Also ich selber bin in München. Nun hat sich ein alter Freund und Rechtsanwalt(kein Fachanwalt für Familienrecht)
in Berlin angeboten mich anwaltlich zu vertreten. Da stellt sich die Frage, ob das praktikabel und sinnvoll ist oder möglicherweise auch belanglos,
wenn zwischen Anwalt und Mandant so eine große Entfernung liegt.
Mir wurde von anderer Seite abgeraten einen so entfernten Anwalt zu nehmen.
Neben der Entfernung wäre das auch vom Aspekt der bayerischen Mentalität ungünstig, wenn der Anwalt aus Berlin kommt.
Der Bekannte und Rechtsanwalt aus Berlin meint, dies sei kein Problem. Man könne auch für die Verhandlung einen ortsansässigen Anwalt beiordnen,
wenn er keine Zeit hat.
Wie nahe seit ihr euren Anwälten?
Was meint ihr dazu?
Grüße
Also ich habe in den letzten 2 Jahren 550km zum RA gehabt und jetzt nur noch 210km. Geht ganz gut.
Frag dich lieber, ob du meinst, dass es der richtige ist. RAs gibbet nämlich im Augenblick wie Sand am Meer (und es werden mehr) und viele von denen finden keinen Job.
Ich gehe mit meinem RA sehr professionell um und das ist auch gut so. Wir wollen ja schließlich die Schafe ins Trockene bringen. Geht das mit einem Freund?
UNd: Hat er Erfahrung im FamRecht...
Gruß,
Michael
:puzz:
Moin
Schuster bleib bei deinen Leisten.
Gerade im Familienrecht kann man nicht auf Paragraphen reiten, sondern sollte erfahrungswerte mitbringen.
z.B. im Strafrecht ist klar definiert wenn einer jemanden aua macht 2-5 Jahre. Im Familienrecht jedoch ist alles eine varialel.
Würdest du dich in der USA bei einer Mordanklage von einem RA mit Schwerpunkt Verkehrsrecht vertreten lassen??
"Lieber Richter. Mein Mandant hat auf der Flucht vor der Polizei auch ein Stopschid überfahren. Das zeigt das er sich zu diesem Punkt nicht im Besitz seiner geistigen Fähigkeiten war, da er ja einen Unfall hätte bauen können. Deswegen ist mein Mandant nicht wegen Mord sondern nur wegen Totschlag zu verurteilen." :knockout:
Desweiteren gibt es für RA's eine Gebührenverordnung, über die sich auch dein Freund nicht hinwecksetzen kann.
Und die Telefonkosten werden wohl den Rabatt bei weitem aufbrauchen, wenn nicht sogar überschreiten.
Man könne auch für die Verhandlung einen ortsansässigen Anwalt beiordnen,
Jep kann man. Und warum man den ortsansässigen nicht direkt nimmt weiß dann wohl keiner mehr. Und der RA berlin unterrichtet nur kurz den RA Bayern und schon kriegst einen auf den Deckel, weil dein RA nciht vorbereitet ist. Außerdem ist es nicht umbedingt schlecht wenn RA und Richter sich noch kennen.
Gruß
Martin
PS Mein RA ist zwar auch ca 40 Km weck, aber des liegt glaub ich gerade noch so im Ermessen der Sache. Selber OLG-Bezierk und AG-Bezirk zählt auch noch zu seinem normalem Umfeld.
@ weisnicht
Ich denke dein RA ist ortsansässig. Die Entfernung beruht auf deine Berufstätigkeit.
Ein RA sollte seine Richter schon kennen und wissen, wie dir worauf reagieren. Aussagen wie: "Aber Richter so und so vom AG ausßerhalb handhabt das so." Mögen Richter gar nicht. sonnst Könnten wir uns alle auf Richter Rodolf (oder mit ph) und das >Cochemer Modell< berufen.
Gruß
Martin
Moin!
Also ich habe in meinem Kampf bereits den 3ten Anwalt und so einige Erfahrungen. Der 1te war rd 40km weg, der 2te 15km und der aktuelle 600km. Einen negativen Unterschied in der Distanz kann ich nicht erkennen. Ehrlich gesagt kann ich überhaupt keinen Unterschied erkennen.
1. Persönliche Treffen mit dem RA finden -außer vor Gericht- nur ganz wenige statt. Das meiste geht per Telefon, Fax und Email.
2. Meine beiden ortsansässigen RAs konnten den Heim-Vorteil überhaupt nicht nutzen, beide hatten vorher noch nie mit unserem Richter zu tun.
3. Vorläufig in allen Verfahren gewonnen hat meine Gegenseite, deren RAtte ebenfalls nicht ortsansässig ist sondern ca 60km weit weg vom Gericht.
Einziger Knackpunkt - bei dem 600km entfernten ist die Spesenrechnung hoch, da er extra für Verhandlungen anreisen muss. Aber ich denke man sollte den RA nicht nach seinem Standort wählen sondern man sollte versuchen den besten zu kriegen. In der Masse von RAs ist das schwer. Aber ich hoffe mit meinem nun die richtige Wahl getroffen zu haben.
Einen Fachanwalt für Familienrecht solltest Du schon nehmen, da es viele feine Nuancen gibt. Und sofern Deine Gegenseite einen Fachanwalt hat und Du aber nicht, gibst Du ihr einen Vorteil. Das solltest Du nicht tun.
Greetz,
Milan
Servus Comeback!
Man könne auch für die Verhandlung einen ortsansässigen Anwalt beiordnen,
wenn er keine Zeit hat.
Halte ich prinzipiell nix von...sooo eine ausführliche Einweisung kann es nicht geben, daß der beigeordnete RA Deine Interessen vollumfänglich erkennt/vertritt. Bin selbst damit (allerdings bei Streit in Verkehrsunfallsache) auf die Nase geflogen...
Falls Du einen brauchst, ich wüßte einen guten ausm Dingolfinger Raum, der oft in M zu tun hat...
Die Entfernung macht uns Dank moderner Technologie keine Probleme, ich werde vollumfassend informiert und falls Gesprächsbedarf ist, versuchen wir, uns in M zu treffen, wenn er dort Gerichtstermine hat.
Grüße
Marco
Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
Ich denke dein RA ist ortsansässig. Die Entfernung beruht auf deine Berufstätigkeit.
Nein. Weder er noch ich. Aber er ist gut.
Also ich selber bin in München. Nun hat sich ein alter Freund und Rechtsanwalt(kein Fachanwalt für Familienrecht)
in Berlin angeboten mich anwaltlich zu vertreten. Da stellt sich die Frage, ob das praktikabel und sinnvoll ist oder möglicherweise auch belanglos,
wenn zwischen Anwalt und Mandant so eine große Entfernung liegt.Mir wurde von anderer Seite abgeraten einen so entfernten Anwalt zu nehmen.
Neben der Entfernung wäre das auch vom Aspekt der bayerischen Mentalität ungünstig, wenn der Anwalt aus Berlin kommt.Der Bekannte und Rechtsanwalt aus Berlin meint, dies sei kein Problem. Man könne auch für die Verhandlung einen ortsansässigen Anwalt beiordnen,
wenn er keine Zeit hat.Wie nahe seit ihr euren Anwälten?
Was meint ihr dazu?Grüße
Ich bin mit meinem 500 km entfernt gewesen. Ging super gut.
