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Stadt Herten: Kein Kontakt zu gewalttätigem Vater

 
DeepThought
(@deepthought)
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Hertener Jugendamt unterstützt Aktion von "Terre des Femmes"

Herten. "Kein Kind soll gerichtlich gezwungen werden, Kontakt zu einem gewalttätigen Vater aufzunehmen", fordert der Hertener Jugendamtsleiter Heinzjürgen Ertmer und unterstützt damit eine aktuelle Initiative der Frauenrechtsorganisation "Terre des Femmes". Auch in Herten gibt es immer wieder Fälle, in denen Gewalttäter per Gerichtsbeschluss Umgangs- oder gar Sorgerecht für ihre Kinder erhalten, obwohl diese unter dem Kontakt leiden. Hertener Bürgerinnen und Bürger können sich an der Aktion beteiligen.

Aber sind es wirklich immer die Väter, vor denen Kinder geschützt werden müssen? „Natürlich würden wir ein Kind im Zweifel auch vor einer prügelnden Mutter schützen, wenn diese ein Umgangsrecht erzwingen wollte“, sagt Heinzjürgen Ertmer. „Doch diesen Fall von häuslicher Gewalt hatten wir in Herten bislang noch nicht.“

„Terre des Femmes“ positioniert sich auf ihrer Homepage ganz klar: „Häusliche Gewalt soll als Indikator dafür dienen, dass Väter ihre Erziehungsberechtigung (wenigstens vorerst) verwirkt haben. Die bestehenden Gesetze sollen Betroffene nicht erneut zu Opfern machen, sondern zu ihren Gunsten und ihrer Sicherheit interpretiert werden“. So lautet der Text, mit dem die Frauenrechtsorganisation darum wirbt, Opfern von Gewalt in der Familie die Konfrontation mit dem Täter zu ersparen. Dem schließen sich Jugendamtsleiter Heinzjürgen Ertmer, Petra Altenbernd, Leiterin des Hertener Frauenhauses, und die Gleichstellungsbeauftragte Christiane Rohde jetzt öffentlich an.

"Die Gerichte treffen manchmal Entscheidungen, die für uns nicht nachvollziehbar sind", erklärt Ertmer und erinnert an einen Fall, zu dem der Bereich Hilfe zur Erziehung als zusätzliches Jugendamt hinzugezogen wurde: Ein Vater, der die Mutter seiner Kinder getötet hatte, wollte nach seiner achtjährigen Haftstrafe gerichtlich ein Kontaktrecht zu seinen Kindern durchsetzen. Der Richter gab dem Mann Recht - mit der Begründung, der Vater habe ja den Kindern keine Gewalt angetan, sondern "nur" der Mutter. Solchen Urteilen soll durch die Unterschriftenaktion von "Terre des Femmes" jetzt ein Riegel vorgeschoben werden.

Wird einem gewalttätigen Ex-Mann und Vater das Umgangsrecht zugesprochen, können die Kinder nicht nur gefährdet, sondern im schlimmsten Fall auch retraumatisiert werden. Das bedeutet konkret: Sie erleben Teile des Traumas durch die Konfrontation mit dem Misshandler wieder neu und fühlen sich ihm häufig erneut ausgelieftert. Hinzu kommt bei kleineren Kindern, dass auch die Kindesmutter so gezwungen wird, den - oftmals mühsam abgebrochenen - Kontakt zu ihrem Misshandler wieder aufzunehmen.

Die Zusammenlegung der vormals getrennten familien- und zivilgerichtlichen Zuständigkeiten, die Beschleunigung von Sorge- und Umgangsentscheidungen der derzeitigen FGG-Reform der deutschen Bundesregierung seien grundsätzlich zu begrüßen, so Ertmer weiter. "Es ist erfreulich, wenn Fälle mit Kindeswohlgefährdungen Vorrang vor anderen Fällen erhalten. "Doch gleichzeitig birgt dieses 'Verfahrensbeschleunigungsgesetz' in Fällen von häuslicher Gewalt auch massive Gefahren für betroffene Frauen und Kinder - nämlich dann, wenn die Sorgfalt der Prüfung und Anhörung der Geschwindigkeit zum Opfer fällt". Deshalb appeliert der Hertener Jugendamtsleiter an die Bürgerinnen und Bürger, die Petition von Terre des Femmes zu unterstützen.

Die Unterschriftenliste liegt noch bis Ende des Monats im Jugendamt (Rathaus-Nebengebäude, 1. Stock) aus oder kann als pdf-Datei heruntergeladen werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.frauenrechte.de

Pressekontakt: Pressestelle, Nele Däubler (Pressesprecherin), Tel: 02366/303-357, Mail: n.daeubler@herten.de

>Quelle<


Der Petitionstext:

In Fällen von Häuslicher Gewalt hat der gewalttätige Elternteil sich oft über einen längeren Zeitraum über Rechte und Grenzen von Partnerin und Kind hinweg gesetzt und ihnen körperliche und seelische Verletzungen zugefügt. Auf Grund veralteter Familienideale gilt noch immer der Grundsatz „Besser ein gewalttätiger Vater als gar kein Vater“. Männer, die ihre Familien mitunter jahrelang terrorisiert haben, werden nicht als Täter begriffen, sondern als Väter. Durch die Behauptung, der Kontakt mit dem Vater diene grundsätzlich dem Kindeswohl, wird der Umgang mit dem Vater legitimiert und durchgesetzt, auch wenn alle Fakten dagegen sprechen. Wird einem gewalttätigen Ex-Mann und Vater das Umgangsrecht zugesprochen, werden damit nicht nur die Kinder gefährdet und weiter traumatisiert. Auch die Mutter wird so gezwungen, den Kontakt zu ihrem Misshandler aufrecht zu erhalten.

Hiermit unterstütze ich folgende Forderung von TERRE DES FEMMES:
Wir verlangen ein klares Signal von der Justiz an die Täter, indem Ihnen das Sorge- und Umgangsrecht – zumindest vorübergehend - entzogen wird, da sie durch ihr gewalttätiges Verhalten vorerst ihre Erziehungsberechtigung verwirkt haben.

Diese Unterschriftenaktion findet bis zum 31. Dezember 2008 statt. Die Petition wird voraussichtlich im März 2009 sowohl an das Familien- als auch an das Justizministerium übergeben.

Bitte an die folgende Adresse zurücksenden:
TERRE DES FEMMES e.V.
Postfach 2565
72015 Tübingen


Nicht, dass der Eindruck entsteht, ich würde die Petition unterstützen. Ich stelle es für einen User unter dem Motto "Aufreger der Woche" ein.

DeepThought


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 21.12.2008 22:19
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ratet mal, wer Herr E. in meinem Thread ist.  😡

Ich muss da was zu schreiben! Nicht-Gegengelesen darf ich das aber nicht rausgeben. Diese Drecks-Alt-68er.

Ich stelle es ein!

Gruß,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 21.12.2008 23:00
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo zusammen,

faszinierend - diese ideologisch verbohrte Bande braucht keine zwei Dutzend Wörter, bis sie sich selbst entlarvt. Der Petitionstext fängt so an:

In Fällen von Häuslicher Gewalt hat der gewalttätige Elternteil sich oft über einen längeren Zeitraum über Rechte und Grenzen von Partnerin und Kind hinweg gesetzt

Aha. Im ersten Moment wahrt mensch noch den Anschein eines geschlechtsneutralen Anliegens ("Elternteil"), aber gleich darauf geht es nur noch um den Schutz der "Rechte und Grenzen von Partnerin und Kind"; damit kann es sich bei den Täter/innen per Definition nur noch um Männer handeln - oder um Lesben. Weiter unten im Text wird dann deutlich, dass nach Ansicht der Petitionsverfasser/innen ausschließlich Männer Gewalt ausüben können, während Frauen ihrer Natur entsprechend stets wahre Friedensengel/innen sind. Offenbar habe ich seinerzeit im Biologieunterricht gepennt, denn dieser Unterschied zwischen Männern und Frauen ist mir neu.

Mal im Ernst: Wenn heutzutage jemand in einer Stellenanzeige einen Friseur oder Bäcker sucht, hat er ziemlich schnell eine Abmahnung nach dem Antidiskriminierungsgesetz am Hals, weil ungerechterweise nicht auch nach der weiblichen Berufsbezeichnung gefragt wird. Aber wenn Terre en Flammes auf "weh, weh, weh, frauenrechte, punkt, de" eine Petition mit dem hier zitierten Wortlaut einstellt, das ist politisch korrekt? Was würde wohl passieren, wenn irgendein Verein auf einer Seite maennerrechte.de eine gleichartige Petition veröffentlicht - aber mit verdrehten Rollen, d.h. dass Gewalt von Frauen gegen ihre Partner und Kinder angeprangert wird? Klagt Terres de Femmes dann womöglich gegen diesen Schweinepriesterverein, weil der es wagt, eine derart diskriminierende und frauenverachtende Petition in Umlauf zu bringen?

Nix für ungut,

Malachit.

P.S. das mit www.maennerrechte.de hatte ich nur so dahingeschrieben, konnte es mir dann aber nicht verkneifen, diese Adresse aufzurufen. Die ernüchternde Antwort muss mann sich auf der Zunge zergehen lassen: "SORRY - NO CONTENT, Sire."


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 01:44
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Sehr geehrter Herr E.,

mit Bestürzung habe auf presse-service.de gelesen, dass das Jugendamt Herten eine Aktion unterstützt, die Väter ohne Gerichtsverfahren vom Umgang ausschließen soll, wenn sie verdächtigt werden, gewalttätig zu sein.

Ich selbst bin Hertener Bürger und Trennungsvater. In diesem Jahr konnte ich meinen Sohn * 9 Monate nicht sehen, obwohl ich mich mit der Mutter vor Gericht über den Umgang verglichen hatte.

Von ihrer Dienststelle erhielt ich dabei wenig Unterstützung. Um etwas präziser zu sein, forderten sie die Mutter meines Sohnes auf, den Umgang zu boykottieren, da sie eine von mir ausgehende Gewalttätigkeit vermuteten.
Diese Vermutung war weder begründet noch begründbar, da ich nicht gewalttätig bin.
Statt dessen muss ich mir ernsthafte Sorgen um meinen Sohn machen, da oft Situationen im Haushalt der Mutter eskalieren und hoffe inständig, dass die durch meinen Antrag angesetzte Erziehungsberatung eine Verbesserung seiner Lebenssituation erreichen kann.

Wir sind uns völlig einig darüber, dass Kinder vor Gewalt geschützt werden müssen - auch vor Gewalt durch die Eltern.
Gewalt ist aber kein rein männliches Problem, wie die Petition und ihre Kommentare im Interview vermuten lassen. Gewalt ist leider ein menschliches Phänomen also eines von Müttern und Vätern. Dass sie "diesen Fall von häuslicher Gewalt [...] in Herten bislang noch nicht" hatten ist genau so falsch wie unglaubwürdig.

Wenn sie sich ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen wollen, stelle ich ihnen gerne entsprechende Untersuchungen zur Verfügung und bin auch jederzeit gerne zu einem informellen Gespräch bereit.

Völlig unverständlich ist mir ihre Haltung zur Justiz. Konkret sagten sie im Interview: "Gerichte treffen manchmal Entscheidungen, die für uns nicht nachvollziehbar sind" und erklären damit ihre Unterstützung zur Petition.

Darüber hinaus zeigten sie in den Gesprächen zu meinem Fall, dass sie Gerichtsentscheide - sogar Vergleichsentscheide - minderwertiger ansehen, als ihre eigene Meinung.
Ihre Mitarbeiter und auch sie selbst befassten sich oberflächlich mit meinem Thema, ohne objektive Fakten zu prüfen, und nahmen einen Standpunkt ein, der meinen Sohn doppelt Nachteile brachte: Nicht nur wurde ihm der Umgang versagt, sondern sie sind ihrer Aufgabe nicht nachgekommen, die Situation meines Sohnes, z.B. durch entsprechende Beratungsangebote, zu verbessern.
Ein nicht nur fragwürdiges Verhalten, sondern auch fernab jeder Regelung im SGB8.

Ein Grundprinzip unserer Gesellschaft ist die Tatsache, dass im Staat Exekutive, Judikative und Legislative klar voneinander getrennt sind.
Unser Grundgesetz, das BGB, das KJHG und das SGB8 machen klare Aussagen über die Aufgaben der Justiz, ihres Fachbereichs und den Regelungen zum Umgang.

Und genau darauf sollten wir vertrauen. Ein Richter muss sich vor seiner Entscheidung ausreichend sachkundig machen und auf Basis dessen eine Entscheidung, die am Kindeswohl ausgerichtet ist, treffen.
Manchmal bedeutet dies auch, dass ein Elternteil keinen oder eingeschränkten Umgang zugesprochen bekommt.

Der Gesetzgeber hat diese Entscheidung wohlweislich allerdings nicht in die Hände des Jugendamts gegeben, sondern in die eines Gerichts.
Ich denke, dass gerade sie, als Beamter, darauf gesteigerten Wert legen sollten.

Natürlich gestehe ich ihnen zu, dass es bei Gerichten zu Fehlern bei den Entscheidungen kommt. Dann allerdings sieht der Gesetzgeber vor, das Berufungsgericht anzurufen. Die Beschwerdeinstanz des Amtsgerichts Recklinghausen ist nicht ihr Fachbereich, sondern das OLG Hamm, wenn ihre Handlungen und ihr Aufruf mich auch zu einem anderen Schluss kommen lassen!

Umgang mit dem Trennungselternteil, egal ob männlich oder weiblich, ist und bleibt wichtig für das Wohl aller Trennungskinder.
Darüber bleibt der Schutz von Kindern gegen Gewalt eines der dringlichsten Aufgaben unserer Gesellschaft.
Mit dem Aufruf die, juristisch auf sehr dünnem Eis stehenden (lesen sie einfach jedes beliebige Urteil des BVerfG zum Umgangsausschluss), Petition zu unterstützen haben sie diesen beiden Zielen einen Bärendienst erwiesen.


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 01:45
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Sehr gut!

Wem willst das schicken?

Kennst du oder sonst jemand einen Weg, dass es nicht gleich im Mülleimer landet?

Gruss Beppo


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 10:11
(@pappasorglos)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Kennst du oder sonst jemand einen Weg, dass es nicht gleich im Mülleimer landet?

Das Aufsichtsorgan des Jugendamtes ist der Stadtrat, hier insbesondere der Ausschuss für Schule und Jugend. Die Ausschusszusammensetzung ist hier:

http://www.herten.de/politik/rat_ausschuesse/bindata/Anschriftenverzeichnis%20021208doc.pdf


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 10:39
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Weisnich,

ganz wichtig: Wenn Du sowas schickst, muss da unbedingt ein Verteiler drauf, damit die Adressaten gleich sehen, dass sie nicht die einzigen sind, die es bekommen haben. Hilfreich ist auch, das Ding an die lokale und überregionale Presse (inkl. B*LD & Co.) zu schicken und dies ebenfalls im Verteiler zu erwähnen - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Offener_Brief. Die Publikation als Leserbrief sorgt dann für die nötige "Diskussionsbreite". Und niemand kann sagen, er hätte von nichts gewusst...

Wenn Du magst, bringe ich Dir das Dingens sprachlich noch ein wenig in Form; geht allerdings erst gegen später.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 11:26
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Leute,
das Dingen ist gestern raus an:
- den Amtsleiter selbst
- Fachbereichsleiter
- Bürgermeister
- lokale Presse
- Gleichstellungsbeauftragte (und Unterstützerin des Aufrufs)
- Gericht

Dazu heute noch der Ausschuß des Stadtrats.

Gruß,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 11:44
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Weisnich,

das Dingen ist gestern raus an:

Schade. Da hätte man mit ein wenig Geduld, sprachlicher Überarbeitung / Straffung und entsprechender "Begleitmusik" noch einiges mehr daraus machen können. In der oben stehenden Form fürchte ich eher breite "Verpuffungen", da ein Grossteil der Angesprochenen (und auch der Zeitungsleser) die Problematik aus einem anderen Blickwinkel sieht als ein persönlich Betroffener. Oder wie gute PR-Leute zu sagen pflegen: "Der Köder muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch..."

Aber schau'n mer mal.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 12:24
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo Brille,
mag sein. Ich bin halt nur Techniker und kein Sprachgenie.

Allerdings erwarte ich auch keinerlei Reaktion.

Niemand wird sich gegen eine solche Petition aussprechen. Die maximal erlaubte Ablehnung gegenüber Frauenrechtlerinnen ist Ignoranz und nicht mal dazu konnte sich das hiesige JA durchringen.

Wir dagegen können uns wenigstens noch dagegen zu wehren versuchen, als Querulanten oder Volldeppen angesehen zu werden.  😉

Der Grund, diesen Brief zu schreiben ist recht simpel: Ich wollte nicht nur einfach zuschauen. Lieber Pappnase als Mitläufer.

Gruß,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 14:24




 Uli
(@Uli)

Schade, dass die Stadt Herten kein Gästebuch oder sowas hat, wo man gleich entsprechendes und öffentliches Feedback geben kann.

Ich hab mich ja nach (juristischem) Abschluss meiner eigenen Sache in Genderangelegenheiten weitgehend zurückgehalten. Hier konnte ich es mir aber nicht verkneifen, es mal ins Gleichberechtigungsforum zu setzen:

 http://www.wgvdl.de/forum/forum_entry.php?id=49251 

Die diskutieren sowas immer etwas härter!

LG, Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 17:23
(@bengel)
Registriert

Die diskutieren sowas immer etwas härter!

naja uli. das ist genau das niveau, was mir von schwarzer und co unter umgekehrten vorzeichen sehr bekannt vorkommt. und das ist nicht dass, was wünschenswert ist für mich..

ich glaube viel mehr, dass man in anbetracht der vielen scheidungskinder (ich bin selbst ein 3faches) etwas mehr demut einkehren lassen sollte. ich bin dabei und habe nach 5 jahren gestern mit meiner ex über unsere trennungsphase sprechen können. ganz in ruhe und mit aller selbstkritik von beiden seiten.

naja. leider steht es um beide kiddies auch nicht zum besten, nur ist die frage, wie wäre es, wenn 2 unglückliche eltern noch weitere 5 jahre zusammen gewesen wären. und auch die frage, ob man mehr losassen sollte.

LG von der bergstrasse.

bengel


AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 17:56
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Uli,

Die diskutieren sowas immer etwas härter!

solange sich dort Diskutanten unter einem Logo namens "Radikale Väterfront" und mit Sprüchen wie "Wer nicht hören will, muss fühlen!" äussern, sehe ich das ganze eher kontraproduktiv - Motto "Seht her - genau wegen solcher radikalen, gewaltbereiten Vätern mussten wir diese Petition starten!"

Ob das dann wirklich hilfreich ist?

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 22.12.2008 18:18
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

solange sich dort Diskutanten unter einem Logo namens "Radikale Väterfront" und mit Sprüchen wie "Wer nicht hören will, muss fühlen!" äussern, sehe ich das ganze eher kontraproduktiv - Motto "Seht her - genau wegen solcher radikalen, gewaltbereiten Vätern mussten wir diese Petition starten!"

Ich war ja nicht dabei ... aber hat der Fiminismus nicht genauso angefangen? Mit viel Krawall ein Minimum herauszuholen???

Es ist doch auch heute noch so, das mit völlig überzogenen Forderungen dann durch "großzügiges" Nachgeben immer ein Schritt weitergegangen wird. So ist den Männern nach und nach das Fell über die Ohren gezogen worden ... und wir immer noch! Ich meine, dadurch das sich die ganzen Interessensgruppen nicht grün sind und es zuviele Aktionen mit kleinen Gruppen gibt, wird sich auch nicht ändern und die Frauengruppen lachen sich ins Fäustchen.

Auf der anderen Seite sehe ich es so, dass durch unser gesellschaftliches System eine (über-)lebensunfähige Generation heranwächst, die von alleine Aussterben muss ... kein EU Land wird die Milliarden Sozialgelder übernehmen, die dann nötig werden um dieses System aufrecht zu erhalten. Nur dann ist es viel zu spät.
Gruß
Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.12.2008 11:35
 Uli
(@Uli)

Ich war ja nicht dabei ... aber hat der Fiminismus nicht genauso angefangen? Mit viel Krawall ein Minimum herauszuholen???

Ja, ich denke auch, dass es verschiedenen Wege geben kann, sich einem Problem zu nähern. Mit angepasstem Verhalten werden wir die Damen von "Terre des Femmes" (allein der Name ist Provokation) nicht milde stimmen. Auch das Jugendamt wird nicht plötzlich väterfreundlich werden.

Wenn man sich Alice Schwarzer in frühen Jahren anschaut, wie sie mit grobem Unfug vieles bewirkt hat (und vieles war ja nun wirklich veränderungswürdig!) - siehe z.B. >hier< und >hier< - sollte man das schon so stehen lassen.

Ich habe in meinen schlechtesten Zeiten über manche Kommentare aus dem "Gleichberechtigungsforum" herzhaft lachen können und das hat zumindest mir geholfen.

LG, Uli


AntwortZitat
Geschrieben : 23.12.2008 13:32
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ich habe in meinen schlechtesten Zeiten über manche Kommentare aus dem "Gleichberechtigungsforum" herzhaft lachen können und das hat zumindest mir geholfen.

Lachen ... schön und gut! Aber es bleibt einem langsam im Halse stecken!
Die Väter und Männer im allgemeinen rutschen langsam aber sicher in eine moderne Form der Leibeigenschaft. Argumentiert wird es mit dem Totschlagargument "Kindeswohl" und der falschen Ansicht, dass Kinder prinzipell am Besten bei der Mutter aufgehoben sind. Das ist eine Vermischung von feudalen Ansichten mit einem entnazifiertem Faschismus ...

Kasper


Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.12.2008 13:46
(@malachit)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Kasper,

Die Väter und Männer im allgemeinen rutschen langsam aber sicher in eine moderne Form der Leibeigenschaft. Argumentiert wird es mit dem Totschlagargument "Kindeswohl" und der falschen Ansicht, dass Kinder prinzipell am Besten bei der Mutter aufgehoben sind. Das ist eine Vermischung von feudalen Ansichten mit einem entnazifiertem Faschismus ...

Ja. Und es ist ein Zeichen jeder Art von Diktatur, wenn Dinge nicht bei ihrem Namen genannt werden, sondern sich hinter Beschönigungen und verdrehten Begriffen verstecken. Um es mit dem Beispiel aus George Orwells 1984 zu sagen: Das Ministerium für Wahrheit verbreitet Lügen, das Ministerium für Überfluss verwaltet den Mangel, und das Ministerium für Liebe foltert die Andersdenkenden.

Ich habe demzufolge meine eigene Interpretation, was gewisse Leute mit dem Wort Gleichberechtigung meinen ...

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.

AntwortZitat
Geschrieben : 23.12.2008 14:20