Hallo,
seit Monaten gibt es immer wieder Berichte wie diesen, dass die Rezession nachhaltig weit mehr Männer den Job gekostet hat als Frauen. An sich müsste diese gefestigte Realität ja (wenngleich mit der behördentypischen Verzögerung von einigen Monaten bis Jahren) bei allen familienrechtsrelevanten Richtersprüchen vom Sorge- bis zum Unterhaltsrecht durchdringen - arbeitslose Männer können weniger bis keinen Unterhalt zahlen, aber dafür mehr Betreuungsarbeit leisten etc.
Da seit vielen Jahren die Frauen vorrangig mit der Beschäftigungssituation argumentieren, wenn sie Unterhalt fordern oder Nurmutterhausfrau sein können wollen, ist jetzt die Zeit, ebendieses Argument zu spiegeln. Was mich interessiert: kennt jemand erfolgreiche Klagen z.B. zur Unterhaltsabänderung, die auf diese Argumentation gestützt waren? Wenn selbige von Müttern kam, wurde sie ja in aller Regel problemlos durchgewunken von den beamteten Unrechtssprechern. Und da diese Verbeamtung sie schließlich nicht gehindert hat, bei Frauen auf die Situation am Arbeitsmarkt abzustellen, warum dann nicht auch bei Männern...?
/elwu
