Hallo liebe Leser,
wollte mal auf einen weiteren Beitrag von verzerrter Berichterstattung aufmerksam machen.
Habe eher zufällig den Beitrag
"Eltern für immer" aus der Reihe 37 Grad (Sendetermin 14.09.2010) von Silvia Kaiser
( http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8108840,00.html)
im Internet gesehen.
Neben zwei Familien, bei denen es nach der Trennung gut funktioniert, wird dort auch eine 38 jährige Alleinerziehende vorgestellt, bei der es "nicht so gut läuft", wie bei den beiden Paaren. Die Dame wird, wie üblich als die Arme vom KV alleingelassene dargestellt. Nur zwischen den Zeilen, kann man hören, dass bereits vor der Geburt sie die Regeln bestimmen wollte und der KV dann nach ihren Regeln spielen sollte, oder eben nicht mehr mitspielen darf.
Besonders empörend finde ich in diesem Fall, dass die Position des KV in diesem Film überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Im Blog auf der Seite des ZDF finden sich nur zwei frustierte Einträge von ihm,
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/11/0,1872,5249227,00/F326/msg2662221.php
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/11/0,1872,5249227,00/F326/msg2665962.php
Eine Antwort hat er im Blog nicht gefunden.
Ob der KV oder die KM im Film die wahren Verhältnisse beschreibt finde ich unerheblich. Tatsache ist, dass in dem Film nur eine Seite gehört wird. Wenn man sich fragt, wie es zu dieser Eineitigkeit kommt, wird man schnell fündig. Die Autorin schreibt über sich selbst:
"Denn auch ich befinde mich in Trennung und frage mich tagtäglich, wie wir das Leben am besten mit dem gemeinsamen Sohn (6) regeln können. Am liebsten hätte ich mich selbst als Protagonistin genommen, aber mein Noch-Mann wollte nicht."
Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,8111901,00.html
Das ist wirklich toller Qualitätsjounalismus aus GEZ-Gebühren finanziert. Ich wollte hier mal zur Diskussion stellen, ob es nicht auch an der Zeit ist, zu versuchen eine "Gegenöffentlichkeit" herzustellen, indem man mal hierzu Leserbriefe und Beschwerden gegen eine derartig einseitige Berichterstattung schreibt.
Viele Grüße,
Hoffmann
Danke! Ich habe auch diesen Beitrag gesehen, aber mich direkt gewundert, warum der Kindesvater nicht zu Wort kam! Normalerweise sollte doch wenigstens erwähnt werden, dass man keinen Kontakt herstellen konnte etc. Aber wenn dies so gewesen wäre, hätte man überhaupt nicht diese "Mutter" nehmen dürfen. Ich hoffe, dass andere Zuschauer auch wissen, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt...
Diese Frau hat es (mal wieder?) geschafft den Vater zu verletzen, ZDF hat ihr die Möglichkeit hierzu geradezu gegeben. Es gab zwar keine Namensnennung, aber der Vater weiß schließlich um wen es geht. Zusätzlich wurde gelogen: der Vater würde sich nicht kümmern wollen. Diese Aussage wurde überhaupt nicht überprüft und der Autorin sollte bekannt sein, dass viele Kindesverweigerer so argumentieren. Auch hat die "Mutter" überhaupt nichts in den Jahren der Trennung gelernt... begreift das Kind als ihren Besitz.
Für mich ist diese "Mutter" keine wirkliche Mutter - einer Mutter geht es allein um das Wohl des Kindes...
Das ist wirklich toller Qualitätsjounalismus aus GEZ-Gebühren finanziert.
Hallo Hoffmann
und danke für den Link auf den Beitrag des Vaters. Ich hatte auch mal versucht, meine Story (die halt mit anderen Geschlechtervorzeichen lief) dort unterzubringen - vergeblich. Väterpolitik ist gesellschaftlich/politisch nicht oportun. Hätte man den Vater hier mit eingebunden, wäre die Story nicht so glatt runtergelaufen!
LG, Uli
Hejhej.....
ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Vater nicht doch die Möglichkeit hatte, sich einzubringen. In seinem zweiten Blog
http://www.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/11/0,1872,5249227,00/F326/msg2665962.php
schreibt er nämlich:
Vorab hatte ich Sie und das ZDF in einer Mail informiert das das Thema ein sehr sensibles,und das Ganze auch ein zerstörerischer Beitrag werden könnte.
Und das hat er nun auch geschafft !
Vielleicht hat er die Möglichkeit schlichtweg ausgelassen und das ZDF hat unfairerweise das nicht einmal dargestellt......
Nur mal so.....
Gruß Matthias
Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
Hallo Hoffmann
und danke für den Link auf den Beitrag des Vaters. Ich hatte auch mal versucht, meine Story (die halt mit anderen Geschlechtervorzeichen lief) dort unterzubringen - vergeblich. Väterpolitik ist gesellschaftlich/politisch nicht oportun. Hätte man den Vater hier mit eingebunden, wäre die Story nicht so glatt runtergelaufen!
LG, Uli
Hallo Uli,
Väterpolitik ist bisher noch nicht politisch opportun. Ich habe aber den Eindruck das es geringe Ansätze gibt, dass sich wenigstens ein bisschen ändert. In der gleichen Reihe 37 Grad hatte das ZDF auch mal einen Beitrag über "Väter wider willen", die von "ihren" Frauen / Freundinnen in der Familienplanung hereingelegt wurden. Manche der Journalistinnen sind sogar Argumenten zugänglich.
Auf meine Zuschrift, hat die Redakteurin eines Beitrages über Schwangere, die schon während der Schwangerschaft alleine sind, immerhin zugegeben, dass von Schwangerenkonfliktberatungsstellen wohl doch keine objektiven Informationen über die Gründe zu bekommen sind. Der Beitrag war natürlich bereits gesendet, aber ich hatte trotzdem den Eindruck, dass es ein gewisses Nachdenken gegeben hat.
Ich weigere mich davon auszugehen, dass alle Frauen es für richtig halten, dass die vom Familienrecht begünstigten "Kindsbesitzerinnen" und "Abzockerinnen" sich auch noch als Opfer darstellen.
Aber solange es nur die Darstellung als "Opfer" gibt, wird der unbeteiligte Zuschauer (es soll ja noch Menschen in intakten Familien geben) nur diese Seite sehen.
Vielleicht täuscht mich mein Eindruck, dass es sich ein bisschen ändert und es ist nur mein eigenes Pfeifen im Wald. Aber manchmal hört ja einer das Pfeifen.
In diesem Sinne: vielleicht findet sich ja doch noch eine Gelegenheit deine Geschichte publik zu machen.
Liebe Grüße,
Hoffmann
In diesem Sinne: vielleicht findet sich ja doch noch eine Gelegenheit deine Geschichte publik zu machen.
Nein, damit habe ich inzwischen definitiv abgeschlossen!
