Hallo Buzzi,
ich sehe das etwas anders als du.
Die Mutter hat ausgesagt, dass sie nicht bereit ist, sich mit dem Vater nochmal an einen Tisch zu setzen. Somit sehe ich für den Vater keine andere Möglichkeit als den Gerichtsweg oder sich den Umständen zu fügen.
eskima
Somit sehe ich für den Vater keine andere Möglichkeit als den Gerichtsweg oder sich den Umständen zu fügen.
Es gibt immer noch nen anderen Weg. Sicher, die Mutter hat dies (aus)gesagt (immer dieser Gerichtsjargon :wink:). Nachdem beide wohl ein?! gemeinsames Gespräch hatten und sie sich dann auf ein 14 Tägiges Umgangsrecht geeinigt hatten.
Klar, dann fangen doch aber die Probleme erst an, die man gemeinsam zu lösen (lernen) muss. Meine Ex hatte auch mehrfach den Mediatoren gesagt, sie nimmt an weiteren Gesprächen nicht mehr teil, weil ihr von den Mediatoren mehr eine Änderung ihres Verhaltens ans Herz gelegt wurde als mir. 😉 Und dann saß ich auch manchmal alleine mit beiden Mediatoren zusammen und wartete vergebens auf meine Ex. Aber diese Gespräche nutzte ich trotzdem. War auch mal schön, sich alleine seine Probleme von der Seele zu reden. 😉 Meine jetzige Frau erschien auch gemeinsam mit mir zu einem Termin, da sie ja auch involviert war und ist. Na, und dann erschien meine Ex irgendwann wieder zu diesen Gesprächen. Insgesamt gingen die so ca. ein Jahr, 14-tägig. Und es hat sich letztlich gelohnt für unsere Kinder.
Und nein, die Kinder wohnen trotzdem bei der Mutter. Und ja, auch ich bin der Meinung, dass es den Kindern in manchen Punkten bei mir besser gehen würde als bei der Mutter. Und umgekehrt ist es sicher genauso. 😉 Das ist es was man neu lernen muss, Dinge zu tolerieren, auch wenn zu Hause mal was nicht klappt und die Kinder anrufen, Mami schimpft mit uns wegen irgendwelchem Pillepalle. Diesen Anruf zum Bsp. nicht als neues Öl im Feuer des eigenen Gerichtsgrabenkampfes zu verstehen. Einfach mehr Vertrauen ineinander zu haben, dass es den Kindern bei den jeweiligen Partnern nicht schlecht geht, auch wenn der Himmel mal (wieder) voller Gewitterwolken hängt. Man hatte doch früher, als die Beziehung noch nicht gescheitert war, auch das nötige Vertrauen, dass man sich in Sachen Kindererziehung auf den anderen verlassen kann.
Und das habe ich sehr vermisst. Bei beiden.
Tante Edit: Und mal ehrlich, was hat den der Vater in diesen Fall gewonnen vor Gericht? Ein Kind, dass sich lieber klonen lassen möchte, damit es bei beiden Eltern bleiben kann? ;(
Reden, Leute, reden, auch wenns schwer fällt und immer am ball bleiben.
Ich gehe jetzt schlafen. 🙂
Moin Buzzi,
erstmal meine Gratulation für euch Eltern, dass ihr die Kurve gekriegt habt :thumbup:
Na, und dann erschien meine Ex irgendwann wieder zu diesen Gesprächen. Insgesamt gingen die so ca. ein Jahr, 14-tägig. Und es hat sich letztlich gelohnt für unsere Kinder.
Diese Dokumentation war Hardcore. Viele User von vs kennen Hardcore aus eigener Erfahrung. Was hättest du gemacht, wenn deine Ex sich weiterhin geweigert hätte, an Gesprächen teilzunehmen?
Tante Edit: Und mal ehrlich, was hat den der Vater in diesen Fall gewonnen vor Gericht? Ein Kind, dass sich lieber klonen lassen möchte, damit es bei beiden Eltern bleiben kann? ;(
Diesen Teil empfand ich auch als besonders tragisch. Ich hab keine Idee, was richtig und was falsch ist. Einer entscheidet sich dafür, nicht weiter um das Kind zu kämpfen (der Mutter das Kind zu überlassen), ein anderer entscheidet sich für den Kampf. Das Kind ist schon Spielball.
Reden, Leute, reden, auch wenns schwer fällt und immer am ball bleiben.
Mein Mann hat ein Urteil aus 1998, das die Eltern zu gemeinsamen Gesprächen an einen Tisch bringen soll. Er hat es insgesamt über die Jahre fünfmal versucht, dieses Urteil umzusetzen, seine Ex hat sich ständig und stetig verweigert. Er hat alle Beratungsstellen hier im Umkreis angeboten (insgesamt 4), Ex verweigert. Das eingeschaltete Jugendamt meinte, dass man die Ex nicht zwingen kann. Aufgrund der Differenzen zwischen den ehemaligen Eheleuten hat er auch kein Sorgerecht.
Von daher konnte ich den Vater verstehen, der ganz klar gesagt hat, dass die Mutter über das Kind ihre Macht ausspielt. Sie muss sich nicht mit dem Vater auseinandersetzen, die "Gut"achterin hat der Mutter auch so attestiert, dass das Kind bei ihr bleiben soll.
Gruß
eskima
hmm, auch ich kann mir keine eindeutige Meinung bilden, auch weil ich den Bericht ein wenig "Mütterlastig" fand, aber
natürlich nicht die unverzerrte Geschichte kenne.
Natürlich war der Vater der Spasspapa, aber ich denke das ist durchaus normal wenn man WE Papa ist. Wie will er
seinem Kind Normalität zeigen, sofern das Kind nur alle zwei Wochen bei diesem ist.
Erschreckend fand ich allerdings die Äußerung der Mutter, "Wir leben nicht mehr in einer Spaßgesellschaft." Hallo, geht´s noch?
Schlimm genug, das Erwachsene einen permanenten Leistungsdruck ausgesetzt sind, müssen jetzt unsere Kinder
auch die gesellschaftliche Norm erfüllen? Hier hatte ich doch sehr Stark das Gefühl, das er der Mutter eher um die persönlichen
Interessen geht als um die des Kindes. Das die GA dies scheinbar noch befürwortet hat, hat mich fast zum Kot... gebracht.
Die GA hatte in meinen Augen ganz gute Ansätze, allerdings fand ich es ein unding, die Kleine direkt zu fragen bei wem Sie leben
möchte. Dieses hat sie in meinen Augen disqualifiziert.
Was mich immer ank..., 😡 dass die Mütter sich darüber beschweren, mit dem ganzen "Alltagsstress" allein zu sein und die Väter am Wochenende die Spasspapis sind. Aber auf der anderen Seite sind sie dagegen, dass die Väter ihre Kinder öfter zu sehen bekommen und die Väter ja somit gar nicht die Chance bekommen die Mutter zu unterstützen und das Kind auch mal im "Alltag" kennenzulernen.
Außerdem, wenn das Kind nur alle 2 Wochen zum Vater kommt, glaube ich nicht, dass die Muttis am Mamawochenende die Beine still halten und mit den Kindern nichts unternehmen.
Bei uns (bin die Frau von Buzzi) ist das mit der Ex genauso.
Was mich zur Weissglut trieb, die KM kann sich hinsetzen und heulen! Wird dann auch noch von der selbstherrlichen GA unterstützt, derart, wenn die KM zu keiner Mitwirkung bereit ist, dann soll´s auf Kosten der Kleinen und des Pappa gehen! Typisch! Was anderes hätte denn der Papa hier machen sollen? So wie angedeutet etwa seiner Tochter sagen, Du ich bin ein schlechter WE-Papa, aber Deine Mama die ist sooooo toll! Ich finde, der hat das Beste aus der Situation gemacht und dann noch der Vorwurf - "wie soll denn die Kleine bei soviel Spass die Welt überstehen?" Und die Klage der KM "wann soll ich sie denn erziehen?" - die Anwort schon mehr als peinlich - na, in den restlichen 12 Tagen .... Aber für mich war so klar, dass die GA dem Vorschlag des Papa und bei Gerciht nicht positiv aussagen würde - wurde doch ihre eigene Vorstellung gewaltig vom Papa durchkreuzt und die Erwartungen eben nicht so erfüllt. Was die Kleine gebraucht hätte, wäre Verlässlichkeit und Beständigkeit gewesen und da tendierte ich mal auch mehr zu ihrem Papa. Und jetzt steinigt mich net gleich!
Grüße *nichtaufgeber*
Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)
Ich sehe das genauso.
Der Papa soll immer damit klar kommen und gute Miene machen, wenn sich das Kind komisch verhält und immer weint wenn es nach Hause muss. wenn dann bei der Mutter mal etwas nicht richtig läuft, wird das immer gleich hoch gepuscht und der Vater ist wieder schuld.
Hallo zusammen,
auch ich habe mir den Bericht gestern angeschaut und war vor allem sehr betroffen vom Leid des Kindes unter dieser ganzen Situation.
Dazu kam bei mir dann auch noch eine gewisse Wut auf beide Elternteile, da ich eigentlich bei keinem der beiden den Eindruck hatte, daß es ihnen ausschließlich um das Wohl ihrer Tochter ging. Da wurde doch der Krieg zwischen den beiden über den Kampf um das Kind weitergeführt 😡
Es ging beiden meiner Meinung nach um Machtausübung mit allen Mitteln auf dem Rücken des Kindes. Manipulation, Mißtrauen und vieles was man ja hier aus dem Forum kennt wurden doch eingesetzt um letzendlich als "Sieger" aus diesem Streit hervorzugehen und nicht um eine Lösung zu finden die es der Kleinen ermöglicht ein gutes und unbelastetes Verhältnis zu beiden Eltern zu erlangen.
Deutlich hat man gesehen was dabei auf der Strecke bleibt: Das Kind!
Nachdenkliche Grüße
Eduas
Hallo!
Beiden? ging es um Machtausübung? Was hättest Du denn anders/ besser gemacht in der Situation des Papa. Einmal wird sich aufgeregt, wenn er nichts macht, kommt er in die Hufe, ist´s auch nicht recht! Also ich hab gesehen, dass die KM sich hingesetzt hatte und geheult .... sie würde mit der Situation nicht fertig. Und was war dann? Die GA fuhr schnurstracks zum KV und machte den zur sau! Jetzt sagt mal einer was! Oder sehe ich nur noch falsch? 😡
Grüße *nichtaufgeber*
Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)
Eine wirkliche Beurteilung ist natürlich schwierig wenn man die ganze Vorgeschichte nicht kennt.
Daher habe ich ja nur geschrieben wie mein "gefühlter" Eindruck war. Weder der Vater, noch die Mutter waren in irgendeiner Weise wirklich bemüht dem Kind zu vermitteln, daß es in Ordnung ist wenn es sich beim anderen Elternteil aufhält, sondern haben zumindest toleriert, wenn nicht gar gefördert, daß sich die Kleine permanent "schuldig" gefühlt hat einen von beiden im Stich zu lassen.
Auch im Verhalten des Vaters konnte ich keine Anzeichen erkennen, daß er mit einem geregelten Umgang zufrieden gewesen wäre. Er hatte m.E. das klare Ziel dafür zu Sorgen, daß seine Tochter permanent bei ihm lebt, weil sie es da ja viel besser hat. Und das hat er ihr auch verbal und nonverbal vermittelt.
Ob es aus seiner Sicht nach dem bisherigen Lauf der Dinge die einzige verbliebene Möglichkeit ist kam in dem Bericht leider nicht heraus.
Gruß
Eduas

