Hallo Freunde,
ich hatte vor einiger Zeit meine Geschichte schon dargeboten und mich sehr über Eure Anteilnahme und Hilfe gefreut.
Ganz vorweg: KM hat komplettes Sorgerecht/ABR und bekommt pünktlich Unterhalt von mir.
In der Zeit bis jetzt ist viel passiert, die KM hat sich nach eigenem Ermessen aus der klinischen psychologischen Behandlung in eine Art ambulante Versorgung entlassen.
Als sie dort Ihren neuen Partner kennenlernte und ihn sofort mit in wochenendliche Unternehmungen mit unserem 7jährigen Sohn mit einbezog, nahm ich mir ja auch das Recht und stellte meinem Sohn meine (zu dem Zeitpunkt leider nur noch gute) Freundin vor, die ihn ja genauso gern kennenlernen wollte.
Wir waren zwar nicht mehr zusammen (mein nicht freier Kopf und die Aktionen der KM hatten unserer Beziehung keine große Chance gegeben) aber dennoch hatten wir viel Spaß mit Lukas. Er hatte keinerlei Berührungsängste und die beiden verstehen sich blendend. Ich habe den Eindruck, daß meinem Sohn diese Konstante gut tut, denn bei mir gab es ja im Gegensatz zur KM nur EINEN neuen Partner. Das schafft ein gewisses Maß an Vertrauen.
Mittlerweile sind wir soweit, daß wir es langsam angehen und noch einmal miteinander versuchen wollen. Rein gefühlsmäßig weiß ich ja nun, wohin ich will und ich habe gleichzeitig versprochen, mich von den Eskapaden der KM nur wenig tangieren zu lassen.
Meine Partnerin ist oft anwesend, während ich den Kleinen bei mir habe. Sie hat für ihn eine Feuerwehrbesichtigung (Ihr Vater ist Wehrleiter) organisiert, wir gehen zu dritt schwimmen oder sind bei schönem Wetter zusammen auf dem Spielplatz. Abends liest sie ihm was vor und danach wird abgewechselt, dann bin ich dran mit Kuscheln und streichle seinen Rücken zum Einschlafen. Meiner Meinung nach geht es ihm sehr gut bei mir (uns) und es macht mich nachdenklich, daß er seine Mutter entweder gar nicht anrufen will, oder er ist sehr kurz angebunden wenn sie dann - meistens nach meiner Initiative - doch mal telefonieren.
Manchmal ruft sie ihn auch an, aber das hat eher andere Gründe und dazu komme ich dann noch.
Kurz noch einmal zur Situation der KM:
Die definitive Diagnose nach der Klinikentlassung lautet "Bipolare Störungen" und der Neurologe hat sie nach einer viertel Stunde Sprechzeit mit einem grünen Buch über o.g. Krankheit nach Hause gehen lassen. Ich fand das schon recht unverantwortlich, zumal die KM das Buch alleine gelesen und sich selbst massiv erschrocken in den möglichen Auswirkungen wieder erkannt hat. Wir haben, nachdem sie mich weinend anrief, darüber gesprochen und ich mußte feststellen, daß es ihr sehr schlecht geht. Sie hat nun auch verstanden, daß sie nie richtig gesund werden wird sondern maximal mit der notwendigen Medikation einigermaßen stabil damit umgehen muß.
Von ihrem Freund hat sie sich schon längst getrennt, sie hatte ihn eigentlich nur benutzt um mich zu provozieren. Fakt ist, daß sie in mir Ihre große Liebe sieht, meint wir wären seelenverwandt und könnte daraus resultierend keine wirkliche neue Beziehung mehr eingehen. Ich habe ihr zu Verstehen gegeben, daß es nun definitiv vorbei ist und ich mich ihr nie wieder in irgendeiner Art nähern könnte, abgesehen von einer dementsprechend distanzierten "Freundschaft". Ich mußte die Dinge auch beim Namen nennen und auf meine Bedenken hinsichtlich ihrer extrem häufig wechselnden Partnerschaften hinweisen.
Ein Teil der Symptomatik ihrer Krankheit lautet "sexuell unangepasste Handlungen". Das klingt ja richtig niedlich aber die Realität sieht bei ihr extrem aus und ich will das hier nicht weiter ausschmücken. Weiterhin hat ihr Alkoholkonsum stark zugenommen, darauf wird aber in dem Buch auch hingewiesen. Ich bemerke, wie sie Ihr Handeln mit der Diagnose rechtfertigen will und sich dahinter versteckt.
Ihr Umfeld wendet sich nach und nach ab, ihr Bruder zieht jetzt aus der WG aus, er sagte mir daß er Angst vor seiner Schwester hätte. Nachdem sie in sein Zimmer kam, und meinte sie würde sich jetzt vom Balkon stürzen, mußte er sie von der Brüstung ziehen. Ihre "beste Freundin" ist gleichfalls machtlos, dazukommend hat sie jetzt eigene familiäre Probleme und muß sich um sich selbst kümmern. So ist das nun mal, wenn man seinen Mann betrügt...
Ihre Eltern, genauer gesagt ihren Vater macht sie jetzt für unsere Trennung verantwortlich und es ist traurig, zuzuschauen, wie die maßgeblichen Verursacher des Problems erst nach 30 Jahren erkennen, daß ihre Erziehung und ihr egoistisches selbstdarstellerisches Verhalten einen Menschen zugrunde gerichtet hat. Sie haben keinerlei Zugang mehr zu Ihrer Tochter.
Ich bin darüber sehr traurig, muß mich aber jetzt um mich und vor allem um meinen Sohn kümmern. Meine Situation hat sich dramatisch verbessert in allen denkbaren Arten. Mein Chef hat mir seinen Anwalt für den Ernstfall kostenlos zur Verfügung gestellt, ich habe mir nach einer Lohnsteuerrückzahlung meine kleine neue Wohnung etwas gemütlicher machen können und es bleibt noch ein Rest übrig für einen Urlaub mit meiner Freundin und anschließend mit meinem Sohn.
Die ganze Sache eskalierte zu meinem Geburtstag, als ein letzter Versuch der KM, mich zurückzugewinnen gescheitert ist. Sie verschwand weinend vom Kaffeetrinken mit meiner Mutter und mir und rief dann abends unseren Sohn an, der an dem Wochenende bei mir war. Zu der Zeit hatte ich Besuch von Freunden und als Überraschung war auch meine neue Partnerin gekommen.
Durch das 1stündige Telefonat (größtenteils weinend) hat die KM den Kleinen so verunsichert, daß er auch traurig wurde und ihr dann sagte sie würde ihm fehlen. Kurze Zeit später klingelte es und vor meiner Tür stand sie und wollte zu Lukas. Ich konnte noch schnell die Gäste auf dem Balkon vorwarnen, dann verschwand sie im Schlafzimmer und hat uns, speziell meine Freundin die ganze Zeit durchs Fenster beobachtet. Ich war dementsprechend nervös und machte mich schon auf das Schlimmste gefasst.
Nach einer Stunde ging die KM wieder mit ihren Geschenken vom Nachmittag nach Hause. Eine halbe Stunde später rief mich ihr Bruder an und fragte mich wie schlimm Alkohol und 6! Tabletten Psychopharmaka seien. Komplett geschockt fragte ich eine anwesende Apothekerin, diese meinte es wäre schon sehr bedenklich. Ich bestellte den Notarzt an ihre Adresse und sie wurde über Nacht ins KH gebracht. Am Morgen danach war ich sehr erstaunt, daß sie auf Eigenverantwortung nach einem Suizidversuch nach Hause durfte. Sie wollte, daß ich ihr den Kleinen bringe aber das habe ich abgelehnt und aufgelegt. Nach einer weiteren Viertelstunde wurde ich von ihr vorgewarnt, die Polizei würde den Kleinen gleich abholen.
Ich bereitete ihn mit Worten wie "Vielleicht machen die für dich Blaulicht und Sirene an" darauf vor und wartete mit ihm und seinem Ranzen vor meiner Haustür. Niemand kam und ein weiterer Anruf der KM brachte mich dazu, den Kleinen ins Auto zu setzen und zu ihr zu fahren. Ich hatte in dem Moment auch etwas Bedenken, schließlich ist sie ja eigentlich im Recht.
Der Kleine bekam einen Weinkrampf aber ich lieferte ihn dennoch bei der KM ab. Nach einer Stunde rief er mich an und sagte daß seine Mutter gerade abgehauen sei, ohne zu sagen wohin sie wöllte. Ihr Bruder kümmerte sich derweil um ihn, sie waren spazieren und Lukas hatte sich wieder einigermaßen eingekriegt.
Am späten Nachmittag dann rief er mich nochmals an und sagte, er würde sich gleich mit einem kleinen Rucksack voll Wechselsachen und einer Taschenlampe auf den Weg zu mir (1/2 Stunde zu Fuß) machen, Mama hätte ihm das erlaubt.
Ich war schockiert und verbot ihm, loszugehen. Gleichzeitig fuhr ich mit dem Auto los, um ihn abzuholen. Er wartete schon vor dem Haus...
Wir waren dann etwas später noch draußen unterwegs, da bekam ich eine Abschieds-SMS von der KM. Sie reagierte auch auf keine Anrufe, weder Handy noch Festnetz. Ich bin davon ausgegangen, daß sie nicht zu Hause war und meldete das bei der Polizei. Auf dem Revier erfuhr ich dann auch, was am Morgen passiert ist. Die Damen in Grün erinnerten sich an die Adresse der KM und erzählten mir, daß sie am Morgen dorthin gerufen worden seien mit dem Auftrag, den Kleinen bei mir zu holen. Sie hatten jedoch den Zustand der KM bemerkt und sie gefragt, ob sie psychologisch instabil wäre oder BTM zu sich genommen hätte. Die KM erzählte von Ihrem nächtlichen Suizidversuch und die Polizeibeamten fuhren kommentarlos wieder zur Wache ohne etwas gegen mich zu unternehmen zu wollen.
Ich fuhr dann zur KM nach Hause und ein Freund von mir schaffte es, in die Wohnung zu gelangen bis die Tür vor der Nase des Kleine wieder zugeknallt wurde. Unten auf dem Hof konnten wir noch das Poltern von umgeworfenem Mobiliar hören, dennoch konnte mein Freund sie beruhigen. Währenddessen bekam ich noch einen Anruf von der Polizei mit dem eindringlichen Hinweis, sorgerechtlich unbedingt etwas zu unternehmen! In der Nacht bleib die Mutter der KM bei ihr und konnte schlimmmeres verhindern.
Mittlerweile habe ich ein von der KM unterschriebenes Dokument, in dem sie mir im Falle eines Unfalles oder längeren KH-Aufenthaltes das komplette Sorgerecht zuspricht. Das war ihre eigene Initiative, ich legte ihr aber nahe, das alles vorm JA bzw. Notar zu klären. Davor und vor der Möglichkeit, daß ich notfalls auch gerichtlich verfahren würde hat sie jedoch wahnsinnige Angst, da sie sich völlig über Ihre Lage im Klaren ist.
Ich strebe jetzt an, möglichst einvernehmlich das halbe Sorgerecht und das komplette ABR zu erlangen. Ich würde die Regelung einer abwechselnd wöchentlichen Betreuung bevorzugen, denn der Kleine hat seine Mama nach wie vor sehr lieb. Das ABR gibt mir aber die Möglichkeit, schnell reagieren zu können, wenn während seines Aufenthaltes bei der KM irgendetwas passieren sollte.
Was ist Eure Meinung dazu?
Was sollte dann in Bezug auf den KU geregelt werden?
Ist es nicht so, daß bei einer Betreuung zu gleichen Teilen kein Unterhalt gezahlt werden muß wenn beide Parteien sich die laufenden Kosten untereinander aufteilen?
Ich würde der KM auch das komplette staatliche Kindergeld überlassen, das ist mir nicht wichtig, ich möchte nur, daß es dem Kleinen gutgeht.
Ein Urteil im Bekanntenkreis mit ähnlichen Umständen hat mich sehr erschreckt. Darin hieß es, es wäre der Behandlung der psychich kranken und suizidgefährdeten KM zuträglich, wenn sie ihr Kind alleine erzieht. Darf man Kinder als Heilmittel mißbrauchen? Was ist das für ein Urteil welches in Kauf nimmt, daß das Kind trotzdem eines Morgens "eine ganz kalte Mama" im Bett finden könnte? Ich bin sehr verwirrt dadurch obwohl ich meine Chancen eigentlich sehr positiv bewerte.
Viele Grüße
Tilo
Moin Tilo,
du hast ja wirklich 'ne ganze Menge zu berichten. So ist's dir zumindest nicht langweilig.
Scherz bei Seite...
Deine Ex ist erziehungsunfähig und psychisch krank. In diesem Umfeld belässt du deinen Sohn und setzt ihn permanenten Konfliktsituationen aus. Wie kannst du das mit deinem Gewissen vereinbaren? Hast du wirklich so wenig Hintern in der Hose?
Wenn du das GSR anstrebst, bescheinigst du der KM Erziehungsfähigkeit; das ist dir doch wohl klar. Diese Erziehungsfähigkeit hat sie aber nicht. Das ABR ist 'ne nette Sache, hilft dir aber nicht ein Stück weiter.
Hier gibt es nur den Weg des ASR und damit hast du das ABR gleich mit im Sack.
Komm (endlich) in die Hufe. Kannst auch anrufen, wenn du Rat brauchst.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
hi tilo,
stimme deep zu, was sind dass für männer? sie wissen dass die EX psychisch krank ist aber die kinder sind ja nur der zweite punkt der wichtig ist.
also dein antrag muss lauten:
per EA verfahren 1 ) beantrage ich dass ASR. 2 dass ASR vorläufig auf dich zu übertragen. 3) hilfsweise das ABR damit jeder formfehler ausgeschlossen werden kann.
dann beginnst du/ dein RA mit den tatsachen.
mel
> also dein antrag muss lauten:
> per EA verfahren 1 ) beantrage ich dass ASR. 2 dass ASR vorläufig auf dich zu übertragen.
> 3) hilfsweise das ABR damit jeder formfehler ausgeschlossen werden kann.
@mel:
das sind für mich böhmische Dörfer, kannst Du mir das mal bitte näher erklären?
Hallo Tilo,
EA = Einantrag; das Gericht entscheidet schnell und ohne große Prüfung, das wird hinterher per Detail noch gemacht. EAs helfen, schnell Besserung in eine schwer tragbare Situation zu bringen.
ASR und weitere Erklärungen findest du links m Lexikon Familienrecht.
DeepThought
Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
