In Sachen Kaminski
Fernsehfilm Deutschland 2005
Martin und Petra Kaminski leben glücklich mit ihrer fünfjährigen Tochter Lona. Da die Eltern minderbegabt sind, rät ihr Kinderarzt zu einer Fördermaßnahme, damit das Mädchen nicht in einen Entwicklungsrückstand gerät.
Was als Hilfe gemeint war, entwickelt sich zum Problem. Martin und Petra fühlen sich von der Familienhelferin kontrolliert und lehnen sie ab. In aller Unwissenheit treten sie damit eine Lawine los, denn nun wird ihnen vom Jugendamt das Recht entzogen, für Lona zu sorgen. Das Mädchen wird bei den Pflegeeltern Kai und Julia Gerber untergebracht, die sofort anfangen, sich intensiv um Lonas Förderung zu kümmern.
Doch Martin und Petra wollen ihre Tochter nicht aufgeben. Mit Hilfe der Anwältin Annett Fink gehen sie trotz ständiger Rückschläge und persönlicher Krisen durch alle Instanzen. Vergeblich. Als letzte Hoffnung bleibt nur der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
Besetzung
Petra Kaminski Juliane Köhler
Martin Kaminski Matthias Brandt
Lona Kaminski Amber Bongard
Annett Fink Anneke Kim Sarnau
Kai Gerber Heikko Deutschmann
Julia Gerber Aglaia Szyszkowitz
Lena Stolze Gabriele Lohse
Regie: Stephan Wagner
Buch: Holger Karsten Schmidt
Kamera: Andreas Bein
Musik: Irmin Schmidt
Mittwoch, 19. April 2006 um 20.15 Uhr
Hallo Uli,
ich glaube den Film habe ich schon mal gesehen...
Kann das sein as der vor 2 oder 3 Monaten schon mal dran war?
Jedenfalls kommt mir die Handlung so bekannt vor....
Liebe Grüße Taccina
Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Liebe Taccina,
ich weiß ich nicht, ob es eine Wiederholung ist. Ich werde den Film aufzeichnen, da ich mit meinen Kids alleine bin. Wir werden einen gemeinamen Fernsehabend machen und ich möchte ihnen das Thema nicht zumuten!
LG Uli
Arrghh, ekelhaft die Familienhelferin....war eigentlich so einer Institution bis jetzt immer recht unvoreingenommen... 😮
Ich werde es mir in ruhiger Minute alleine mit meiner Frau ansehen.
Wir haben uns einen entspannten Abend in nachösterlicher Stimmung mit einer alternativen Auslegung der Bergpredigt gegönnt: "Das Leben des Brian".
In diesem Sinne eine gute Nacht,
Uli
Hat hier jemand Jehova gesagt *g*?
Aber zum Film: Ich fand ihn großartig. Vom Thema her und von den Darstellern einfach sehr glaubwürdig und authentisch.
Ich muß sagen, daß er mich sehr bewegt hat. Ich bin ja so´n bißchen nah am Wasser gebaut, aber die Geschichte war ja auch wirklich heftig. Falls so etwas wirklich schonmal geschehen ist, werde ich meine Haltung zu Instrumentarien wie der Familienhilfe zumindest nochmal überdenken.
Schönen Abend noch
Kuwe
ich fand den auch klasse... ruckzuck und die Kinder sind weg... und die Mühlen der Justiz mahlen halt langsam.
War wenig schmeichelhaft für deutsche Behörden - dank Europa ein gutes Ende.
Gruss
Chriwi
Die Wege der Ex(esse) führen zum Palast der Weisheit!
Mich hat der Film auch sehr betroffen gemacht. Schrecklich, wenn man so einfach ist, dass einem deshalb das Kind weggenommen wird und man nicht Eltern sein darf. Da gibt es ja wohl andere, schlimmere Gründe und nichts passiert.
Geärgert hat mich, dass das eigentliche ansinnen so schlecht weggekommen ist: Die Frühförderung. In der Regel sind Frühförderstellen nämlich keine Einrichtungen des JA und sie versuchen den Kindern zu helfen, sie zu fördern und die Eltern zu unterstützen - nicht aber die Familien zu zerstören.
Auch ich fahre oft in solche wie hier gezeigten familien - niemals hätte ich die Idee ein Kind aus der Familie zu reissen, weil es nicht gefördert würde. Wie gesagt da gäbe es andere, heftigere Gründe...
Ich hab ganz schön heftig geschluckt und mit den Auigen geknibbelt...
LG
Biga
Mich würde mal interessieren, ob dem Film ein authentischer Fall zugrunde liegt....
@ kuwe,
ich glaube, im Vorspann gelesen zu haben, daß der Film nach einer wahren Begebenheit gedreht wurde ...
Gruß Püppi
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen ? Kurt Marti
