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spiegel.de: Kinder als Ersatz für fehlende Anerkennung in der Gesellschaft

 
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ein interessantes Interview mit dem Jugendpsychiater Michael Winterhoff über die Oubertät und den Umgang von Eltern mit ihren Kindern findet sich >>>HIER<<<. Eine Beobachtung, die hier im Forum immer wieder zu machen ist (wenn auch teilweise aus der trennungsbedingten Angst, etwas falsch zu machen), hat er ebenfalls beschrieben:

Das Kind wird zum Ersatz für fehlende Anerkennung in der Gesellschaft, nach dem Motto: Wenn mich in der Welt schon keiner liebt, dann muss es wenigstens mein Kind tun. Eltern werden abhängig von der Zuneigung ihrer Kinder. Die merken das natürlich und nutzen es für sich, es kommt zu einer Machtumkehr. Die dritte Phase ist dann die Symbiose, die ich jetzt seit fast sieben Jahren beobachte. Das Kind muss nun herhalten für meine Unfähigkeit, Freude und Glück zu erleben. Ich fange an, das Glück des Kindes für mein eigenes Glück zu halten.

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 13.05.2010 18:58
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

ich halte viel von Winterhoff, er hat einige Bücher geschrieben (zB "Warum aus Kindern Tyrannen werden.") und ich finde er ist einer der wenigen Psychologen, die das auch für einen Laien sehr verständlich und nachvollziehbar herleitet, "wo es heute fehlt".

Ich schrieb an anderer Stelle schon mal, dass diese auf dem Stand eines 2jährigen stehenbleibende Entwicklung für mich die Keimzelle der Borderliner ist. Das zieht sich wie ein roter Faden durch.

LBM


‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 13.05.2010 19:42