz aus dem Familienministerium veröffentlicht heute spiegel.de. Die Überschrift: "Elterngeld soll Väter nach Hause locken". Wenn's nicht nur eine der bekannten "Sommerloch-Enten" ist, vielleicht mittel- und langfristig ein Ansatz, dass angeblich emanzipierte Frauen bei Trennung und Scheidung nicht wieder auf die Versorgungsmentalität des beginnenden 20. Jahrhunderts zurückzufallen und Väter auch rechtlich tatsächlich stärker in die Erziehung ihrer Kinder einbezogen werden.
Zitat:
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Mit einem "Elterngeld" will das Bundesfamilienministerium Väter motivieren, sich mehr als bisher in der Erziehung zu engagieren. Es soll das jetzige Erziehungsgeld ablösen, heißt es.
Die Einführung eines von der Höhe des Einkommens abhängigen "Elterngeldes" würde geprüft, sagte Familienministerin Renate Schmidt (SPD) der "Süddeutschen Zeitung". Es gehe auch darum, dass sich mehr Väter als bisher in der Erziehung engagierten.
In Schweden gebe es kein Erziehungs-, sondern ein Elterngeld, sagte Schmidt. Es sei höher, werde auch nur für einen kürzeren Zeitraum gezahlt. Deshalb solle geprüft werden, ob das Modell auch in Deutschland praktikabel sei. "Denkbar wäre etwa ein Betrag von zwei Dritteln des ehemaligen Nettoeinkommens. Es hätte dann eine Art Lohnersatzfunktion", sagte die SPD-Politikerin. Voraussetzung wäre allerdings ein gutes Angebot an Kinderbetreuung für die Kleinsten. "Außerdem sollten Vater und Mutter für einen festgelegten Mindestzeitraum in Elternzeit gehen, um das Elterngeld zu erhalten", sagte die Ministerin: "In den skandinavischen Ländern, in denen vergleichbare Regelungen gelten, hat das zur Folge, dass sehr viel mehr Väter von der ihnen gesetzlich zustehenden Elternzeit Gebrauch machen."
Der Kinderalltag in Deutschland sei heute sehr stark verweiblicht, sagte Schmidt. "Mit Ausnahme der Wochenenden kommen die Kinder in den ersten Lebensjahren fast nur mit Frauen in Kontakt: Mütter, Tagesmütter, Erzieherinnen in Tagesstätten, Grundschullehrerinnen. Erst im Alter von zehn Jahren, auf den weiterführenden Schulen, tritt der Mann wieder stärker in das Gesichtsfeld. Ich meine, dass Väter stärker einbezogen werden sollten", forderte sie. "Denn Väter, die sich früh für ihre Kinder engagieren, werden auch in Zukunft mehr Pflichten übernehmen."
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Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,310574,00.html
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