Foodwatch kritisiert hohen Zuckergehalt
Jede zweite Sorte Frühstücksflocken für Kinder enthält mindestens 30 Prozent Zucker. Das hat eine Untersuchung von Foodwatch ergeben. Die Verbraucherorganisation kritisiert die Produkte in seinem Marktcheck als "Süßigkeiten mit Müsli-Anstrich" und fordert eine gesetzliche Zuckergrenze.
So wenig ich, im Normalfall, von foodwatch halte, an der Stelle haben sie Recht.
Darf man sich nur die Frage stellen, ob Otto Normalverbraucher nicht lesen kann, oder ob es ihm schlicht egal ist, was auf der Verpackung steht. Hauptsache, es schmeckt? :exclam:
VG WH (Lebensmittelchemikerin...)
Hi,
das gleiche gilt für viele andere "Lebensmittel". Ein Joghurt-Drink mit angeblich besonders tollen Kulturen hatte auch in dieser Grössenordnung.
Exe hat das Zeug unserem Kind in Masse verfüttert, es ist ja soo gesund. Jegliche Widersprüche zwecklos, das wird schon nicht so schlimm sein.
Gruss von der Insel
Hi,
na wen wunderts? Süß schmeckt gut und die Inhaltsangaben auf der Packung liest doch eh so gut wie keiner - und wer sie liest kapiert nichts ohne sich zu informieren.
Und mal ehrlich, in meinem Freundeskreis kenn ich nur noch eine Mutter die die Inhaltsangaben liest und ihre Kaufentscheidung danach trifft.
Wir kaufen was die Werbung uns toll redet und hinterfragen selten. Wenn wir wollen das sich hier etwas ändert müssen wir bei uns selbst anfangen und unseren Kindern beibringen das Kleingedruckte zu lesen.
LG
Nadda
Darf man sich nur die Frage stellen, ob Otto Normalverbraucher nicht lesen kann, oder ob es ihm schlicht egal ist, was auf der Verpackung steht. Hauptsache, es schmeckt? :exclam:
Für sehr viele Eltern gilt wohl:
Und mal ehrlich, in meinem Freundeskreis kenn ich nur noch eine Mutter die die Inhaltsangaben liest und ihre Kaufentscheidung danach trifft.
(Lebensmittelchemikerin...)
a.D. oder noch in diesem Job ?
Wenn wir wollen das sich hier etwas ändert müssen wir bei uns selbst anfangen und unseren Kindern beibringen das Kleingedruckte zu lesen.
Richtig ! Genau darum hatte ich den Artikel hier verlinkt.
Die Bildung des Bewusstseins für Gesunde Ernährung (für das ganze Leben!) geschieht zu grossen Teilen in der Kindheit.
Bei nicht wenigen Trennungseltern(teilen) bestehen da große Defizite, die leider immer wieder zu fruchtlosen Diskussionen a la:
Jegliche Widersprüche zwecklos, das wird schon nicht so schlimm sein.
führen.
Ich habe seit kurzem (u.a. aufgrund des Verbrauchs bei der KM) den Süsskram in meinem Haushalt für unser Kind auf fast 0 reduziert.
Fast 0 heisst: außer zu ganz besonderen Anlässen
Und solche bunten Neppprodukte wie sogenannte "Frühstücksflocken" kamen bei mir noch nie auf den Tisch.
Hi,
so, ich oute mich mal, dass mir dieser ganze Nahrungsmittelkult auf den Kranz geht. Ja, ich gucke auch auf Kalorien, Fett und Zucker. Ich werde aber nicht anfangen, nackigen Joghurt zu kaufen und Obst reinzuschnipseln, mein Sohn darf Frosties oder Smacks essen, er bekommt in die Schule Vollkornbrot mit, dafür darf er morgens Milchbrötchen mit Nutella essen.
Für die einen sind Kohlehydrate bööööööööse, der nächste sagt, von zu viel Fleisch/Eiweiß bekommt man Gicht. Bio ist ein Muss, aber dann bekommt man von Bio-Eiern die Seuche. Ach nee, Eier sind ja sowieso böse wegen des Cholesterins, zumindest bis einer sagt April April, doch nicht. Kaffee entzieht dem Körper Wasser, aber nee, jetzt zählt er doch zur Trinkmenge dazu. Fettarme Produkte werden mit Zucker versetzt (irgendwo muss Geschmack ja herkommen). Wir können natürlich auch von Salat leben, aber der Nährstoffgehalt ist da ungefähr so riesig, als würde man ein Taschentuch mit Wasser tränken und drauf rumlutschen.
Ich plädiere dafür, ALLES zu genießen, ungesunde Frühstücksflocken neben frischem Obst, Mineralwasser und ein Glas Wein oder eine Flasche Bier, Kaffee oder Kräutertee oder einem süßen Saft, ne olle fettige Teewurst aber auch mal ein bißchen Putenbrust. Fette, ja, aber möglichst Gute. Schokolade genauso wie Vollkornbrot. Milchprodukte wie auch Getreide und Fleisch.
Mein Kind ist sicher nicht gertenschlank, aber er frisst nicht um sich, bewegt sich, lebt. Und hat in seinem gesamten bald 9jährigen Leben kein Antibiotikum gebraucht und maximal Erkältungskrankheiten gehabt.
Man sollte bei allem nicht den Spaß am Leben vergessen und dazu gehört für mich auch, die Kirche im Dorf zu lassen. Zuckerhaltige Frühstücksflocken werden sicher kein Kind umbringen.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
so, ich oute mich mal, dass mir dieser ganze Nahrungsmittelkult auf den Kranz geht.
Das sei Dir unbenommen.
Man sollte bei allem nicht den Spaß am Leben vergessen ... Zuckerhaltige Frühstücksflocken werden sicher kein Kind umbringen.
Ich kann nun wirklich nicht nachvollziehen, warum eine Erziehung zu bewusster Ernährung dem Spaß am Leben entgegenstehen sollte.
Mein Kind hat gewiss nicht weniger "Spaß am Leben" bei mir, nur weil es weder sogenannte "Frühstücksflocken", noch sonst den üblichen Süsskram angeboten bekommt.
Und von "umbringen" war übrigens auch gar nicht die Rede ...
Fakt ist:
Jedes 7. Kind in Deutschland ist übergewichtig.
In Deutschland gelten 14,8% der Kinder und Jugendlichen zwischen zwei und 17 Jahren als übergewichtig, 6,1% davon leiden an krankhaftem Übergewicht, d.h. sind adipös. Insgesamt leben in Deutschland 1,7 Millionen übergewichtige Kinder, etwa 750.000 davon sind adipös.
http://www.ifb-adipositas.de/presse/adipositas-zahlen
Frühzeitige Gewöhnung an gesunde Ernährung als Erziehungsziel finde ich persönlich sehr wichtig.
Wer meint, dass sein Kind schon zum Frühstück flüssige Schokolade essen sollte und seine Kaufentscheidung für solche Produkte mit "weil es schmeckt" begründet, hat eben eine andere Auffassung.
So what ?
Hi LBM,
ich finde das schon ein wenig zu lässig aber noch ok, wenn ein allgemeines Bewusstsein vorhanden ist. Die eine Portion zuckrige Frühstücksflocken bringt kein Kind um - die ständige Gewöhnung an nur noch solche Nahrung daran kann aber fatal sein.
Mein Sohn mit dem zuckrigen Joghurtdrink isst heute praktisch gar kein Obst und Gemüse, dafür Pommes, Würstchen und höchstens noch Milchreis, aber nur den mit Schokolade und nur von der Firma mit M. Eben das, was ihm schmeckt. Und man konnte praktisch zuschauen, wie ihm von Woche zu Woche immer weniger normale Kost schmeckte - eben weil es vorgelebt und unterstützt wurde. Das bisschen Umgangszeit reichte da nicht zum gegensteuern. Und irgendwann kommt dann der Punkt, wo es eben nicht mehr ok aber zu spät ist.
Gruss von der Insel
Das Problem hat seine Ursache an vielen Ecken und ist für den durchschnittlich interessierten Laien auch kaum mehr zu verstehen. Um sich heute gesund zu ernähren muss man ja schon fast Ernährungsexperte sein.
das fängt schon damit an, dass es alles, auch vermeintlich gesundes im Überfluss und immer gibt. Und das geht da weiter, wo kaum einer weiß, dass auch die vermeintlich gesunden Lebensmittel häufig nichts mehr mit dem zu tun haben, was unsere Eltern und Großeltern gemein haben.
Beispiel Kartoffel: Der Stärkegehtalt, also der Kohlenhydratanteil hat in den letzten JAhrzehnten durch Züchtungen nicht nur für Industrikartoffeln beständig zugenommen. D.h: Auch wenn man statt Nudeln zum Braten die Kartoffel als Beilage wählt, nimmt man pro Gewicht Kartoffeln mehr KH zu sich als unsere Eltern oder Großeltern vor vielen Jahren.
Beispiel Menge: Es ist allgemein bekannt, dass die Portionen von Gerichten, sei es Fertiggerichte, sei es Fast Food, sei es der Drink im Kino oder die Packungsgröße der Lebensmitte, ja alleine schon so harmlose Dinge wie Semmeln und Brötchen in den letzten Jahrzehnte immer größer geworden ist. Für uns sind große Portionen normal geworden, für uns ist normal, was für unsere Großeltern "viel" war.
Beispiel stille Kalorien: Wer kann schon abschätzen, dass der vemeintlich gut gemeinte Abpfelaft, den man dem Kind statt dem süßen, pappigen Cola gibt, ebenso viele Kalorien enthält? Und das das Glas Milch genauso viele Kalorien hat, wie das Glas Cola? Wenn man täglich 500 ml Milch / Apfeslaft trinkt, zusätzlich zu dem, was man täglich zu sich nimmt, um seinen Energiebedarf zu decken, sind das 250 zusätzliche Kilokalorien. Im Jahr sind das sind das rund 90.000 Kilokalorien, das sind 13 kg Körperfett. Nur duch Milch- und Apfeslaft-Trinken.
Beispiel Bewegung: Es ist ausgemachte Sache, dass sich die Menschen heute weitaus wengier Bewegen, als unsere Eltern. Ich rede nicht vom Sport. Früher ist man mit dem Rad zur Arbeit gefahren (mein Ex-Schwiegervater täglich 30 km oneway, meine Mutter 7 km zur Schule), heute werden schon 3 km mit dem Auto gefahren.
Andererseits weiß ich auch, dass es bei mir zu Hause Apfelsaft gab, Smacks am Nachmittag, Schokomüsli zwischendurch oder zum Frühstück. Auch beim McDonald war ich ab und an. Aber ich habe auch eine Mutter gehabt, die ausgewogen gekocht hat und musste mit dem Rad zur Schule.
Insgesamt ist es zu plump, jetzt auf Frühstücksflocken einzudreschen. Wenn man das Ernährungsproblem nachhaltig lösen will, muss man meiner Meinung nach von Klein auf die Kinder "indoktrinieren". Platz in der SChule gibt es dafür genug. Kein Mensch kann mir bis heute erklären, warum ich in der 8 und 9. Klasse im Biounterricht lernen musste, das Schnittbild einer Biene zu beschriften oder das Skelett von Hund und Katze vergleichen können musste, aber so wichtige Dinge wie Ernährungsphysiologie nur fakultativ im LK Biologie behandelt wurden. Die meisten Eltern können heute nicht mehr kochen, und so können es die Kinder von niemandem lernen, ausser in der Schule. Und da Übergewicht über die gesundheitskosten ein Problem von nationalem Interesse sind, müsste auch die Lösung davon nicht einzelnen Initiativen überlassen werden sondern mit nationaler Durchschlagskraft durch den Staat gelöst werden.
Es geht mir nicht darum, McDonald zu verteufeln und meinem Sohn statt dessen beizubringen holländisches wasser in Form von Karotten zu essen. Man wird die Kinder auch nur dann zu packen kriegen, wenn man ihnen eine sinnvolle Alternative zu McDonald bietet. Ihnen zum Beispiel beibringt, dass eine selbsgemachte Pizza mit Freunden ebenso gut schmeckt und Spass macht, wie eine bestellte. Wenn man ihnen beibringt, dass natürliches Obst und Gemüse ganz selbstverständlich Alternativen zu "processed food" ist.
Allein: Neulich kam eine Sendung im Fernsehen, in der Jugendlichen Obst- und Gemüsesorten gezeigt wurden und die Kids die Dinge einfach nur benennen sollten. Erschrecken, was die heute alles nicht mehr können.
Einen Kreuzug mit dem Motto "Mein Haus ist McDonald frei" oder "Bei uns gibts nur Karotten und Pfefferminztee"ist genauso falsch wie "friss was Du findest". Der einzige Weg ist hier das beständige Erziehen zu einer verantwortlichen Ernährung in der das Fast Food genauso seinen Platz hat, wie die selbstgemachte Kürbissuppe. Sonst wird man, denke ich, den Kampf verlieren, denn nie war es für Kinder so einfach, für so wenig Geld so schlechtes Essen zu bekommen wie heute.
PP
:thumbup: :thumbup:
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin,
ich kann PaulPeter nur beipflichten. Wir leben in einer multi-optionalen Gesellschaft und tragen - man sollte es kaum glauben - Eigenverantwortung! In deren Rahmen entscheiden wir, was wir selbst essen und unseren Kindern zu essen geben, ob wir Alkohol trinken , rauchen, Bungee springen, Motorrad fahren, viel oder wenig schlafen und unzählige andere Dinge.
Die Wirtschaft zwingt niemanden, zuckerhaltige Frühstücksflocken zu kaufen oder gar zu essen; jeder darf sich stattdessen Vierkornbrötchen mit Erdbeermarmelade bestreichen oder Tofu-Wurst drauflegen, wen ihm das sinnvoller erscheint. Gibt's an jedem Punkt der Republik zu kaufen. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.
Vor diesem Hintergrund kann ich jedenfalls immer nur den Kopf schütteln, wenn wieder einmal nach staatlicher Einmischung und Reglemetierung geschrieen wird, wo schlichte Eigenverantwortung gefragt wäre.
Grüssles
Martin
When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Nur an einem Punkt muss ich Dir widersprechen, Martin:
Da eine ganze Generation, nämlich die der heutigen Eltern, zu einem großen Teil mit dem Konzept einer sinnvollen und ausgewogenen Ernährung nichts mehr anfangen können, sehe ich zur Lösung wirklich nur den Staat, der durch seine Institutionen der Nachfolgegeneration, nämlich den Kids, dieses Konzept wieder beibringt. Dies muss in der Schule erfolgen und von mir aus mit einer Aufklärungskampagne ähnlich der gegen Aids. Aber Recht gebe ich Dir, wenn es nichts bringt durch kurzsichtige Regelungen einzelne Lebensmittel zu verbieten.
Hi,
Ganz so kompliziert müssen wir es aber wohl auch nicht immer machen, wichtig dürfte vor allem sein ausgewogen zu essen und den Kindern den Spass am Kochen beizubringen.
Und sind wir mal ehrlich, mein 7jähriger hat keinen Bock mit Mama zu kochen, das wäre ja uncool. Allerdings findet er es extrem cool sich zu einem Kinder- VHS- Backkurs anzumelden 😉
Im Gegensatz zum Großen ist der Kleine immer schon ein begeisterter Koch- und Backhelfer und vom mitmachen weis er bei vielen Sachen einfach was drin ist, wie man das macht und was man dafür einkaufen muss.
Beide lieben es wenn sie mitplanen was es zu essen gibt und sie dann die fehlenden Zutaten noch schnell einkaufen dürfen. Und so übermäßig gesund ist das was die Jungs sich so wünschen dann auch meistens nicht. In Abwesenheit des Inselreifen gibts immer zwei Essenswunschtage der Jungs, fast wöchentlich Pfannkuchen (mit Gemüse, Honig, Marmelade nach Wahl), Spagetti mit Tomatensoße oder Pizza.
Zum Glück sind sie neugierig auf neues und probieren inzwischen auch fast alles was sie so angeboten bekommen. Und nach einigen Monaten hat der Große entdeckt das Gemüsepfanne mit Reis supergut schmeckt. Geschmacksnerven wollen halt auch trainiert werden und wer immer nur Fertigfutter kennenlernt mag halt den Geschmack von genau diesem Essen. Deshalb sind die Dinge die wir als Kind gerne gegessen haben oft auch heute noch in unserer Vorstellung am Besten. Und wenn Kinder heute nur den Geschmack von Industrienahrung kennenlernen dann hat die Industrie die Kunden von morgen erfolgreich geworben.
Nicht zuletzt hat Essen aber auch ganz viel mit den Gefühlen zu tun die uns als Kinder beim Essen begleiten. Die Gemütlichkeit am Tisch, der Geruch der frischen Pfannkuchen, die Ungeduld bis der erste Pfannkuchen endlich fertig ist und bei mehreren Kindern auch das hoffen darum den ersten zu bekommen.
LG
Nadda
P.S.
am besten schmecken die Tomaten aus dem eigenen Garten vom Großen, die die einen Meter weiter wachsen und bei Oma im Garten stehen sind nimmer so gut - zumindest behaupten das meine Kinder 🙂
Hallo,
PP hat doch inhaltlich nicht viel Anderes gesagt als ich, s. Kartoffelbeispiel. Die Ernährungsweisheit von gestern ist morgen schon wieder falsch. Ob das die Anzahl der Mahlzeiten betrifft oder die Frage, ob man Kohlehydrate nun braucht oder meidet, ob man Abends warm essen darf oder nicht, ob es nur auf die Kalorienanzahl ankommt oder die Verteilung, ob man zwischen zwei Mahlzeiten eine bestimmte Pause einhalten soll.
Man KANN es nur falsch machen.
Mein Sohn DARF eben süß essen. Und wir gehen auch alle paar Monate mal zu McDoof. Und dann isst er fettige Pommes mit fettiger Mayo, weiß, dass das ungesund im Quadrat ist und es zB an dem Tag nix Süßes mehr gibt und eben "leichtes" Abendbrot. Das heißt aber trotz allem nicht, dass er sich deshalb nur ungesund ernährt. Im Gegenteil, er kommt von selbst und verlangt dann eben nach einer Banane oder einer Nektarine. Er mag kein Gemüse außer Gurke, so what, muss er auch nicht. Ich hab Gemüse als Kind auch gehasst, heute als Erwachsene mag ich es. Als Kind wäre ich lieber verhungert, als einen EINTOPF zu essen *brr*, heute koche ich ihn selbst und mag ihn. Natürlich hab ich meinen Sohn auch beeinflusst und ihm erklärt, dass zB Äpfel, Weintrauben, Birnen, usw. viiiiiele Vitamine haben und die uns zB helfen, dass man sich nicht so schnell erkältet. (Weißt Du, wie blöd man dann guckt, wenn so ein Anti-KH-Papst einem dann erklärt, dass Äpfel und Weintrauben auf der verbotenen Liste stehen, weil sie eben viel Zucker = KH enthalten? Und dass man lieber Blaubeeren (ihh!) mit einem ordentlichen Becher Sahne (!!) isst??).
Das ist es was ich meine. Dann isst ein Kind eben morgens Smacks. Oder Frosties. Oder wie ich als Kind Cornflakes mit Milch und Zucker. Guck Dir mal die Zusammensetzung von einem typischen Frühstücks-Müsli an. Da musst Du aber suchen, dass Du auch eins findest, was auf 100g gerechnet weniger als 400 kcal hat (und dann bitte mal KH / Fett betrachten...).
Witzigerweise sind die "streng" ernährten Kinder zu Besuch die, die nach fünf Minuten fragen, ob sie was Süßes dürfen. Ich nehme da jetzt Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen restriktiv ernährt werden aus.
LG LBM
PS: Ich musste in der 9. Klasse eine Drosophila Melanogaster malen, männlich und weiblich. Ich hatte allerdings auch in der 3. Klasse Grundschule die Ernährungspyramide, sämtliche wichtige Nährstoffe usw.
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin,
ich bin auch genervt und zwar deshalb, weil es immer schwieriger wird, Basisnahrungsmittel zu kaufen.
Wenn ich Cornflakes will, dann will ich Cornflakes und keinen Zucker oder sonstiges, den kann ich mir auch selbst dran machen.
Und wenn ich Müsli will, dann will ich Müsli. Auch hier kann ich selber süßen, so ich will. Aber mir wird als Verbraucher der Zucker schon von vornherein zugemutet, es sei denn, ich gehe vorher schon gezielt in Nischen einkaufen. Und mir persönlich sind all diese Sachen schlichtweg zu süß und deshalb muss ich teure Produkte ohne Zucker kaufen.
Finde ich total blöd!
Edit: und ja, ich schnibbel mir Obst in Naturjoghurt, weil es mir sonst zu süß ist.
Am schlimmsten finde ich Müslimischung mit fertigem Obstjoghurt - mir schmeckt es dann einfach nur noch süß :thumbdown:
eskima
Moin....
Insgesamt ein interessantes Thema, wird ja gerade ordentlich in den Medien durchgekaut.
Wobei ich mich hier mal als Bio-Käuferin oute. Dies aber nicht, weil ich glaube damit das gesündere Lebensmittel zu kaufen (wenn man von Pestiziden und Medikamentenrückständen mal absieht), sondern weil ich möchte, dass ein E.rzeuger (da ist der Agrarier doch tatsächlich in den Wortfilter gelaufen...) von seiner Hände Arbeit vernünftig leben kann. Dass derjenige im Einklang mit der Natur arbeitet und nicht die Böden mehr als nötig belastet. Deswegen kaufe ich auch eher regional als im Biosupermarkt, wenn meine Zeit es hergibt. Allerdings habe ich die "im Winter esse ich nur brandenburgischen Weisskohl" Phase hinter mir, die Familie hat gemault... :redhead:
Mir geht es wie eskima, ich versuche auch, hauptsächlich Basisnahrungsmittel zu kaufen. Mir ist der verarbeitete Kram auch zu süß, zu salzig, zu "einheitlich".
Bevor ich aus Zeitmangel Fertiggerichte erwärmen würde, würde ich immer belegte Brote vorziehen. Außerdem liebe ich den Vorgang des Kochens. Das Schnippeln und Vorbereiten, das Kneten von Nudelteig etc.
Trotzdem bestellen wir ab und an eine Pizza, vertilgen eine Tüte Chips oder essen unterwegs etwas an einem Imbiss, und Schokolade ist bei uns immer im Haus... meine große Schwäche. Die kann aber offen herumliegen, ohne das das Kind sich darüber her macht.
Glücklicherweise isst unser Wölkchen am liebsten Gemüse und Rohkost aller Art und hat, sicher auch durch meinen Job, einen recht guten Überblick über gesunde und nicht so ganz gesunde Lebensmittel.
Insgesamt halte ich es da mit dem Motto meines Mannes: "Auf der anderen Seite vom Pferd gefallen ist auch nicht geritten..." 😉
Auf dieser anderen Seite sehe ich Leute wie Thilo Bode und Udo Pollmer.
LG WH
@diskurso: Noch im Job... Klinge ich so alt?? :puzz: :rofl2:
Foddwatch kritisiert auch, dass die Stiftung Lesen mit Mc Donalds zusammenarbeitet.
Zu jedem Happy Meal gibt es jetzt ein Buch....
Und das sagt die Stiftung Lesen dazu, dass ich mit dieser Aktion nicht einverstanden bin
Zitat:
"Warum unterstützen wir diese Aktion? Mit der Buchaktion von McDonald's setzen wir einen Impuls, der hoffentlich dazu führen wird, dass Kinder das Lesen langfristig für sich entdecken und Spaß an spannenden Geschichten finden. Eltern möchten wir parallel über ihre Rolle als Vorleser und Leser informieren und damit ein Bewusstsein für die Bedeutung des Lesens schaffen.
Denn: Wer nicht richtig lesen kann, hat schlechte Chancen in unserer Gesellschaft, denn Lesen ist vor allem auch der Schlüssel zum Lernen. Eine umfassende Lesekompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung, um sich persönlich und gesellschaftlich zu entwickeln, im Berufsleben erfolgreich zu sein, als informierter Mitbürger am öffentlichen Leben teilzunehmen und seine Rechte wahrzunehmen.
Trotz einer Vielzahl von staatlichen Bemühungen bleiben weite Teile der Gesellschaft vom Erwerb einer umfassenden Lesekompetenz ausgeschlossen. Nur jeder Fünfte liest regelmäßig ein Buch. Rund ein Fünftel aller 15-Jährigen verfügt nur über unzureichende Schreib- und Lesekenntnisse, 7,5 Millionen Menschen zählen zu den sogenannten funktionalen Analphabeten, Menschen also, die nicht in der Lage sind, einfache Texte zu lesen und zu verstehen.
Studien haben bestätigt, dass die frühkindliche Leseförderung, darunter fallen insbesondere Vorlesen und das Schaffen von Leseimpulsen, einen wichtigen Beitrag für die kognitive Entwicklung von Kindern leistet und damit auch den Aufbau der Lesekompetenz fördert - einer Fähigkeit, die entscheidend dazu beiträgt, geschriebene Texte zu verstehen, sie zu nutzen und sie zu reflektieren, um das eigene Wissen und Potenzial weiterzuentwickeln und eigenständige Entscheidungen zu treffen. Lesekompetenz unterstützt daher auch den Aufbau von Fertigkeiten, um den Ernährungsalltag selbstbestimmt, verantwortungs- und genussvoll zu gestalten.
Die Stiftung Lesen erhält für die Unterstützung der Buchaktion von McDonald's keine finanziellen Zuwendungen oder Spenden. Wir sind auch nicht Initiator dieser Aktion, die McDonald's bereits seit mehreren Jahren in verschiedenen europäischen Ländern umsetzt.
Bei McDonald's haben wir die Chance, eine Vielzahl von Menschen zu erreichen. Darunter auch Menschen, die zu einer eher lese- und bildungsfernen Bevölkerungsschicht gehören und nicht über die klassischen Leseförderungsangebote in Bibliotheken und anderen Institutionen angesprochen werden. Uns ist bewusst, dass viele Menschen befürchten, dass McDonald's die Stiftung Lesen als Deckmantel zu Imageverbesserung benutzt, dennoch möchten wir weiterhin diese Aktion unterstützen, da wir auf diesem Weg auf über vier Millionen Büchern für das Vorlesen werben können. Die Frage nach der sozialen Verantwortung eines Unternehmens im Hinblick auf sein Angebot und das Konsumverhalten seiner Kunden steht für uns bei der aktuellen Aktion nicht im Fokus, da wir mit der Buchaktion auf die Förderung der Lesefreude und Lesekompetenz einzahlen wollen und an dieser Stelle an McDonald's verweisen wollen.
Die Stiftung Lesen geht diesen Weg auch deshalb, da viele Menschen, darunter auch viele Familien, die Bedeutung des Lesens nicht so alltäglich und bewusst in ihren familiären Alltag einbauen wie es bspw. Ihre Familie tut. Mit rund 100 Programmen und Projekten, darunter Kampagnen wie der Bundesweite Vorlesetag versuchen wir auf vielen Wegen Menschen für das Lesen zu begeistern und von der Notwendigkeit einer umfassenden Lesekompetenz zu überzeugen. Eine Unterstützung von McDonald's kann in diesem Fall nur einen Impuls geben, jedoch nicht die Aufgaben von Familien ersetzen."
Na schmeckt Euch der Burger mit Pommes und Cola für 600 kcal schon? (Ach nö, gibt ja jetzt Apfeltüte + Milch... welches der Bildungsfernen Kinder mag das nicht gern?)
Ich achte auf gutes Essen. Essen muß nicht zwingend gesund sein, gut ist wichtiger.
Meine Tochter hat an 4 Wochentagen Sport und ansonsten gibt es kaum ein Wetter, dass zu schlecht ist um vor die Tür zu gehen.
Daher darf sie auch ohne Anschauen Süßkram essen (mit den üblichen Einschränkungen: vorm Essen usw.)
Sie nimmt allerdings in die Schule lieber einen Apfel als einen Schokoriegel mit. Und ißt auch jegliches Gemüse, bis hin zu Spargel.....
All diese Dinge sind sicher ein zweischneidiges Schwert.
Es ist schön, wenn die Leute Anstöße bekommen auf ihre Ernährung zu achten.
Habt ihr schonmal eine der vorgegebenen Portionsgrößen der Frühstücksflockenschachtel abgewogen?
Tut es mal, ist richtig interessant. Und nicht vergessen - die Milch auch abmessen und danebenstellen.
(Meist sind 30g Flocken + 125ml Milch angegeben)
Da habt ihr einen guten Vergleich dazu, wieviel Eure Kinder wirklich verputzen.
Aufmerksam werden ist die Devise. Aber auch ich esse Schoki und sogar zweimal im Jahr nen Chickenburger.
lg Patricia
Hallo,
ich denke, es geht um die gesunde Mischung. Bei mir gab es auch Cornflakes. Aber genauso wurde morgen Brot gegessen oder ein Joghurt oder Obst. Gern gesehen ist am Wochenende auch englisches Frühstück, pancakes oder auch Haferflockenbrei mit Honig.
Die Große beispielsweise hat morgens fast nie was gegessen, dafür eine Tasse Kakao, möglichst die 3,8 %ige. Oder auch mal O-saft. Die Kleine hat gegessen als müsste sie anschließend auf dem Bau arbeiten.
Obst, Gemüse, Salat gehören bei uns aber im Standard auf den Speiseplan. Genauso gibt es mal fast-food, wobei bei uns der Döner oder die türkische Pizza hoch im Kurs stehen.
Wichtig ist, dass die Kinder von klein auf alles probieren können (müssen) und das eben ausgewogene Mahlzeiten auf den Tisch kommen.
Die Kleine hat eine Laktoseintoleranz. Mir hat damals der Kinderarzt schon gesagt (nach dem Abstillen hat sie Milch komplett verweigert), dass kleine Kinder instinktiv wissen was ihnen gut tut. Ich solle ihr einfach Käse oder Quark oder Joghurt geben, das reicht, sie muss nicht zwingend Milch trinken. Sie wollte eine Zeitlang auch keine Tomaten essen. Hat allerdings immer welche verlangt und nie gegessen. Der Heilpraktiker hat sie wegen anderen Sachen getestet und festgestellt, sie reagiert nicht auf Tomaten. Also habe ich ihr gesagt, dass sie keine bekommt, weil sie die ja sowieso nicht isst. Inzwischen toleriert sie Tomaten im Salat und im Essen und das reicht mir.
Sophie
Hallo Leute
Meine erfahrung ist ich habe jetzt seit 2monaten kein Apfelsaft ,orangensaft getrunken "Zucker".
Wasser ja Obst und gemüse.
3Liter wasser am tag also nicht süßes mehr und habe 7kilo abgemommen.
Ich fühle mich gut 😉 dabei.
Gruß Don

