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Pilotprojekt in Münster: Führerscheinentzug bei Häuslicher Gewalt

 
 Uli
(@Uli)

Gerade eben im Radio gehört und sofort ergoogelt:

... Dahinter stehe die psychologische Erkenntnis, dass Täter, die etwa durch häusliche Gewalt auffielen, auch in anderen Bereichen aggressiv reagierten, sagte Ordnungsamtsleiter Martin Schulze-Werner. Als Fahrer seien sie dann eine «tickende Zeitbombe».

>>Quelle<<

Müssen Männer/ Väter, die im Hinblick auf die bevorstehende Scheidung/ Trennung aus dem Hause gemobbt werden, jetzt zusätzlich noch mit Führerscheinentzug rechnen?  :puzz:


Zitat
Geschrieben : 14.10.2010 13:21
(@ollit)
Nicht wegzudenken Registriert

Vielleicht könnten die dann auch noch elektronische Fussfesseln einführen. :puzz:


AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2010 14:23
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Die Radikalfeministinnen streben doch sowieso an, dass alle Männer, prophylaktisch entmannt werden, um aus potentiell gewalttätigen Stieren sanfte aber nützliche Ochsen zu machen.

Übrig bleiben ein paar Zuchtbullen, die ab und zu auf ne Gummikuh klettern dürfen um Samen für die künstliche Befruchtung der Leistungsträgerinnen und Vorstandsvorsitzendinnen zu liefern.

Natürlich wird den Zuchtbullen ein Nasenring eingezogen um sie gefügig zu machen und sie auch von zarter Hand leicht durch die Manege zu führen sind.

Gemessen daran, sind wir mit dem Führerschein erst ganz am Anfang der Entwicklung.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2010 14:30
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Uli,

bislang ist die Rede von "Straftätern" - nach meinem Verständnis also von Leuten, die wegen solcher Taten rechtskräftig verurteilt wurden.

Würde diese Sanktion irgendwann jedoch tatsächlich dahingehend ausgeweitet, dass bereits die Behauptung einer Straftat (z. B. häusliche Gewalt") zum FS-Entzug führen kann, hätten Boykott-Muddis neben den Kindern natürlich noch ein weiteres Druckmittel in der Hand (das dem einen oder anderen Herrn vielleicht sogar wichtiger ist als der Umgang mit seinen Kindern): "Wenn Du nicht tust/zahlst, was ich will, sorge ich mit einem Fingerschnipp dafür, dass Du auf unbestimmte Zeit zum Fussgänger wirst". Die zugehörigen "Gebrauchsanweisungen" würden sich in einschlägigen Internet-Foren und Anwaltskanzleien sicher rasend schnell verbreiten.

Hoffen wir mal, dass es nie so weit kommt...

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2010 14:33
(@beppo)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Martin, wie wir gerade wieder, aber nicht zum ersten mal, am Fall Kachelmann erfahren, setzt eine rechtskräftige Verurteilung wegen eines Gewaltverbrechens keineswegs den Beweis einer solchen voraus.

Sonst wäre Herr Kachelmann längst auf freiem Fuss, denn wenn es einen Beweis für die Tät gäbe, müsste sich der Richter nicht nach Gefühlen und Empfindungen allerlei Unbeteiligter, wie zum Beispiel den dazu gerufenen Polizistinnen erkundigen.

Wie wieviel geringer wird die Beißhemmung eines Opferinnengläubigen Richters ausfallen, wenn es "nur" um den Führerschein eines Nichtpromis geht?

Letztlich wird auch hier die Strafe als Beweis für die Schuld des Beklagten stehen.

"Es muss ja was dran sein, sonst hätten sie ihm ja nicht den Führerschein abgenommen!"

Aus diesem Grund ist der Kachelmannprozess auch so wichtig, weil er mit hilft dieses Urvertrauen der Öffentlichkeit in die Justiz abzubauen, das diese beileibe nicht verdient hat.


Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2010 14:58
(@brille007)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin Beppo,

Du hast schon recht. Erst dieser Tage las ich einen >>>älteren Beitrag<<< auf spiegel.de, in dem das beschrieben war, was auch einem J. Kachelmann passieren könnte. Der Förderung des Vertrauens in die Weisheit der Justiz sind solche Verfahren ganz sicher nicht dienlich; weit über die uns bekannte Familien"rechtssprechung" hinaus...

Grüssles
Martin


When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.

AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2010 19:19
 Uli
(@Uli)

Erst dieser Tage las ich einen >>>älteren Beitrag<<< auf spiegel.de, in dem das beschrieben war, was auch einem J. Kachelmann passieren könnte.

Mich wundert bald garnix mehr!!!


AntwortZitat
Geschrieben : 14.10.2010 21:56
(@weisnich)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ich habe im Radio von der PressesprecherIN der Trachtengruppe MS davon gehört.

Es geht nicht nur um häusliche Gewalt. Aber die Madame hat sich halt männliche Täter, die Frau und Kinder schlagen als plastisches Beispiel genommen.

Die WDR2-Tante hat natürlich nicht kritisch nachgefragt. Am Ende konnte man 3 Schlussfolgerungen ziehen:
- häusliche Gewalt ist männlich
- der Führerschein soll nur bei bösen Männern weg, die ihre Kinder schlagen und sonst nicht
- die Erde ist eine Scheibe

Ein bischen geärgert hatte ich mich schon.

Gruß,
Michael


AntwortZitat
Geschrieben : 15.10.2010 05:11
(@nadda)
Registriert

Och ja,

es ist immer wieder nett wie wenig Denken in diesem Land angesagt ist. Aber hat hier von uns noch einer wirklich Vertrauen in die Justiz? Ich denke da gibt es wohl wenige, weil jeder schon so irgend einen Quatsch durch hat bei dem man mit gesundem Menschenverstand einfach nicht kapiert wie das sein kann.

Vielleicht gibt es ja wirklich Menschen die so aggressiv sind das es besser ist sie fahren nicht Auto. Aber es ist halt typisch das  hier wieder der "böse aggressive Mann" genannt wird. Das ist genau so ein super Vorurteilstyp wie die  "Eltern aus bildungsfernen Schichten" und "saufende und rauchende Harz 4 Empfänger".

Schlimm ist vor allem das unsere Medien solchen Quatsch auch immer schön verbreiten und hochputschen. Damit tragen sie vor allem zur Volksverdummung bei und unsere Kinder müssen von uns schon gut auf so etwas vorbereitet werden um ihr eigenes Denken nicht ganz abzugeben.

Ganz persönlich empfinde ich diesen Vorschlag als einfach zu oberflächlich und gefährlich. Das gibt eben wirklich die Chance für Racheakte bei Streitereien. Muss nicht mal um Beziehungen gehen, da kann man seinem Nachbarn auch schön Ärger verschaffen mit so einer Möglichkeit.

LG
Nadda


AntwortZitat
Geschrieben : 15.10.2010 08:26
(@staengler)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Ganz persönlich empfinde ich diesen Vorschlag als einfach zu oberflächlich und gefährlich. Das gibt eben wirklich die Chance für Racheakte bei Streitereien. Muss nicht mal um Beziehungen gehen, da kann man seinem Nachbarn auch schön Ärger verschaffen mit so einer Möglichkeit.

Naja, ich gehe dann schon zuerst mal davon aus, dass diese Strafe verurteilte Täter und Täterinnen trifft.
Auf bloße Anschuldigungen hin wird ja wohl niemand prophylaktisch der Führerschein abgenommen.

Und so schlecht finde ich die Idee grundsätzlich auch nicht, weil man solche Strafen auch viel deutlicher als solche empfindet als z.B. Geldbußen.

Das Problem liegt für mich an ganz anderer Stelle.
Nämlich hier

wie wir gerade wieder, aber nicht zum ersten mal, am Fall Kachelmann erfahren, setzt eine rechtskräftige Verurteilung wegen eines Gewaltverbrechens keineswegs den Beweis einer solchen voraus.

Gefährlich wird es, wenn eine unabhängige Justiz den Rechtsstaat aus den Angeln zu heben versucht.
Gruß, Michael


sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle

AntwortZitat
Geschrieben : 15.10.2010 09:49